Tumblelog by Soup.io
Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.
15:49

VLN: Analyse 36. DMV 4-Stunden-Rennen

Wie in der Vorschau schon geschrieben, merkt man immer mehr dass man sich dem Saisonhöhepunkt, den 24H nähert. So tauchen immer mehr Wagen in der Nennliste auf und einige konnten gleich auf sich aufmerksam machen.

Das Zeittraining am Samstag vor dem Rennen gab schon einmal einen kleinen Vorgeschmack auf das Rennen. So konnte sich Chris Mamerow in seinem SLS die Pole mit einer beachtlichen Zeit von 8:13.730 sichern. Auf den 2. Platz landete der Audi #25 von Christian Abt/Mies /Ludwig mit bereits 4 Sekunden Rückstand vor einem weiteren SLS von Heico Motorsport #(LC Arnold/Christopher Brück/Christian Frankenhout) und einem weiteren Audi vom Team Phoenix mit Fässler/Stippler und GT1 Fahrer Marc Basseng. Nur 3 Zehntel dahinter fand sich ein weiterer von insgesamt 9 SLS vom Team Black Falcon wieder.

Erst auf Platz 6 folgte der beste Porsche und das war weder der Pinta Porsche noch der Dicke, sondern der Haribo Porsche u.a mit Richard Westbrook am Steuer. Auf den weiteren Plätzen folgte “Der Dicke” von Manthey (Bernhard/Luhr/Dumas) während auf Platz 9 der beste Wagen aus der SP7 mit den Busch Zwillingen stand und die Top Ten vom WTM Porsche kompletiert wurden.

Die beiden BMW fanden sich nur auf den Plätzen 14 (#43 Adorf/Müller/Werner) und 16 (#42 Lamy/Müller/Farfus) wieder, während auch der Frikadelli Porsche sehr weit hinten von Platz 18 starten musste. Noch weiter hinten von Startplatz 19, musste der Audi R8 mit Christopher Haase starten, noch vor dem besten Cup-Porsche mit der Startnummer #100. Dicht dahinter folgte erst der überarbeitete Hybrid GT3 R mit Bergmeister/Long/Holzer während der Farnbacher Ferrari auf Platz 22 stand.
Der neue VW Golf 24H ging von Platz 29 ins Rennen, immerhin noch 6 Plätze vor dem Stuck³ Lambo. Anscheinend konnte oder wollte man bei den oben angesprochenen Wagen nicht schneller gehen, aber das Rennen ist mit 4 Stunden lang. Genug Gelegenheit also sich nach vorne zu arbeiten. Überraschend stark war aber der Beste der Wertungsgruppe H, der Porsche 911 993 RSR, dem Pacynski-Porsche.

Beim Start konnte sich Chris Mamerow relativ problemlos gegen seine Konkurrenten durchsetzen. Ganz schlecht sah hier Christopher Mies aus, als er innerhalb von wenigen Kurven zuerst von LD Arnold im Mercedes und Marc Bassneg im Schwesterauto überholt wurde. Der Rest kam auch ohne Probleme durch die ersten Kurven, sodass sie quasi unverändert auf die Nordschleife bogen.

In der 2. Startgruppe musste allerdings gleich zu Beginn, der schnellste Wagen der SP3T, der TT R von Raeder Motorsport an die Box biegen da man technische Probleme hatte. Man konnte zwar später das Rennen wieder aufnehmen, war aber schon ohne Chance auf einen Klassensieg. Noch schlimmer wurde es dann später, als man nach nur 6 Runden aufgeben musste. Ein schwarzer Tag für das Team, denn hier wären viele Punkte im Kampf um die Meisterschaft drin gewesen.

In der 3. Startgruppe konnte sich direkt der Pacynski Porsche gegen den Schall Mercedes und den BMW M1 durchsetzen. Dazwischen gesellte sich der BMW Mini vom Alpecin Schirra Motorring, welcher schnellster in der SP2T ist.

So kam nach der 3. Runde Chris Mamerow vor LD Arnold knappe 5 Sekunden vor Marc Basseng zurück. Manuel Lauck makierte den besten Porsche auf Platz 4 während Christopher Mies auf Platz 6 zurückfiel hinter Romain Dumas. Die beiden BMW, der Farnbacher Ferrari und der Hybrid-Porsche haben sich derweil auf die Platz 12 bis 15 nach vorne gearbeitet und zumindest bei BMW begann man nun damit sich nach vorne zu arbeiten. In der Renault Clio Cup führte derweil der Clio von Karl Brinker vor dem Clio mit der #676 und dem Clio Cup von Stefan Epp und Dominik Brinkmann (#681). Aber zumindest den bis dato führenden sollte die Führung nichts nützen, denn beide Renaul Clio Cup fielen relativ früh wegen eines Defekts bzw. Unfalls aus.

Die Clio Cup Klasse konnte dann von Olivo Jannik und Elmar Jurek in der #678 gewonnen werden. Sie waren am Samstag das konstanteste Team und konnten sich mit gleichmäßigen Zeiten an die Spitze setzen. Sie konnten sich somit mit gut 2 Minuten vor der #681 von Dominik Brinkmann und Epp Stefan durchsetzen, während die Groneck Twins nur 4. werden konnte. Ganz schlecht erwischte es aber die Jungs von Schläppi Racetex welche im ersten Lauf noch die Klasse gewinnen konnten, doch dieses Mal sie schieden bereits nach 12 Runden aus. Ähnlich erging es FLEPPER Racing welche auch nur 1 Runde später die Sachen packen konnten.

Ähnlich schlecht erwischte es bereits im 4. Umlauf den Ferrari F458 GT2 von Farnbacher Racing welcher einen stärkeren Schaden an der Front hatte, aber noch aus eigener Kraft an die Box konnte. Anscheinend ist man mit dem Hybriden aneinander geraten, der aber kaum einen Schaden davon trug. Man konnte den Wagen zwar reparieren und insgesamt 23 Runden abspulen, aber man erreichte nicht das Ziel da man auch hier kurz vor Ende einen technischen Defekt hatte. Als Bestzeit steht immerhin eine 8:25 zu Buche, was zwar 7 Sekunden langsamer wäre als die Bestzeit, aber auch hier gilt: Man weiß nicht wie schnell man wirklich hätte gehen können. Hoffentlich konnte man genug Informationen sammeln um den Wagen (mit dem man auch den LM-Test fuhr) schneller zu machen und die Großen zu ärgern. Das Potential scheint hier auf jeden Fall da zu sein!

Aber zurück zum Rennen und gegen Ende des 5. Umlaufes hat man sich bei Audi dazu entschieden Mies etwas früher rein zu holen, da er immer weiter Zeit auf die Spitze verloren hatte und kaum in seinen Rhythmus finden konnte. Dies ist in der VLN nicht schlimm, denn in der Regel muss man immer 3 Stopps machen, da man mit 2 Stopps um 2 Runden nicht ins Ziel kommt (es sei denn, man kann 10 Runden draussen bleiben). So hat Christian Abt das Steuer von ihm übernommen und war gleich flotter unterwegs, jedoch hat man sich erstmal im Mittelfeld des Feldes wiedergefunden. Besser erging es hier Marc Basseng welcher sich Platz 4 hinter Dumas holen konnte.

Er profitierte auch davon, dass der sehr schnelle Pinta Porsche mit Manuel Lauck wieder kein Glück hatte und auf einmal mit massiven Problemen zu kämpfen hatte. So musste er eine komplette Runde auf der GP Strecke fahren, bevor er vor der Kurzanbindung die Box ansteuern konnte. Die Probleme waren so massiv dass man das Rennen nicht mehr aufnehmen konnte und man somit raus war. Kaum besser erging es dem Frikadelli Porsche, welcher nach 13 Runden die Segel streichen musste.

Derweil konnte sich der famose VW Golf 24H auf Platz 21 mit Peter Terting am Steuer nach vorne arbeiten. Sein wahres Potential hat der Golf aber nicht aufgezeigt, denn er war gegen Ende des Rennens in der Lage, den Nadelstreifen-Wodka Porsche aus dem Hause Manthey Ausgangs Hatzenbach aus zu beschleunigen und sofort Vorsprung raus zu fahren! Dazu passt auch, dass der Golf bei Tests die 20832 Meter der Nordschleife ohne GP-Strecke in unter 7 Minuten bewältigen konnte. Dies wäre ohne Verkehr eine 8:08 auf der VLN Variante ohne Verkehr. Zum Vergleich: unter 7 Minuten fuhr bei der RCN bisher nur das Turbinchen, allerdings mit Verkehr. So steht zwar eine 8:37 als beste Zeit zu buche, man darf aber davon ausgehen dass hier massiv gemauert wurde, denn laut Augenzeugen hat der Golf stärkere Porsche reihenweise vor sich her gejagt; wenn er denn wollte, denn 30 Sekunden erscheinen nur aufgrund des Verkehr doch sehr viel. Man sollte diesen Wagen bei den 24H also auf jeden Fall vom Speed her auf der Rechnung haben.

Auch recht unauffällig zwischen Platz 20 und Platz 30 bewegte sich in dieser Zeit der Lambo von Stuck³, wobei man hier davon ausgehen darf, dass der Wagen noch viele Kilometer brauchen wird, denn das ist schließlich der erste Lambo welcher seit langem auf der Nordschleife wieder unterwegs ist. So kam man mit einer Runde Rückstand und Platz 28 Gesamt ins Ziel wobei man hier eine 8:42 als beste Zeit zu Buche stehen hat. Aber wie gesagt hier gilt: lernen, lernen um das Auto zu verstehen, denn Reiter baut ja sehr konkurrenzfähige Autos wie man in den GT3 Meisterschaften sehen kann.

Gegen Ende des 6. Umlaufes standen dann die ersten Stopps an und es kamen Thomas Jäger auf Platz 5 und Basseng auf Platz 4 liegend rein. Und auch die BMW dachten sich, dass man nun nach vorne fahren könnte und fuhren somit locker flockig auf die Positionen 8 und 9 mit Zeiten um 8:25. Dabei hatte man aber noch die Möglichkeit die Position zu tauschen und einige Meter vorher auf die Bremse zu steigen. Man darf also auch hier davon ausgehen dass man nicht 100% gab.

Gegen Ende des 8. Umlaufes waren dann auch die letzten beim Stopp, wobei der BMW mit der #43 in der Lage war den Dicken von Manthey an der Box zu überholen und die Verfolgung von Armin Hahne aufzunehmen, welcher Chris Mamerow ablöste. Was allerdings bemerkenswert war, dass Oliver Kainz im WTM Porsche draussen bleiben konnte und erst gegen Ende des 9. Umlaufes an die Box gekommen ist. Man hat zwar als Starter in der SP7 kleinere Air Restriktoren, jedoch wäre hier sehr interessant zu wissen ob man bei Porsche es nicht geschafft hat den Verbrauch der GT3 R so hinzubekommen, dass man 9 Runden am Stück draussen bleiben könnte.

In der hart umkämpften SP3T führte derweil der VW Scirocco von Emin Akata (#302) vor dem Opel Astra OPC von Kissling Motorsport und dem Schwesterauto mit Peter Terting. Nachdem man sich hier bis Mitte des Rennens einen heiteren Kampf geliefert hat, war der VW von Maik Rosenberg in der Lage das Tempo zu verschärfen und das Rennen mit 2 Minuten Vorsprung auf Gesamtplatz 18 nach Hause zu fahren. 2. wurde der schon angesprochene VW mit Emin Akata und Christian Krognes. Das Podium komplettierte der Opel OPC Astra mit den Fritzsche Brüdern und Nicole Müllenmeister. Der VW Golf24H lag zu diesem Zeitpunkt auf Platz 42 zurück, nur um dann wie schon angesprochen nach vorne zu pflügen.

In der 10 Runde führte derweil immer noch der Mercedes von Armin Hahne und Mamerow kanpp vor dem SLS von Heico Motorsport wo Christian Brück das Steuer von LD Arnold übernommen hatte und das Tempo hier nicht halten konnte/wollte/durfte wobei ich hier eher zu Ersterem tendieren würde. Auf jeden Fall konnten die beiden BMW im Formationsflug locker Zeit gut machen und sich den SLS schnappen und somit Platz 2 erobern. Die Jagd auf den führenden Hahne welcher gute 24 Sekunden Vorsprung hätte, war eröffnet. Zum gleichen Zeitpunkt schied auch der SLS mit der Nummer #2 von Black Falcon im Bereich Galgenkopf aus und der VW Golf konnte sich innerhalb von 3-4 Runden auf Platz 17 nach vorne arbeiten während der Hybride auf Platz 27 lag da man den 1. Stop vorzog , 4 Positionen hinter Pacynski Porsche, welcher bester der Wertungsgruppe H war und diese Gruppe auch gewinnen würde und das als Gesamt 36!

An der Spitze führt nun immer noch der SLS von Armin Hahne, vor dem BMW M3 von Dirk Müller/Adorf/Werner und dem Dicken welcher gute 20 Sekunden zurück war. Dies blieb auch so bis zum Ende des 16. Umlaufs, als alle 3 Wagen in die Box zu ihrem 2. planmäßigen Stopp kamen. Dort übernahm wieder Chris Mamerow von Armin Hahne sowie Lucas Luhr von Timo Bernhard und Dirk Adorf im BMW das Steuer. Der Porsche und der Mercedes wurden auch sehr schnell abgefertigt, aber bei BMW brauchte man gute 1:30 min länger als bei den anderen ohne das besondere Probleme zu sehen waren. Also entweder hatte man einen Fehler in der Elektronik oder beim Betanken, oder man hat einfach absichtlich etwas länger gewartet um sich etwas Rückstand einzufangen. Alles scheint hier möglich.

Auf jeden Fall lag er danach auf Platz 6 und konnte sich im Laufe des Rennen wieder bis auf Platz 3 vorfahren, hinter dem Mamerow SLS und dem Porsche mit Lucas Luhr am Steuer. Aber dies ging dann doch nicht so einfach, denn Dirk Adorf musste sich zum Schluss doch heftigen Angriffen vom SLS von Heico mit Christian Frankenhout erwehren welcher auch noch die schnellste Runde mit 8:18.9 drehte.
Es gewann somit der Mamerow SLS vom Start weg, 30 Sekunden vor dem Dicken von Manthey welche somit nach der Nullnummer im 1. Lauf ihr erstes Podium einfahren konnten. 5. wurde der 2. BMW mit Lamy/Müller/Farfus vor dem besten Audi von Phoenix Racing. mit Basseng/Stippler/Fässler. 7. wurde der beste Wagen aus der SP7, der WTM Porsche vor dem 2. Audi mit Abt/Mies/Ludwig, nachdem es ja am Anfang und in der Mitte des Rennen gar nicht gut aussah.

Überhaupt macht Audi bisher einen sehr zurückhaltenden Eindruck. Schon im 1. Rennen war man nicht vorne dabei, aber gut dort war man auch nicht mit den Besatzungen vom 2.Lauf angetreten, aber man machte auch hier nicht den Eindruck als könnte man hier immer vorne mithalten. Aber das alles kann entweder daran liegen, als dass man wirklich Probleme hat, oder man will sich keine zusätzlichen Restriktionen im Rahmen der BoP einfangen. Immerhin konnte man eine 8:21 zwischenzeitlich fahren. Was nun stimmt, dass kann man hier kaum beurteilen bzw. ich traue mir hier kein Urteil zu, denn wir werden die wahre Performance der Wagen vermutlich erst bei den 24H sehen.

Komplettiert wurden die Top10 vom Nadelstreifen-Porsche und dem 3. R8 LMS, eingesetzt von Phoenix Racing, während der Hybrid Porsche auf Rang 11 ins Ziel lief. Auch sehr erfreulich war, dass Jürgen Alzen beim Comeback mit seinem Cup S gleich beim ersten Rennen durchfahren konnte und somit Gesamtplatz 17 erreichen konnte. Immerhin 3 Positionen vor dem VW Golf24H welcher aber am Anfang gleich 3 mal in die Box kam, aber eben wie schon angesprochen sehr schnell zu gehen scheint.

In der SP3 konnte Bonk Motorsport zwar die Klasse gewinnen, da aber hier nur 2 Wagen gewertet wurden, gibt es hier nur sehr wenig Punkte für die Meisterschaft.
Dort führt nun das Duo Mike Rosenberg/Peter Terting kanpp vor dem neu formierten Black Falcon Trio von Carsten Knechtges/Tim Scheerbath und Manuel Metzger welcher wieder ihre Klasse, die V5 gewinnen konnten. Auf Platz3, knapp dahinter folgt dass das Trio vom WTM-Manthey welche auf wieder ihre Klasse, die SP7 gewinnen konnten.

Das nächste Rennen findet dann in 2 Wochen statt und bildet einen der Saisonhöhepunkte mit der 42. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy welche über 6 Stunden geht.
VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 36. DMV 4-Stunden-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 36. DMV 4-Stunden-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 36. DMV 4-Stunden-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 36. DMV 4-Stunden-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 36. DMV 4-Stunden-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 36. DMV 4-Stunden-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 36. DMV 4-Stunden-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 36. DMV 4-Stunden-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 36. DMV 4-Stunden-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 36. DMV 4-Stunden-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 36. DMV 4-Stunden-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 36. DMV 4-Stunden-Rennen

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl