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05:44

SUPER GT: 40th International Pokka GT Summer Special – Round 5 (Live-Berichterstattung zu Ende!)

Die Strecke hat die Form einer Acht, Kurven wie die 130R, Degner oder 200R befeuchten die Augen von Fahrern und Fans. Bereits zum 40. Mal findet das International Pokka GT Summer Special, das legendäre 1000-km-Rennen in Suzuka statt, welches in den letzten Jahren aufgrund von finanziellen Einsparungen auf 700 km und 2011 nach dem verherrenden Erdbeben und Tsunami auf 500 km verkürzt wurde. Der Langstreckenklassiker hat sich in den letzten Jahren bereits wie ein Sprintrennen angefühlt, dieses Jahr dürfte es dementsprechend noch anstrengender für Mensch und Maschine werden.

Streng genommen ist es bereits die 45. Auflage des Rennens, nicht immer lief das seit 1966 auch gerne mal als 12-Stunden-Rennen ausgetragene Rennen unter dem gleichen Deckmantel. Seit 2006 ist das Rennen ein offzieller Wertungslauf der japanischen SUPER GT. Ein Sieg ist somit nicht nur prestigeträchtig, sondern auch für die Meisterschaft enorm wichtig, immerhin leitet der Lauf die zweite Saisonhälfte ein. Alle drei GT500-Marken haben ihre Stärken und Schwächen auf der Strecke, weshalb die Chancen sehr ausgeglichen sind und sozusagen jeder Hersteller eine reelle Chance auf den Sieg hat. Hersteller der Stunde ist derzeit Nissan, die mit dem alten GT-R, allen Vohersagen zum Trotz, drei der bisher vier Saison-Läufe (Okayama, Fuji und zuletzt Sugo) für sich entscheiden konnten. Lediglich beim einzigen, internationalen Auftritt der Serie in Malaysia, behielt Honda mit dem noch in der vergangenen Saison so starken HSV-010 die Nase vorn.

“Business as usual” könnte man somit behaupten, denn auch in Suzuka steht mit dem derzeitigen Führungsduo der Meisterschaft (Masataka Yanagida und Ronnie Quintarelli) ein GT-R auf der Pole Position. Die Qualifikation wurde dieses Mal in dem aus der Formel 1 bekannten Knock-out-Verfahren in drei Segmenten ausgefahren. Eigentlich erst für den späten Nachmittag angekündigt, sorgte ein heftiger Regenschauer für schwierige sowie rutschige Bedingungen auf der Strecke. Besonders interessant war dabei die Performance der drei GT500-Marken. Während im ersten Qualifikations-Segment unter zu diesem Zeitpunkt noch trockenen Bedingungen der Weider HSV-010 mit Loic Duval mit 1:53. 991 ganz oben im Klassement auftauchte, war es Hiroaki Ishiura im DENSO SARD SC430, der mit  2:07.586 im zweiten Segment die Bestzeit fuhr. Zu diesem Zeitpunkt hatte es bereits heftig zu Regnen angefangen. Auch der dritte Teil der Qualifikation war dementsprechend eine feuchte wie rutschige Angelegenheit. Am Ende behielt Ronnie Quintarelli im S Road MOLA GT-R mit 2:08.206 die Nase vorn, wohlgemerkt mit 82kg an Zusatzgewicht. Auf Position zwei qualifizierte sich der KEIHIN HSV-010, auf drei die Teamkollegen und amtierenden Meister von der Weider-Truppe. Etwas abgeschlagen der erste Lexus auf Position sieben (DENSO SARD SC430); Nakajima und Lotterer landeten leicht enttäucht unter diesen schwierigen Bedingungen auf Position acht. Eine Prognose für das 500-km-Rennen in der GT500 zu treffen wird deshalb besonders schwierig, da unter drei unterschiedlichen Bedingungen alle drei Marken unterschiedlich schnell waren. Eines ist aber sicher: Nur wer ohne Probleme seinen Wagen über die Distanz trägt, wird am Ende ganz oben am Siegertreppchen stehen. Keine einfache Aufgabe, denn auch für das Rennen besteht mit 80% eine sehr hohe Regenwahrscheinlichkeit. Gefragt sind deshalb auch die Renningeneure sowie Boxencrews, da in diesem Jahr die Fahrer mindestens zweimal gewechselt werden müssen.

Wenig spektakulär war hingegen die Qulifikation der GT300, die der ARTA Garaiya gewinnen konnte. Von Position zwei geht der HANKOOK PORSCHE mit der Nummer 33 ins Rennen, also genau der Wagen, der bereits bei der Regenschlacht von Fuji siegreich übers Wasser ging, bei den restlichen Saisonrennen aber ein wenig abfiel. Erfreulich für Subaru startet der R&D SPORT LEGACY B4 von Position drei. So unspektakulär die Qualfikation der GT300 war, umso spannender sollte das Rennen der “kleinen” Klasse werden, bei dem davon ausgegangen wird, dass die japanischen Fahrzeuge einen leichten Vorteil gegenüber den europäischen Marken wie Porsche, Ferrari oder BMW bezüglich des Benzinverbrauchs haben sollen. Ein Benzinkrimi? Gut möglich, doch wer die GT300 kennt, der weiß, dass hier gerne bis zur letzten Sekunde Rad an Rad gekämpft wird. Man sollte deshalb ein Auge auf Porsche, BMW und Co. behalten, die womöglich diesen Nachteil mit “Qualfikations-Runden” zu kompensieren versuchen.

Erfreuliche Nachricht aus der Stream-Front: Zumindest für das Pokka GT Summer Special ist überraschenderweise ein Stream (danke an Eagel-F1 aus dem Chat!), wenn auch leider noch immer nicht von offizieller Seite, aufgetaucht, weshalb wir selbstverständlich die Möglichkeit nutzen und über das komplette Rennen für euch live über unseren Twitter-Account berichten!

UPDATE 21.08.11 11:50 Uhr:

Das Rennen ist zu Ende. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und dem Interesse, trotz der Nacht- und Nebelaktion. In den kommenden Tagen folgt unsere ausführliche Analyse zum Rennen. Der nächste Lauf findet am 11. September 2011 in Fuji statt, von dem wir mit sehr, sehr großer Wahrscheinlichkeit ebenfalls erneut live berichten werden. Weitere Details folgen dann Anfang September zusammen mit unserer Vorschau zu Rennen 6 der SUPER GT!

 

 

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Schweinderl