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05:00

V8 Supercars: Analyse Skycity Triple Crown

Am vergangenen Wochenende absolvierten die V8 Supercars in Darwin ihr sechstes Rennwochenende mit den Saisonläufen 17-19. Bei der Rückkehr auf den australischen Kontinent zeigte das Erebus-Mercedes-Team das erste Mal echte Lebenszeichen.

v8supercars_ev_1b_lAlles begann am Freitag in den Trainings als zunächst Tim Slade und später auch Maro Engel mit ihren E63 in die Top Ten vorstoßen konnten. Im vierten Training schaffte Slade sogar die zweitbeste Zeit, und sorgte somit für das bislang beste Trainigsergebnis eines Mercedes in diesem Jahr. Seine starke Form konnte Slade dann auch in dem Qualifikationen bestätigen, was die Startplätze 13 (Samstag), 6 und 10 (jeweils am Sonntag) beweisen. Und auch sonst konnten Betty Klimenko und ihr Team sehr zufrieden mit ihrem Abschneiden auf dem Hidden Valley Raceway sein.

Rennen 1

Das Top-10-Shootout sorgte gleich für eine große Überraschung, denn David Reynolds vom FPR-Schwesterteam Rod Nash Racing konnte seinen Ford Falcon auf die Pole Position setzen. Ihm folgten Jamie Whincup und Will Davison. Erwähnenswert ist auch ein guter siebter Startplatz von Rick Kelly im Nissan.

Beim Start ließ sich Reynolds etwas von Whincup überrumpeln, konnte den Platz an der Spitze aber schnell wieder zurückgewinnen. Hinter den beiden hatte Will Davison auf dem dritten Rang arge Schwierigkeiten mitzuhalten und musste schließlich Mark Winterbottom vorbeiziehen lassen, der eindeutig das schnellere Auto hatte. In dem Stau, der sich inzwischen hinter den beiden gebildet hatte ging es danach turbulent zu. Als Lowndes im Kampf um den siebten Platz an Coulthard vorbeizog, wollte Shane van Gisbergen die Gelegenheit ebenfalls nutzen um seinen Landsmann zu überholen. Dies schaffte er dann zwar auch außenrum in Turn 7 – der lachende dritte war jedoch Jason Bright. Dieser schaute sich das Duell die ganze Runde lang an, und als Coulthard und van Gisbergen in Turn 7 die Tür nun weit offen ließen, zog er an ihnen vorbei und gewann so gleich zwei Plätze. Zwei Umläufe später musste sich Bright jedoch dem erneut starken van Gisbergen geschlagen geben und ihm so die achte Position überlassen.

Kurz vor dem Ende des ersten Sprints konnte Lowndes, der zuvor schon an Courtney vorbeigezogen war, an Tander vorbeigehen und sich Startplatz fünf für den zweiten Sprint sichern. An der Spitze hingegen tat sich bis zur Pause gar nichts mehr, da Whincup mit stark abbauenden Reifen kämpfte und so keine Chance hatte Reynolds anzugreifen.

Die Top fünf kamen nach den ersten 21 Runden also wie folgt ins Ziel: Reynolds, Whincup, Winterbottom, Will Davison, Lowndes. Dies war dann auch die Startaufstellung für den zweiten Sprint des Tages.

Dieser hatte noch gar nicht richtig angefangen, als es das erste mal hektisch wurde. Am Auto – oder viel mehr am Overall – von Jamie Whincup hatte man vergessen Trockeneis für den Cool Suit bereitzulegen, was dann ein Mechaniker noch schnell erledigen musste. Dann stand auch noch Whincups Fahrertür offen, die ebenfalls ein Mechaniker des Teams schließen musste. Und das auch noch weit nach dem 60-Sekunden-Signal im Grid. Dennoch blieb Whincup ohne Strafe, was den FPR-Teamchef Tim Edwards sichtlich auf die Nerven ging. Im Interview sagte er später sinngemäß, dass Red Bull anscheinend machen können was sie wollen, und die V8 Supercars ihre Regeln wohl jedes Wochenende anders auslegen würden.

Ein Rennen gefahren wurde natürlich auch noch. Whincup konnte sich beim Start erfolgreich gegen Reynolds durchsetzen und übernahm die Führung.

Eine Runde später wurde das Feld jedoch wieder vom Safety Car eingefangen. Der Grund war eine Kollision zwischen Tander, Will Davison und Lowndes. Letzterer hatte sich in Turn 6 verbremst und schob die vor ihm fahrenden Tander und Davison ineinander. Während für Tander und Lowndes das Rennen weiterging, musste Davison sein Rennen nach insgesamt 29 Runden beenden – der Schaden an seinem Wagen war einfach zu groß. Tander schaffte es immerhin noch auf Platz dreizehn, Lowndes wurde am Ende lediglich 26.

In Runde 28 erfolgte der Restart, den Reynolds komplett verschlief, und so den Anschluss an Whincup verlor. Irgendwie schaffte er es dennoch keine Position zu verlieren und Winterbottom hinter sich zu halten. So entwickelte sich ein unterhaltsamer Kampf um Platz zwei, denn zu den beiden Ford gesellte sich nun van Gisbergen und machte gehörig Druck. Dies führte dazu, dass sich Winterbottom zu einem etwas übermütigen Überholversuch an Reynolds gezwungen sah, der dann auch gründlich daneben ging. Winterbottom verschätzte sich, rutschte in Reynolds hinein und drehte ihn um. Zu allem Überfluss handelte sich Winterbottom mit der Aktion auch noch eine Durchfahrtsstrafe ein – was die Laune von Tim Edwards nicht wirklich verbesserte. Für Reynolds reichte es immerhin noch zu Platz 14, Winterbottom musste sich mit Platz 22 begnügen.

Das Rennen gewann am Ende Jamie Whincup vor Shane van Gisbergen und James Courtney. Vierter wurde erstaunlicherweise Jonathon Webb, der sich heimlich, still und leise von Platz 16 auf den vierten Rang vorgearbeitet hatte. Die Top fünf komplettierte Rick Kelly im besten Nissan. Der oben angesprochene Tim Slade holte für Mercedes einen sensationellen sechsten Platz, indem er sich aus allen Schamützeln heraushielt und ein blitzsauberes Rennen fuhr. Auf den siebten Rang schaffte es Chaz Mostert, und wurde so bestplazierter Ford – und das obwohl er nur als 19. gestartet war.

Auch Maro Engel zeigte – bis auf einen Fehler, der ihn zwei Plätze kostete – eine solide Leistung und fuhr als 16. ins Ziel. Alex Premat, der zweite Europäer im Feld, wurde nur 21.

Highlights Rennen 1

Ergebnis Rennen 1

 

Rennen 2

Das zweite Rennen hatte weniger Dramatik, weshalb ich mich an dieser Stelle etwas kürzer fasse. In der Qualifikation am Sonntagvormittag fuhr James Courtney für HRT die Bestzeit, vor Winterbottom und Will Davison. Als Vierte und Fünfte starteten Coulthard und Whincup.

Der Start verlief ohne große Hektik und Courtney konnte sich zunächst zwar vor den beiden Fords halten, entscheidend absetzen konnte er sich jedoch auch nicht. So musste er sich in Runde sieben erst Winterbottom geschlagen geben, in Runde zehn zog dann auch Will Davison an ihm vorbei.

Ab Runde zwölf standen die Pitstops auf dem Programm, die in erster Linie den Red Bull halfen, die nur von den Plätzen fünf (Whincup) und zehn (Lowndes) ins Rennen gegangen waren. Vor allem Lowndes startete eine tolle Aufholjagd und beendete sein Rennen auf Position drei.

Zwei Runden vor Fallen der Zielflagge schaffte es Courtney noch Platz zwei von Will Davison zurück zu erobern, der sich kurz darauf auch noch Lowndes geschlagen geben musste.

Und das war es dann schon im Grunde vom zweiten Rennen, welches Mark Winterbottom für sich entscheiden konnte. Es war sein erster Sieg seit Phillip Island im Mai letzten Jahres. Zweiter wurde James Courtney gefolgt von Craig Lowndes auf Rang drei. Will Davison im zweiten FPR-Ford wurde Vierter, Jamie Whincup hielt seinen fünften Platz. Tim Slade wurde auf Position elf bester Mercedes, und das noch vor Todd Kelly, der sich in seinem Nissan mit dem 12. Rang zufrieden geben musste.

Highlights Rennen 2

Ergebnis Rennen 2

 

Rennen 3

David Reynolds konnte sich auch für das dritte und letzte Rennen des Wochenendes auf die Pole setzen. Hinter ihm starteten Lowndes und Courtney von den Plätzen zwei und drei. Doch es sollten andere sein, die beim Start im Mittelpunkt stehen sollten.

Das Feld kam zunächst ohne Zwischenfälle durch die ersten Kurven, bis eine Kollision zwischen McLaughlin, Jason Bright und Tim Slade eine Kettenreaktion im Feld auslöste, der zahlreiche Fahrer zum Opfer fielen und einen Rennabbruch zur Folge hatte. Insgesamt schieden bei dieser Massenkarambolage sieben Piloten aus. Als da wären: Tim Slade, Lee Holdsworth (beide Erebus), David Wall (Britek), Alex Davison (Charlie Schwerkolt Racing), Alex Premat (GRM), James Moffat (Nissan) und Dean Fiore (LDM).

Nachdem man die gestrandeten Wagen geborgen hatte und die Strecke von sonstigem Unrat gereinigt wurde, ging es dann weiter mit dem zweiten Startversuch. Die Renndauer hatte man inzwischen von 35 Runden auf 30 Minuten umgestellt.

Reynolds hatte wieder einen guten Start und konnte in der ersten Runde Lowndes und Courtney hinter sich halten. Bereits am Ende der ersten Runde holten einige Teams ihre Fahrer zum Reifenwechsel an die Box. Aus der Spitzengruppe waren das Lowndes und Winterbottom, der zu diesem Zeitpunkt Platz vier inne hatte. Zwei Runden später taten es ihnen Tander, Whincup und Will Davison gleich.

Whincup wurde von seinem Team als schnellster abgefertigt, und konnte so an Tander vorbeigehen, was zwischenzeitlich Platz sechs, boxenstopp-bereinigt sogar Platz vier, für ihn bedeutete. David Reynolds widerum, konnte seine Führung nach seinem Pitstop in Runde vier nicht halten und fiel hinter Lowndes zurück.

Dann war es auch schon wieder Zeit für die nächste Caution: Courtney musste seinen Wagen kurz vor Turn 6 abstellen und löste so eine Safety-Car-Phase aus.

Vier Runden später wurde das Rennen wieder freigegeben. Beim Restart gerieten Will Davison und Tander im Duell um Rang sechs heftig aneinander, konnten aber einen Unfall glücklicherweise vermeiden, denn an der Stelle hat man gut und gerne über 200km/h auf dem Tacho.

Kurz darauf sprach die Rennleitung eine Drive Through Penalty für Whincup aus, der bei seinem Pitstop die Hinterräder durchdrehen ließ, bevor der Wagen vom Wagenheber wieder heruntergelassen wurde. Bei Red Bull zeigte man sich einsichtig, und Whincup trat seine Strafe noch am Ende der selben Runde an – was ihn auf die 20. Position zurückwarf.

Im Anschluss beruhigte sich das Renngeschehen einige Runden lang, bis sich in Runde 19 Will Davison Platz zwei von Reynolds schnappen konnte. Am meisten half dieses Duell jedoch Lowndes, der sich an der Spitze mittlerweile fast zwei Sekunden von den beiden abgesetzt hatte.

Im Hinterfeld wurde es in Runde 22 nochmals ungemütlich, als sich Todd Kelly und Chaz Mostert ein hartes Duell um Platz 16 lieferten. Mostert wollte zunächst innen in Turn 10 an Kelly vorbei, dieser gab jedoch keinen Millimeter nach und drückte Mostert auf den Rasen. Als Mostert wieder zurückkam, touchierte er den Nissan von Kelly, der sich daraufhin von der Strecke drehte. Kelly konnte seinen Wagen nicht mehr in Gang setzen und wurde zum Schluss als 20. mit zwei Runden Rückstand gewertet, während Mostert das Rennen auf Rang 17 beendete.

Unterdessen hatte sich Winterbottom an Lowndes herangearbeitet und jagte ihn nun in der letzten Runde vor sich her. Es war das traditionelle V8-Supercar-Duell Ford gegen Holden, was die Fans an der Strecke mit großem Jubel und Beifall quittierten. Frosty konnte gegen Lowndes allerdings keinen Stich mehr setzen, und so blieb es auch beim Zieleinlauf bei der Reihenfolge. Hinter ihnen landete Reynolds auf Platz drei, Vierter wurde Webb und Tander Fünfter.

Maro Engel schaffte es nach einem unauffälligen aber dennoch fehlerfreien Rennen auf Platz neun und wurde gleichzeitig bester Mercedes. Zwei Plätze dahinter folgte der erste Nissan mit Michael Caruso.

Highlights Rennen 3

Ergebnis Rennen 3

Weiter geht es bei den V8 Supercars am Wochenende vom 5.-7. Juli auf dem Townsville Street Circuit. Zum Abschluss gibt es an dieser Stelle wieder die Links zur Fahrer- und Teamwertung von den Kollegen von V8Dailydump.

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