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06:08

BTCC: Bericht Knockhill 2012

Kein Regen, dafür Sieger, mit denen man nicht gerechnet hätte. Die Titelaspiranten hatte alle Probleme, richtig schlimm erwischte es Jason Plato.

Dabei hatte das Wochenende für Jason Plato so gut angefangen. Am Samstag prügelte er seinen MG auf die Pole, vor Rob Collard und den etwas überraschend so weit vorne auftauchenden Aron Smith im zweiten Redstone Focus. Von Honda war auf der nassen Fahrbahn in der Quali überhaupt nichts zu sehen. Gordon Shedden landete in der Quali auf P6, Matt Neal gar nur auf P8. Dabei hatte man die Civic in einer deutlichen Favoritenrolle gesehen. Vielleicht lag es ja am Wetter, dachten einige Beobachter und Sonntag war die Strecke dann trocken. Also alles bereitet für die Honda-Festspiele? Nicht ganz, es sollte komplett anders kommen.

Rennen 1

Plato legte einen guten Start hin, musste sich aber der besseren Traktion des BMW geschlagen geben. Rob Collard übernahm die Führung, vor Onslow-Cole dahinter dann Jason Plato und Aron Smith, der von der ersten Kurve an schneller zu sein schien als der MG. Ging der Start noch sauber über die Bühne, krachte es dann in folgenden Runden. Verschiedene Fahrer rodelten ins Gras, darunter auch Frank Wrathall, dessen Motor allerdings den Geist aufgegeben hatte. Der Schaden war derartig terminal, dass das Team nur die Koffer packen und nach Hause fahren konnte.

Das gute Wochenende von Plato endete dann in Runde 2 vor der schnellen Clarks-Passage. Plato zackte etwas vor Aron Smith herum, der sich dann außer Stande sah, das Heck von Plato nicht zu treffen. Plato segelte in den Kies und war damit raus aus dem Rennen. Die Rennleitung neutralisierte das Rennen daraufhin.

Der Restart lief problemlos und das BMW-Duo setzte sich vorne mühelos ab. Aron Smith konnte das Tempo auch deswegen nicht gehen, weil er Paul O’Neill im Nacken hatte, der mal wieder eine Runde im Speedworks Toyota drehen durfte und zeigte, was ein guter Fahrer mit dem Wagen anstellen kann. Smith und O’Neill hielten sich gegenseitig ein wenig auf, was Gordon Shedden erlaubte heran zu fahren. O’Neill, nun selbst unter Druck, versuchte alles um an Smith vorbei zu kommen. Aber selbst ein leichter Schubser in der Haarnadel half da nicht. Der Toyota musste sich im Beschleunigungsduell sogar dann Shedden beugen. Der biss sich seinerseits die Zähne am erstaunlichen Smith aus, der ja sonst eher um P10 unterwegs ist. Erst in der letzten Kurve gelang es Shedden den Focus etwas zur Seite zu schieben und er konnte sich gerade so vor Smith platzieren. Matt Neal tauchte während des gesamten Rennens nicht wirklich auf und wurde nur siebter.

Ergebnis: Collard, Onslow-Cole, Shedden, Aron Smith, Jackson, O’Neill, Neal, Foster, Jordan, Morgan.

Rennen 2

Das zweite Rennen war dann leider nicht sonderlich abwechslungsreich. Erstaunlicherweise konnten die beiden BWM von West Surrey Racing trotz der 45kg, bzw. 36kg Platzierungsgewichte im Auto ihre dominante Vorstellung wiederholen. Die Konkurrenz kam nicht mal ansatzweise in die Nähe der beiden BMW, was schon erstaunlich ist. Denn immerhin handelt es sich um zwei alte S2000 Chassis. Normalerweise kämpfen die BMW im Verlauf des Rennens mit abbauenden Reifen, weil es aber in Schottland etwas kälter war, setzte der Effekt nicht so stark ein, wie sonst. Collard und Cole konnten zwar nicht zum Sieg cruisen, weil hinter ihnen Gordon Shedden lauerte. Der hatte den BMW aber nichts entgegen zu setzen.

Das galt auch für Matt Neal, der erneut nicht über P8 heraus kam. So richtig löste Neal die Probleme in den Interviews nicht auf. Gewicht kann es nicht gewesen sein, das war ja schon raus. Sein Glück war, dass Jason Plato von ganz hinten starten musste und auch nicht recht voran kam. Auf der engen Strecke in Knockhill kann man halt kaum überholen, die Geschwindigkeitsunterschiede sind eher gering. Plato schaffte es auf P10, wurde aber von Dave Newsham wieder abgefangen.

Ergebnis: Collard, Onslow-Cole, Shedden, O’Neill, Foster, Aron Smith, Jordan, Neal, Jeff Smith, Dave Newsham.

Der Reverse Grid ergab dann genau die umgekehrte Reihenfolge ab Newsham.

Rennen 3

Die Startaufstellung versprach dann jede Menge Action, dazu kam, dass es leicht regnete. Das Feld entschloss sich dennoch auf Slicks zu starten, was sich als richtige Entscheidung herausstellte. Dave Newsham suchte am Start die Flucht nach vorne, was ihm auch problemlos gelang. Dahinter wurde es dann zwischen Jeff Smith im zweiten Pirtek-Honda, Matt Neal und Andrew Jordan etwas enger. Man sortierte sich aber brav ein. Das Albtraum-Wochenende von Janson Plato ging aber weiter. Noch in der ersten Runde musste er an die Box und stellte den Wagen mit Problemen am Motor ab.

Vorne konnte sich Newsham einen deutlichen Vorsprung erarbeiten, während sich Matt Neal an Jeff Smith abarbeitete. Andrew Jordan sah sich das Ganze entspannt von hinten an. Die vier setzten sich vom Rest des Feldes ab, wo es teilweise drunter drüber ging. Gordon Shedden musste einem komplett quer stehenden Aron Smith ausweichen und zerstörte sich dabei die Vorderradaufhängung. Damit war ein weitere Favorit in der Meisterschaft raus.

Zwischen Onslow-Cole, Paul O’Neill, Nick Foster, Aron Smith und Rob Collard entbrannte ein heftiger Kampf, bei dem die Positionen mehrfach getauscht wurden. Teilweise in einer Runde. Während es vorne ruhig blieb, entschädigte dieser Fight für die sonstige Ruhe im Feld.

In den letzten Runden schmolz plötzlich der Vorsprung von Dave Newsham, dessen Reifen langsam abbauten. Weil aber Jeff Smith mit Matt Neal zu tun hatte, konnte der Vectra-Pilot einen kleinen Vorsprung ins Ziel retten und seinen zweiten Sieg in diesem Jahr einfahren.

Ergebnis: Newsham, Jeff Smith, Matt Neal, Andrew Jordan, Onslow-Cole, O’Neill, Foster, Aron Smith, Collard, Jackson.

Knockhill lieferte eher drei mittelmäßige Rennen ab, dafür aber mit interessanten Ergebnissen. Denn die beiden Siege von Rob Collard brachten den BWM-Piloten überraschenderweise ganz nach vorne. In der Meisterschaft sieht die Sache jetzt so aus:

Rob Collard 288
Matt Neal 287
Gordon Shedden 277
Jason Plato 251
Andrew Jordan 247

Die Meisterschaft ist also völlig offen und West Surrey Racing hat gute Aussichten auf den Titel. Es folgen noch die Rennen in Rockingham, Silverstone und Brands Hatch. Alles Strecken, auf denen die BMW Punkte sammeln können.
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