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14:22

WTCC: Analyse Salzburgring 2013

Am Ende standen am Salzburgring wie zu erwarten war in beiden Rennen Chevroletpiloten ganz oben. Doch der große Spaß begann schon im Qualifying.

Nash_Race2_Aut46Dort passierte nämlich etwas, was selbst in der WTCC eher selten vorkommt. Man befahl 14 Fahrern nach der Quali wegen verschiedener Sachen (hauptsächlich Aufhalten von anderen Fahrern) sich vor der Rennleitung zu erklären. Die illustere Liste las sich so: Rob Huff, Gabriele Tarquini, Norbert Michelisz, Mikhail Kozlovskiy, Alex MacDowall, Yvan Muller, James Nash, Tom Coronel, Tiago Monteiro, Hugo Valente, Tom Chilton, Stefano D’Aste, Pepe Oriola und Darry O’Young. Ich vermute mal einfach, dass die anderen (mehrheitlich) BMW-Piloten einfach grundsätzlich zu langsam sind, um jemanden gewollt aufzuhalten.

Am Ende bestraft wurden (Name + Anzahl der versetzten Startplätze): Valente (+5), Chilton (+12), Muller (+12), Monteiro (+12), Tarquini (+24), Coronel (+15) Michelisz (+12), Huff (+10), Oriola (+16), MacDowall (+8), D’Aste (+5) und O’Young (+5). Zusätzlich gab es für alle noch Geldstrafen. Aber die Party war noch nicht vorbei. Später wurden dann auch noch alle Honda’s an das Ende des Feldes strafversetzt, weil der Heckflügel ein paar Millimeter außerhalb der Reglementbegrenzungen lag.Mal abgesehen davon, dass man mit der Strafenorgie den Samstag sportlich komplett wertlos gemacht hat, sollte man sich überlegen, ob eine Strafversetzung von 12 Piloten wegen Aufhaltens anderer Fahrer wirklich sinnvoll ist oder man sich damit nicht eher ziemlich lächerlich macht.

Das ziemlich durchgewürfelte Grid, was sich daraus für Lauf 1 ergab, resultierte in einem guten Rennen, entspann sich dann aber zumindest vorne recht schnell wieder und zwar zu Gunsten der Chevrolets. Am Ende hieß es ganz vorne Nykjaer, Nash und Muller. Dahinter kam der eine sehr starke Saison fahrende Bennani ins Ziel, gefolgt von einem weiteren Chevrolet von MacDowall. Danach folgte Freddy Barth, der kämpfte wie ein Löwe um die anderen Fahrzeuge hinter sich zu halten. Allgemein fiel auf, dass die BMW’s in den langsamen Passagen ganz gut gingen aber auf den Geraden und in der Fahrerlagerkurve ihren Gegnern hoffnungslos unterlegen waren, weil einfach der Top Speed fehlt.

Ganz im Gegensatz zu den meisten Chevrolets, die mit erwarteter Leichtigkeit trotz der Strafen ihre zahlreichen Gegner überholen konnten, so auch Chilton, der hinter Barth ins Ziel kam. Auf Platz 8 kam mit Rob Huff endlich der erste Seat ins Ziel, die an diesem Wochenende nicht viel zu melden hatten. James Thompson komplettierte zusammen mit Tom Coronel die Top 10. Erfreulich für die Ladamannschaft, dass sie zum zweiten mal Punkte holen konnten. Weniger erfreulich war zu sehen, dass beide Autos  dank der ganzen Strafversetzungen viel weiter vorne starteten als es das ursprüngliche Qualiergebnis hergab und es für beide doch recht schnell nach hinten ging. Da fehlt einfach jede Menge Speed.

Speed fehlte auch den Hondas. Auch wenn sie von ganz hinten starten mussten, hatte ich zumindest mit den Werkshondas in den Punkten gerechnet. Am Ende standen jedoch für die 3 Hondafahrzeuge nur die Plätze 12-14. Da lief es im zweiten Rennen auch dank wesentlich besser Startplätze für die Honda’s schon besser. Michelisz konnte immerhin aufs Podium fahren, dahinter kam Monteiro auf 4 und Tarquini auf Platz 8 ins Ziel. Dennoch hatte man auch im 2. Rennen keine gute Performance was natürlich auch an den 40 kg Zuladung lag, die dem Fahrzeug wohl absolut nicht gut tuen, speziell natürlich auf Strecken mit schnellen Kurven wie dem Salzburgring.

Gewonnen wurde das zweite Rennen von Nash, der aber wohl noch vom bärenstarken Muller abgefangen worden wäre, wenn das Rennen nur etwas länger gewesen wäre. Nykjaer und MacDowall komplettierten die “4 aus 6″ Chevrolets in den Top 6. Oriola, der leider aus der Spitzengruppe etwas unsanft rausgerempelt wurde und Huff konnten immerhin auf den Plätzen 7 und 9 ein bisschen was für die Seat’s retten, während Tom Coronel den letzten Punkt holte.

Alles in allem kann man aus dem Rennwochenende mitnehmen, dass mit dieser Gewichtsverteilung die Chevrolets wie erwartet praktisch nicht schlagbar sind, da muss sich unbedingt was ändern. Aber ich könnte auch genau so gut gegen eine Wand reden. Das wäre vielleicht sogar effektiver. Das Gewichtsreglement frustriert trotz dem weksseitigem Ausstieg von Chevrolet immer mehr. Weiter geht es in 3 Wochen in Moskau.

Nash_Race2_Aut46 Start_Race1_Aut12 Start_Race1_Aut20 Thompson_Race1_Aut8 Ambience_Aut_24 Kozlovskiy _Race2_Aut2 MacDowall _Race2_Aut7 Monteiro_Race2_Aut3 OYoung_Race1_Aut9

 

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Schweinderl