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11:00

IndyCar: News, Vorschau Honda Indy 200 at Mid-Ohio

Mit dem Rennen in Mid-Ohio beginnt nicht nur das letzte Saisondrittel der IndyCar Series, sondern auch wieder die Übertragung der Rennen im deutschsprachigen Fernsehen. Diese kleine Sensation ist aber nicht die einzige Entscheidung, die in der kurzen Pause getroffen wurde.

(c) Firestone Racing/Dennis Ashlock

(c) Firestone Racing/Dennis Ashlock

Der neue Sender Sport1US hat sich die Rechte an den Rennen der IndyCar Series bis 2015 gesichert. Ob alle Rennen auch live gezeigt werden, steht noch nicht fest. Wahrscheinlicher ist, dass andere Sportarten wie die NFL am Sonntag Vorrang haben. Zumindest das Rennen in Mid-Ohio wird aber live ab 21:00 Uhr übertragen. Auf deutschen Kommentar müssen wir verzichten, was allerdings nicht unbedingt ein Nachteil sein muss.

Die bedeutsamste Entscheidung in zumindest technischer Hinsicht ist aber, dass ab nächster Saison nur Motoren mit zwei Turboladern verwendet werden. Honda setzte mit den neuen Motoren im letzten Jahr auf ein Konzept mit einem Turbolader, Chevrolet hingen auf zwei. Die Unterschiede in den Konzepten führten immer wieder zu Diskussionen, die mit der Festlegung auf zwei Turboladern nun hoffentlich beendet wurden.

James Davison wird sein Debut in der IndyCar Series an diesem Wochenende geben. Der 25 jährige Australier wird Teamkollege von Justin Wilson bei Dale Coyne und wird den Dallara mit der Nummer 18 fahren.

Für uns Fans hier ist aber wohl das Debut von Lucas Luhr in Sonoma noch interessanter. Der ehemalige FIA GT1 Weltmeister wird neben Josef Newgarden einen zweiten Dallara für Sarah Fisher Hartman Racing pilotieren.

Luca Filippi wird für Barracuda Racing in Mid-Ohio testen. Der unter anderem aus der GP2 bekannte Italiener wollte schon im Vorjahr in die IndyCar Series einsteigen, nur zerschlug sich kurzfristig der Deal mit Rahal Letterman Lanigan Racing. Vielleicht ist dieser Test eine Chance für ihn, das Cockpit von Alex Tagliani zu übernehmen. Dessen Ergebnisse waren in diesem Jahr nicht wirklich gut.

Im Fahrerlager geht auch das Gerücht um, dass Tony Kanaan im nächsten Jahr für Chip Ganassi Racing antreten könnte. Für diese Saison hat Chip Ganassi sein Team um ein Auto verkleinert, sodass es genug Kapazitäten für ein viertes Auto gibt. Außerdem würden die guten Freunde Kanaan und Franchitti dann im selben Team fahren.

Bevor die neue Saison beginnt, muss aber erst einmal die laufende Saison zu Ende gefahren werden. Der Endspurt um die Meisterschaft beginnt mit dem Rennen in Mid-Ohio.

Strecke

Der Mid-Ohio Sports Car Course in der Nähe von Lexingston ist im Prinzip eine schöne Strecke, produziert aber in der Regel nur mäßige Rennen. Die Strecke ist 2,258 Meilen (3,634 km) lang und umfasst 13 Kurven. Nach Start-Ziel führt eine schnelle Linkskurve auf eine längere Gerade. Durch die schnelle Kurve führt nur eine Linie, weshalb der Start auf der Gegengeraden erfolgt. Auf diese gelangen die Fahrer durch Kurve 2, eine 180° Rechtskurve. Diese wurde mehrfach umgebaut, bietet aber immer noch keine gute Überholmöglichkeit. Kurz vor der genutzten Startlinie wird die Gegengerade durch einen schnellen Rechtsknick, der aber mit Vollgas durchfahren werden kann, unterbrochen. Die Rechtskurve am Ende der Gegengeraden ist beste Überholstelle der Strecke. Es ist auch der Beginn einer Passage aus immer schneller werden Rechts-Linkskurven, an deren Ende Kurve 9 in das „Thunder Valley“ führt. Die schnelle Kombination endet im Karussell, einer 180° Rechtskurve. Die anschließende Linkskurve führt das Feld wieder auf die Start-Ziel-Gerade.

Favoriten

Der heißeste Fahrer im IndyCar-Feld ist sicherlich Scott Dixon nach seinen drei Siegen zuletzt. Aber nicht nur er zeigte sich deutlich verbessert, sondern das ganze Chip Ganassi Racing Team, auch Dario Franchitti und Charlie Kimball waren besser unterwegs. Von den letzten sechs Rennen in Mid-Ohio gewann außerdem Scott Dixon vier und Dario Franchitti ein weiteres. Ich würde nicht gegen einen weiteren Sieg von Dixon wetten.

Vor dem Wochenende in Toronto war Andretti Autosport noch das absolute Topteam. Auch wenn Chip Ganassi Racing aufgeholt hat, darf man Ryan Hunter-Reay, James Hinchcliffe und Marco Andretti nicht vergessen. Hunter-Reay und Hinchcliffe haben zusammen in diesem Jahr schon fünf Rennen gewonnen und Andretti ist einfach reif für einen Sieg. Außerdem brauchen Hunter-Reay und Andretti Topergebnisse, um im Meisterschaftskampf zu bleiben. Bei dem Test am Mittwoch war Hunter-Rey Schnellster vor Simon Pagenaud und Will Power.

In der Meisterschaft führt aber Helio Castroneves mit konstant sehr guten Ergebnissen. Er ist zwar nicht unbedingt ein Siegkandidat, die Top 5 sind aber immer möglich. Sein Teamkollege Will Power hatte einiges Pech, teilweise aber auch selbstverschuldet, in dieser Saison. Wenn aber mal alles zusammen passen sollte, ist er auf jedem Straßenkurs für ein absolutes Topergebnis gut.

Zu den aussichtsreichsten Außenseitern auf Straßenkursen gehören in diesem Jahr auch immer Takuma Sato und Justin Wilson. Für den Japaner lief es in den letzten Rennen mit vier Platzierungen außerhalb der Top 20 nicht mehr so gut. Trotzdem sollte man ihn im Auge behalten. Justin Wilson wird, wenn sein Auto ihn nicht im Stich lässt, wieder mindestens um die Top 10 fahren.

Bei Dragon Racing hofft man, an die Erfolge von Sebastien Bourdais in Toronto anknüpfen zu können. Nach vielen richtig schlechten Rennen waren die beiden Podiumsplatzierungen eine Befreiung für das Team von Jay Penske. Ein erneutes Podium wird sehr schwer, aber die Top 10 sollte man mit Bourdais zumindest anpeilen können. Beim Test am Mittwoch konnte sich der Franzose zwischen die beiden Penske-Fahrer auf Platz 4 schieben.

KV Technologie gehört auch zu den Teams, denen es an Konstanz fehlt. Sowohl Tony Kanaan als auch Simona de Silvestro können in die Top 10 fahren. Es sind aber leider auch immer Ausreißer nach ganz hinten möglich. Das Gleiche gilt im Prinzip auch für das Team von Bobby Rahal. Hier sind zwar die Top-10-Ergebnisse seltener, mit den zweiten Plätzen von Graham Rahal in Long Beach und James Jakes in Detroit hat man aber gezeigt, dass man auch nach ganz vorne fahren kann.

Ein recht sicherer Anwärter auf die Top 10 ist Simon Pagenaud für Sam Schmidt. Wenn es nicht dafür reicht, fährt er auf die Plätze 12 und 13. Diese Konstanz, inklusive dem Sieg in Detroit, bringt im immerhin Platz 5 in der aktuellen Meisterschaftswertung. Sein Teamkollege Tristan Vautier ist insgesamt etwas schlechter, aber konstante Ergebnisse in den Top 20 sind für den Rookie in Ordnung. Oriol Servia übernimmt für den verletzten Ryan Briscoe den Panther Dallara mit der Nummer 4. Die Aussichten für den erfahrenen Piloten sind nur schwer einzuschätzen.

Auch wenn sich Ed Carpenter auf Straßenkursen verbessert hat, so ist doch mit keinem Top-15-Ergebnis für den Ovalspezialisten zu rechnen. Alex Tagliani muss Topergebnisse abliefern, ansonsten wird sein Vertrag bei Barracuda Racing nicht verlängert. Der Test von Luca Filippi ist ein klares Zeichen. Für den Rest der Saison ist sein Cockpit aber, gemäß Aussage von Teamteilhaber Brian Hertha, sicher. Dass Tagliani aber nach Toronto wieder in die Top 10 fahren kann, bezweifle ich stark.
Edit: Alex Tagliani hat vorerst sein Cockpit bei Barracuda Racing verloren und Luca Filippi ersetzt ihn im Dallara mit der Nummer 98.

Zeitplan

Freitag

11:00 am EST (17:00 MESZ) – 11:45 am freies Training
3:30 pm EST (21:30 MESZ) – 4:15 pm freies Training

Samstag

10:30 am EST (16:30 MESZ) – 11:15 am freies Training
2:00 pm EST (20:00 MESZ) – 3:10 pm Qualifikation

Sonntag

11:00 am EST (17:00) – 11:30 Warm Up
12:00 pm EST (18:00 MESZ) Indy Lights Rennen; as-live ab 2:00 pm auf NBC Sports

3:00 pm EST (21:00 MESZ) Übertragungsbegin NBC Sports und Sport1US

3:40  pm EST (21:40 MESZ) Honda Indy 200 at Mid-Ohio

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