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19:00

VLN: Vorschau Saison 2013 und 1. Lauf

“Was lange währt wird endlich gut”. So oder so ähnlich geht es wohl vielen Anhängern und Beteiligten der VLN, denn die Rennfreie Zeit fiel doch etwas länger aus als üblich, wobei keiner damit gerechnet hat, dass die offseason so lange dauert.

vln 2012 04 28 016 300x200 VLN: Vorschau Saison 2013 und 1. LaufAngefangen hat alles 2012 und mit der wetterbedingten Absage des 10. und letzten Wertungslaufes. Aufgrund von Eis war es zu riskant das letzte Rennen auszutragen, so dass die Veranstalter gezwugen wurden das Rennen abzusagen. Alle dachten da schon bereits an 2013 und den 1. Lauf vor gut 4 Wochen sowie die voher stattfindenden Einstellfahrten. Alle ? Fast alle, denn einer hat da etwas dagegen: Petrus. Der sorgte dafür, dass die Einstellfahrten aufgrund von Eis und Schnee abgesagt werden mussten und weil es ihm wohl so toll gefiel sorgte er auch gleich dafür dass der 1. Wertungslauf abgesagt werden musste. Dies hatte bzw. hat gleich mehrere Konsequenzen:

So wollte man die Einstellfahrten auf Anfang Apirl verschieben, bzw. tat dies auch, aber wer hier genau liest sieht schon den Konjunktiv, denn das Eifelwetter war wohl noch nicht so recht in Laune und sorgte für die 2. Absage der Testfahrten. Ob und wie dieser Termin noch vor dem 24H Rennen nachgeholt wird steht erstmals in den Sternen, was vor allem für jene Teams extrem bitter wäre, die den 1. Lauf zur Vorbereitung auf den Marathon nutzen wollten. Einige Teams verweilen an diesem Samstag bekanntlich bei der BES in Monza, so dass Teams wie Haribo, WRT oder Marc VDS am Ende nur noch der 3. Lauf als Vorbereitung dient, was gerade bei den doch teils größeren Änderungen an den Autos nicht gerade dazu führt dass man über zu viel Rennzeit auf der Nordschleife meckern kann. Die ADAC-Westfalenfahrt, der nominelle Auftakt in die Saison soll zwar nachgeholt werden, ein Termin vor Pfingsten ist nicht möglich, wodurch ein Rennen im August wesentlich wahrscheinlicher ist.

Der Kalender sieht daher bis jetzt wie folgt aus:

13.04.2013 38. DMV 4-Stunden-Rennen
27.04.2013 55. ADAC ACAS H&R-Cup
22.06.2013 44. Adenauer ADAC Simfy Trophy
20.07.2013 53. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen
24.08.2013 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen
14.09.2013 36. RCM DMV Grenzlandrennen
28.09.2013 45. ADAC Barbarossapreis
12.10.2013 ROWE DMV 250-Meilen-Rennen
26.10.2013 38. DMV Münsterlandpokal

Eine weitere Konsequenz mussten die Veranstalter des 24H Rennens ziehen: Bis vor kurzem musste man als Neuling 3 VLN-Läufe nachweißen um beim Eifelklassiker startberechtigt zu sein. Da dies aber nicht mehr möglich ist, hat man die Regelung dahingehend geändert, wonach man als Rookie nun 2 Läufe plus einen Nordschleifenlehrgang nachweißen muss. Da aber nicht nur die Nennung eines Piloten sondern auch sein tatsächlicher Einsatz von nöten ist, dürften vor allem Teams wie Rowe mit Sven Hannawald das Rennen äußerst bedächtig angehen, denn sollte es einen frühen Unfall geben und z.B ein Hannawald nicht mehr hinters Volant greifen können, hätte man für das 24H Rennen ein ernstes Problem.

Etwas bedächtiger wird es wohl auch in der Box von statten gehen, denn der ADAC und die VLN haben sich mal wieder was neues in Sachen Reglement und Balance of Performance einfallen lassen und sich dabei von eine deutsche Serie als Vorbild genommen. Wer nun gleich an die große DTM und deren DRS denkt liegt hier aber knapp daneben, denn die Anregungen sind wohl vom ADAC GT Masters gekommen. So führte man nun neben dem ADAC Tankpilot (welcher die Tankzeit der Topautos trotz unterschiedlicher Tankgrößen auf einheitliche 144 Sekunden begrenzen sollte, man beachte den Konjunktiv…) nun eine Mindestzeit sowohl für die Durchfahrt als auch für den Tankvorgang ansich festgelegt. Diese Zeiten umfassen 25 Sekunden für die Durchfahrt sowie bis zu 144 Sekunden Standzeit beim Tanken in Abhängigkeit der zurückgelegten Runden. Ein Auto, welches nun aufgrund seines Verbrauches in der Lage wäre 10 Runden zu fahren würde sich somit einen zusätzlichen Stopp ohne Mindestzeit sparen, und sich augrund seines geringeren Verbrauches somit einen gewichtigen Vorteil verschaffen können. Die Betonung liegt aber hier wieder auf können, denn hier kommt wieder die Balance of Performance ins Spiel: Um eine möglichst ausgeglichene Spitze zu generieren gibt es neben den Mindestgewichten und Air Restriktoren auch unterschiedlich große maximale Tankgrößen um die selbe Anzahl von Runden, die ein Auto auf der Strecke zurücklegen kann, zu garantieren. Als Ziel hat man deren 9 ausgeben, was aufgrund der teils besseren oder teils schlechteren Verbrauchswerte dazu führt, dass es Autos mit bis zu 125 Liter Tankinhalt wie dem GT3 von McLaren oder Autos mit nur 105 Liter Tankinhalt wie dem Porsche 911 GT3 RSR gibt.

Auf der einen Seite erzeugt man damit oft sehr gutes und schnelles Racing, da sich keiner langsame Runden erlauben kann, auf der anderen Seite muss man hier allerdings auch die Frage stellen, ob es in der heutigen Zeit noch sinnvoll ist, Autos mit einem verbrauchsgünstigerem Konzept ihren Vorteil bewusst zu nehmen, während man Konzepte und Autos mit hohem Verbrauch fördert und diese auf Augenhöhe stellt. In der F1 und bei den LMP1 werden ab 2014 die Themen Effizienz und vor allem Verbrauch einen wesentlich zentraleren Punkt als bisher einnehmen, was ja nicht auch zu letzt durch immer weiter steigende Preise für Benzin und Diesel immer wichtiger wurde. Ob es dann der richtige Weg ist, gerade in einer Serie in der der Verbrauch schon des öfteren Rennen entschieden hat, diesen nun aus der Entscheidung auszuklammern ?

Nicht ausklammern möchte ich aber die neuen Autos und Klassen, welche die VLN ab 2013 neu zu bieten hat. So gibt es gleich 2 weitere Cup-Klassen, wobei vor allem die Opel OPC Cup Klasse mit 18 Teilnehmern einen perfekten Einstand feiert. Hierbei treten so ziemlich baugleiche Opel Astra mit 2l Turbo und ca. 300 PS gegeneinander an, die alle von Kissling und Opel OPC entwickelt und aufgebaut wurden. Der Unterschied zu anderen Cup-Klassen wie der Cup2 oder der Clio Cup ist allerdings, dass man hier doch weniger Freiheiten bzgl der technischen Änderungen am Auto hat. Eine Regelung die gut einschlägt, denn selbst in jenen Cup-Klassen oder gerade bei den Serienwagen sind die Kosten für den Einsatz immer weiter gestiegen, da immer mehr versucht wurde die letzte Sekunde aus den Wagen rauszuholen, was natürlich gut ins Geld geht. Teams wie Black Falcon oder Bonk konnten sich dies zwar leisten, die Basis hat in jenen Klassen aber stark darunter gelitten, denn ohne viel Geld, keine Technik, ohne Technik keine Chance auf Siege oder Podestplätze, ohne Podestplätze evtl. keinen Sponsor mehr…

Dazu kommen Preisgelder und Unterstützung seitens Opel, während Renault diese Unterstützung nun zurückgefahren hat. Dies erklärt auch, warum auch sofort recht starke Teams in jene Klasse gewechselt sind, denn dank 18 Starter hat man hier echte Chancen auf den Sieg in der Meisterschaft. Aus der Clio Cup sind hier z.B TKS Racing mit Elmar Jurek und Jannik Oliva gewechselt. Aus der SP3 kommen Bonk Motorsport mit Mario Merten und Wolf Sylvester, während sich noch die Fritsche Brüder und das Team um Uli Packeisen Hoffnungen auf Klassensiege machen.

Die zweiter Cup-Klasse die 2013 neu mit dabei ist, ist die Cup4, welche mit baugleichen Toyota GT86 Cup ausgefahren wird. Leider sind hierbei nur 5 Starter gemeldet, denn diese Klasse hätte eigentlich Potential für wesentlich mehr Starter. So sind kaum Veränderungen am Auto erlaubt und mit einem Preis von gut 40.000€ wäre man auch wesentlich günstiger als die Opel Astras. Leider gibt es aber bis jetzt nicht die Unterstützung seitens TMG, welche den Wagen aufgebaut haben wie bei Opel, denn diese Klasse hätte das Zeug, Teams welche z.B in den großen V-Klassen wie der V5 oder V6 finanziell nicht mehr mithalten können aufzunehmen.

Leider nicht am Start sind die Titelverteidiger von LMS Eng. So wollte man ursprünglich das neue Jahr mit einem selbst aufgebauten und weiterentwickelten Audi TTS in der SP3T in den Angriff nehmen. So wollte man einen TTRS aus der SP4T nehmen und den Motor durch einen selbstentwickelten 2l 5Zylinder Turbo ersetzen. Leider stellte sich gerade der Motor als Hinderniss heraus. Zum einen benötigt wohl die Spezialfirma, welche die massangefertigte Kurbelwelle liefert wesentlich mehr Zeit, was zur Folge hat, dass das Auto bzw. der Motor nicht rechtzeitig fertig hätten können, zum anderen gab es aber auch hier mächtig Ärger mit der Einstufung. Bei den SP-Autos ist es grundsätzlich möglich einen Motor als Seriennah einstufen zu lassen, solange er diverse Regelungen bzgl. Motorblock, Elektronik, etc. einhält. Im Gegenzug wird man von den Air Restriktoren befreit, solange man nicht zu schnell wird. Bei LMS hat man diese Regelung wohl zu weit ausgelegt und es gab seitens der anderen Teams Proteste gegen diesen Motor. Die VLN hätte den Motor wohl nicht mehr als Seriennah homologieren können und LMS daher Air Restriktoren verwenden müssen, was ihnen einiges an Leistung gekostet hätte. Dies wollte man aber wohl nicht und so hat man sich zu erst dahingegen entschieden nicht an den Start zu gehen. Hoffentlich können diese Hürden aber überwunden werden, denn immerhin war das Team damit in der Lage Zeiten von bis zu 8:43 zu fahren und ich wäre gespannt was man mit dem TT da rausholen könnten.

Diese Diskussionen ob es sich um einen seriennahen Motor handelt oder nicht gibt es bei den Gesamtsiegfähigen Autos der SP9 und der SP7 allerdings nicht, wenn man sich z.B die Rückkehr eines Aushängeschildes der VLN ansieht: Manthey kehrt mit dem “Dicken” in der SP7 zurück und dieser macht seinem Namen alle Ehre, denn es ist ein 911 GT3 RSR in gelb-grün Jahrgang 2012, also mit dem damals nochmals breiterem Bodykit und der breitern Spur als der 2010er GT3 R oder RSR hatten. Pilotiert wird der Dicke von Jochen Krumbach und Marco Holzer. Der 2. RSR aus dem Hause Manthey wird wieder der Wochenspiegel 911er mit Michael Jacobs, Michael Jacobs und Oliver Kainz. Allerdings ist nicht nur der RSR in die Breite gewachsen, sondern auch der GT3 R misst nun wie seine Konkurrenten exakt 2,00m in der Breite. Porsche hat dem Auto ein großes Update spendiert und dabei nicht nur eine breitere Spur, sondern auch mehr Radstand, einen größeren Heckflügel, mehr Flaps und eine geänderte Aero vorne spendiert. Man erhofft sich so das große Defizit aus 2012, welches vor allem der fehlende Abtrieb war zu kompensieren.
Eingesetzt wird der überarbeitete 911er unter anderem von Timbulli Racing, welche gleich 2 an den Start bringen, aber auch von Farnbacher Racing und wieder von Frikadelli Racing. Bei letzteren war es aber nicht unbedingt klar ob es 2013 wieder ein Porsche wird, denn so hat Klaus Abbelen mehrere Frabikate getestet und es man war wohl wirklich kurz davor das Auto zu wechseln. Der Grund für den Nichtwechsel dürfte wohl zum einen das große Update, aber auch die neuen Reifen und mehr Unterstützung seitens des Werkes sein. So erhält man nun auch die “Vignetten”Reifen von Michelin und für das 24H Rennen einen Werksfahrer zur Seite gestellt. Unterstützung die man im letzten Jahr nicht erhalten hat und darüber verärgert war.
Eine Rückkehr feiert auch Farnbacher Racing, welche ebenfalls einen 911 GT3 R mit Lehman Keen, Tomas Pivoda und Christina Nielson an den Start bringen.

Hierbei werden sie nicht nur auf die Mercedes SLS von Rowe und Black Falcon, sondern auch auf die Audi R8 lms ultra treffen und gerade bei letzten darf man aus mehreren Gründen gespannt sein. So treten Mamerow-Racing mit Chirs Mamerow und Oliver Jarvis als Speerspitze an, während dicht dahinter die Stuck-Brüder nun das 3. Jahr mit einem anderen Team und Gefährt in Angriff nehmen. Nach einem Lamborghini von Reiter und den Einsätzen mit Young Driver Aston Martin kehrt nun Johannes Stuck quasi wieder in vertraute Gefilde zurück und pilotiert einen R8 lms ultra aus dem Team Phoenix. Immerhin war Johannes Stuck 2009 in der Lage mit einem R8 beim 1. Lauf gleich die Pole zu holen. Der 3. Audi kommt von den beiden Busch-Brüdern, welche sich gegen Mitte der letzten Saison von Timbulli loseisten und nun wieder als eigenständiges Team operieren. So konnte man über den Winter einen 2011er Audi auf den 2013er Stand umrüsten. Die spannenden Frage ist aber: Wie gut ist der 2013er Audi wirklich ? Immerhin bildet dieser Lauf nach dem Rennen der Super GT vom letzten Wochenende erst den 2. Einsatz der 2013er Evolution, welche am größen Heckflügel und dem großen Diffusor erkennbar ist. Bisher konnte, besser gesagt durfte diese Version noch nirgends eingesetzt werden, da die FIA bisher die Homologation verweigert hat und in FIA-sanktionierten Serien daher nur ein Einsatz mit der 2012er Variante möglich war. Allerdings geht die VLN hier einen etwas eigenen Weg und hat wohl den Einsatz des Autos, obowhl noch nicht so homoligert ermöglich, denn die akutelle BoP-Einstufung unterscheidet explizit zwischen 2012er und 2013er Evolution.

Ein Blick in die Nennliste beantwortet auch gleich 2 Fragen bzgl. BMW und was es mit der Startzeit des 24H Rennens auf sich hat, was wohlgemerkt um 17.00 Uhr Sonntags startet: Am selben Wochenende startet die DTM in Brands Hatch um 14.00 Uhr ihr Rennen, was dann um 15.00 Uhr zu Ende ist. Warum schreibe ich das ? Es wurde schon viel spekuliert, wonach wohl einige DTM-Piloten wohl ein extralages Wochenende haben werden und nach dem DTM-Lauf an den Ring fliegen um dort das 24H Rennen zu fahren. Bisher gab es daher keine Bestätigung, allerdings liefert BMW hier doch schon eine inofizelle Bestätigung ab, denn die #19 wird von den beiden Müllers und Achtung, Augusto Farfus pilotiert, während die #20 von Stammfahrerin Claudi Hürtgen, Jens Klingmann und Martin Tomczyk um die Nordschleife scheuchen dürfen. Der 3. Z4 welcher hier noch Gesamtsiegfähig wäre, ist der Z4 GT3 von Uwe Alzen, welcher mit seinem eigenen Team an den Start geht. Er wird die ganze Saison an der Seite von Phlilip Wlazik fahren und hat beim 1. Lauf noch Alexander Margaritis mit an Board geholt, welcher ihn auch beim 24H Rennen unterstützen wird.

Am Ende gibt es aber noch eine Premiere zu feiern: Schulze Motorsport bringt endlich den Nissan GT-R auf die Nordschleife. Nachdem man 2012 aus dem ADAC GT Masters aufgrund des BoP-Ärgers ausgestiegen ist, hat man dem Wagen nun das 2013er Update auf “Godzilla” verpasst. Bei der Super GT in Okayama konnte man phasenweiße schon mal andeuten was mit dem Wagen möglich ist.

Wie sich das Auto und all die anderen schlagen werden, kann ab 12:00 Uhr im Livestream, Radio, Ticker und Live Timing der VLN verfolgt werden.

 VLN: Vorschau Saison 2013 und 1. Lauf

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Tags: VLN 2013

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