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January 26 2012

06:40

Racingblog Podcast: Ausgabe vom 26-1-2012

Die neuste Ausgabe des Racingblog Podcast, im Stream oder zum Download.

Auch im neuen Jahr gibt es wieder einen Podcast und ab dieser Woche sollte er auch wieder wöchtlich erscheinen. Und das bis zum Ende der Motorsportsaison 2012, wenn alles gut geht. Es gibt allerdings eine Änderung. Aus Performancegründen haben wir das Hosting ausgelagert um die Seite hier nicht mit zu viel Traffic auf dem Server liegt. Das bedeutet auch, dass sich der RSS-Feed ändert. Wir behalten aber den alten RSS-Feed vorerst bei.

Themen diese Woche:

Formel Eins: News zu Caterham, Williams und der FIA
WEC: Großer Rundumschlag zu Peugeot, Toyota, LMP1, LMP2, GT, ELMS usw.
24 H Daytona: Große Vorschau durch alle Klassen

Wir wünschen viel Spaß mit dem aktuellen Podcast und freuen uns weiter über Kritik und Wünsche!

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Dauer: ca. 90 Minuten

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Tags: Podcast

January 25 2012

08:02

Ferner liefen: Die Newshappen für 25.1.2012

// Böse Überraschung für Lotus: Die FIA hat Ende der vergangenen Woche das vom Team entwickelte System der reaktiven Radaufhängung für illegal erklärt. Das kommt insofern etwas unerwartet, als man dem Team bislang offenbar signalisiert hatte, dass das System legal sei. Einem Bericht von autosport.com zufolge ist die Motorsportbehörde nun aber anderer Meinung. Offenbar ist klar geworden, dass die Aufhängung sich in eine andere Richtung entwickelt hatte, als angenommen. Bisher neigen F1-Autos beim Bremsen nach vorne, was den Luftstrom auf die Flügel instabil macht. Das neue System hätte diese Pendelbewegung verhindern sollen – die FIA sieht die Aufhängung daher im Sinne des Reglements nun als (verbotenes) bewegliches aerodynamisches Teil. (Vorsicht)

// Pirelli hat die Farbmarkierungen der Reifen etwas verändert. Die Farben (Rot -> Super Soft, Gelb -> Soft, Weiss -> Medium, Silber -> Hart) sind gleich geblieben, allerdings hat man das Silber deutlich dunkler gemacht, damit man sie besser von der Medium-Mischung unterscheiden kann. Ebenso neu: Die Farbmarkierungen sind etwas breiter, der Schriftzug ist deutlich grösser geworden. Und so sieht das dann im Bild aus. (Don)

// In Bahrain ist es am Wochenende wieder zu Protesten gekommen, in deren Folge ein Demonstrant getötet und zahlreiche weitere verletzt wurden. Nach einigen Wochen relativer Ruhe rückt das Land also wieder in die Schlagzeilen – zynischerweise vor allem deswegen, weil die Ereignisse neue Zweifel an den dort geplanten Motorsport-Events aufkommen lassen. Mittlerweile warnt auch das US-Außenministerium Amerikaner vor Reisen in das Land, inbesondere zum ersten Jahrestag der Proteste am 14. Februar wird weitere Unruhe befürchtet. Bernie Ecclestone beruhigt zwar (mal wieder), dennoch darf angenommen werden, dass sich nicht zuletzt die Sponsoren der Teams zweimal überlegen werden, ob sie gerne mit einem Grand Prix in Verbindung gebracht werden, der womöglich mit Waffengewalt durchgesetzt werden müsste. (Vorsicht)

// Zweifel gibt es derweil auch an einigen anderen Rennen im Formel 1-Kalender – zum Teil schon für 2012. Die Finanzmarkt- und Schuldenkrise macht vor allem den beiden Rennen in Spanien zu schaffen, die sich mittlerweile beide mit dem Wunsch um Kostenreduktion an Bernie Ecclestone gewandt haben. Die neu gewählte spanische Regierung, die gerade dabei ist, massive Sparmaßnahmen zu beschließen, kann sich Berichten zufolge überhaupt vorstellen, bereits im laufenden Jahr den Geldhahn für eines der beiden Rennen zuzudrehen. Auszugehen ist davon allerdings nicht, denn im Falle eines Rennausfalls sind hohe Vertragsstrafen an die FOM zu zahlen. Ecclestone ist derweil von der Idee eines Preisnachlasses nicht angetan, und hat laut Interview mit den “Salzburger Nachrichten” den Wunsch geäußert, alternierend auf den beiden, nur etwa 300 km voneinander entfernten Strecken zu fahren. Doch das lehnen offenbar die beiden Austragungsorte bisher standhaft ab. (Vorsicht)

// Ebenfalls abwechseln sollen sich in Zukunft das Rennen in Spa und eines in Frankreich – wo allerdings nicht ganz klar ist, auf welcher Strecke man dort fahren würde. Möglicherweise hängt das auch vom Ausgang der für Mai und Juni geplanten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen ab. Sollten die Sozialisten, so wie es aktuelle Umfragen voraussagen, die momentan konservative Regierung ablösen, könnte das eher für Magny-Cours sprechen – die Stecke liegt in einem soliden Wahlkreis der Partei. Das genaue Gegenteil gilt für den anderen Bewerber, die Bahn in Paul Ricard. (Vorsicht)

// In Austin gibt man sich derweil zuversichtlich, dass die Strecke bereits im August fertiggestellt sein soll, und hat vor ein paar Tagen mit dem Ticketverkauf für das Rennen begonnen. Insider äußern sich allerdings gegenüber Autosport (sehr lesenswerter Artikel im Premium-Bereich) nicht ganz so positiv – diesen Informationen zufolge könnte bereits eine kleine Verzögerung im Baufortschritt das Rennen im November gefährden. (Vorsicht)

// Ungehindert vorwärts geht es derweil offenbar in Russland. Joe Saward hat erste Konzeptbilder der Strecke in der Olympiastadt Sotschi veröffentlicht, die ziemlich beeindruckend aussehen. Wenn auch die Streckenführung leider ein wenig an die ungeliebte Bahn in Valencia erinnert. (Vorsicht)

// Gute und schlechte Nachrichten aus der BTCC. Die Schlechte: Chevrolet zieht sich zurück. Die Gute: MG kehrt zurück und hat gleich Jason Plato geschnappt. Damit kann der Meister von 2010 also ein weiteres Jahr um den Titel fahren. Etwas überraschend ist die Wahl von Fahrer Nummer 2, wo man sich für Andy Neate entschieden hat, der von Ford kommt. Neate hatte im letzten Jahr allerdings selten einen guten Eindruck hinterlassen. MG, die mittlerweile der Shanghai Automotive Industry Corporation gehören, setzt einen MG6 ein. Der Wagen ist der erste, komplett in China entwickelte und gebaute MG. Den Deal mit MG hat sich das Triple8 Team gesichert, die in den letzten Jahren mit Vauxhall unterwegs waren. Das der NGTC im Prinzip nur eine Silhouette auf einem Einheitschassis ist, und Triple8 im letzten Jahr schon mit NGTC Motor gute Erfahrungen sammeln konnte, steht einem erfolgreichen Comeback von MG eigentlich wenig im Weg. Und so soll der Wagen aussehen:

(Don)

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Tags: Newshappen

January 23 2012

12:55

Formel Eins: Fotos von Räikkönen im Lotus

Kimi Räikkönen startet sein Comeback in der Formel Eins. Seit heute dreht er die ersten Runden in einem Formel Eins.

Die “Mission Comeback” von Kimi Räikkönen ist gestartet. Am heutigen drehte der Finne seine ersten Runden in einem Lotus auf dem Kurs in Valencia. Da die strengen Testbedingungen der Formel Eins es nicht zulassen, dass er im letztjährigen Modell unterwegs sein, muss er mit einem 2010er Lotus/Renault vorlieb nehmen. Die Reifen von Bridgestone sind ebenfalls etwas anders. Statt der Standard-Pneus fährt er mit speziellen Demonstrationsreifen, die weniger Haftung haben und eher in die “Holz-Klasse” gehören. Vergleiche werden sich trotzdem ziehen lassen, denn die F1-Computer werden auch bei diesem Umständen eine Zeit vorgeben, an die sich Kimi wird richten müssen. Richtig spannend wird es dann beim Start der offiziellen Tests in zwei Wochen.

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January 18 2012

16:52

WEC/Le Mans: Peugeot zieht sich zurück / Bilder vom Toyota-LMP1

Es war ca. 16.00 Uhr als am Mittwoch eine Bombe platzte: Peugeot zieht sich mit sofortiger Wirkung aus der WEC und seinem Sportprogramm zurück.

Gegen 16 Uhr heute Nachmittag ging diese Nachricht</a> über Twitter ein – kurz darauf kam auch die Bestätigung von diversen Motorsport-Journalisten sowie schließlich auch von Peugeot selbst. Der französische Hersteller beendet sein Engagement in der LMP1-Klasse mit sofortiger Wirkung. Es wird keinen Einsatz in der WEC geben und auch keinen bei den 24 Stunden von Le Mans selbst. Auch eine Umentscheidung ist ausgeschlossen, da heute die Meldefrist für Teilnehmer an der WEC und dem 24h-Rennen endet.<span id=">

Die Entscheidung selber wurde aber wohl extrem kurzfristig und etwas Hals über Kopf gefällt, denn ein Teil des Teams ist zur Zeit in Sebring um dort einen Langstreckentest zu fahren und auch Anthony Davidson hat erst vor kurzem via Autosport angekündigt dort einen 5 Tage langen Test zu fahren und auch die Entwicklung des Hybrid 908 läuft/lief in der Vergangenheit auf Hochtouren. Außerdem war für den 30. Januar eine große PK über das Sportprogramm sowie Hybrid-Technik angesetzt und viele vermuteten dabei die offizielle Vorstellung des 908 Hybrid, aber dazu wird es nicht kommen. Dies alles sind Indizien, dass die Entscheidung sehr kurzfristig fiel. Allerdings erscheinen dabei die Abgänge von Alexander Wurz gen Toyota und vor allem von Bourdais und noch mehr Pagenaud Richtung IndyCar in einem anderen Licht.

Wirtschaftliche und Finanzielle Gründe haben Peugeot zu diesem drastischen Schritt bewegt. a

January 17 2012

22:05

Formel Eins: Bruno Senna fährt bei Williams

Bruno Senna wird 2012 für Williams an den Start gehen. Eine Entscheidung, die überrascht.

Williams wird 2012 mit Pastor Maldonado und Bruno Senna an den Start gehen. Eine kleine Überraschung, hatte man doch in den letzten Wochen auf Sutil oder Barrichello für das zweite Cockpit gesetzt. Offenbar gab es aber andere Gründe, warum man auf Senna zurück greift. Nach der schlechtesten Saison für Williams aller Zeiten, hatte man schon Mitte des Jahres mit einer völligen Neuorganisation des Teams begonnen und in verschiedenen Strukturbereichen auch gut abgeschlossen. Eine Restrukturierung innerhalb einer Firma geht nie so ganz reibunglos und schon gar nicht, wenn die komplette Entwicklungsabteilung neu besetzt wurde. Da braucht man eigentlich mindestens einen Fahrer, der erfahren genug ist, die Entwicklung während der Saison mit voran zu treiben. Beides hätten Sutil oder Barrichello leisten können. Aber das Geld zwang Williams zu einer anderen Entscheidung.

Ende 2011 sprang der Titelsponsor AT&T ab, was nicht so überraschend kam. Eher schon die Tatsache, dass es Williams nicht gelang einen Ersatz zu finden. In diesem Jahr sieht es so aus, als ob Williams ganz ohne Titelsponsor unterwegs sein muss, was lange nicht mehr vorgekommen ist. Bruno Senna bringt aber, ähnlich wie Pastor Maldonado, viel Geld mit. Im Grunde ist Williams 2012 mit zwei nicht Pay-Drivern unterwegs, die zwar nicht schlecht sind, aber auch nicht gezeigt haben, dass sie Top 5 Niveau erreichen können.

Bruno Senna hat offensichtlich nicht das Talent seines Onkels, aber sein Einsatz im Renault in den letzten Rennen des Jahres 2011 war so schlecht nicht, wenn man bedenkt, dass der Wagen eher eine Krücke war. Sein siebter Platz in der Quali von Spa war sicher ein echtes Highlight, allerdings blieb es auch das Einzige.

Es ist völlig klar, dass Williams nach dem miserablen Jahr 2011 nicht sofort wird an die Spitze fahren können. Dort tummeln sich Red Bull, Ferrari, Mercedes und McLaren, die deutlich mehr Ressourcen haben. Ziel von Williams wird es sein, regelmäßig in die Punkte zu kommen, die Hauptgegner sollten Renault, Sauber und Force India darstellen. Innerhalb dieses Paketes muss man sich durchsetzen müssen, was auch angesichts der fahrerischen Qualitäten der Konkurrenz nicht leicht sein wird. Di Resta, Hülkenberg, Grosjean, Räikkönen, Kobayashi und Perez – das sind alles Namen, denen man im ersten Moment mehr zutraut, als Maldonado und Senna.

Dennoch muss die Enscheidung von Williams keine Schlechte sein. Beide Piloten kennen das Mittelfeld gut, 2012 wird für Williams bestenfalls so oder so ein Übergangsjahr. 2013, wenn die neuen Motoren und Aero-Regeln kommen, wird weitaus spannender für ein kleines Team wie Williams. Dafür muss man in diesem Jahr aber die Strukturen schaffen und die liegen vor allem im Team und weniger bei den Fahrern.

Gefährlich wird es nur, wenn beide völlig versagen und es nicht schaffen in die Punkte zu kommen. Denn kommen auch keine neuen Sponsoren, was für die Weiterentwicklung des Teams schlecht ist.

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Tags: F1

January 16 2012

11:04

Dakar 2012 – 14. Etappe / Finale

Heute gilt es eine nur noch 29KM lange Sprintetappe und die Verbindungsetappe nach Lima, zu bestehen. Für die meisten Fahrer geht es daher nur darum nicht noch einen Fehler zu machen, viel Zeit kann man nicht mehr gut machen.

Bikes:

Die Startreihenfolge der Bikes wurde heut umgedreht, damit bezweckt man wohl das jeder ein bisschen Jubel abbekommt und nicht nur die Sieger der Dakar. Die Spitze steht fest, daher geht Depres die letzte Etappe eher wie eine Ausrollrunde an. Heute gewinnt Pal Ullevalseter aus Norwegen, vor Coma und den Slowaken Stefan Svitko. Depres fährt die heutige Etappe zusammen mit seinem Rucksackfahrer Ruben Faria. Für Depres ist es die 12. Dakar und der 4. Gesamtsieg, er ist damit vorerst der erfolgreichste KTM Fahrer in der Dakar. Coma gibt sich heut als fairer zweitplatzierter, dennoch sieht man ihm die Enttäuschung an, aufgrund seines Getriebeschadens nicht bis auf die letzten Kilometer kämpfen zu können. Depres sagt das die 13. Etappe, also die Letzte vor dem Zielsprint, die anstrengendste für ihn war. Platz 3 im Gesamtklassement kann sich wie im Vorjahr Helder Rodrigues sichern.

Gesamtklassement Bikes (Top5):

1 DESPRES (FRA) KTM 19:28:11 - 2 COMA (ESP) KTM 20:21:31 00:53:20 3 RODRIGUES (PRT) YAMAHA 20:39:28 01:11:17 4 VILADOMS (ESP) KTM 21:09:07 01:40:56 5 SVITKO (SVK) KTM 21:15:39 01:47:28

 

Quads:

Tomas Maffei sichert sich heut seinen vierten Etappensieg und hat weiterhin keine Chance gegen die Patronellis die einmal mehr im Paarlauf zum Ziel fahren. Die Dominanz der beiden Brüder ist schon beeindruckend, im Prinzip war die Dakar in der Quadwertung schon letztes Wochenende beendet. Für die Patronellis ist dies der zweite Sieg in Folge.

Gesamtklassement Quads (Top5):

1 A.PATRONELLI (ARG) YAMAHA 05:01:51 - 2 M.PATRONELLI (ARG) YAMAHA 06:22:08 01:20:17 3 MAFFEI (ARG) YAMAHA 07:16:12 02:14:21 4 CASALE (CHL) YAMAHA 11:11:14 06:09:23 5 LA FUENTE (URY) YAMAHA 13:20:57 08:19:06

 

Cars:

Krzysztof Holowczyc schafft es durch eine gute 13. und eine schnelle 14. Etappe sich nach Seinen Unfall leutzte Woche doch noch in die Top 10 zu retten. Robby Gordon gewinnt auch den Sprint der 14. Etappe, er wird Gesamt 5. Und verspricht mehr für nächstes Jahr. Gilles de Villiers ist vermutlich die größte Überraschung dieser Dakar. Mit einem völlig neuen Auto, dem Toyota Hilux, welches auch schon dem Reglement von 2013 entspricht, wodurch es weniger Leistung als die Minis und der Hummer hat, kann sich Villiers dennoch auf den dritten Platz der Gesamtwertung festsetzen. Mit dem Toyota wird in den nächsten Jahren sicher zu rechnen sein. Für das X-Raid Team um Sven Quand ist es nun nach etlichen Anläufen endlich gelungen, einen Sieg nach Hause zu bringen. Die X-Raid waren in den vergangen Jahren immer schnell und eine Gefahr für VW, doch hat man diesen Speed bisher nicht über die Distanz gebracht. Dies änderte sich nun in diesem Jahr, zwar war der große Konkurrent der Vorjahre nicht mehr am Start, aber die Hummer und der Toyota haben den Minis trotzdem gut eingeheizt. Für Stephane Peterhansel war es übrigens der 10. Gesamtsieg, ganze 6-mal konnte er bereits auf einem Motorrad gewinnen und dreimal in der Autowertung auf Mitsubishi, er ist übrigens auch der letzte „nicht VW Sieger“, vor deren Dominanz der letzten drei Jahre.

Gesamtklassement Cars (Top5):

1 PETERHANSEL (FRA) / COTTRET (FRA) MINI 14:54:46 - 2 ROMA (ESP) / PÉRIN (FRA) MINI 15:36:42 00:41:56 3 DE VILLIERS (ZAF) / VON ZITZEWITZ (DEU) TOYOTA 16:08:11 01:13:25 4 NOVITSKIY (RUS) / SCHULZ (DEU) MINI 17:06:40 02:11:54 5 GORDON (USA) / CAMPBELL (USA) HUMMER 17:11:39 02:16:53

 

Trucks:

Gerard de Roy siegt 25 Jahre nach seinem legendären Vater Jan de Roy. Hans Stancy, übrigens der Onkel von Gerard de Roy, wird schließlich gesamt Zweiter, vor dem schnellsten Kamaz gesteuert von Artur Ardavichus. Dieser Sieg für Gerard de Roy auf Iveco ist seit 10 Jahren der erste Sieg durch einen LKW der nicht von Kamaz gebaut wurde.

Gesamtklassement Trucks (Top5):

1 DE ROOY (NLD) / RODEWALD (NLD) / COLSOUL (BEL) IVECO 21:20:47 - 2 STACEY (NLD) / VAN GOOR (NLD) / DER KINDEREN (NLD) IVECO 22:12:06 00:51:19 3 ARDAVICHUS (KAZ) / KUZMICH (RUS) / TURLUBAEV (KAZ) KAMAZ 23:08:32 01:47:45 4 KARGINOV (RUS) / DEVYATKIN (RUS) / MOKEEV (RUS) KAMAZ 02:21:57 05:01:10 5 MARDEEV (RUS) / MIZYUKAEV (RUS) / SOTNIKOV (RUS) KAMAZ 02:22:37 05:01:50 MOTORSPORT / DAKAR 2012 - DAKAR FINISH MOTORSPORT / DAKAR 2012 - DAKAR FINISH MOTORSPORT / DAKAR 2012 - DAKAR FINISH MOTORSPORT / DAKAR 2012 - DAKAR FINISH MOTORSPORT / DAKAR 2012 - DAKAR FINISH MOTORSPORT / DAKAR 2012 - DAKAR FINISH MOTORSPORT / DAKAR 2012 - DAKAR FINISH MOTORSPORT / DAKAR 2012 - DAKAR FINISH MOTORSPORT / DAKAR 2012 - DAKAR FINISH MOTORSPORT / DAKAR 2012 - DAKAR FINISH MOTORSPORT / DAKAR 2012 - DAKAR FINISH MOTORSPORT / DAKAR 2012 - DAKAR FINISH

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Tags: Motorsport

January 15 2012

16:12

Dakar 2012 – 13.Etappe: Nasca – Pisco

Die 13. Etappe ist die letzte große gewertete Etappe mit 375km, wer sich im Klassement noch verbessern will muss das in dieser Etappe schaffen. Die letzte gewertete Etappe ist die 14. am Sonntag samt Zieleinlauf, jedoch ist die gewertete Etappe mit nur 29 Km nur ein kurzer Sprint aufs Podium.

Bikes:
Marc Coma und Cyril Depres konnten bisher jeweils drei Gesamtsiege für sich entscheiden. Heute wird sich herausstellen wer von beiden zum Vierten mal auf der obersten Stufe des Siegertreppchens, diesmal in Lima, stehen wird. Coma starte heut als erster und Cyril Depres versucht heut erneut das Spiel als hinterherfahrender Zeit gutzumachen. Anfangs gelingt ihm das nicht, er verliert sogar zeit. Doch schließlich nimmt für Coma das Drama seinen Lauf. Coma wird langsam, zu langsam um gegen Depres bestehen zu können. Wie sich rausstellt, gibt es Probleme mit dem Getriebe seiner KTM. Er verliert nicht nur viel Zeit auf der Etappe, was Depres nach vorn spült, sondern muss nach der Etappe auch noch den Motor seiner Maschine wechseln lassen. Bei den Motorrädern bedeutet der zweite Wechsel des Motors eine 45-Minuten-Zeitstrafe. Coma steht zwar weiterhin auf Platz zwei im Gesamtklassement, jedoch nur noch knapp 15 Minuten vor Rodrigues. Allerdings wird Rodrigues es sicher nicht schaffen auf der letzten kurzen Etappe so viel zeit gutzumachen. Die 13. Etappe gewinnt schließlich Helder Rodrigues. Daniel Schröder positioniert sich auf Platz 10 der 13. Etappe und befindet sich nun auf dem 20. Platz im Gesamtklassement, man kann nur hoffen, dass die großen Teams aufmerksam auf ihn werden, dann kann der Deutsche vielleicht in den nächsten Jahren auch um eine Spitzenposition kämpfen.

Quads:
Bei den Quads ist die Luft endgültig raus. Maffei siegt erneut, doch weiterhin ändert das nichts am Gesamtklassement. Die Patronellibrüder fahren erneut zusammen die heutige Etappe und haben genug Vorsprung um den Tag „gemütlich“ anzugehen.

Cars:
Bei den Autos ist es heute erneut Stephane Peterhansel, der sich den Etappensieg sichern kann. Er kommt mit einem Vorsprung von 8min30sek vor, einem heut sehr schnellen, Gilles de Villiers ins Ziel. Villiers festigt damit seine dritte Position im Gesamtklassement und Peterhansel damit seine erste Position. Joan Nani Roma, der bereits 2004 die Motorradwertung der Dakar gewinnen konnte, läuft es heut nicht so gut, er vergräbt seinen Mini heut und verliert dadurch 20 Minuten es folgt auch noch ein Navigationsfehler. Jedoch ändert das an seinem 2. Platz in der Gesamtwertung nichts. Robby Gordon startet heut mit Wut im Bauch über die Anschuldigungen des Betrugs und die Probleme der letzten Tage, er will es heut den Minis noch mal richtig zeigen. Er gibt seinem Hummer heut auch heftig die Sporen, jedoch etwas zu heftig, sein Hummer bockt und überschlägt sich. Bis zu dem Unfall ging seine Taktik auf, er führte die Etappe mit sagenhaften 30 Minuten Vorsprung an. Der Überschlag jedoch machte diese Zeit zunichte. Der Hummer mit der 303 kommt heute nur als Zehnter ins ziel und verliert weitere 36 Minuten auf die Spitze. Aber Gordon hat schon angekündigt, dass er nächstes Jahr wieder dabei sein wird und das er dann erneut versuchen will die Dakar zu gewinnen.

Trucks:
Nachdem Karginov gestern 4 Stunden verlogen hat kann er sich heute den Etappensieg mit 20 Minuten Vorsprung auf De Azevedo auf Tatra und Hans Stacy sichern. Gerard de Roy wird heute nur Sechster. Sein Reifendrucksystem gibt heute seinen Geist auf. Im Gesamtklassement ist er aber weiterhin ungefährdet. Für Aufsehen sorgt heut Jo Adua, er nimmt eine Düne zu langsam und rutsch selbige wieder runter, dummerweise hat sich unterhalb der Düne der BMW X3 des deutschen Privatfahrers Stephan Schott eingegraben. Der schwere Iveco rutscht auf die Front des BMW und zerstört somit kurz vor dem Ziel die Dakar für Schott und seinen Beifahrer, die sich bis auf den 25. Platz der Gesamtwertung vorkämpfen konnten.

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Tags: Motorsport

January 14 2012

13:00

Dakar 2012 – 12.Etappe: Arequipa – Nasca


Bikes

Bei der 12. Etappe ging der ewige Kampf Depres gehen Coma in eine neue Runde. Diesmal jedoch mit etwas veränderten Bedingungen. Barreda Bort konnte je seine Maschine auf der 11. Etappe auf dem 3. Platz ins Ziel bringen, dadurch befindet er sich beim Start der 12. Etappe zwischen den beiden Rivalen des KTM Werksteams. Dies ist ein Vorteil für den als Dritter startenden Coma, denn bekanntlich haben die vorausfahrenden einen kleinen Nachteil da sie die Hauptnavigationsarbeit übernehmen müssen. Hinterherfahrende Teilnehmer können davon profitieren, zum einen können sie den Spuren der vorderen Fahrer nachfahren und zum anderen durch vorausschauendes Fahren u.u. sogar abkürzen. Anfangs sieht es so aus als würde diese Taktik für Coma nicht aufgehen da Depres sehr aggressiv fährt. Doch letztlich dreht sich das Blatt erneut, Coma gelingt es damit heute fast vier Minuten Vorsprung auf Depres rauszufahren. Depres landet sogar nur auf dem vierten Platz, damit hat er bei der 13. Etappe den Vorteil wiederum auf seiner Seite, wenn er sich nicht von Barreda Bort und Viladoms aufhalten lässt. Helder Rodrigues hat heute Probleme mit der Kühlung, sein Kühlwasser wird knapp, daher muss er seine Maschine etwas schonen, sein dritter Platz in der Gesamtwertung kann er jedoch verteidigen.

Quads

Bei den Quads ist erneut ein guter Tag für den Patronelli-Clan, zu vermelden. Heute Gewinnt Marcos und festigt damit seinen zweiten Gesamtrang. Der bisher ärgste Konkurrent des „Familienunternehmens“, Tomas Maffei, verliert heut eine ganze Stunde. Wenn nicht noch größere Schwierigkeiten auftreten, sollte sich am Gesamtklassement nichts mehr ändern, Alejandro Patronelli führt mit einem komfortablen Vorsprung vor Marcos und dieser wiederum deutlich vor Maffei. An den Zeiten wird sich sicherlich noch etwas ändern, an den Platzierungen jedoch wird sich bis zum Zieleinlauf nichts mehr ändern.

Cars

Die führende Minigruppe leistet sich heut einen Fauxpas in den Dünen von Peru. An fast der gleichen Stelle graben sich heut einige Fahrzeuge in den weichen Wüstensand ein. Peterhansel verliert so rund 20 Minuten, ebenfalls im Sand hängen geblieben ist Roma und auch Gilles de Villiers. Jedoch verliert Peterhansel am meisten Zeit. Novitzskiy mit seinem deutschen Navigator Andy Schulz gelingt es um die gefährliche Passage zu fahren und auch Robby Gordon schafft die Etappe ohne größere Probleme, er kann sehr viel Zeit gutmachen, ist jedoch im Gesamtklassement zu weit weg. Gordon gewinnt die heutige Etappe vor Novitzskiy und Gilles de Villiers. im Gesamtklassement führt jedoch weiterhin Peterhansel vor Roma, Villiers und Gordon.

Trucks

Besonders eng geht es erneut bei den Trucks zu. De Roy und fährt sich anfangs zwar fest, kann jedoch wieder viel Zeit gutmachen und gewinnt knapp vor Hans Stacy und Biasion. Die Stacy und Biasion schaffen übrigens das Kunststück mit genau der gleichen Zeit ins Ziel zu rollen.

20120113AU1033 20120113AU1040 MOTORSPORT / DAKAR 2012 - PART 2 MOTORSPORT / DAKAR 2012 - PART 2 MOTORSPORT / DAKAR 2012 - PART 2 MOTORSPORT / DAKAR 2012 - PART 2

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January 13 2012

11:40

Dakar 2012 – 11.Etappe: Arica – Arequipa

Die heutige Etappe beginnt mit der Grenzüberschreitung nach Peru. Die Dakar ist zum ersten Mal in Peru und laut den Organisatoren werden die letzten Tage in Peru die härtesten der ganzen Rally. Die heutige Etappe musste dann auch gleich wegen starken Regenfällen in mehreren Teilen modifiziert werden.

Bikes:

Paulo Gonclaves kassiert im Vorfeld der Etappe eine vernichtende 6 Stunden Zeitstrafe, er hat wohl auf der 8. Etappe unerlaubt fremde Hilfe in Anspruch genommen, einer seiner Fahrerkollegen meldete dies nun den Offiziellen. Damit fällt der Husqvarnafahrer aus der Top 10 auf den 30. Platz. Peru nimmt die Fahrer mit einer schwierigen Flussdurchquerung in Empfang. Fast alle Piloten kommen dabei in Probleme und nicht alle kommen unbeschadet durch. Die Yamaha von Helder Rodrigues zieht Wasser ohne sofortigen Stopp des Motors der sichere tot für jedes Aggregat. Ruben Faria versenkt gleich seine ganze Maschine in dem Fluss. Coma und Depres passieren den Fluss ohne Schaden, dafür passiert ihnen kurz darauf erneut ein Navigationsfehler zusammen mit dem Tagessieger der 10. Etappe Joan Barreda Bort. Da viele der hinterherfahrenden Biker oft einfach nur den Spuren der erstplatzierten folgen, werden einige weitere Fahrer in die Irre geführt und fahren ebenfalls falsch. Dadurch gelingt es dem Privatfahrer Gerard Farrès Guell auf den zweiten Platz der Etappe hinter Depres und vor Marc Coma zu stellen. Coma ist damit im Gesamtklassement etwas mehr als 2 Minuten Rückstand seinen ärgsten Konkurrenten Cyril Depres weiter dicht auf den Fersen. Daniel Schröder fährt heute seine bisher beste Dakar Etappe, er sichert sich heut den 12. Platz und ist damit die neue Nummer 20 im Gesamtklassement.

Quads:

Die Quads folgen den falschen Spuren der Motorräder und verlieren ebenfalls eine Menge Zeit. Am Klassement ändert das nichts, Maffei sichert sich einmal mehr den Etappensieg und einmal mehr kann er den Patronellis trotzdem nicht viel anhaben.

Cars:

Dem unter Vorbehalt fahrenden Robby Gordon fehlen vor der Etappe 20 min auf Platz 1, am Ende des Tages werden daraus 2h10min. Bei dem oft störanfälligen Hummer war während der Etappe eine Antriebsmanschette gerissen, dies machte einen Tausch der ganzen Antriebswelle nötig, ein Sieg der Dakar ist damit für Gordon, unabhängig von der Berufungsverhandlung, in weite Ferne gerückt. Krzysztof Holowczyc kann sich nach seinem Unfall am Vortag wieder auf den 11. Platz vorkämpfen, ein Top10 Ergebnis könnte also für den polnischen X-Raid Fahrer noch drin sein, allerdings fehlt ihm dennoch rund eine Stunde auf den 10. Platz. Gilles de Villiers erreicht das Ziel heut als vierter und das obwohl sein Navigatiossystem 60 km vor dem Ziel seine Funktion einstellt. Im Gesamtklassement befindet sich der Toyota nun auf dem 3. Platz mit einer Stunde Vorsprung auf Gordon der nun Platz 4 innehat. Den Etappensieg sichert sich einmal mehr Stephane Peterhansel, heute gefolgt von seinen Teamkollegen dos Santos.

Trucks:

Die Trucks kamen heut erst ziemlich spät ins Ziel. Karginow schaffte es jedoch heute mit seinem Kamaz die Ivecos in Schach zu halten, speziell am Ende der Etappe konnte er Zeit gutmachen und sich über den Tagessieg freuen. Im Gesamtklassement führen jedoch weiterhin die Ivecos von Gerard de Roy und Hans Stacy vor dem besten Kamas gesteuert von Ardavichus auf Platz 3.

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Tags: Motorsport

January 12 2012

12:00

Dakar 2012 – 10.Etappe: Iquique – Arica


Bikes:

Coma und Depres passiert heute der gleiche Navigationsfehler, sie fahren einen Abschnitt in die falsche Richtung und müssen schließlich wenden. Vor der Etappen hat nun auch das Yamaha Team die Motoren gewechselt. Weiterhin nicht gewechselt hat Jordi Viladoms, da er deswegen noch keine 15min Zeitstrafe kassierte befindet er sich momentan auf dem 4. Platz der Gesamtwertung. Durch den Navigationsfehler von Coma und Depres am Anfang der Etappe erreichen die beiden KTM’s das Ziel heut nur als zweiter bzw dritter. Der Tagessieg geht heut, wenn auch nur knapp, an Joan Barreda Bort auf einer Husvarna, das ist sein erster Etappensieg. Im Gesamtklassement ändert sich nicht viel, Coma ist weiterhin zweiter hinter Depres, allerdings ihm fehlen nur noch 21 Sekunden.

Quads:

Die Patronellis gehen den Rest der Rally offensichtlich sehr locker an beide kommen rund 13 Minuten hinter Maffei ins Ziel, am Gesamtklassement ändert sich nichts Alejandro führt weiter mit einem deutlichen Vorsprung. Marcos Patronelli sollte allerdings langsam wieder Gas geben, er hat nur noch rund 18 Minuten Vorsprung auf den heutigen Tagessieger und Gesamtdritten Maffei.

Cars

Am meisten los ist bei den Autos, allerdings primär neben der Strecke. Die Offiziellen überraschten heute mit einer Hammermeldung: Robby Gordon wurde disqualifiziert, er fährt allerdings weiter da er Einspruch eingelegt hat. Endgültig entschieden wird die Dakar also möglicherweise in Paris am „grünen Tisch“, was natürlich ein unschöner Ausgang für die Dakar wäre. Laut den Kommissaren wird ein System, das eigentlich für die Reifenluftdruckregulierung zuständig ist, nebenbei auch dazu benutzt um zusätzliche Luft hinter dem Luftmengenbegrenzer einzublasen um damit mehr Motorleistung zu erzeugen, es ist sogar von einer Lachgaseinspritzung die Rede. Laut Gordon macht das System nichts anderes als den Reifenluftdruck während der Fahrt zu ändern und wurde so schon vor der letzten Dakar als regelkonform abgenommen.
Auch auf der Strecke geht es heute heiß her, der bisher 3. platzierte Krzysztof Holowczyc muss seine Servopumpe auf der Strecke wechseln, bei einem Abschleppversuch reißt das Abschleppseil und beschädigt seinen Kühler. Aktuell wird er nur noch auf Platz 13 mit fast 6 Stunden Rückstand gelistet. Einen harten Fight geben sich heut Peterhansel und Robby Gordon hin. Gordon verpasst einen Messpunkt und muss eine Schleife fahren, dadurch trifft er auf der Strecke direkt mit Peterhansel zusammen und liefert sich ein kilometerlanges Verfolgungsrennen mit dem X-Raid Mini. Gordon ist klar schneller doch Peterhansel lässt den Hummer trotz Sentinelwarnung nicht vorbei. Bei einem der Stimmung entsprechend harten Überholmanöver beschädigt sich Gordon dann zwei Reifen und eine Spurstange, Gordon ist nach der Etappe sichtlich angesäuert. Er verliert rund 15 Minuten auf Peterhansel und ist mit insgesamt 19 Minuten Rückstand nur noch dritter in Gesamtklassement. Und das natürlich auch, solange Paris nicht entschieden hat, nur provisorisch. Die Etappe gewinnt heute Joan Roma knapp vor Peterhansel. Auf den dritten Platz landet Gilles De Villiers, das Podium ist für den Toyota nun zum Greifen nahe, sollte Gordon tatsächlich endgültig disqualifiziert werden.

Trucks

Bei Kamaz ist mittlerweile ein weiterer LKW nicht mehr dabei, die 504 erlitt gestern einen Motorschaden. Mittlerweile gib es auch mehr Infos zum Unfall des Tatra von Loprais, offenbar hat er das Steuer nach einer Wertungsprüfung wegen Erschöpfung an seinen Beifahrer übergeben. Dieser wiederum war offenbar auch nicht mehr so richtig frisch, denn der Unfall passierte durch einen Sekundenschlaf. Bilanz ist ein zerstörter Tatra, Rückenverletzungen bei Loprais und eine Gehirnerschütterung bei einem Beifahrer.
De Roy verteidigt ersten seine Führung und das obwohl er anfangs auf die Etappe des Vortags einbiegt, er wird heut zwar nur dritter, aber durch das Ausscheiden des Tatra hat er gut eine Stunde Vorsprung auf den Gesamtzweiten, Hans Stacy. Platz eins und zwei gehen heut an die Kamazpiloten Ardavichus und Karginov.

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Tags: Motorsport

January 11 2012

10:35

Dakar 2012 – 9.Etappe: Antofagasta-Iquique

Die 9. Etappe ist mit ihrer 557 km langen Spezialprüfung die längste Etappe der diesjährigen Dakar und bietet einen spektakulären 2Km langen Bergabzieleinlauf der praktisch mit Vollgas gefahren wird.

Bikes

Bei den Motorädern startet Marc Coma heut als Gesamterster die Etappe. Depres, Gesamtzweiter, startet heut als 7. In die Etappe. Dadurch spart sich Depres einen Großteil der Navigationsarbeit da er den Spuren der vorrausfahrenden folgen kann. Dadurch kann er sehr viel Zeit aufholen. Vor der Etappe haben die meisten Teams die Motoren der Motorräder getauscht, für den ersten Tausch kassiert jeder Fahrer eine 15Min Zeitstrafe. Yamaha überrascht die Konkurrenz mit der mutigen Aktion den Motor von Helder Rodrigues nicht zu wechseln. Yamaha versucht offenbar ohne Motorwechsel durchzukommen, normalerweise planen die Teams mindestens einen Motorwechsel bei der Rally mit ein. Depres gewinnt schließlich die Etappe und ist erneut führender in der Gesamtwertung.

Quads

Gemütlich und familiär geht’s bei den Quads zu. Marcos Patronelli hat technische Probleme und muss auf der Strecke halten, sein Bruder stoppt ebenfalls und unterstützt Marcos. Zusammen können sie den Quad mit der Nummer 252 wieder in Gang bringen und beenden die Etappe auch im Paarflug. Zeitlich leisten können sich die beiden das sehr gut der 3 Platzierte Tomas Maffei hat 30 Minuten Rückstand auf Marcos Patronelli (gesamt Zweiter) und heftige 1h50min auf Alejandro Patronelli der somit weiter deutlich in Führung liegt. Maffei gewinnt die heutige Etappe, kann aber nicht annähernd genug Zeit machen um auf die Patronellis merklich aufzuholen.

Cars

Das Abenteuer Hummer hat für Nasse Al-Attilyah, heut ein frustrierendes Ende gefunden. Erneut hatte der Hummer mit der 300 Probleme mit einem Keilriemen der einfach nicht an der Lichtmaschine bleiben wollte. Dreimal stoppte die 300 um den widerspenstigen Riemen, der gestern schon Probleme machte, wieder zu fixieren. Als der Keilriemen ein viertes Mal von der Lichtmaschine rutschte verlor Al-Attiyah schließlich die Geduld und warf bei Kilometer 174 entnervt das Handtuch. Der Vorjahressieger machte in einem Interview deutlich dass er zwar nächstes Jahr wieder kommen wird, aber dann mit einem eigenen Team und sicher nicht auf einem Hummer. Schade denn man hatte in den letzten Tagen schon den Eindruck das er sich an dieses Monster von Auto gewöhnt hat und war, wenn er keine technischen Probleme hatte, auch meist der schnellste im Feld. In einem früheren Interview erzählte Al-Attilyah von seinen Plänen nächstes Jahr mit einem Citroen an den Start zu gehen, auf Citroen startet er dieses Jahr auch bei der WRC, man darf also gespannt sein. Gilles de Villiers ging die heutige Etappe trotz aggressiveren Setups etwas zu vorsichtig an er liegt mit etwa einer Stunde Rückstand aber dennoch in der Top5 im Gesamtklassement. Der polnische X-Raid Fahrer Krzysztof Holowczyc ist da schon sportlicher unterwegs, er überschlägt sich sogar mit seinem Mini, kann aber unterstützt durch einige Zuschauer seinen Mini wieder auf die Räder stellen und weiterfahren. Er wird vierter, was auch seiner Platzierung im Gesamtklassement entspricht. Für Aufregung sorgte heute der Gesamtführende Stéphane Peterhansel. Bei einer Flussdurchquerung touchiert er einen Motorradfahrer, der grade mit einigen Helfern damit beschäftigt ist seine Maschine durch den Fluss zu bringen, rücksichtsloser geht es kaum noch. Eine völlig unnötige Aktion die für viele Diskussionen sorgt, aber unverständlicherweise von den Organisatoren nicht bestraft wird. Für sensationelle Bilder sorgt einmal mehr Robby Gordon. Im schon angesprochenen Schlussstück, einer 2km langen Bergab Passage, nutzt er die Power und die gigantische Federung gepaart mit den riesigen Räder des Hummer voll aus und brettert mit 195Km/h zur Ziellinie. Erneut ist er Tagessieger und knabbert weiter am Vorsprung von Peterhansel der nur noch etwas mehr als 5 Minuten vor Gordon an Platz 1 liegt.

Trucks

Bei den Trucks wird die heutige Etappe durch einen schweren Unfall des Tatra von Ales Loprais geprägt. Der Tatra mit der Startnummer 501 überschlägt sich kurz nach der Neutralisation, also ungefähr auf halber Strecke, und kommt letztlich auf den Dach zum Stillstand. Die Beifahrer des Tatra haben sich dabei offenbar verletzt, da sie ins Krankenhaus abtransportiert werden. Loprais selbst klagt über Rückenschmerzen. Servicetruckfahrer die später am Unfallort vorbei kommen melden dass der Tatra schwer beschädigt ist, sogar eine Radaufhängung des LKW soll abgerissen sein. Für den Tatra, der bisher der ärgste Konkurrent von De Roy war, ist die Dakar damit beendet. Bei den Trucks wird sich also vermutlich nicht mehr viel tun. Bei der heutigen Etappe stehen drei Fahrzeuge des De Roy Teams auf den Treppchen, Biasion gewinnt mit 20 Sekunden vor Stacy und ihm folgt wiederum mit auch nur knapp 30 Sekunden Abstand Gerard de Roy. Ein sehr enger Zieleinlauf, wenn man bedenkt dass die Jungs grad 557 Km durch die Wüste gefahren sind.

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January 10 2012

12:06

Dakar 2012 – 8. Etappe: Copiapó – Antofagasta

Nach dem Ruhetag  geht’s heute mit einer sportlichen 477 km Etappe los. Am Wochenende wurde nun auch geklärt wie es zum Ausschluss des Kamaz mit der Startnummer 500 gekommen ist. Auf der 5. Etappe hat wie bereits Eduard Nikolaev einen privaten Toyota Land Cruiser gerammt, was sicher keine Absicht war und somit als Grund für den Ausschluss nicht ausreichten sollte. Aber nun kam raus das Nikolaev sich bei dem Unfall einen Reifenschaden zugezogen hat. Für die Reparatur hat das Team eine Zeitgutschrift beantragt und dabei hat man wohl „vergessen“ zu erwähnen wie es zu dem Schaden kam, also das es den Unfall überhaupt gab.

Bikes

Die heutige sehr lange Etappe begann der gesamt Zweite Marc Coma auf seiner KTM. Wenige Kilometer hinter dem Start entdeckte er dass sich genau auf der Route ein großes Schlammloch gebildet hat und umfuhr dieses um nicht darin stecken zu bleiben. Sein Verfolger, Teamkollege und Gesamtführender Cyril Depres hat dieses Problem auf der Strecke allerdings nicht erkannt und fährt voll rein in den Schlamm. Ihn wirft es von der steckengebliebenen Maschine und er landet „weich“ im Schlamm. Das gleiche Schicksal wiederfährt Paulo Concalves wenige Meter hinter ihm. Zusammen wuchten sie die Maschine von Depres aus dem Schlamm, allein haben die Fahrer keine chance. Als Die Maschine von Depres befreit ist fährt Depres sofort weiter ohne! Concalves zu helfen. Allerdings signalisiert Depres seinem Rucksackfahrer, Ruben Faria, dass dieser Concalves helfen soll, Faria wiederum missversteht die Anweisung und fährt ebenfalls weiter. Concalves bleibt nichts anderes übrig als auf Hilfe von den Offiziellen zu warten. Nach Ende der Etappe beschweren sich die Teams, da diese Falle nicht in den Roadbooks verzeichnet war. Da die Offiziellen ihren Fehler eingestehen (obwohl das Schlammloch wohl erst kurz vor Start der Etappe entstand) und da sie alle folgenden Fahrer umgeleitet haben, bekommen die Schlammopfer eine Zeitgutschrift. Das wiederum fand Marc Coma nicht lustig, was erneut zu Spannungen im KTM-Tam sorgt. Coma gewinnt die heutige Etappe und führt damit das Gesamtklassement vor Depres an, jedoch durch die Zeitgutschrift für Depres, nur knapp mit 1min26sek. Zweiter wird Pal Anders Ullevalsetter, dritter Ruben Faria, Depres wird als 7. Gewertet. Er entschuldigt sich übrigens anschließend bei Concalves. Daniel Schröder kämpt sich weiter langsam nach vorn, die 8. Etappe beendet er auf dem 25. Platz und landet damit im Gesamtklassement auf Platz 30.

Hier mal ein Video zu der Schlammschlacht:
Schlammschlacht

Quads

Bei den Quads ist heute nicht viel los  Marcos Patronelli gewinnt, sein Bruder wird Zweiter und Maffei landet auf den dritten Platz. Im Gesamtklassement führt weiter Alejandro Patronelli vor Tomas Maffei und Marcos Patronelli.

Cars

Vom Pech verfolgt ist heute einmal mehr Nasse Al-Attiyah zuerst stoppt ihn ein Keilriemen und dann die Lichtmaschine. Nachdem er die Lichtmaschine mit seinem Beifahrer gewechselt hat und sich 18 Minuten Zeitverlust einhandelte, fährt er brutaler denn je. Er schafft es die 18 Minuten auf nur 8 zu verkürzen, handelt sich damit aber Beschwerden von den anderen Fahrern wegen seinen brutalen Überholmanövern ein. Die Dakarfahrzeuge haben ein sogenanntes Sentinelsystem, damit kann ein überholendes Fahrzeug sein Überholmanöver an das vorrausfahrende Fahrzeug ankündigen. Al- Attiyah überholt seine Konkurrenten aber ohne sein Sentinel zu benutzen. Laut Reglement ist das ok, eine Sentinelpflicht gibt es nur beim Überholen von Motorädern und Quads, verantwortungsvoll ist das dennoch nicht.

Peterhansel wird kurz vor dem Ziel von einen Reifenschaden er wird heut 4. Mit 4min30 Rückstand auf den Etappensieger Joan Roma der ebenfalls mit einem X-Raid Mini unterwegs ist. Nur fünf Sekunden hinter ihm bring Robby Gordon seinen orangenen Hummer ins Ziel. Im Gesamtklassement führt weiterhin Peterhansel mit siebeneinhalb Minuten Vorsprung auf Gordon, auf Platz 3 folgt kurz dahinter Krzysztof Holowczyc. Al-Attiyah ist nun 6. Mit 45Minuten Rückstand auf Peterhansel.

Trucks

Weiterhin läuft es bei Kamaz nicht rund, Kargirov startet zwar nach einer guten 7. Etappe als dritter, schafft es aber bis zur Übertragung von Eurosport nicht bis ins Ziel, er verliert  heut über 1 Stunde und wird nur als 18. gewertet. Sein Teamkollege Ardavichus führt die Etappe eine Zeit lang an, wird aber durch einen Reifenschaden nur vierter. Auch Hans Stacy bremst ein Reifenschaden aus, er schafft es als 5. ins Ziel. Die Etappe geht heut an den Tatra mit der 501 von Ales Loprais, knapp dahinter Gerard de Roy der im Gesamtklassement weiterhin mit 15Minuten vor Loprais führt. Miki Biasion ist nach seinen Beinaheausfall am Wochenende doch wieder zurück am Start, er wird heut dritter ist aber mit über sechs Stunden Rückstand im Gesamtklassement kein Podiumskandidat.

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Tags: Motorsport

January 08 2012

14:23

Dakar 2012 – 7.Etappe: Copiapó – Copiapó

Die 7. Etappe startet und endet heut im Biwak in Copiapó. Die bisher längste Etappe führt auf einer Schleife über 419 Kilometer anfangs über Schotter und später über Sanddünen. Die Etappe wird ungefähr auf der Hälfte neutralisiert, da die Strecke durch ein Naturschutzgebiet führt in dem man mit Ausgrabungen von Dinosaurierknochen beschäftigt ist.

Bikes

Diese Dakar läuft für Francisco Lopez wirklich alles andere als gut, schon in den vergangenen Etappen hatte er so seine Probleme, heut stürzte er und beschädigt sich dabei seine Maschine und sein Iritrack-Navigationssystem. Er kommt als 22. ins Ziel und verliert ganze 30 Minuten auf die Spitze. Ob der Chilene an der 8. Etappe teilnehmen kann ist fraglich. An der Spitze heut erneut die beiden KTM‘s von Depres und Coma. Depres startet zwar als erster, wird aber schnell von Coma kassiert. Coma darf sich eine weitere Kerbe in den Tank für den Tagessieg machen, jedoch holte er nur 2 Minuten auf Depres raus, der weiterhin das Gesamtklassement mit fast 8 Minuten vor Coma anführt. Eine starke Vorstellung bietet heute der Portugiese Paulo Goncalves, mit seiner Husqvarna sichert er sich den dritten Platz der Etappe mit rund einer Minute Vorsprung auf seinen Landsmann und Gesamtdritten Helder Rodrigues. Der deutsche Privatfahrer Daniel Schröder steuert seine KTM heut auf den 26. Platz und landet damit im Gesamtklassement auf der 32.

Cars

Holowczyc startet mit seinem X-Raid Mini heut als erster die Etappe, doch gegen die mächtigen Hummer von Nasser Al-Attiyah und Robby Gordon haben die Minis heut keine Chance. De Villiers ist anfangs auf Schotter gut dabei doch hat im sandigen Schlussabschnitt so seine Probleme mit dem Hilux er verliert heut 6 Minuten und landet letztlich auf dem 6. Platz der Etappe. Im Gesamtklassement befindet sich das Toyota Team von Villiers und Dirk von Zitzeritz auf der 5. Position. Nur noch 8 Minuten dahinter auf dem 6. Gesamtrang, sortiert sich der heutige Etappensieger Al-Attiyah ein, er konnte heute siebeneinhalb Minuten gutmachen und kämpft sich langsam wieder vor in Richtung Top5. Die Hummer sind heut allgemein sehr schnell und nutzen ihren Vorteil aus das sie die Reifendrücke während der fahrt korrigieren können. Heute variiert der Reifendruck der Hummer 0,6 Bar in den Sandigen abschnitten und 2,5 im steinigen Bereich. Die Allradgetriebenen X-Raid haben diese Möglichkeit nicht und müssen daher die ganze Etappe mit dem selben Druck bewältigen. Robby Gordon sichert sich heut P2 und ist damit Gesamtdritter mit nur 2 Minuten abstand auf den zweitplatzierten Holowczyc und 13min auf Peterhansel.

Quads

Die Petronellibrüder setzen erneut voll auf Angriff, doch nur für einen von beiden wird es heut ein guter Tag. Auch Tomas Maffei, Gesamt 2., kommt in Probleme er verliert gleich zu Anfang der Etappe 30 Minuten, er beendet die Etappe als 6. mit 54 Minuten Rückstand auf den Etappensieger. Wirklich übel wird’s für Marcos Patronelli er wird beendet die 7. Etappe als 11. mit 1h20min Rückstand auf seinen Bruder Alejandro der heut die Gesamtführung übernimmt. Alejandro Petronelli führt nun mit fast einer Stunde vor Tomas Maffei und weiteren 20 Minuten auf seinen Bruder Marcos, der sich im Gesamtklassement auf Platz drei halten kann da dem viert platzierte Hondafahrer, Lucas Bonetto, schon ganze 2h23 auf den ersten Platz fehlen.

Trucks

Einige Führungswechsel gab es heut bei den Trucks. Zuerst führte Miki Biason, der später durch eine Reifenpanne weit zurück fiel, dann Hans Stacy der trotzdem nur auf Platz 8 ins Biwak kommt und nach der 419 km langen Etappe ist es letztlich der erneute Etappensieger Gerard de Roy der sich weitere 2 Minuten gutschreiben kann und somit weiter Gesamtführender der „Dickschiffe“ bleibt.

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Tags: Motorsport
12:43

Shell Formel Eins: Viel gelernt

Zugegeben, ich dachte auch zunächst, dass ich über Benzin nicht mehr viel lernen kann. Doch das war ein Trugschluss.

Ein Jahr lang hatte ich zusammen mit anderen Bloggern und Journalisten aus aller Welt die Gelegenheit, einen Bliick hinter die Kulissen zu werfen. Es ging Shell, wie sollte es anders sein, um Benzin, genauer gesagt um deren “VPower”, der auch in der Formel Eins eingesetzt wird. Man macht sich ja grundsätzlich, vor allem seit dem die FIA die Sprit-Panscherei verboten hat, wenig Gedanken um diesen Bereich. Tatsächlich schreibt die FIA vor, dass 99% der Komponenten, die auch im normalen Benzin zu finden sind, auch in der F1 verwendet werden müssen. Mit dem Rest von 1% kann man dann spielen. Man fragt sich unwillkürlich: Lohnt sich das? An 1% rum fummeln? Kann man damit was erreichen? Hätte man mich vor einem Jahr gefragt, hätte ich klar gesagt, dass sich das nicht lohnt. Mittlerweile denke ich da ganz anders drüber. Und wenn man den Aufwand betrachtet mit dem nicht nur Shell den F1-Sprit braut, dann kommt man zu einer anderen Antwort.

Ich will nicht noch einmal die verschiedenen Stufen durchgehen, dafür gab es ja einige Artikel, aber eine kleine Auflistung habe ich schon:

1. Das Benzin wird aus unterschiedlichen Komponenten gemischt. Das passiert, teilweise, in einer Raffinerie in der Nähe von Manchester. In dem Labor arbeiten etliche Menschen mit Doktortitel daran, neue Mischungsverhältnisse auszutüfteln. Und den ganzen Tag, 5 Tage die Woche.

2. Die vorgeschlagenen Mischungen werden in kleinen Margen hergestellt und zu Ferrari geschickt. Deren Hauptaugenmerk liegt eigentlich auf zwei Dingen: Weniger Verbrauch, mehr Leistung. Ferrari testet die Mischungen ausgiebig auf den eigenen Motorprüfständen. Erst wenn hier das gewünschte Ergebnis da ist, wird entscheiden, was mit der Mischung weiter gemacht.

3. Shell stellt nicht nur eine Mischung her. Es gibt unterschiedliche Mischungen für verschiedene Rennstrecken. Die Variablen dafür sind relativ weit gehend. Das reicht von der Außentemperatur, über die Streckengegenheiten und andere Dinge. Also jede Menge Variablen. Die Mischungen werden grundsätzlich meist vor der Sason hergestellt und im Laufe des Jahres nur wenig angepasst.

4. Die meisten Tests werden auf dem Prüfstand gemacht, nicht bei den Testfahrten.

5. Hergestellt werden die Spritsorten in kleinen Mengen und zu Ferrari geliefert.

6. Doch die Arbeit ist damit nicht zu Ende. Shell hat bei jedem Rennen ein Laboor an der Strecke. Das ist bei den Europa-Rennen fest eingebaut in einem der beiden Trucks, die direkt hinter der Box stehen und in dem die gesamte Technik verwaltet wird. Übersee hat man einen kleinen Container, der ebenfalls mit dem gesamten Krempel der Formel Eins durch die Welt geschippert wird.

7. Das Labor hat verschiedene Aufgaben, hauptsächlich geht es um das Benzin und das Öl. Die FIA hat Proben des Benzins in eigenen Laboren und überprüft an der Rennstrecke regelmäßig, ob es da keine Abweichungen gibt. Shell selber prüft ebenfalls, damit es keine Probleme gibt oder man bei Problemen das Ergebnis der FIA selber überprüfen/anzweifeln kann. Es werden vor und nach jedem Einsatz des Wagens Proben genommen, also an allen Tagen.

8. Mit dem Motoröl ist es etwas komplizierter. Die FIA lässt den Herstellern hier freie Hand, man kann mehr oder weniger machen, was man will. Die Sache ist also, auch in Sachen Entwicklung, viel komplizierter, zumal das Öl ja im Motor auch einen großen Effekt auf die Kühlung hat. Shell nimmt vor und nach jedem Einsatz Proben und schaut genau, wie die einzelnen Komponenten sich aufschlüsseln. Findet man zu viele Anteile bestimmter Metalle, kann das auf Probleme mit dem Motor hindeuten, also würden die Experten Ferrari raten, den Motor zu wechseln.

9. Es gibt mehrere Mitarbeiter von Shell, die direkt mit Ferrari vor Ort zusammenarbeiten. Das betrifft die Motoren, die chemische, wie auch die Management-Ebene. Die Verzahnung beider Konzerne geht sehr weit.

10. Die Zusammenarbeit umfasst auch die Entwicklung des neuen Motors, der ab 2013 eingesetzt werden soll. Der läuft schon auf dem Prüfstand, Shell war aber beim Bau involviert. Man verspricht sich davon, dass man eine höhere Effizienz des Motors erlangen kann.

Der Aufwand, den beide Firmen betreiben, ist schon enorm. Und es sind nicht die einzigen Teams, die das so machen. Renault hat mit Elf einen Technologiepartner, Mercedes mit Petronas, McLaren immerhin in Sachen Öl mit “Mobil 1″.

Natürlich sagt niemand, wie viel Zehntel die Zusammenarbeit tatsächlich bringt. Bei einem Test im Sommer schüttete man normales VPower in einen 2009er Ferrari und verglich die Rundenzeiten. Die lag, laut Ferrari und Shell, nur knapp 1 Sekunde hinter der, die mit dem F1-Sprit gefahren wurde. Mag sein, auf jeden Fall kann man schon erkennen, dass die Forschung etwas bringt. In einer Qualifikation, in der es manchmal um den Bruchteil einer Zehntel- oder Hunderstelsekunde geht, in der es dann oft auch entscheidend sein kann, wie man ins Rennen kommt, wie viel Punkte man holt usw., kann jedes kleine Ding entscheidend sein. Die Kosten dafür dürften im zweistelligen Bereich pro Jahr liegen, aber wenn man am Ende den WM-Titel in der Hand hat, denkt man über die Kosten nicht mehr nach.

Shell hat aber nicht nur den Marketing-Effekt als Belohnung. Gleichzeitig nutzt man die Forschungsergebnisse von Ferrari wiederum, um die eigene Produkte zu verbessern. Wie groß das Wissen ist, wie viel man davon in den normalen Strassenverkehr transportieren kann, ist nicht so ganz klar. Sicher ist, dass die Punkte “Leistungsverbesserung” und “Verbrauch” ziemlich weit oben auf der Agenda von Shell stehen. In wie weit die sehr spezialisierten F1-Motoren eine Übertragung zulassen, ist eine andere Frage, die ich nicht beurteilen kann.

Erstaunlich ist schon, wie viel Geld Shell und Ferrari in die gesamte Sache stecken. Wenn die Teams darüber klagen, dass sie zu viel Geld ausgeben, und wenn man bedenkt, dass das Benzin/Öl nur ein kleiner Teil in der Entwicklung eines Formel Eins ist, kann man sich vorstellen, warum das alles so teuer ist. Ob das immer soviel Sinn macht? Schwer zu sagen, einerseits ist es schon etwas absurd, andererseits auch völlig faszinierend. Die Arbeit, die die vielen Experten und Menschen in die Entwicklung von derartigen “Kleinigkeiten” stecken, ist schon bemerkenswert.

Ich habe jedenfalls eine Menge gelernt und gehe mit viel mehr Hintergrundwissen in die neue Saison. Davon habe ich hoffentlich auch einiges im vergangenen Jahr an die Leser weiter geben können.

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January 07 2012

14:51

Dakar 2012 – Etappe 6 – “Operation Guillaumet”

“Operation Guillaumet”

Die 6. Etappe wurde gestern wegen den schlechten Wetterbedingungen, Regen und starker Schneefall über den Anden abgesagt. Den Organisatoren um Etienne Lavigne wurde es von den chilenischen Behörden erlaubt einen organisierten Konvoi über die Grenze zu starten, für alle „Normalsterblichen“ war diese aus Sicherheitsgründen geschlossen. Etienne Lavigne taufte die ganze Aktion in “Operation Guillaumet” in Anlehnung an ähnliche Pannen in den früheren Jahren der Dakar.

Während sich die Teilnehmer nun auf die Verbindungsetappe nach Chile vorbereiten begann das Kamaz-Team um Eduard Nikolaew damit die Sachen für die Heimreise zu packen. Der Kamazfahrer mit der Startnummer 500 wurde zuvor von der Rennleitung aus dem Rennen genommen. Er hatte mit seinem Truck auf der 5. Etappe einen privaten Toyota Land Cruiser gerammt als dessen Crew dabei war einen Reifen zu wechseln. Dabei kam, abgesehen von dem stark ramponierten Land Cruiser zwar niemand zu schaden, die Rennleitung befand diese Aktion aber wenig überraschen als grob unsportlich und disqualifizierte den Kamaz mit der 500.
Unterdessen gibt es nähere Infos zur Rennaufgabe von Orlado Terranova. Offenbar zerstritten sich Terranova und sein Beifahrer Andy Grider während ihrer letzten Etappe derart das Grider direkt abreiste. Für Terranova und Grider war es die erste gemeinsame Rally, offenbar kannte man sich bis zur ersten Etappe überhaupt nicht. Terranova gab sich in einem Interview recht diplomatisch und meinte er schätze Grinder, bringen tut es ihm allerdings nicht viel, die Dakar ist für den Toyotafahrer beendet.

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Tags: Motorsport

January 06 2012

20:53

Best of 2011 – Teil 7

2011 – ein Jahr mit Höhen und Tiefen, auch im Motorsport. Viel gelacht, viel gefreut und leider auch viel getrauert. Persönlich wurde mein Motorsport-Jahr durch den Unfalltod Dan Wheldons überschattet. Ein Moment, der alles sportliche komplett vergessen ließ und mich zudem in eine mehrtägige Trauer versetzte. Es ist schwer, auf so etwas die richtigen Worte zu finden. Und trotzdem gab es sie, die Momente, auf die wir gerne zurückblicken. Momente, die das für manch einen schwierige Jahr 2011 zumindest für den Moment erheiterten — Momentaufnahmen sozusagen. 

Wie jedes Jahr schaut das Racingblog-Team deshalb auf die Motorsport-Saison 2011 zurück und pickt sich die Rosinen raus. Dies ist der letzte Teil, weshalb ich auch noch mal die Möglichkeit nutzen möchte, allen Usern sowie meinen werten Kollegen ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr zu wünschen!

Bestes Rennen
Keine einfache Aufgabe, nach einer langen Saison sich das persönlich beste Rennen auszusuchen. Persönlich mache ich es mir bei solchen Auflistungen zudem immer sehr schwer, weshalb ich schon jetzt um Verzeihung bitte, dass es in unterschiedlichen Kategorien durchaus mehrere Nennungen geben wird. Sicherlich waren die 24 Stunden von Le Mans ein absoluter Kracher. Die Zeiten, in denen man es ruhig anging und den Wagen über die Distanz schonte, sind wohl nun endgültig vorbei. Was Audi und Peugeot 2011 für ein Feuerwerk abgefeuert haben, sucht im Langstreckensport seinesgleichen. Persönlich hat es mich natürlich sehr gefreut, dass Andre Lotterer zum ersten Mal die Hatz um die Rolex  zusammen mit seinen Teamkollegen für sich entscheiden konnte. Und so konnte sich auch noch Audi am Ende freuen, die nach den schweren Unfällen von Allan McNish und Mike Rockenfeller, zum Glück aller Beteiligten, lediglich zwei überteuerte Schrotthaufen zurückliesen.
Ebenfalls ganz oben auf meiner Liste steht der Große Preis von Kanada der Formel Eins. Dieses Rennen bot einfach alles, was man sich nur wünschen Konnte. Überholmanöver, Dramen, Regen. Viel Regen sogar. Eine lange, wenn auch unterhaltsame Unterbrechungspause (Eddie Jordon blamiert Peter Lauterbach und sky Deutschland, unser liebster Jacques Schulz mit der perfektesten Rihanna-Imitation, nur um zwei Highlights zu nennen) und eine packende, fast schon unvergessliche letzte Runde. Der Circuit Gilles Villeneuve sorgt sowieso immer für ausgezeichnete Unterhaltung — die 2011er Ausgabe wird aber nur schwer zu toppen sein.
Unvergesslich und vielleicht auch meine heimliche Nummer 1 war allerdings das 40th International Pokka GT Summer Special der SUPER GT in Suzuka. 2011 von einst 1000km bzw. 700km auf 500km verkürzt, demonstrierten die Japaner, wie packend und ausgeglichen solch ein Langstreckenrennen doch sein kann. Sicherlich half auch der Regen, aber auch unter stetigen, trockenen Bedingungen, wäre die Vorhersage des Siegers nur schwer möglich gewesen. In der GT500 hatten alle drei Marken Siegchancen; in allen drei Sektoren waren die Kräfteverhältnisse unterschiedlich. Und genau das spiegelte sich dann auch im Rennen wieder: Mal waren die Nissans ganz vorne, dann die Lexus-Jungs. Am Ende gewann letztlich Kogure und Duval im Weider HSV-010 vor Quintarelli und Yanagida im S Road MOLA GT-R, die dann am Ende der Saison aber immerhin die Meisterschaft für sich und das noch junge Team innerhalb der Nissan-Organisation für sich entscheiden konnten. Das folgende Highlights-Video kann nicht mal im Ansatz die Dramatik und Spannung des Rennens wiederspiegeln, gibt aber einen guten Indikator über die Action, die wir so auch in allen anderen Läufen des Jahres gesehen haben.

Bestes Finish
Auch hier fallen mir spontan gleich mehrere Finishes ein. Alle Läufe des Fuji Sprint Cups waren sensationell und perfektes Material zum vollständigen Bebeissen der Fingernägel. Dann natürlich der Zieleinlauf beim Großen Preis von Kanada, als Sebastian Vettel Nerven zeigte und in der letzten Runde unter Druck von Jenson Button den entscheidenen Fehler machte — und den Sieg an den Briten abgab. Für Vettel-Kritiker natürlich gefundenes Fressen, wenn auch manch einer dieser Intelligenzbestien schnell vergaß, dass auch im Motorsport nur Menschen unterwegs sind. Fehler sind menschlich und passieren. Davon abgesehen: Buttons Triumph war nicht nur verdient, sondern angesichts seiner überragenden Aufholjagd wohl auch das beste Rennen seiner Karriere. Auch die beiden IndyCar-Zieleinläufe in Kentucky (Ed Carpenter gewinnt für das chronisch unterfinanzierte Team von Sarah Fisher) und beim Indianapolis 500 (J.R. Hildebrand wift beim Überrunden den Wagen in der letzten Kurve der letzten Runde in die Mauer — Dan Wheldon gewinnt sein letztes Rennen beim ersten Antritt in der Saison), wobei ich beim Indy 500 nicht weiß, was letztlich besser war: Das Finish oder die “Analysen” der vielen, selbsternannten Experten. Letzteres hat selbstredend bei mir natürlich für die meisten Lacher gesorgt. Und dann war da natürlich das NASCAR-Sprint-Cup-Finale in Homestead-Miami. Am Ende trennten Champion Tony Stewart ganze null Punkte vor Carl Edwards. Besser hätte es nicht mal Hollywood schreiben können. In dem Rennen wurde übrigens Matrix Truex jr. Zweiter.

Bester Fahrer
Schwierige Frage. Eine sehr schwierige Frage sogar. Stellt man hier Sebastian Vettel nach oben, dann entspricht das selbstverständlich der Wahrheit, ist gleichzeitig aber auch eine sichere Bank. Selbstredend hat Vettel dieses Jahr erneut seine Klasse unter Beweis gestellt. Sieht man mal vom kanadischen Grand Prix ab, hat er die wenigsten Fehler gemacht und immer das Maximum aus seinem Wagen geholt. Von der Rolle war er lediglich am Nürburgring, was aber nach seinem ersten Auftritt im Red Bull vor zwei Jahren an gleicher Stelle die Experten nicht hätte weiter verwundern sollen. Vettel und der Ring, das passt noch nicht so ganz. Den Rest des Formel-Eins-Zirkus, insbesondere seinen Teamkollegen Mark Webber, hat der Heppenheimer komplett hinter sich gelassen. Auch nicht vergessen möchte ich Martin Tomczyk, der nicht nur privat seinem ehemaligen, direkten Chef, die lange Nase gezeigt hat, sondern auch sportlich sich endlich mit dem bescherte, was er schon seit vielen Jahren probierte: DTM-Meister. Nun mag man darüber scherzen, dass es ausgerechnet der Meistertitel in der populärsten Tourenwagen-Serien der inneren sowie äußeren Galaxis™ holte, seinen Hut (oder Mütze) muss man vor Tomczyk Junior aber trotzdem ziehen. Verbannt in einen B-Wagen zeigte er sein Potential. Der Wechsel zu BMW ist nicht nur logisch, sondern auch aus sportlicher Sicht spannend. Wenn man bei DTM überhaupt von Spannung reden kann. “Aw, Bernd, schaffscht des noch mit dä Reifä?”
Nicht vergessen möchte ich Tony Stewart (noch Fragen?), Ronnie Quintarelli zusammen mit Masataka Yanagida und natürlich Andre Lotterer. Letzterer fuhr nicht nur einen den Umständen entsprechende gute SUPER-GT-Saison (mehr war mit dem Wagen einfach nicht möglich), sondern krönte sich zusätzlich als erster Deutscher nach Ralf Schumacher noch mit dem Meistertitel in der FORMULA NIPPON. Ach und die 24 Stunden von Le Mans gewann er auch noch. Besser geht’s wohl nicht mehr.

Bestes Team
Zwei Wörter: Red Bull. Aus Vettels Sicht kann man wohl keinen perfekteren Job abliefern. Wenn da nicht das Wörtchen “aber” wäre, denn es gab auch noch andere Teams in diesem Jahr, die bei der Dominanz der roten Bullen mit Unrecht untergehen. Audi hat zum Beispiel mit dem neuen R18 auf Anhieb erneut die 24 Stunden von Le Mans gewonnen, obwohl man einen klaren, technischen Rückstand zum direkten Konkurrenten Peugeot hatte.  Der Sieg war somit keine Selbstverständlichkeit. Stewart-Haas Racing muss an dieser Stelle ebenfalls erwähnt werden, die zwar direkte Unterstützung von Hendrick Motorsports erhalten, im Gegensatz zum Todesstern-Team von Rick Hendrick aber einen deutlich besseren und für viele vielleicht sogar verblüffenden Job ablieferten. Nur wenige haben von Tony Stewart und seinem Team solch eine Leistung im Jahr 2011 erwartet. Hervorheben möchte ich zudem das MOLA-Team in der SUPER GT, die mit ihren beiden Fahrern Ronnie Quintarelli und Masataka Yanagida in diesem Jahr die GT500-Klasse sowohl in der Fahrer- wie auch der Teamwertung gewannen. Wenn schon Nissan, dann hat man eher mit Nismo und Co. gerechnet, aber gewiss nicht mit Mola, schließlich handelt es sich hier um ein sehr junges GT500-Team. Auch erwähnenswert und zurecht mit Applaus bejubelt das Team GSR&Studie with TeamUKYO in der GT300, die mit ihrem BMW Z4 (in fescher Hatsune Miku-Optik) nach vielen Jahren sowohl in der Fahrer- wie auch der Teamwertung eine europäische Marke aufs oberste Podest hieven konnten. Ein Fakt, der sicherlich hätte früher geschehen können, ist die GT300 doch derzeit fest in westlicher Hand, aber bislang nur das Team rund um Ukyo Katayama umsetzen konnte. Mit dem JIMGAINER-Ferrari hatte man zudem in diesem Jahr eine äußerst starke Konkurrenz. Hut ab.

Überholmanöver des Jahrens
Aus der SUPER GT ist man (spektakuläre) Überholmanöver am laufenden Band gewohnt. Da wären beispielsweise 3-wide-Duelle in der 130R, die nicht nur verrückt klingen, sondern auch noch so aussehen. Oder die zahlreichen Duelle beim Fuji Sprint Cup. Müsste ich mich aber wirklich entscheiden, so würde meine Wahl wohl auf Mark Webber gegen Fernando Alonso (Überholmanöver in der Eau Rouge) oder Sebastian Vettel gegen Fernando Alonso (außen herum in der Curva Grande mit zwei Reifen auf dem Gras) fallen.

Freunde des Jahres
Ein Video sagt mehr als tausend Worte:

Feinde/Duell des Jahres
Es war nicht nur mit das Dümmste was man machen kann, sondern auch noch verdammt gefährlich: Der Höhepunkt der Feindschaft zwischen Kyle Busch und Ron Hornaday.

Szene des Jahres
Neben dieser hier selbstverständlich Will Powers doppelter Effenberg an die IndyCar-Racecontrol und insbesondere den “Director of Competition”, Brian Barnhard.

Kostenpunkt des Jahres
Die Entwicklung des Aston Martin AMR-One. Desaströser kann man Geld wohl nicht aus dem Fenster schmeißen…
Auch nicht zu missachten: Der letzte Lauf der GT1-WM in San Luis. Marc Basseng fand es weniger lustig.

Knapp dahinter: Der Baltimore Grand Prix der IndyCar. Es wird wohl für immer ein Rätsel bleiben, wie man mit einem ausverkauften Rennen so viele Verluste machen kann.

Schönster Moment des Jahres
Neben Andre Lotterers Triumph bei den 24 Stunden von Le Mans und seiner Kührung zum amtierenden FORMULA-NIPPON-Meister, insbesondere die vielen, — trotz des schlimmen Jahrs — lachenden Gesichter der japanischen Zuschauer. Ebenfalls ganz oben auf der Liste: Ed Carpenters Sieg beim IndyCar-Lauf in Kentucky für das chronisch unterfinanzierte Team von Sarah Fisher.

Überraschung des Jahres
Sicherlich Trevor Baynes Cindarella-Erfolg beim Daytona 500. Danach kam zwar nicht mehr allzu viel, außer einigen Twitter-Meldungen, kuriosen Krankheiten, einigen Blechschäden sowie ein paar Sternstunden in der Nationwide Series — immerhin ein Sieg! –, das wichtigste Rennen der NASCAR-Saison konnte er trotzdem verdient für sich entscheiden. Geschichten, die der Motorsport schreibt.

Enttäuschung des Jahres
Die komplette sky-F1-Übertragung. Selten hat man so viel veschenktes Potential im deutschen Fernsehen gesehen. Insbesondere für PayTV muss zudem deutlich mehr als das, was 2011 getan wurde, geboten werden. Von den Einkürzungen nach dem Großen Preis von Süd-Korea mal ganz abgesehen. Und trotzdem hoffen wir alle, dass sie 2012 weitermachen…
Ganz knapp dahinter: Die Leistung von Mercedes in der Formel Eins. Da kann Norbert Haug noch so viel davon reden, dass man den Speed hat und Marc Surer sowie die sky-Zuschauerexperten vorm Flachbildschirm das sicherlich bestätigen können. Nein, nein. 2011 war wie auch 2010 ein Satz mit x: Nix. Immerhin gab es ein paar wenige Glanzstunden, wie etwa Michael Schumacher in Kanada.
Stellvertretend an dieser Stelle möchte ich außerdem die Lachnummer des Jahres kühren: Dieses merkwürdige “Event” der DTM im Olympiastadion in München. Das Ganze ist tatsächlich so schlimm und lachhaft geworden, wie man es sich vorgestellt hatte.

Langweiligstes Rennen
Die üblichen Verdächtigen: Valencia in der Formel Eins, Pocono, obwohl ich die Atmosphäre dort sehr mag, in der NASCAR. Sonoma in der IndyCar war ebenfalls eine sehr gute Einschlafhilfe.

Racecontrol-Moment des Jahres
Davon hatte die DTM wie jedes Jahr sehr viele. Die Entscheidung von Brian Barnhard, trotz des starken Regens den IndyCar-Lauf in Loudon für ein paar wenige Runden entgegen der Meinung der Fahrer neuzustarten, schoss den Vogel allerdings komplett ab. Das Ergebnis: Chaos, Carbon-Schrott und eine klare Ansage von Will Power (siehe Szene des Jahres).

Glückspilz des Jahres
Nicht nur die Fotografen bei Allan McNishs schlimmen Unfall bei den 24 Stunden von Le Mans, sondern alle Rennfahrer, die einen schweren Unfall erlitten und trotzdem nicht schwer verletzt aus ihrem Wrack klettern konnten.

Sprüche des Jahres
Hier möchte ich mich Kollege Stefan Tegethoff anschließen: Martin Reids Verabschiedung nach den Tributrunden der IndyCar und der traurigen Gewissheit über Dan Wheldons Ableben:

“Many people ask me why I always sign off ‘Till we meet again.’ Because ‘Goodbye’ is always so final. Goodbye, Dan Wheldon.”

Wünsche für 2012
Aus sportlicher Sicht ein tolles, spannendes wie auch packendes Jahr, mit hoffentlich weniger schlimmen Unfällen als in diesem Jahr.

An dieser Stelle möchte ich auch noch mal dem gesamten Racingblog.de-Team, insbesondere Don Dahlmann, für die tolle Zusammenarbeitung, Unterstützung und Möglichkeit danken. Und dann natürlich auch den Lesern sowie den zahlreichen Usern im Chat, ohne die man sich keine Renntage oder sonstige Sportveranstaltungen mehr vorstellen kann. Wir sind eine große, gut verstehende Familie geworden. Etwas, was im Internet keine Selbstverständlichkeit ist. Auf ein gesundes und hoffentlich tolles Jahr 2012! In diesem Sinne: This is where the wheel goes!

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Tags: Motorsport
10:56

Dakar 2012 – 5. Etappe / 6. Etappe abgesagt

5. Etappe Chilecito-Fiambala

Die 5. Etappe, die übrigens für Autos und Motoräder einen unterschiedlichen Streckenverlauf hat, wurde wegen starken Regenfällen und daraus resultierenden Überschwemmungen um rund 25 Kilometer gekürzt. Die Passagen die gestrichen wurden wären auch der schwierigste Teil der heutigen sehr sandig ausfallenden Etappe gewesen, die auf bis zu 2500 Höhenmeter führt.

Bikes:

Coma startet als Etappensieger der 4. Etappe als erster in die heutige Spezialprüfung. Der Niederländer Frans Verhoeven muss kurz nach dem Start einen Stop einlegen und schließlich wegen technischen Schwierigkeiten zum Start zurückkehren, er wird heut viel Zeit verlieren. Unterdessen sind die Spitzenreiter Coma und Depres etwas von der Strecke abgekommen.
Doch auch dem drittplatzierten Rodrigues unterläuft ein Navigationsfehler der ihm viel Zeit kostet. Schließlich gewinnt Depres die Wertungsprüfung vor Coma, die Dominanz der beiden KTM Fahrer ist ungebrochen. Lokalmatador Lopez ist seit der 2. Etappe weit abgeschlagen und konnte auch heute nicht aufschließen. Der deutsche Privatfahrer Daniel Schröder kämpft sich mit seiner KTM auf Platz 34. vor. Sein Vater Jürgen Schröder, startete mit einem Volvo in die diesjährige Dakar der aber schon wenige Kilometer nach dem Start der Rally aufgrund eines technischen Defekts völlig ausbrannte.

Cars:

Der Pole Holowczyc kann schon bis zur ersten Zeitmessung fast eine Minute Vorsprung auf den Vortagessieger und Gesamtführenden Peterhansel (beide Team X-Raid) aufbauen. Für Giniel De Villiers wird es seine schwierige Etappe, er steckt mit seinem Toyota Hilux mehrfach in Sanddünen fest und fällt in der Gesamtwertung auf den fünften Platz zurück. Die Hummer von Nasser Al-Attiyah und Robby Gordon pushen heute und können die ersten beiden Zwischenzeiten letztlich für sich entscheiden. Doch während Gordon heute seine gute Pace ins Ziel retten kann kommt Al-Attiyah erneut in Probleme. Er steuert seinen Hummer kurz hinter dem zweiten Messpunkt in ein Schlagloch, dabei wird eines seiner Ersatzräder losgerissen und beschädigt eine Kühlleitung. Er überquert die Ziellinie schließlich 24 Minuten nach dem Tagessieger Holoczyc. Gordon retten P2 vor und verweist Peterhansel auf dem 3. Platz. Völlig überraschend hat der Argentinier Orlando Terranova heute die Dakar beendet, scheinbar gab Streit im Team des Toyota Fahrers.

Quads:

Die Brüder Patronelli können sich über einen Doppelsieg freuen und können weiter auf den Gesamtführenden Tomas Maffei aufschließen. Maffeis Vorsprung in der Gesamtwertung ist nach der 5. Etappe auf lediglich 35 Sekunden zusammengeschrumpft. Auf Platz zwei in der Gesamtführung wird nun Alejandro Patronelli vor seinem Bruder Marcos geführt, welcher mit 2 Minuten auch dicht an Maffei dran ist.

Trucks:

Bei den Trucks will es Gerard De Roy heute wieder wissen und pflügt mit seinem Iveco zu einem weiteren Tagessieg, während Eduard Nikolaew es heute ruhiger angeht um reifen zu schonen. Das soll sich für den Kamazpiloten heute auszahlen, so erreicht er mit knapp 2 Minuten Abstand auf De Roy Platz 5 der heutigen Etappe. Loprais steuert seinen Tatra heut auf den 2. Platz der Wertungsprüfung. Biason auf einem weiteren Iveco kann seinen 3. Platz in der Gesamtwertung weiter festigen. Der MAN von Marcel van Vliet steckt mit technischen Problemen fast an derselben Stelle fest wie Gilles de Villiers bereits am heutigen Morgen. Die erste Etappe konnte er noch für sich entscheiden, heute steht sein MAN Aggregat mehrere Stunden still.

6. Etappe abgesagt

Mit der 6. Etappe verlässt der Dakartross Argentinien und überquert die Grenze nach Chile. Dabei gilt es die Anden bei einer Höhe von rund 4800m über Meeresspiegel zu überqueren, allein die dünne Luft in diese Höhe stellt für einige Fahrzeuge schon eine Herausforderung dar.

Zwischenzeitlich trifft die Meldung ein dass die 6. Etappe abgesagt wurde. Die chilenischen Behörden sahen sich aufgrund der schlechten Wetterbedingungen gezwungen den Grenzübergang, über den die Route der Etappe geführt hätte, zwischen Argentinien und Chile zu schließen. Es wird nun ein Konvoi organisiert um die Teilnehmer der Rally sicher nach Chile und damit zur 7. Etappe zu bringen.

Dakar 2012 - Etappe 5 / 1 Dakar 2012 - Etappe 5 / 2 Dakar 2012 - Etappe 5 / 3 Dakar 2012 - Etappe 5 / 4 Dakar 2012 - Etappe 5 / 5 Dakar 2012 - Etappe 5 / 6

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January 05 2012

16:22

Dakar 2012 – Überblick und “was bisher geschah”

Etwas verspätet starten wir die Berichterstattung der Dakar 2012. Die diesjährige Ausgabe startete am 2. Januar 2012 in Argentinien und führt über Chile nach Peru. Die Rally Dakar ist das erste große Motorsportereignis des Jahres und eines der letzten großen Abenteuer im Motorsport. Leider ist die Dakar auch eines der gefährlichsten Abenteuer. So verunglückte der Privatfahrer Jorge Martínez Boero schon am ersten Tag der diesjährigen Dakar schwer. Er erlag schließlich auf dem Weg ins Krankenhaus. Für den 38-Jährigen war es die zweite Teilnahme an der Dakar, schon 2011 musste er wegen einem Unfall nach der 6. Etappe aufgeben.

Allgemeines:

Die Rally Dakar, früher bekannt als Rally Paris-Dakar, führt den Namen „Dakar“ nur noch als „Marke“ im Namen, denn seit dem die Rally im Jahre 2008 aus Sicherheitsgründen abgesagt werden musste fährt man nicht mehr in Afrika sondern in Südamerika. Der Dakar hat das wenig geschadet, die Streckencharakteristik ist ähnlich sehr viel Wüste, viel Schlamm, Höhen bis zu 3000 Meter über Meeresspiegel gilt es zu meistern. Insgesamt muss jeder Fahrer in den 14 Tagen der Rally rund 8000 Kilometer zurücklegen. Durch die relativ preiswerten Startgebühren  nehmen sehr viele Privatfahrer Teil was insbesondere bei den Motorädern und Autos zu einem sehr großen Starterfeld führt. So starteten dieses Jahr 188 Motoräder, 173 Autos, 76 Trucks und 32 Quads. Durch den großen Schwund der Werksteams bei den Autos in den letzten Jahren ist die diesjährige Dakar spannender denn je. Hier hat sich VW als letzter großer Hersteller nach dem Ende der Dakar 2011 zurückgezogen und damit gibt es praktisch kein Werksteam mehr, tatsächlich gibt es noch ein „halbes“ aber dazu später mehr. Im Motorradbereich dominiert seit Jahren das Team von KTM mit seinen beiden Topfahrer Marc Coma und Cyril Depres. Seit 2005 hat entweder Coma oder Depres die Dakar gewonnen, seit 2001 stand immer eine KTM auf dem ersten Platz. Die Trucks wurden in den letzten Jahren dominiert von Wladimir Tschagin in seinem Kamaz (ein russischer LKW-Hersteller), Tschagin trat 2011 von seiner aktiven Rally-Karriere zurück und so werden auch hier die Karten neu gemischt.

Namen und Teams
Cars:

Der Favorit der diesjährigen Dakar bei den Autos ist sicherlich das X-Raid Team mit dem 3 maligen Dakarsieger Stephane Peterhansel. Das X-Raid Team von Sven Quandt ist dann auch unser „halbes Werksteam“ denn wer den Namen Quandt kennt, weiß das die Quandt-Familie größer Anteilseigner von BMW ist. So startete X-Raid in den vergangenen Jahren auf BMX X3 um dieses Jahr auf Mini’s umzusteigen.

Verfolger der Favoriten ist Robby Gordon mit seinem Hummer Team, mit seinem monströsen Hummer H3 konnte er in den vergangenen Jahren einige Achtungserfolge erzielen, hatte jedoch auf Grund vieler technischer Probleme und vor allem Aufgrund des Heckantriebs gegen die Top Teams keine Chance. Dieses Jahr, ohne VW, rechnet sich Gordon aber gute Chancen auf ein besseres Ergebnis aus, zudem konnte er wenige Tage vor Start der Rally mit Nasser Al Attiyah den Sieger der letztjährigen Dakar (da noch auf VW und 2009 bei X-Raid der VW-Schreck) für sein Team in einem zweiten Hummer H3 verpflichten.

Mit Giniel de Villiers startet ein weiterer ehemaliger Dakar Sieger des VW-Werksteams in einem Neuen Team, in diesem Fall in einem Nagelneuen Toyota Hilux. Ihm werden wohl eher Außenseiterchancen eingeräumt, doch schon kurz nach dem Start der Dakar wurde klar dass mit de Villiers zu rechnen ist.

Bikes:

Auf den Motorädern tob seit Jahren ein wilder Kampf zwischen Marc Coma und Cyril Depres, die beiden können sich nicht wirklich leiden und so kommt es immer wieder zu unschönen Aktionen. Dies Jahr haben sie ihrem KTM Team Besserung versprochen, nun wir werden sehn was daraus wird.

Francisco Lopez auf seiner Aprilia konnte sich in den letzten Jahren ebenfalls einen Namen machen und ist als Chilene der Lokalmatador mit den meisten Fans an der Strecke.

Trucks:

Das in den letzten Jahren dominante Team Kamaz hat für dieses Jahr ihren Top-Fahrer Wladimir Tschagin (7 Gesamtsiege) verloren und setzt dieses Jahr auf Edouard Nikolaev, ehemaliger Beifahrer Tschagins. Dieser hat jedoch schwer zu kämpfen insbesondere mit dem wiedererstarkten De Roy Team. Mit sehr starken Trucks von Iveco, Tatra und sogar MAN wird es Kamaz dieses Jahr nicht leicht haben die Siegesserien fortzuführen.

Quads:

Das kleinste Starterfeld bieten die Quads, hier haben sich insbesondere die Brüder Petronelli in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht.

Was bisher geschah / Etappe 1-4
Bikes:

Nach den ersten 4 Etappen liegt Depres schon über 8 Minuten vor Coma der wiederum ganze 18 Minuten vor dem drittplatzierten Rodriguez auf Yamaha liegt. Am Ende der ersten Etappe lag Depres noch auf Platz 13, da er die Etappe etwas lockerer angehen wollte um seine KTM zu schonen. Lopez konnte die erste Etappe noch für sich entscheiden, liegt momentan aber fast 30 Minuten hinter der Spitze auf dem vierten Platz.

Cars:

Für Al Attiyah startet die Dakar direkt mit einem Defekt am Motor seines Hummer H3, seit Teampartner und Chef Robby Gordon musst den lahmenden H3 von Attiyah ins Biwak schleppen und das Team musste den Motor über Nacht reparieren damit der zweite Hummer an überhaupt den Start der zweiten Etappe gehen konnte. Nach einer sehr guten zweiten Etappe für Attiyah sieht es nach der 4. Etappe für das Hummer Team düster aus. Gordon verlor 18 Minuten und Attiyah ganze 26, damit liegen die Hummer recht abgeschlagen auf Platz 5 und 7. Nach der 4. Etappe konnte sich Peterhansel die Spitze der Tabelle sichern, nachdem seine Teamkollegen in den ersten Etappen überraschen stark waren. Auf Platz 2 befindet sich überraschenderweise Giniel de Villiers in seinem Hilux, so schnell hatte X-Raid wohl nicht mit der Toyotakonkurrenz gerechnet.

Trucks:

Kamaz hat es tatsächlich schwer auch dieses Jahr an seine früheren Erfolge anzuknüpfen. So richtig kommen die Kamaz nicht in Gang. Einen Etappensieg konnte man zwar erringen, aber bei der nächsten Etappe hat der Kamaz mit der Startnummer 533 von Ardavichus wieder viel Zeit verloren und liegt auf dem 5. Platz. Angeführt werden die Trucks von Gerard De Rooy auf Iveco, dicht gefolgt von Stacy und Biason auf zwei weiteren Ivecos. Etwas größer ist der Abstand dann zum 4. Platz zu Loprais auf seinem Tatra.

Quads:

Die Patronellis konnten sich am Ende der dritten Etappe über Platz 1 und 2 freuen, nach der 4 Etappe musste man sich allerdings Maffei geschlagen geben. Die Klasse wird sich wohl auch zwischen diesen 3 Fahrern entscheiden, da dem 4. Platzierte Sonik schon 38 Minuten auf Platz 3 fehlen. Doch die Dakar ist noch recht lang.

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07:00

Best of 2011 – Teil 6

2011 war ein Motorsport-Jahr, an dessen Ende bei mir leider mehr negative als positive Erinnerungen hängen geblieben sind. Das wird sich 2012 hoffentlich ins Gegenteil umkehren und so wünsche ich auch allen Lesern ein frohes neues Jahr!

Und damit nun zu meinen “Rosinen” – und den weniger schönen Gegenstücken:

Bestes Rennen

Das ist dieses Jahr eine schwierige Kategorie für mich. Sicher waren die 24 Stunden von Le Mans toll und an diese Ausgabe wird man sich noch lange erinnern. Doch um es wirklich als „bestes Rennen“ für mich zu qualifizieren, gab es zu viele schwere Unfälle und zu viele lange Safety Car-Phasen, die das Rennen immer wieder beeinflusst haben. In der Formel 1 hat mich das DRS einfach zu sehr genervt, als dass ich irgendeines als das beste des Jahres küren könnte.

Aber zwei andere Formel-Rennen haben mir dieses Jahr viel Spaß gemacht: zum einen war da das IndyCar-Rennen in Iowa, in dem Marco Andretti nach einem tollen Rennen und harten Kampf mit Tony Kanaan endlich seinen zweiten Karriere-Sieg einfahren konnte (ausführliche Highlights a

Tags: Motorsport

January 04 2012

07:22

Best of 2011 – Teil 5

Der fünfte Teil des „Best of 2011“ schließt die vergangenen zwölf Monate erneut fast ausschließlich mit V8-Sound ab, denn es gibt einen exklusiven Rückblick auf den NASCAR Sprint Cup. Zunächst aber wünsche ich allen Lesern und Kollegen ein frohes neues Jahr 2012 im RacingBlog.

Bestes Rennen
Weil im Sprint Cup der NASCAR pro Jahr immer 36 Saisonrennen auf die hartgesottenen Fans warten, fällt die Wahl hier nicht so leicht. Deswegen, und weil auch eine Top5-Platzierung meist wie ein Sieg gefeiert werden kann, habe ich mich für eine Liste der besten fünf Rennen entschieden:

Eine herausragende Platzierung erhält allerdings das wahnsinnig spannende Saisonfinale in Homestead, in welchem Tony Stewart zwei Mal vom Ende des Feldes nach vorne fahren musste, um das Rennen und die Meisterschaft zu gewinnen. Der Sieg war bitter nötig, denn Carl Edwards machte in den Schlussrunden auf Rang 2 liegend mächtig Druck von hinten und am Ende trennten NULL Punkte die beiden Konkurrenten, was den Tiebreaker in Form von 5:1 Saisonsiegen für Stewart zum Einsatz brachte. Das komplette Rennen gibt es bei YouTube:

Die weiteren 4:

- Atlanta mit dem Schlusskampf zwischen Jeff Gordon und Jimmie Johnson

- Watkins Glen, wo Marcos Ambrose endlich seinen ersten Cup-Sieg holen konnte und wie auf Rundkursen üblich, auch eine Menge Action den Nachmittag des wegen Regen verlegten Rennens bestimmte.

- Daytona 500 (Überraschungssieger Trevor Bayne) und Coca-Cola 600 (mit Harvick vor einem trockengelaufenen Dale Earnhardt Jr.) müssen sich in diesem Jahr einen Platz teilen.

- Dazu geht dieses Jahr ausnahmsweise ein Platz der Top5 an die Nationwide Series, die auf der Road America ein echt geniales und spannendes Rundkursrennen ablieferten, welches zunächst Jacques Villeneuve beim Kamikaze-Fahren zeigte und später nach Rennende einen unklaren Sieger aufwies.

Das komplette Rennen gibt es auch bei YouTube:

Bestes Finish
Der Pokal für das beste Finish geht erneut nach Talladega, dieses Mal allerdings an das Frühjahrsrennen. Zwar stand dieses Mal wenigstens direkt ein Sieger fest, doch der Abstand von Jimmie Johnson auf Clint Bowyer betrug lediglich zwei Tausendstelsekunden, womit die beiden Piloten das engste Finish der NASCAR-Geschichte zwischen Kurt Busch und Ricky Craven in Darlington 2003 egalisierten. Wahnsinn, wo auch immer Jimmie Johnson da auf den letzten Metern noch herkam, bedanken darf er sich jedenfalls bei Dale Earnhardt Jr.

Bester Fahrer
In diesem Jahr konnte tatsächlich jemand anderes als Jimmie Johnson die Meisterschaft gewinnen und hat sich damit neben der Cup-Trophäe auch diesen Titel aufrichtig verdient. Mit fünf Siegen in zehn Chase-Rennen tritt Tony Stewart an dieser Stelle die würdige Nachfolge des Dauermeisters an, denn wer nach 36 Saisonrennen ganz oben steht, der sollte im Normalfall auch zum besten Fahrer des Jahres gewählt werden.

Bestes Team
Stellvertretend für seine Mannschaft kann Teamchef Tony Stewart auch diese Auszeichnung in Empfang nehmen, denn Stewart-Haas Racing gelang nach einer äußerst mäßigen Regular-Season (nur drei Top5s und elf Top10s) ein wahnsinniger Umschwung. Wie erwähnt gewann die Truppe von zehn Chase-Rennen ganze fünf und holte zudem in den übrigen fünf noch ein Top5- sowie drei Top10-Ergebnisse. Damit hat man tatsächlich von allen Teams am besten auf die schwächelnde Performance an der Strecke reagiert, denn andere Mannschaften kamen dieses Jahr nicht so gut klar.

Gerade Hendrick Motorsports (5 Siege) und Richard Childress Racing (6 Siege) bauten massiv ab, während Earnhardt-Ganassi Racing geradezu grandios unterging. Auch von Joe Gibbs Racing (5 Siege) sowie Penske Racing (5 Siege) sah man nicht durchgehend Top-Leistungen, wobei aber Brad Keselowski schon eine beeindruckende Performance nach seinem Knöchelbruch hinlegte. Zählt man nun noch die fünf Erfolge von Roush-Fenway Racing hinzu, welches meines Erachtens 2011 das einzige konkurrenzfähige Chase-Team war, zeigt sich die außergewöhnlich enge Stärkeverteilung in diesem Jahr. Da bleibt nur zu hoffen, dass diese sich im Sinne der Spannung auch in der neuen Saison fortsetzen kann.

Überholmanöver des Jahres
Da die NASCAR mit Überholmanövern zum Glück nicht so knapp kalkuliert wie andere bekannte Rennserien, picke ich in diesem Jahr wieder stellvertretend eine Sequenz für diese Auszeichnung heraus: Tony Stewart überholte beim Saisonfinale in Homestead fast zwei Mal das komplette Feld inkl. einiger Three- und Four-Wide-Aktionen. Auf dem Weg zum Titel waren das beim letzten Rennen des Jahres insgesamt 118 Übermanöver alleine von Smoke – wirklich spektakulär!

Freunde des Jahres
Der Titelkampf 2011 verlief jederzeit äußerst fair, sodass dieser Pokal an die „Konkurrenten“ Tony Stewart und Carl Edwards geht. Beide Fahrer sind bekanntlich keine Kinder von Traurigkeit und können schon mal ordentlich austeilen. Schön, dass Smoke und Cousin Carl sich in dieser Saison schon rechtzeitig vorab darauf verständigt haben, das Duell mit Federhandschuhen zu führen.

Feinde/Duell des Jahres
Nachdem ich im letzten Jahr noch zwei Pärchen (Brad Keselowski vs. Carl Edwards / Jeff Burton vs. Jeff Gordon) für diesen Preis nominieren konnte, räumt dieses Mal Kyle Busch alles ab. 2011 kämpfte er im Alleingang vs. Vernunft, Rennleitung, Ron Hornaday sowie Kevin Harvick und verlor dadurch fast sein Cup-Cockpit. An dieser Stelle gibt es noch zwei Szenen aus Kyle Buschs persönlichem Best-Of:

Szene des Jahres
An dieser Stelle muss ich mich trotz der zuvor genannten und noch folgenden (Der Mann bleibt im Gespräch!) Kyle-Busch-Eskapaden ausnahmsweise bei den Kollegen der IndyCar Series bedienen, die 2011 eindeutig die Szene des Jahres geliefert haben…

… aber natürlich nur, weil Kyle Busch sich in diesem Jahr mit Stinkefingern bedächtig zurückhielt!

Wobei ich mich gerade schon frage, was so ein oder zwei Finger DIREKT in Richtung der NASCAR-Rennleitung um Cup-Direktor John Darby bewirkt hätte/n. Mir fallen da sofort die schönen Worte „Actions detrimental to the sport“ ein, wobei die Bestrafung natürlich komplett im Ermessen der Diktatur um Brian France und Mike Helton liegen würde. Will Power hätte man vermutlich bis zum Saisonende gesperrt und auch Sponsor Verizon auf dem Rennanzug hätte sich in der NASCAR eher im gegenseitigen Einvernehmen vom Australier getrennt als bei den IndyCars.

Kostenpunkt des Jahres
In dieser Saison geht der Kostenpunkt des Jahres an den Phoenix International Raceway, der für 12 Millionen US-Dollar neu asphaltiert und leicht umkonfiguriert wurde. Damit war der frische Streckenbelag für satte acht Millionen $ weniger zu haben als jener von Daytona im Jahr 2010, wobei Phoenix natürlich auch weniger als halb so lang wie der berühmte Superspeedway ist. Alles in allem hat sich dieser Kostenpunkt aber gelohnt und uns ein spannendes Chase-Rennen mit dem vorerst letzen Red-Bull-Sieg als Abschluss geboten.

Schönster Moment des Jahres
Als schönsten Moment des Jahres empfand ich den Sieg von Trevor Bayne beim Daytona 500 (Finale oben verlinkt). Für den jungen Nachwuchs-Piloten war das sicherlich eine tolle Sache und eine gute Gelegenheit, auch in Zukunft in aller Munde zu bleiben. Vielleicht bekommt er ja nach seiner Teilzeit-Saison bei den Wood Brothers demnächst noch bessere Gelegenheiten, seine Karriere nach dem ersten Sieg im erst zweiten Cup-Rennen (und dann auch noch dem größten) weiter zu pushen.

Überraschung des Jahres
Die Premieren-Sieger waren sicherlich die größte Überraschung, denn anders als in den Jahren zuvor, zeigte sich die Leistungsdichte im Cup-Feld von 2011 ziemlich komprimiert, sodass auch Fahrer wie Trevor Bayne (Daytona 500), Regan Smith (Darlington), David Ragan (Daytona 2), Paul Menard (Indianapolis) und Marcos Ambrose (Watkins Glen) (endlich) zu Siegerehren kamen.

Zusätzlich muss man hier den Erfolg von Kasey Kahne im vorletzten Rennen von Red Bull Racing in Phoenix auflisten. Zwar war Kahne schon einige Male 2011 dicht an der Victory-Lane vorbeigefahren, doch nach der Bekanntgabe des Ausstiegs hatte keiner mehr mit siegfähiger Performance gerechnet. Denn wozu noch Geld verbrennen, wenn man eh gehen will?

Eine weitere Überraschung war sicherlich, dass Brad Keselowski – ähnlich wie 2010 schon Denny Hamlin – direkt nach seiner Verletzung bereits wieder konkurrenzfähig sein konnte und sofort einige Siege einfuhr.

Enttäuschung des Jahres
Der RaceBuddy bekommt von mir den Preis für die größte Enttäuschung des Jahres: Es sollte endlich (pünktlich zum Chase) einen netten Livestream geben, welcher sich auch während der TNT-Summer-Series schon bei der Onboard-Mitfahrt von Juan Pablo Montoya in Sonoma rentiert hatte. Leider gab es wegen der Sprint-Werbungen bereits nach dem ersten Chase-Rennen ein Geoblocking, wobei ich auch gut auf die Spots hätte verzichten können.

NASCAR versucht ja derweil zum Glück, die Internet-Rechte bis Ende 2012 von Ted Turner zurückzukaufen, damit wir ab 2013 dann hoffentlich auch eine ordentliche Lösung für alle internationalen Fans geboten bekommen.

Wie auch immer, den Preis für die menschliche Enttäuschung bekommen 2011 auf jeden Fall die Busch-Brüder!

Langweiligstes Rennen
Ebenso wie bei den besten Rennen, „ehre“ ich hier fünf Saisonläufe mit der Goldenen Himbeere im Bereich Spannung. Weil es um Langeweile geht, liste ich diese fünf Rennen auch nur auf:
- Texas 1
- Dover 1
- Pocono 1
- Michigan 1 & 2
Auch Phoenix 1 war irgendwie nicht so toll, während ausnahmsweise Fontana in diesem Jahr während der zweiten Rennhälfte einen spannenden Dreikampf zwischen Kevin Harvick, Jimmie Johnson und Kyle Busch zu bieten hatte.

Racecontrol-Moment des Jahres
Alle Jahre wieder bekommen die NASCAR-Offiziellen diesen Preis, 2011 für ihre Interaktion mit – natürlich wieder – Kyle Busch, womit er in diesem Artikel dann auch am meisten genannt wurde, wenngleich auch eher zweifelhaft. 2010 schrieb ich:

Wenn die NASCAR-Offiziellen einmal eingreifen, dann auch verdammt konsequent und mit harter Hand. Die beste Story dafür lieferte 2010 Kyle Busch mit seinem Stinkefinger gegen einen NASCAR-Verantwortlichen, der ihn wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung in der Boxengasse festhielt, wodurch Busch seine dadurch gewonnene Runde wieder verlieren sollte. Für diese Aktion gab es dann gleich noch zwei Runden Rückstand aufgebrummt.

Für eine aktuelle Version bitte „2010“ durch „2011“, „Stinkefinger“ mit „Revanchefoul“, „einen NASCAR-Verantwortlichen [...] sollte“ durch „Ron Hornaday“ und „zwei Runden Rückstand“ mit „eine Sperre für das komplette Restwochenende“ ersetzen.

Spruch des Jahres
Es fällt mir etwas schwer, mich an alle Zitate des Jahres zu erinnern, aber einer der besten Sprüche war sicherlich dieser hier:

“It’s important for people to understand the nature of what we’ve done,” [Bud] Denker said. “It’s a mutual separation. Kurt [Busch] came to the conclusion and we have as well that it’s time to move on. Kurt has been a terrific driver for us. He’s a friend. “

Wer mag, kann ja noch einige Aussprüche in den Kommentaren ergänzen.

Glückspilz des Jahres
Nach Jack Roush 2010 geriet im vergangenen Jahr auch Rick Hendrick im Luftverkehr in Probleme, kam jedoch zum Glück bei der Notlandung mit einigen Knochenbrüchen davon. In der NASCAR gingen 2011 alle Unfälle halbwegs glimpflich aus, denn wenn ich mich richtig erinnere, erlitt lediglich Brad Keselowski einen Knöchelbruch bei einem ziemlich heftigen Abflug in Road Atlanta, wo er für einen Rundkurstest unterwegs war. In anderen Rennserien hatten dieses Jahr einige Fahrer leider weit weniger Glück…

Wünsche für 2012
Meine Wünsche für das neue Jahr bleiben daher exakt dieselben wie in der abgelaufenen Saison, nur mit der ergänzenden Bitte, dass sie sich 2012 auch erfüllen mögen:

Für das neue Jahr wünsche ich mir in Anbetracht der genannten Glückspilze eine sichere Saison [2012] für alle Motorsportserien auf der ganzen Welt.

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