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13:00

VLN: Vorschau 53. ADAC ACAS H&R-Cup

Nachdem der letzte Lauf der VLN über 50% mehr an Distanz und vermutlich mindestens genauso viel Action ging, steht am Samstag der 4. Lauf zur Meisterschaft wieder über die klasische Distanz von 4 Stunden an.

Diesen Lauf konnten etwas überaschend Marco Seefried und Jaime Melo im Farnbacher Ferrari F458 hauchdünn gegen den Manthey GT3 RSR gewinnen, indem Marco Seefried am Ende ganze 0,8 Sekunden vor Marc Lieb ins Ziel kamm. Jedoch musste der Manthey Porsche eine komplette Runde aufholen, nachdem ihm diese und gut 20 anderen Wagen aberkannt worden ist, da sie zu schnell an einer Unfallstelle vorbeigefahren sind, bei der Gelb doppelt geschwenkt wurde. Trotzdem war der 1. Ferrari Sieg in der Geschichte der VLN mehr als verdient, denn Jaime Melo konnte bei seinem erst 2. Rennen auf der Nordschleife mit 8:19 die schnellste Rennrunde des gesamten Feldes hinlegen und somit zeigen dass man mit den Jungs beim 24H def. rechnen muss.

Ebenfalls auftrumpfen, konnte ein Team, welches zwar in seiner Klasse der Cup2 zur Zeit die klare Nummer 1 ist und auch schon mal des öfteren in den Top Ten zu finden war, es jedoch nie ganz nach vorne gereicht hat. Dieses Team konnte vor 2 Wochen durch eine umsichtige und klevere Fahrweiße bei schwierigen Bedingungen die Gesamtführung übernehmen und sie bis nach Halbzeit halten, wobei sie die letzten 90 Minuten ohne Serverlenkung auskommen mussten und daher noch Plätze verloren haben. Die Rede ist hier von Kai Riemer und Rodney Forbes auf ihrem 911 GT3 Cup. Am Ende stand somit ein 10. Gesamtplatz zu Buche.

Alle oben genannten Teams werden, bis auf den Farnbacher Ferrari daher auch wieder mit von der Partie sein, denn für viele Top Teams wird es der letzte Lauf in der VLN vor dem 24H Rennen sein, denn der nächte Lauf kollidiert in 2 Wochen mit der 24 Stunden Hatz an der Sarthe und dort werden dann Timo Bernhard, Jaime Melo, Dirk Müller und Co. um die Siege in den Klassen und dem Gesamtsieg fighten anstannt in der Eifel zu fahren. Daher haben Farnbacher und BMW ihre letzten Läufe schon bei vergangen Rennen absolviert und werden erst wieder zum 24H Rennen kommen. Zum einen wegen Le Mans, zum anderen wird aber auch sicher die Regelung der BoP eine Rolle gespielt haben, denn man möchte sich sicher nicht noch kleinere Air Restriktoren oder Zusatzgewichte einfangen.

Eine Situation, welche oft besondere Maßnahmen erfodert – und hier tut sich vor allem Manthey Racing hervor. Nachdem man den letzten Lauf zur VLN nicht mit dem GT3 R, sondern etwas überaschend mit dem Auto aus der 2009er Saison, dem GT3 RSR gefahren hat, setzt man nun noch einen drauf und es kommt für Manthey zum ultiamtiven Vergleichstest, welches Auto nund aufgrund der aktuellen Einstufungen die besseren Chancen hat, wobei davon auszugehen ist, dass wohl nur Manthey danach selber weiß, welches Auto schneller ist, es sei denn die Fahrer werden angewißen volles Rohr zu fahren, was jedoch unwahrscheinlich erscheint.

So werden Romain Dumas und Lucas Luhr das Rennen auf dem GT3 RSR fahren, während die andere Hälfte des Quartetts, nämlich Marc Lieb und Timo Bernhard den GT3 R in der SP9 pilotieren. Diese Klasse erhält neben den schon bekannten Wagen wie den SLS oder dem Porsche vom Team Frikadelli oder Haribo Manthey nun auch wieder ordentlich Konkurrenz von Audi. So werden unter anderem Timo Scheider, Matthias Eckström, Mike Rockenfeller, Christopher Mies, Marc Hennerici die 4 Werks Audi R8 pilotieren, welche von Phoenix Racing und Abt an den Start gebracht werden.

2 weitere R8 werden von der Audi Race Expierence an den Start gebracht und hier hat sich zumindest in einem Auto eine sehr namhafte Besatzung gefunden. So wird die #18 unter anderen von Marco Werner pilotiert, während die #17 von den V8-Stars Graig Lowndes und Warren Luff gesteuert werden ! Für beide Piloten ist die Nordschleife Neuland, aber dass sie auch auf äußerst kriminellen Kursen sehr flott unterwegs sind, haben sie z.b mehrfach in Bathurst auf dem Mount Panorama Circuit bewießen.

Ein weiteres Großaufgebot in der SP9, welche mit 28 Nennungen am Samstag die größe Klasse stellt, stellt Schuberth Motorsport dar, welche gleich 3 Z4 GT3 als Test auf die Bahn schicken. So werden Claudia Hürtgen, Edward Sandström und Fredrik Larrson den Z4 mit der #6 pilotieren, während die #16 mit Marko Hartung und Tom Coronel kaum weniger stark besetzt ist, und auch die Paarung Peter Posovac, Jörg Viebahn und John Mayes sollte man nicht vergessen.
Hinzu kommt der schon bekannte Z4 von Dörr Motorsport, welcher wieder von Arno Klasen unterstützt wird und sich mit den Stammfahrern Rudi Adams, Stefan Aust und Peter Posavac abwechseln wird. Das Team hat sich schon nach den ersten Kilometern sehr angetan über die Weiterentwicklung geäußert und man wird sicher noch den ein oder andere Schritt in die richtige Richtung mit dem Auto machen, nachdem man im letzten Jahr mit dem Z4 nicht ganz die Pace an der Spitze gehen konnte.
Jenes Team wird auch einen BMW Alpina B6 GT3 an den Start bringen, welcher im GT Masters ja schon sein Potential aufgezeigt hat und mit Rolf Scheibner, Michael Funke und Jörg Weidinger besetzt sein wird. Auch hier darf man davon ausgehen, dass auch jenes Team bei den 24H mit diesem Wagen am Start sein wird.

Auch dort vertreten sein, werden die beiden Stuck Brüder und Frank Kechele mit ihrem Lamborghini LP600 von Reiter Engineerig, welche das Großaufgebot des VW-Konzern in den oberen Klassen abrunden.

Aber das wäre ja noch nicht alles, denn immerhin will auch der VW Mutterkonzern mitfahren und dort hat man es sich anscheinend auf die Fahne geschrieben Porsche 911 und ähnliche – auf dem Papier stärkere Wagen gehörig ins Schwitzen zu bringen.
Nicht nur, dass man wieder den sehr gut besetzten VW Übergolf, namens Golf24H ins Rennen schickt welcher mittlweile bei 8:28 angekommen ist und schon mal einen 911 von Kremer Racing im Karussel außen überholt.

Nein, man packt auch wieder den VW Erdgas-Scirocco aus, welcher im letzten Jahr auch für diverse Schweißperlen und Verfolgungsängste bei 911 Cup Fahrern und Co verantwortlich gezeichnet hat. Offiziel hatte man letztes Jahr 330 PS, aber laut Aussage von Dirk Adorf beim letzten 24H Rennen, würde es ihn nicht wundern wenn da ne 4 vorne dran ist. Bedenkt man dann noch, dass VW den Wagen noch weiterentwickelt hat, kann man sich ausmalen, wohin die Reise hier gehen kann ;-) Hier werden unter anderem der Rallye Dakar Sieger Nasser Al-Attiyah, Bernd Ostmann und “trommelwirbel”… Johnny Herbert ins Volant greifen

Generell sind die Autos mit 2l Turbo in letzter Zeit sehr flott unterwegs. Fast zu flott würde man meinen und das sieht wohl auch die VLN so, denn da rumort es gewaltig im Hintergrund. So fuhren beim 6H Rennen der TT von Raeder Motorsport eine 8:43 und der VW Scirocco von LMS eine 8:47. Mal ein paar Zeiten zum Vergleich: Als Audi und Opel vor einigen Jahren mit ihren DTM-Wagen das 24H Rennen bestrieten, fuhren sie auf der etwas längeren 24H Variante Zeiten von ~9 Minuten und auch ein 911 Cup fährt so im Schnitt 8:45er Zeiten. (Danke an Mike Frison für die Informationen).

So gab es wohl einen Protest gegen die Wertung der SP3T nach dem 6H Rennen und auch die VLN will/wollte sich das mal genauer anschauen, wie es zu solchen Zeitsprüngen kommen konnte.
Daher wurde die SP3T Klasse nicht gewertet und man darf sehr gespannt sein, wie sich das alles in der Klasse am Samstag entwickeln wird.
Dies wird vor allem die schon oben angesprochenen schnellen Teams der Klasse ärgern, denn man hätte hier sicher gerne die vielen Punkte im Kampf um die Meisterschaft mitgenommen.

Diesen Kampf hat auch der Titelverteidiger, Bonk Motorsport nicht aufgegeben und man hat wie allgemein erwartet, die Klasse gewechselt und fährt nun in der Serienwagen Klasse V5 gegen die direkten Konkurrenten von Black Falcon und die momentan Meisterschaftsführenden Carsten Knechtges, Tim Scheerbarth und Manuel Metzger. Dort will man wieder mehr Punkte sammeln, nachdem dies in der “Stammklasse” SP3 nicht mehr möglich war, da einfach zu wenig Autos an den Start gingen.

Eine andere Klasse, welche nun wieder etwas Aufwind bekommt ist die SP8. Nicht nur wegen des Ferrari ist dies eine sehr gute Klasse, denn hier befinden sich viele eher exotischere Wagen. So wird Aston Martin den neuen Zagato an den Start bringen und auch 2 Corvetten, nämlich von Kissling Motorsport und GMAXX Cars werden sicher wieder führ einen schönen Klang sorgen. Diesen wird auch sicher wieder Lexus LFA aufweißen können, aber man konnte sich hier im Vergleich zu den letzten Jahren massiv steigern und kann nun auch mal vorne an den Top10-15 riechen, denn man ist nun in der Lage auch mal ne Zeit von unter 8:30 zu fahren.

Alle die die in der Nähe des Ringes wohnen, können sich die Bilder per DVB-T ins Haus oder auf den TV/Laptop holen, während alle anderen vermutlich wieder auf den Live Ticker, samt Live Timing und das Fan Radio mit Patrick Simon und Lars Gutsche angewießen sind.

Ein bekanntes Sprichwort lautet: “Das beste kommt zum Schluss” und so möchte auch ich es halten. Wir schreiben hier viel über Motorsport, aber Siege, Überholmanöver werden absolut unwichtig, wenn es um die wirklich wichtigen Dinge des Lebens geht, wie z.b der Gesundheit eines Menschnen. Denn der 20832.com-Fahrer des Jahres 2010, Marcel Tiemann hat angekündigt vor Ort zu sein und laut seines eigenen Twitter-Channels scheint es ihm auch immer besser zu gehen.

Ich ziehe meinen Hut vor ihm und wünsche ihm daher alles Gute für seine weitere Genesung, seine Gesundheit und seine Zukunft.

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