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14:58

VLN: Vorschau 36. DMV 4-Stunden-Rennen

Nach 3 wöchiger Pause setzt nun auch die VLN ihre Saison fort und startet am Samstag zum 2. von 10 Läufen in dieser Saison und man merkt immer mehr, dass der Saisonhöhepunkt mit dem 24H Rennen immmer näher rückt.

Viele Teams, welche mit sehr interesanten Fahrzeugen heuer bei den 24H teilnehmen, waren ja beim 1. VLN Lauf leider nicht am Start, aber das werden Ferrari F458 GT2, Porsche Hybrid 2.0, Lamborghini LP600, VW Golf24H und ihre namhaften Piloten nun nachholen. So wird endlich der mit Spannung erwartete F458 GT2 von Farnbacher Racing sein Debüt auf der Nordschleife feiern und im Hause Farnbacher hat man mit der Fahrervorstellung schon einmal klar gemacht, dass man durchaus gewillt ist die großen Teams gehörig zu ärgern und man an dem Rießen Erfolg vom letzten Jahr anknüpfen will.


So wird man bei Farnbacher mit den bekannten Fahrern Dominik Farnbacher, Allan Simonsen und festhalten – Jaime Melo, seines Zeichen Werksfahrer bei Ferrari die Nordschleife unter die Räder nehmen. Für Jaime Melo dürfte die Nordschleife zwar noch ziemliches Neuland sein, aber ein Pedro Lamy hat hier bei seinem Debüt vor vielen Jahren auch schon mal gezeigt wo der Hammer hängt als er in der Nacht mitunter die schnellsten Zeiten fuhr. Mann kann nur hoffen dass man mit dem Ferrari, welcher in der SP8 genannt ist vorne mitmischen kann/will um die großen Teams zu ärgern.

Ein weiterer Wagen, welcher bei den 24H und ausgewählten Läufen des ILMC für gehörg Furore sorgte, war der Porsche 911 GT3 R Hybrid. Dieses Auto, welches von Porsche über den Winter stark weiterentwickelt worden ist, und nun Hybrid 2.0 getauft wurde feiert sein Debüt in der überarbeiteten Version ebenfalls am Samstag. Mann konnte hier das Gewicht um 50 kg verringern und man wird somit mit 1300 kg eingestuft, wodurch auch der Tankinhalt von 120 Litern auf 110 Litern per Reglement gesunken ist. Man wird abwarten müssen, wie sich das auf die Performace niederschlägt, denn man konnte die Kühlung anpassen und kommt nun anscheinend ohne die größeren Öffnungen an den hinteren Seitenkästen aus.

Interesant dürfte hier aber das Thema Verbrauch sein. So konnte man mit dem großen 120 Liter Tank 10 Runden am Stück drehen, bevor man zum Tanken kommen musste, während 911 GT3 R und R8 nur 8 bzw. 9 Runden schafften. Vermutlich wird man 9 Runden am Stück schaffen, was in der VLN bei einer Distanz über 28 Runden bedeutet würde, dass man wie die BMW beim letzten Rennen 2 mal regulär stoppen und kurz vor Ende zu einem Splash and Dash reinkommen müsste.

Wäre man aber in der Lage 10 Runden zu fahren, kann man ein Rennen mit 2 Stops beenden, natürlich immer unter der Voraussetzung dass nicht kruzfristig das Wetter umschwenkt und es zu Regnen beginnt. Sowas soll in der Eifel ja ab und zu mal vorkommen ;-)

Auf jeden Fall meint man es auch hier im Hause Porsche ernst, denn hinter dem Steuer des Hybriden werden sich das aus der ALMS bekannte Duo Jörg Bergmeister und Patrick Long abwechseln, während sie von Werksfaher Marco Holzer unterstützt werden.

Ein weiteres neues und sehr prominent besetztes Fahrzeug stellt der Lamborghini LP600 von Reiter Engineering dar. Das Team welches mit seinen Fahrzeugen u.a aus dem GT Masters und der BES bekannt ist, bringt einen Lamborghini LP660 für das Team Stuck³ an den Start. Wie der Name des Teams vermuten lässt, wechseln sich hier Hans Joachim “Striezel”, Johannes und Ferdinand Stuck ab.

Der Traum von “Striezel” war es immer, sein letztes Rennen mit seinen 2 beiden Söhnen auf einem Auto zu fahren und in seiner vermeintlichen Abschiedssaison konnte er sich nun diesen Traum erfüllen. Dass der Reiter Lambo zu den schnellsten GT3 Wagen überhaupt gehört steht außer Zweifel, spannend wird nur zu beobachten sein wie sich der erste Lambo seit dem Raeder Lambo und vor allem Ferdinand Stuck nun auf der Nordschleife schlagen werden, denn mit Streizel Stuck, Johannes Stuck und dem 4. MannPeter Kox hat man auf dem Papier her eine sehr schnelle und erfahrene Langstreckenbesatzung, aber Ferdinand hat ja schon am Montag im GT Masters gezeigt, dass er Rennen gewinnen kann.

Aber dies wird nicht das einzige “Familienauto” sein. Denn auch der bei der #573, einem BMW M3 in der H4 heißt es “Nomen est omen” So werden Franz Groß, Maximilian Groß und Thomas Müller im “Familien BMW” an den Start gehen. Ein weiterer Wagen welcher komplett aus einer Familie stammt ist der Mercedes Benz E 190
der Familie Schall. Hier wird neben Andreas und Ralf Schall auch Reinhard Schall ins Volant des Mercedes greifen.
Ralf Schall wird hierbei aber auch einen stressigen Samstag haben, denn er wird einen Doppelstart mit der dem auf einen Gesamtsieg angesetzen Black Falcon Mercedes SLS GT3 mit Kenneth Heyer und Thomas Jäger fahren (#2) fahren, was uns nun auch zur Topgruppe, der SP9 bringt.

Auch Thomas Jäger wird am Samstag kaum Freizeit haben, denn er wird auch noch am Steuer der #4 mit Andrii Lebed und Hannes Plesse sitzen, während der 3. SLS von Black Falcon auch fast ein reines Familienauto mit Sean Paul und Patrick Breslin sowie Vimal Mehta.

Die beiden anderen stark besetzten SLS von Mamerow Racing (Chris Mamerow/Armin Hahne) und Horn Motorsport (Alex Horn/Sascha Bert) bleiben hingegen unverändert, ebenso wie der Haribo Porsche (Mike Stursberg/Christian Menzel), der Wodka Nadelstreifen-Porsche (Jochen Krumbach/Marc Gindorf/Phillip Wlazik), der WTM Porsche aus der SP7(Georg Weiß/Oli Kainz/Michael Jacobs) und der im letzten Rennen so extrem stark fahrende Pinta Porsche mit Manuel Lauck und Michael Illbruck am Steuer.

Während bis jetzt noch alles beim alten bleibt, beginnt nun das Stühle rücken. So wird der Manthey Porsche mit der #11 von den aus dem 1. Lauf bekannten Timo Bernhard/Lucas Luhr sowie von Romain Dumas pilotiert. Arno Klasen welcher beim 1. Lauf noch auf diesem Porsche hätte fahren sollen ( Konjunktiv da der Porsche noch im 1. Stint ausgerollt ist) wird hingegen auf dem stark überarbeiteten BMW Z4 GT3 , eingesetzt von Dörr Motorsport fahren.

Dort wird er sich mit der Stammbesatzung Stefan Aust, Peter Posavax und dem von seinem Unfall wiedergenessenen Rudi Adams abwechseln welche somit die beiden Laufsieger vom letzen male, die beiden Werks-M3 GT von Schnitzer unterstützen. Dort hat es 2 Umbesetzungen gegeben, denn hier wird nun wieder Dirk Adorf an Stelle von Andy Priaulx in der #43 Platz nehmen, während Pedro Lamy sein Saison-Debüt an der Stelle von Nordschleifenveteran Uwe Alzen in der #42 gibt.

Leider wars das dann auch mit den Wagen aus der E1-XP, denn der Glickenhaus Ferrari P4/5 Competitizione wird am 2. Lauf nicht teilnehme. Mann wird einige Dinge an den Wagen verändern. So wird man anscheinend einen neuen Motor sowie eine andere Einstufung mit mehr Gewicht aber größeren Restriktoren testen. Mann kann nur hoffen dass sie zum 3. Lauf wieder startklar sind und für Leben in der Bude sorgen.

Dies werden sicher auch die Audis versuchen, nachdem sie beim letzten Lauf kaum vorne aufgetaucht sind. So bringen Phoenix Racing und ABT Sportsline insgesamt 3 R8 an den Ring, wobei sich bei ABT Sportsline die aus dem GT Masters bekannte Besatzung Luca Ludwig/Christopher Mies mit Christian Abt das Cockpit der #25 teilen.
Auf dem Phoenix Audi mit der #27 wechseln sich GT1-Pilot Markus Winkelhock, Marc bronzel sowie Le Mans Start Marcel Fässler ab, während das Schwesterauto mit der #28 von Marc Basseng, Frank Stippler und dem Doppelstartfahrenden Marcel Fässler.

Diese Wagen werden bei trockenenen Verhältnissen sicher den Sieg unter sich ausmachen, es sei denn es fängt zu regnen an, denn darauf dürfte vor allem ein Wagen hoffen: Die Rede ist vom brandneuen Golf24H mit Allradantrieb in der SP8T ! Aber ich bin auch gespannt wie schnell man unter trockenen Bedingungen ist, denn der Audi TT RS fuhr z.b mit fast gleichem Motor letztes Jahr schon eine 8:36 im trockenen.

Nach 2007 kehrt VW also wieder mit einem werkseingesetzten VW Golf auf die Nordschleife zurück, und mit was für einem: Ein Reihenfünfzylinder mit 2,51Litern und Turbo und offiziellen 440 PS treibt den 1250 kg schweren Allrad-Golf an. Es würde aber nicht verwundern, sollten in jenem Golf doch ein paar Pferde mehr unter der Haube lauern. Vor allem bei Regen sollten sich der Frontmotor samt Allrad doch stark bezahlt machen, gegenüber der Konkurrenz die hier die SP6, sowie 911 Cup wären.
Aber ich bin auch gespannt wie schnell man unter trockenen Bedingungen ist, denn der Audi TT RS fuhr z.b mit fast gleichem Motor letztes Jahr schon eine 8:36 im trockenen. Gesteuert wird der Über-Golf von Peter Terting, Rene Rast (seines Zeichen Porsche Supercup Sieger 2010) und Mailleux Franck aus Frankreich.

Der Motor ist zwar mit dem 2,5l Fünzylinder des TT RS gleich, jedoch hat man hier den Hubraum um 0,01 Liter vergrößert, um eben gerade so in der SP8T nennen zu können. Anscheinend will man sich keine eigene Konkurrenz machen und der Audi TT RS von Raeder Motorsport soll die SP4T (Tubos bis 2,5l) gewinnen. Auch hier finden sich mit Andrea Piccini, Michael Ammermüller und Jens Klingmann absolut namhafte Piloten wieder und man wird sich mit den Ford Focus u.a von der FH Köln messen müssen.

Eine Klasse darunter, in der SP3T sind diesmal ganze 22 Starter gemeldet. Hier werden sich die beiden VW Scirocco (Peter Terting/Mike Rosenberg & Emin Akata/Christian Krognes) vermutlich wieder mit dem Audi TT S von Raeder Motorsport um den Klassensieg und viele Punkte in der VLN Meisterschaft streiten. Hier wird die schon seit langem bekannte Besatzung um Deegener/Wolfarth/Breuer Platz nehmen.

Getoppt wird das wieder mal nur von der Renault Clio Cup Klasse welche es auf ganze 25 Nennungen bringt und dem Sieger damit entsprchend viele Punkte ermöglicht. Vor allem hier wird es besonders schwer zu sagen wer nun nun am Samstag um 16.00 Uhr jublen darf, denn diese Klasse ist einfach extrem ausgeglichen. Aber man wird sich die Wagen von Schläppi Racetec mit Matthias Schläppi und Holger Goedicke, FLEPPER Racing #644 mit Knut Wolf und Denis Wüsthoff (welcher Marc Beckerord ersetzt) auf der Rechnung haben müssen.

Dahingegen verwundert es aber, dass Mario Merten und Wolf Sylvester für Bonk Motorsport und der #1 als Titelverteidiger immer noch in der SP3 genannt werden, denn diese Klasse bringt es nach der Ausgliederung der Renault Clio Cup nur auf ganze 5 Starter und dementsprechend wenig Punkte in der Meisterschaft.

Leider wird der Eifelblitz von Johannes Scheid und Pilot Duncon Huisman nicht teilnehmen, ebenso wenig wie der schon angesprochene Ferrari P4/5 und die Z4 von Schuberth Motorsport.
Dafür wird aber ein alter bekannter wieder an den Start gehen: Jürgen Alzen wird einen Porsche 911 Cup S mit dem man 2010 das 24H Rennen fuhr in der SP9 zusammen mit Arthur Deutgen an den Start bringen. Leider ist es kein Eigenbau wie das berühmte Turbinchen, aber es ist dennoch sehr schön die Mannschaft von Jürgen Alzen wieder in der VLN und beim 24H Rennen zu sehen.

Nichts desto trotz werden am Samstag 213 Wagen des Zeittraining aufnehmen und hoffentlich alle um 12.00 Uhr den Start mitfahren können, bevor 4 Stunden später um 16.00 Uhr die Zielflagge geschwenkt wird.

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Schweinderl