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15:29

VLN: Vorschau 51. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen

Wer gerne Langstreckensport verfolgt, kann dies an diesen Wochende sage und schreibe 27 Stunden lang am Stück tun, denn bevor um 15.00 Uhr in Le Mans die grüne Flagge fällt, startet um 12.00 Uhr bereits die VLN zu ihrem 5. Lauf in dieser Saison über die gewohnte Distanz von 4 Stunden.

Dass eben an diesem Wochenede auch die 24H von Le Mans stattfinden und es der letzte Lauf vor den 24H vom Nübrugring ist, hat sich natürlich auch in den Starterzahlen niedergeschlagen und so schrumpft die Klasse der SP9 von bis zu 27 Wagen auf magere 4 Wagen an diesem Samstag zusammen, was die Sache aber nicht minder spannend macht, denn das eröffnet Teams und Piloten die Chance auf das Podest zu fahren, welche dies im bisherigen Saisonverlauf noch nicht tun konnten. Zu aller erst kann man hier Audi nennen, welche bis dato die einzige der 4 großen Werke sind, welche noch keinen Gesamtsieg einfahren konnten.

Die Saison begann für die 4 Ringe alles andere als optimal. Beim ersten Rennen stand lediglich ein 8. Gesamtplatz mit fast 1 Runde Rückstand für den besten Phoenix R8 LMS zu gute, welche man zwar im folgenden Lauf etwas verbessern konnte und 2 Positionen weiter vorne ins Ziel kam, aber dies war nicht der Anspruch für Audi. Zum einen fuhr man nicht mit allen 4 Wagen, sondern in dieser Zeit oft mit 1 oder 2 Top besetzten Wagen und zum anderen hatte man wohl auch Probleme mit der Fahrzeug-Spezifikation.

Die VLN legt die Air Restriktoren, die max. erlaubte Motorleistung und den Tankinhalt nämlich anhand des Mindestgewichts fest. Das bedeutet also weniger Gewicht => kleiner Restriktor und weniger Leistung, während im Umkehrschluss bei höherem Gewicht einem Auto mehr Leistung zusteht. In den ersten 2 Läufen ist man mit einem kleineren Restriktor und 1300 kg gefahren, was immerhin 25-50 kg weniger sind als 2010. In der letzten Saison konnte man mit dieser Einstufung zwar kein Rennen gewinnen, war aber mehrmals oft kurz davor und man konnte das Tempo was. z.b Manthey vorlegte auch halten.

Offensichtlich hatte man damit aber Probleme und so entschied man sich den 3. Lauf über 6 Stunden auszulassen und währenddessen zu testen um dann wieder mit der “alten” Einstufung, nämlich mit 1350 kg an den Start zu gehen. Und siehe da, es half. So schrammte man nur knapp am Sieg vorbei, denn die beiden Porsche ihnen vor der Nase wegschnappten, weil sie 1 Stopp weniger benötigten, aber man fuhr im Hause Audi mit 8:16 die bis dato schnellste Rennrunde der 2011er Saison und belegte eben knapp hinter den 2 Porsche geschlossen die Positionen 3-6 mit allen 4 Werkswagen.

Immerhin scheint man damit auf dem richtigen Weg und bringt daher am Samstag nur 1 R8 LMS, eingesetzt von Phoenix mit den DTM-Piloten Timo Scheider und Matthias Eckström an den Start um den 1. Sieg seit 2009 zu erkämpfen.

Konkurrenz werden sie dabei von einem Mercedes SLS GT3 von Horn Motorsport bekommen. Zu Beginn der Saison konnte David Horn und der sehr schnelle und erfahrene Sascha Bert gleich mal auftrumpfen und aufzeigen was mit dem SLS möglich zu sein scheint, als man den 2. Platz bei den GT3 Wagen als bisher bestes Saisonergebnis holen konnte. Beim 2 Lauf trat kann nicht an und beim 3. Lauf musste man schon nach 11 Runden die Segel streichen. Das ist zu wenig für dieses Team, welche beim 24H Rennen sehr prominente Unterstützung in Form von Peugeot-Werksfahrer Stephane Sarrazin erhalten werden.

Ein weiteres sehr sympathisches Team, welches allerdings dieses Jahr vom Pech des öfteren verfolgt wird ist das bekannte Frikadelli Racing Team von Sabine Schmtiz und Klaus Abbelen.
Nachdem man im 1. Lauf bester Porsche mit einem 5. Gesamtrang wurde, musste man bei den folgenden 3 Läufen jeweils vorzeitig das Segel aufgrund von Defekten oder Unfällen wie beim letzten Lauf streichen. Für das Team, welches am Samstag auf Niclas Kentenich verzichten muss, wäre ein Podestplatz daher Ideal um sich noch eine extra Portion Selbstvertrauen für den Saisonhöhepunkt zu holen.

Komplettiert wird die SP9 durch einen Porsche 911 CupS von Car Collection, welcher von Christopher Zöchling, Peter Schmidt und Marcel Blumer.

Auf eine wahre Flut von 911 Cup, können sich die Fans von Porsche allerdings am Samstag freuen, denn obwohl die topbesetzten Manthey Porsche nicht am Start sind, sind viele 911 Cup vor Ort um den Lauf als Test für den Porsche World Cup zu Nutzen, bei welchem 160 Porsche Mannschaften aus aller Welt erwartet werden.

So werden unter anderem Nicolas Armindo, Rene Rast, Norbert Siedler, Stefan Rosina, Jakub Giermmaziak, William Langhorne (USA), Gregory Ross aus Australien und ein Matthias Lauda hinter das Steuer ihres 911 Cup klettern um zum einen die Nordschleife kennen zu lernen und sich mit den absoluten Nordschleifenspezialisten zu duellieren. Darauf bin ich echt gespannt, wie sich die Fahrer des Porsche Carrera SuperCup gegen die sehr schnellen und erfahrenen Teams aus der VLN schlagen könnnen.

Zu aller erst wäre da der Cup aus dem Hause Manthey mit Frank Kräling, Wolfgang Kohler und Christian Menzel welche den 1. und 4. Lauf zur VLN in der CUP-Klasse gewinnen konnten, zu nennen. Zum anderen werden auch Hans Guido Riegel und vor allem Jochen Krumbach ihren 911 Cup, ebenfalls aus dem Hause Manthey wieder sehr flott um den Kurs steuern.

Ebenfalls schon immer sehr flott unterwegs ist der 911 Cup mit Martin Ragginger und Thomas Messer, obwohl es heuer noch zu keinem Sieg in ihrer Klasse gereicht hat,war man immer sehr schnell und konstant vorne mit von der Musik.
Geschlagen wurden sie dabei 2 mal von dem schon angesprochenen Trio und 2 mal von den vermeintlichen Platzhirschen in der Cup-Klasse, dem Duo Kai Riemer und Rodney Forbes.

Diese 2 schafften es nicht nur 2 mal die Cup-Klasse zu gewinnen, sondern können auch regelmäßig die großen Jungs richtig dolle ärgern wie man schön beim 6H Rennen sehen konnte, als sie es schafften über einen längeren Zeitraum zur Mitte des Rennen das Feld anzuführen. Möglich wurde dies durch eine sehr schnelle Fahrt der Piloten, einer fehlerlosen Crew und perfekter Taktik. So werden die 2 sicher auch mit einem Auge auf die Gesamtwertung bei diesem Lauf schielen und ein Platz auf dem Podest sollte möglich sein.

Selbiges gilt auch für die Busch-Twins Marc und Dennis aus der SP7. Nachdem man letztes Jahr noch in der Cup-Klasse unterwegs war, entschied man sich in die SP7 aufzusteigen und dort ihr Können unter Beweis zu stellen. Dort konnte man von Anfang an zeigen was man drauf hat, obwohl es gegen den RSR von Manthey und den GT3 MR WTM-Porsche nicht immer langte. Aber mit Zeiten von knapp über 8:20 ist man am Samstag sicher sofort zur Stelle, sollte einer aus der SP9 patzen.

Auch sollte man die 2 Lexus LFA von Gazoo Racing nicht vergessen, denn das Team konnte die beiden LFA im Winter deutlich weiterentwickeln und gehören nun zu den schnellsten in ihrer Klasse mit Zeiten von ~8:25. Ob sie aber noch schneller gehen können, kann ich leider nicht beurteilen.
Selbiges gilt für den TT-RS von Audi welcher hier mit kaum geringeren Leuten wie Christian Hohenadel, Martin Tomcyk und Miguel Molina in der SP4T sicher auch nach vorne schielt und sich mit dem Ford Focus der FH Köln um den Klassensieg streiten wird. Vom Speed her sollte der Audi klar die Nase vorne haben, aber man muss 4 Stunden erstmal ohne Fehler und Defekt absolvieren ;-)

Während in den großen Klassen einige Starter fehlen, ist dies in den kleineren Klassen wo um den Kampf in der VLN Meisterschaft gekämpft kaum der Fall. Es treten in der SP3T zwar die 2 TTS von Raeder und Schjaerin Motorsport nicht an, was sich der den VW Scirocco mit Maik Rosenberg, Christian Krognes und Emin Akata freuen wird, sind dies doch die 2 Hauptkonkurrenten bisher gewesen, welche die Zeiten des VW mitgehen konnten.

In der V6 Klasse werden wieder Sean Paul Breslin, Oleg Volin und Leisen Phlipp versuchen Punkte zu machen und den Abstand auf ihre Kollegen im Kampf um die Meisterschaft zu verkürzen, da Tim Scheerbarth, Carsten Knechtges und Manuel Metzger nach 3 Siegen zu Beginn und einem 2. Platz beim letzten Lauf die Tabelle souverän anführen. Geschlagen wurden sie beim letzte male nur ganz knapp von Mario Merten und Wolf Sylvester von Bonk Motorsport, welche nach zu wenig Startern in ihrer SP3 gezwungen waren in eine andere Klasse zu wechseln, wollte man mit dem Ausgang der Meisterschaft noch etwas zu tun haben.

So entschloss man sich in die V5 zu den direkten Konkurrenten zu wechseln und konnte ihnen dort gleich die Punkte stehlen.

Ähnlich eng wird es in der wieder stark besetzten Renaul Clio Cup Klasse zugehen, da hier wieder alle Teams, also FLEPPER Motorsport, Schläppi Race-Tec (Sieger beim 1.Lauf), die Gronecks sowie die Sieger des letzten Laufes Elmar Jurek und Janek Olivo wieder starten und wieder viele Punkte abräumen können.

Verfolgen kann man das Rennen wie immer per Live Radio mit Patrick Simon und Lars Gutsche sowie über das Live Timing der VLN und den dazugehörigen Ticker. Die die an der Nordschleife sind, haben die Möglichkeit das Fan-TV per DVB-T zu empfangen und wer einen Stream findet, soll den bitte nicht für sich behalten sondern andere darauf aufmerksam machen ;-)

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Schweinderl