Tumblelog by Soup.io
Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

June 15 2017

11:15

Vorschau 24 Stunden von Le Mans 2017: GTE-Am und Rahmenprogramm


Die LMGTE Am ist dank ihrer 16 Nennungen die zweitgrößte Klasse des diesjährigen Feldes und gilt als sportlicher Geheimtipp. Zusätzlich zu den namensgebenden Amateuren werden wieder diverse bekannte Profis als Lückenfüller fungieren und die Liebhaber des Le Mans-Sportes tatkräftig unterstützen. Da diese Division zudem ein Sammelbecken von Gaststartern ist, wird ein ziemlich offener Klassenkampf erwartet. Das Rahmenprogramm enthält neben der ‘Road to Le Mans’ auch ein Porsche Carrera Cup-Sonderevent mit Teilnehmern aus diversen nationalen Cups. Le Mans und seine Amateure Was die 24 Stunden von Le Mans ohne Amateure wären? Möglicherweise gäbe es sie nicht mal! Im Jahre 1922 trafen sich drei Männer am Rande des 17. Pariser Autosalons, um über eine Idee zu diskutieren, welche das Gesicht des Motorsports nachhaltig ändern sollte. In einer Zeit, in der fortschrittsgetriebene Rennwagen und der Grand Prix-Sport florierten, wollten sie quasi das Gegenteil ausprobieren: ein Langstreckenrennen mit alltäglichen Tourenwagen. Der Standort war schnell...

The post Vorschau 24 Stunden von Le Mans 2017: GTE-Am und Rahmenprogramm appeared first on Racingblog.

06:00

24h von Le Mans 2017: Vorschau LMP2


Wieder stellt die LMP2 das größte Feld aller vier Kategorien in Le Mans: 25 Autos, und sie sind schneller, als es die „kleinen“ Prototypen jemals waren: vielleicht ist am Ende sogar ein Gesamtpodium für den LMP2-Klassensieger möglich… Auch 2017 bietet uns die LMP2-Klasse mit ihrem Pro-Am-Konzept wieder einen bunten Mix aus jungen Nachwuchsfahrern, alten Hasen, prominenten früheren Werks- oder F1-Fahrern und den sogenannten „Gentlemen Drivers“, reichen Privatmännern, die das Rennfahren als Hobby für sich entdeckt haben. Oft sind letztere es, die die Teams finanzieren und damit den Youngstern überhaupt erst die Möglichkeit geben, auf großer Bühne ihr Talent zu zeigen. Was fehlt, sind in diesem Jahr leider weibliche Pilotinnen… Die vor zwei Jahren eingeführte LMP3-Klasse hat in den letzten zwei Jahren dafür gesorgt, einigen früheren Nachwuchs-Hoffnungen, die zwischenzeitlich abgetaucht waren, wieder einen Weg zurück in den Top-Motorsport zu bieten. Kurz zur Erklärung für Le Mans-Neulinge: in jeder Dreier-Besetzung muss mindestens...

The post 24h von Le Mans 2017: Vorschau LMP2 appeared first on Racingblog.

June 14 2017

13:45
10:00

NASCAR: Analyse Pocono Juni / Vorschau Michigan Juni 2017


Ein zunächst zähes Rennen in Pocono entwickelte sich zu einem Strategiekrimi. Am Ende musste Kyle Busch erneut Vorfahrt gewähren und verhalf Ryan Blaney zu seinem ersten Cup-Erfolg. Den bekam Blaney aber nicht geschenkt, er musste knallhart gegen Kevin Harvick verteidigen. Für eine Schrecksekunde sorgte Jimmie Johnsons Bremse. Analyse Pocono Juni 2017 Wenn sich die Saison für Kyle Busch so fortsetzt, ist er vermutlich der nächste Pilot, der seinen Rücktritt erklären wird. Spaß beiseite, aber so langsam kann ich ihn verstehen. Pocono war nun das wievielte Rennen des Jahres, das er mehr oder weniger dominierte und am Ende doch verlor? Bei nur vier Cautions (zwei davon für die Stage-Wechsel) konnten die Teams das Benzinfenster vom Rennende her angehen, ohne dabei großartig auf Behinderungen zu stoßen. Stage 1 gewann Busch souverän, da er bereits früh einen ersten Boxenstopp unter grüner Flagge absolvierte. Das Hauptfeld kam erst gegen Ende der Stage zum Nachfassen...

The post NASCAR: Analyse Pocono Juni / Vorschau Michigan Juni 2017 appeared first on Racingblog.

June 13 2017

23:30

Racingblog Podcast: Le Mans 2017


Die Zeit ist ja wie im Fluge vergangen, Weihnachten steht vor der Tür! Die alljährliche vierundzwanzigstündige Hatz in Le Mans steht an, Highlight für uns im Blog und traditionell gibt es eine ausführliche Vorschau zum Anhören. Unsere Spezialisten Don, Flo, Stefan und Phil stehen für eine angemessene Vorbereitung zur Verfügung und gehen noch einmal die wichtigsten Teams aller Klassen, alle Neuerungen, die aktuelle Technik durch und geben auch noch fundierte Tipps für die jeweiligen Sieger ab.

The post Racingblog Podcast: Le Mans 2017 appeared first on Racingblog.

15:00

24h Le Mans 2017: Vorschau GTE-Pro


In der GTE-Pro dürfte es dieses Jahr hoffentlich etwas interessanter zu gehen, als noch im letzten Jahr. Immerhin hat Porsche kräftig nachgerüstet. Aber wird das reichen? Das letztjährige Rennen der GTE-Pro war ein einziges Politikum. Weil Ford, anlässlich des 50. Jubiläums ihres ersten Sieges 1966, mit dem GT wieder in Le Mans antrat, schraubte der ACO die BoP wohlwollend in Richtung der Amerikaner. Eigentlich war die Idee des ACO, dass sich die vier Ford GT mit den Ferrari auseinandersetzen. Den Rest „boppte“ man aus der Konkurrenz. Wobei man sagen muss, dass Porsche nicht wirklich anwesend war. Aber die Corvette und die Aston durften nur dabei sein. Das führte dann nicht gerade zu den besten Rennen, die Le Mans in der GTE bisher gesehen hat, zu mal die Ferrari schnell aus dem Rennen waren. Immerhin wehrte sich der Risi Ferrari gegen die Übermacht der Ford und kam am Ende auf P2....

The post 24h Le Mans 2017: Vorschau GTE-Pro appeared first on Racingblog.

11:30

BTCC: Analyse Croft 2017


Mit einem Sieg und zwei zweiten Plätzen war Ashley Sutton der dominierende Mann der drei BTCC Läufe am vergangenen Wochenende in Croft. Colin Turkington und Mat Jackson holten sich ebenfalls je einen Sieg. Ein schwerer Unfall mit drei verletzten Fahrern im Zeittraining überschattete jedoch das Rennwochenende. Dass Ashley Sutton nach seinem Sieg in Oulton Park auch in Croft in Bestform ist, untermauerte er bereits in den verregneten freien Trainings am Samstag als er in beiden Sessions das Zeitentableau anführte. Auch zur Qualifikation hatte der Regen nicht nachgelassen und bereits nach den ersten gezeiteten Umläufen fand sich der Subaru-Pilot erneut an der Spitze wieder. Die Jagd um die Pole Position geriet nach acht Minuten jedoch zur absoluten Nebensache als der wohl schwerste Unfall in der BTCC seit Jahren passierte. Durch eine von Luke Davenport gelegte Ölspur im schnellen Barcroft-Rechtsknick flogen auf der ohnehin schon regennassen Strecke insgesamt elf Fahrzeuge bei hoher...

The post BTCC: Analyse Croft 2017 appeared first on Racingblog.

07:00

IndyCar: Analyse Rainguard Water Sealers 600


Will Power gewann am Samstagabend das Rennen in Fort Worth. Oder wie es die IndyCar Series ausdrückte: “Will Power survived a wild night of racing at Texas Motor Speedway, winning the Rainguard Water Sealers 600 in a race that ended under caution.” Man könnte jetzt meinen, dass die PR-Abteilung ein wenig dick aufgetragen hat. Leider ist „Überleben“ schon genau der richtige Begriff. Das „wild night of racing“ ist hingegen eine sehr beschönigende Version für einen chaotischen Rennverlauf: 23 Führungswechsel, 9 Gelb-, 1 Rotphase, 11 Strafen, 6 Wagen in der Führungsrunde im Ziel. Dazu kamen noch massive Reifenprobleme, die zwar nicht direkt zu Unfällen führten, aber die Rennleitung zwang einen Pflichtreifenwechsel nach 30 Runden für alle Teams anzuordnen. Bei den Testfahrten am 12. April trat keine Blasenbildung auf den Reifen auf. Gerade zu Rennbeginn waren die Temperaturen der Strecke aber auch deutlich höher als noch im April. So eine Regeländerung mitten...

The post IndyCar: Analyse Rainguard Water Sealers 600 appeared first on Racingblog.

June 12 2017

19:00

24h von Le Mans Vorschau LMP1


In der Klasse um den Gesamtsieg gibt es nach dem Rückzug von Audi nur noch 2 Hersteller und insgesamt 6 Fahrzeuge. Dies stellt die geringste Anzahl an Startern in der Historie der Klasse dar. Es war vor ziemlich genau 6 Jahren, als ein Zweikampf dafür sorgte, dass ich mich in dieses Rennen und die Autos, die LMP1 ein bisschen verliebt habe. In einem beinharten und packenden Rennen konnte damals Audi Peugeot um genau 13 Sekunden schlagen. Dies war mit einer der engsten Entscheidungen die ich bis dato je gesehen habe, als sich diese 2 Hersteller und insgesamt 6 Autos so eng bekämpften. In 2017 stehen die Vorzeichen in etwa ähnlich. Mit Toyota und Porsche haben wir wieder ein Duell mit insgesamt 5 Fahrzeugen, welches seit 203 wieder das erste ihrer Art ist, denn der dritte Hersteller Audi ist Ende 2016 aus der WEC und Le Mans ausgestiegen. Im Vergleich zu...

The post 24h von Le Mans Vorschau LMP1 appeared first on Racingblog.

11:00

Formula E: Analyse Berlin ePrix – Licht und Schatten für Mahindra


Das Rennergebnis liest sich sehr gut für das indische Mahindra-Team – Ränge 1 und 3 am Samstag, 2 und 10 am Sonntag. Doch es hätte so viel besser sein können, denn Mahindra hatte eindeutig das beste Paket nach Berlin zum Doubleheader auf dem Tempelhofer Flughafen-Vorfeld gebracht. Etwas Glück am Samstag, als Rosenqvist von di Grassis überhitzter Batterie profitierte und so gewinnen konnte, viel Pech am Sonntag, als Nick Heidfeld ein Defekt die Quali versaute und ein Team-Patzer beiden das Rennen.    Das gegenüber 2015 stark überarbeitete Streckenlayout erwies sich als gelungen, hier hat der FE-Streckendesigner Rodrigo Nunes gute Arbeit geleistet. Überholen war an mehreren Stellen der Strecke möglich, insbesondere die „Schneckenkurven“-Passage sorgte für mehr Action, als ich es vorher erwartet hatte. Die Betonplatten des Flughafen-Vorfelds haben ihr Übriges dazu getan, indem sie die Fahrzeuge des Öfteren ins Rutschen brachten. Auch der für den „e-motion“-VIP-Club aufgebaute Tunnel-Pavillon war eine nette Addition,...

The post Formula E: Analyse Berlin ePrix – Licht und Schatten für Mahindra appeared first on Racingblog.

06:23

Formel Eins: Analyse GP von Kanada 2017 – Back to normal


“A walk in a park” nannte der Ingenieur von Lewis Hamilton dessen Rennen. Und das war es auch für den Briten, aber auch für Mercedes generell. Bei Ferrari lief dagegen einiges schief. 35 Sekunden Vorsprung auf Daniel Ricciardo in P3 und Vettel in P4. Das klingt schon wieder nach den alten Zeiten der Mercedes-Dominanz. Und in der Tat waren die Deutschen am Wochenende tatsächlich nicht zu schlagen. Beeindruckend war schon die Quali, in der Hamilton seinem WM-Konkurrenten gleich mal vier Zehntel abnehmen konnte. Damit hatte man vor dem Rennen nicht gerechnet. Denn die Vorzeichen sprachen eigentlich für Ferrari. Die weichsten Reigen, relativ hohe Temperaturen – da sollten die Italiener einen kleinen Vorteil haben. Es war auch nicht so, dass sich Ferrari schwer tat. Außer Räikkönen, der zwischendurch das Setup wechselte, schien alles planmäßig zu verlaufen. Weder das Team, noch Vettel beklagten sich. Tatsächlich machte es mehr und mehr den Eindruck,...

The post Formel Eins: Analyse GP von Kanada 2017 – Back to normal appeared first on Racingblog.

June 11 2017

10:00

24 Stunden von Le Mans 2017: Duell an der Sarthe


Über die letzten drei Jahren haben uns die 24 Stunden von Le Mans sehr verwöhnt: mit Audi, Toyota und Porsche waren drei Hersteller am Start, die allesamt große finanzielle und personelle Ressourcen in die Entwicklung ihrer High Tech-Prototypen gesteckt und uns damit drei hochspannende Rennen beschert haben, nicht zuletzt im Vorjahr mit der dramatischen Schlussphase, als Kazuki Nakajimas führender Toyota drei Minuten vor Schluss auf der Start/Ziel-Geraden strandete. 2015 war mit Nissan sogar ein vierter Hersteller werksseitig engagiert, die Zukunft der 24 Stunden von Le Mans wirkte plötzlich besonders rosig – doch der hochexperimentelle Fronttriebler in Verbindung mit einem vergleichsweise geringen Budget und vielen externen Zuliefer-Elementen erwies sich als grandioser Fehlschlag. Nun ist nicht nur Nissan raus, sondern im Zuge der Diesel-Affäre des VW-Konzerns musste auch Audi das Feld räumen, nachdem die Ingolstädter seit 2000 das Zugpferd des Rennens waren. Die Zukunft sieht plötzlich deutlich herausfordernder aus für die Organisatoren...

The post 24 Stunden von Le Mans 2017: Duell an der Sarthe appeared first on Racingblog.

June 09 2017

06:00

Formula E: Vorschau Berlin ePrix – Zurück in Tempelhof


Auch in ihrer dritten Saison kommt die Formula E wieder nach Deutschland, zum ersten Mal gleich für zwei Läufe. Wird jemand Sebastien Buemis Durchmarsch Richtung Titel stoppen können? Die Formula E bleibt Berlin treu, wechselt aber wieder den Standort – „zurück auf Los“, auf den berühmten früheren Flughafen Tempelhof, Drehkreuz der Luftbrücke zu Zeiten der deutschen Teilung. Gebaut unter dem Nazi-Regime als Repräsentationsobjekt für den fortschrittlichen deutschen Staat war er zeitweise das flächengrößte Gebäude der Welt. Und nun wird zum zweiten Mal die Formula E auf dem Vorfeld ihr Rennen austragen – beziehungsweise in diesem Fall sogar zwei Läufe, denn man wird einen „Doubleheader“ fahren: Samstag und Sonntag je einmal das komplette Programm mit Quali am Mittag und Rennen am Nachmittag. Neue Streckenführung Die gewaltige betonierte Fläche des Flughafen-Vorfeldes lässt den Streckenplanern mehr Raum für Kreativität – aber das muss nicht zwingend zu einem besseren Ergebnis führen. Das erste Rennen...

The post Formula E: Vorschau Berlin ePrix – Zurück in Tempelhof appeared first on Racingblog.

June 08 2017

09:03

Roger Waters - Is This the Life We Really Want?

Roger Waters - Is This the Life We Really Want?

8. Juni 2017 11:03:58 MESZ 8. Juni 2017 11:03:58 MESZ
DonDahlmann

Fear, fear drives the mills of modern manFear keeps us all in lineFear of all those foreignersFear of all their crimesIs this the life we really want? Roger Waters ist ein Besessener. Klar. Jemand, der seine Kindheit, seine Therapien und seine Ängste 16 Jahre lang innerhalb einer Band ausgelebt und bombastisch in Alben öffentlich gemacht hat, ist besessen. Nach dem Bruch mit Pink Floyd hat seine Besessenheit nicht nach gelassen, wohl aber sein musikalischer Output. Aus parallel zum „The Wall“ Album entwickelten Material bastelte Waters 1983 "The Pros and Cons of Hitch Hiking“. 1987 folgte das stark vom Thatcherismus der 80er geprägte "Radio K.A.O.S.“. 1992 folgte dann „Amused to Death“, sein bisher vielleicht bestes Solo-Album. Er packt seine Gesellschaftskritik rund um die Geschichte von Billy Hubbard, einem Soldaten des Ersten Weltkriegs, der im Kampf fiel. Das ganze Thema Krieg (erster Irak-Krieg) TV und Demokratie arbeitet Waters in einer musikalischen Orgie auf, perfekt aufgenommen mit einer ganzen Armada von Stars als Gastmusikern. „Amused to Death“ ist auch 25 Jahre nach seiner Veröffentlichung ein Statement, eines der besten Alben der 90er Jahre und bis heute sind die meisten Texte, trotz Internet und den veränderten sozialen wie politischen Umständen, zeitlos geblieben. Und dann - 25 Jahre nix, außer einer Oper. Und natürlich unzähligen „The Wall“ Touren. Von irgendwas muss der Mann ja leben. Roger Waters wird dieses Jahr 74 Jahre alt. Das ist jetzt nicht gerade jung. In dem Alter verzettelt sich so mancher Star in sein Alterswerk. Um so erstaunlicher ist dann dieses neue Album, weil es genauso von seiner Besessenheit und seinem Zorn lebt, wie bei „Animals“ oder wie beim sehr politischen „Final Cut“ vor 34 Jahren. Vielleicht hat sein Alter ein bisschen was abgemildert, aber viel war es nicht. Waters nimmt sich in dem 60minütigen Album alle und alles vor. Die Imperialisten, die Neoliberalen, die Lügner, die Klimavergifter, die Reichen, den Krieg der Dronen, die Terroristen und die gesamte Menschheit. And every time a student is run over by a tankAnd every time a pirate’s dog is forced to walk the plankEvery time a Russian bride is advertised for saleAnd every time a journalist is left to rot in jailEvery time a young girl’s life is casually spentAnd every time a nincompoop becomes the presidentEvery time somebody dies reaching for their keysAnd every time that Greenland falls in the fucking sea is becauseAll of us, the blacks and whites […] (er zählt da noch weitere auf) Wie immer, wenn man ein Album von ihm hört, schwingt da eine Menge Pathos mit. Waters gibt es nicht ohne Pathos, ohne den „Da, schau hin“ Anspruch. Der ist etwas aus der Mode gekommen. Vermutlich, weil Roger Waters und viele andere recht damit haben, wenn sie sagen, dass man es nichts mehr sieht, nichts mehr sehen will, weil man nichts mehr sehen kann. Weil die Bilder von verhungernden Menschen, an Stränden angeschwemmten Kinderleichen und plattgewalzten oder in die Luft gesprengten Gliedmaßen uns einfach nicht mehr erreichen können. Weil wir abgeschaltet haben. Um selber weiterleben zu können. Aber anklagender Pathos ist unbequem, weil er daran erinnert, dass man ja selber auch nicht immer viel besser ist. And if I were a dronePatrolling foreign skiesWith my electronic eyes for guidanceAnd the element of surpriseI would be afraid to find someone homeMaybe a woman at a stove Einfach macht es einem Roger Waters mit dem Album inhaltlich also schon mal nicht. Und musikalisch? Waters bleibt auch hier seiner Linie treu. "Is This the Life We Really Want?“ vereint die Pink Floyd der späten 70er und die letzten beiden Solo-Alben von ihm selber. Manche Stücke klingen nach „Oh, das könnte jetzt auch von „Dark Side…“ kommen, manche von „Amused to Death“. Und „Bird in a Gale“ könnte ein Stück von „Animals“ sein. Langweilig werden die Zitate nie. Vielleicht, weil sich Waters hier und da auch woanders bedient. Ein bisschen Jeff Beck, ein bisschen Thom Yorke, aber das ist auch kein Wunder, produziert wurde das Album von Nigel Godrich, der wiederum etliche Alben von Radiohead produziert hat. Das klingt also alles irgendwie ein bisschen bekannt, vor allem das Piano von Waters, manche Riffs und hier und da meint man sogar doch den Einfluss von Gilmore zu hören, auch wenn der gar nicht bei der Aufnahme mitgewirkt hat. Aber Waters verzichtet, anders als bei Pink Floyd oder „Amused to Death“ auf zu viel Bombast. Doch, ja, den kann man hier und da auch hören, aber nur als Andeutung. Wo er früher sich und seine Zuhörer in lange Soli entführte, bricht er heute mit leisen Tönen ab. Fast so, als ob die Musik nicht ablenken soll von den Texten, die vor Metaphern und Andeutungen nur so platzen. Musik und Text erschlagen sich nicht gegenseitig. Es ist fast ein bisschen so, als würde Roger Waters eine Stunde lang vor einem am Tisch sitzen und eine Geschichte erzählen. Was ein großer Unterschied zu „Amused to Death“ ist, wo er sich quasi das Herz rausreisst, untermalt von sehr vielen Streichern, wimmernden Gitarrensoli und dann anklagend fragt, warum man denn immer noch nicht zuhört. "Is This the Life We Really Want?“ ist anders. Die Fragestellung gibt das schon vor. Eine fast sanfte musikalische Untermalung für eine rhetorische Frage. We cannot turn back the clockCannot go back in timeBut we can say "fuck you" Nein, das ist kein leichtes Album. Und nein, auch keins, das gute Laune macht. Es ist ein böses, ein teilweise frustrierendes und trauriges Album, weil man ja weiß, dass Roger Waters ja Recht mit fast allem hat. Der leicht reduzierte musikalische Pathos umschliesst Texte, die zwischen Metaphern und direkter Sprache hin und her pendeln. Wo er irgendwann die Frage stellt, was uns eigentlich von Ameisen unterscheidet. Eine Frage, die schon den Quantenphysiker Werner Heisenberg mal beschäftigt hat. Und keine zufrieden stellende Antwort gefunden hat. Waters findet die auch nicht. Aber untermalt sie in den letzten drei Stücke mit einem zuckersüßen, tragenden, sehr traurigen Klavier neben dem er den Text fast resignierend vorträgt. Das Album ist also eine gute Mischung aus allem, was Waters in den letzten 40 Jahren gemacht hat. Keine Quintessenz, kein Alterswerk, eher eine konsequente Fortführung dessen, was an ihn immer angetrieben habt. Musikalisch vielleicht nicht heranreichend an seine Pink Floyd Zeiten oder an „Amused to Death“, dafür aufgeräumter, klarer, dichter und das, ohne langweilig zu wirken. Es ist ein großes Album. Und das ist vor allem auch deswegen, weil es erstaunlich ist, dass es der 73jährige Roger Waters ist, der überhaupt mal wieder ein großes Konzeptalbum auf den Markt bringt. Und es dem Nachwuchs um die Ohren haut. Man das ist ja nicht mehr gewohnt, dass es sowas überhaupt gibt, ein Album, dass eine Stunde lang eine Geschichte erzählt. Man erfreut sich ja heute schon daran, dass M.I.A. ein vierminütiges Video über Flüchtlinge rausbringt. Geradezu ekstatisch reagieren andere, wenn Kendrick Lamar sich mal einen 7 Minuten Song zusammen sampelt. Das ist alles an sich nicht schlecht, aber weit, weit weg von dem, was Roger Waters kann und leistet. Und das macht das Album so groß. Und so traurig, denn Waters zerlegt mit 73 Jahren und in 60 Minuten einen großen Teil des musikalischen Nachwuchs. Note: Auf Genius Lyrics gibt es die Texte mit Interpretationen (auf die grau unterlegten Felder klicken)

08:47

Racingblog Podcast: Ausgabe vom 7.6.2017


Dauerthema Formel 1 beschäftigt uns natürlich auch dieses Mal mit einer Rückschau auf Monaco und einer Vorschau auf das Rennen in Kanada. Alonsos Ausflug zum Indy 500 ist natürlich auch noch ein paar Worte wert und führt uns in eine kleine Diskussion um Fahrer, die sich auch mal außerhalb ihrer Stammserie präsentieren. Im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit hat sich die WTCC wieder mal was neues überlegt (Joker Laps), da lassen wir uns zu einem kleinen Rant hinreißen. Die 24 Stunden vom Nürburgring schwingen immer noch nach und dieses eher untypisch verlaufene Rennen wird auch nochmal gebührend besprochen. Le Mans Testtag war auch noch und wird kurz angerissen (wir wollen der Le Mans Sonderausgabe ja nicht vorgreifen) und die übliche Vorschau rundet diese Ausgabe wie immer zum Ende ab. Mit dabei Don, Flo, Phil, ThomasB und Andi

The post Racingblog Podcast: Ausgabe vom 7.6.2017 appeared first on Racingblog.

08:01

Formel Eins: Vorschau GP von Montreal 2017


Die Rennen in Montreal waren selten langweilig. Die Strecke bietet Überholmöglichkeiten, lässt gleichzeitig wenig Fehler zu, und dann wäre da noch das Wetter, das gerne mal umschlägt.  Nach dem, aus Sicht von Mercedes, Debakel von Monaco möchte man natürlich gerne zurückschlagen. Ein Sieg von Hamilton wäre auch wichtig, denn der Abstand in der WM beträgt immerhin schon 25 Punkte und Ferrari könnte mit einem weiteren Vettel-Sieg auf 32 Punkte wegziehen. Aber es ist nicht gesagt, dass Mercedes in Montreal die Nase vorne haben wird. Schaut man sich das Rennen in Australien an, wo Ferrari ja gewinnen konnte, dürfte die Sache in Montreal äußerst knapp werden. Zudem scheint der Mercedes Probleme zu haben, die Vorderreifen auf Temperatur zu bekommen. Da die Strecke in Montreal als sanft in Sachen Reifen gilt, könnte dies eher für Ferrari sprechen. Auf der anderen Seite muss man abwarten, welche Updates Mercedes nach Kanada bringt. Nach der Update-Orgie in...

The post Formel Eins: Vorschau GP von Montreal 2017 appeared first on Racingblog.

June 07 2017

18:43

NASCAR: Analyse Dover Juni / Vorschau Pocono Juni 2017


Jimmie Johnson gewann nach 15 Gelbphasen das Caution 400 in Dover und holte damit bereits seinen dritten Saisonsieg. Die Goodyear-Reifen entpuppten sich als größter Schwachpunkt und sorgten so für einige Mauereinschläge. Ein sehenswerter Dreikampf zwischen Johnson, Kyle Larson und Martin Truex Jr. entschädigte allerdings dafür. Analyse Dover Juni 2017 Fast vier Stunden dauerte es, bis am vergangenen Sonntag in Dover ein Sieger feststand. 15 Cautions zerstückelten das Rennen und brachten am Ende einen erneuten Beweis, warum die aktuelle Overtime-Regelung der NASCAR Quatsch ist. Jimmie Johnson wird wohl anders denken und bedankt sich für seinen dritten Saisonsieg. Dabei täuschen seine sieben Führungsrunden über die Tatsache hinweg, dass die #48 fast das gesamte Rennen über in den Top-5 unterwegs war. Nur in der zweiten Stage hatte Johnson große Probleme mit abbauenden Reifen, erwischte dann jedoch eine sehr günstig fallende Gelbphase. Im finalen Sprint setzte er sich gegen Kyle Larson (241) und Martin...

The post NASCAR: Analyse Dover Juni / Vorschau Pocono Juni 2017 appeared first on Racingblog.

06:00

GT3-Report: Unten am Kanal


Die Blancpain GT Series kehrte am vergangenen Wochenende ins belgische Zolder zurück. Audi sollte in beiden Läufen auf dem vier Kilometer langen Traditionskurs dominieren können. Zwar gab es starke Konkurrenz aus den Reihen von McLaren und Mercedes, aber diese scheiterte an sich selbst. Am kommenden Wochenende gastieren die ADAC GT Masters im österreichischen Spielberg, die International GT Open im südfranzösischen Le Castellet und die British GT für ihr Saisonhighlight in Silverstone. Blancpain GT Series Sprint Cup Der 06. Juni 2015 war ein angenehm warmer Samstag im Nordosten Belgiens. Temperaturen um die 22°C und ausbleibender Regen boten perfekte Bedingungen für den Rennsamstag der damaligen Blancpain Sprint Series. In Sichtweite des Albert-Kanals, der Antwerpen mit Lüttich verbindet und direkt an das Streckenareal angrenzt, dominierte das WRT-Duo um Robin Frijns und Laurens Vanthoor. Sowohl in der Qualifikation als auch im Qualifikationsrennen landete man auf Platz eins. Am Sonntag komplettierte man zudem das „Triple“...

The post GT3-Report: Unten am Kanal appeared first on Racingblog.

June 06 2017

07:00

IndyCar: Analyse Chevrolet Detroit Grand Prix


Graham Rahal heißt der strahlende Sieger des Wochenendes. Zum ersten Mal konnte ein Fahrer beide Rennen des Double-Headers in Detroit gewinnen. Beide Duals fielen eher in die Kategorie Taktikklassiker. Graham Rahal war einfach zu stark, sodass keinerlei Spannung beim Kampf um den Sieg aufkommen wollte. Interessant waren immerhin die Strategien, die einige Teams für ihre Fahrer ausgewählt hatten. So kam es auch zu großen Verschiebungen im Feld. Aber auch auf der Strecke kam es zu einigen Überholmanövern, vor allem Kurve 3 wurde gerne genutzt. Trotzdem werden die Rennen nicht wegen des guten Racings in die Geschichte eingehen. Das hat nur Graham Rahal durch seine Leistung erreicht. Dual I Sehr überraschend legte Graham Rahal schon in den Trainings die Bestzeit hin. Bisher war die Saison sehr unauffällig für ihn verlaufen. Vor allem in der Qualifikation hatte er mehrfach größere Probleme und startete entsprechen meist weit hinten. In seiner Qualifikationgruppe war er...

The post IndyCar: Analyse Chevrolet Detroit Grand Prix appeared first on Racingblog.

June 05 2017

14:29

IMSA: Bericht GP von Detroit – Familienangelegenheit


Ein Crash des WRT-Cadillac in der Qualifikation eröffnete der Konkurrenz jede Menge Möglichkeiten. Doch am Ende konnte niemand diese Chance nutzen.  Der Siegeszug der Wayne-Taylor-Mannschaft ging auch in Detroit weiter, aber dieses Mal mussten die Taylor-Brüder etwas mehr arbeiten als in den bisherigen Rennen. Ricky Taylor hatte den Cadillac in der Qualifikation kräftig in die Mauer gestopft, sodass das Team zum einen in der ersten Startgruppe ganz hinten stand, zum anderen musste die Mannschaft den Wagen über Nacht wieder hinbiegen, was zeitlich geradeso passte. Aber der Lapsus von Ricky gab dann den anderen Teams eine Chance auf den Sieg. Die Qualifikation verlief wegen des Unfalls der Taylors chaotisch. Laut den Zeiten hätte der Riley von Visit Florida endlich mal wieder vorne stehen sollen, dahinter der erste Mazda, den man in Detroit durchaus stark erwartet hatte. Auf P3 lag der mal wieder starke Oreca von JDC vor dem zweiten Mazda. Die Action-Express-Mannschaft...

The post IMSA: Bericht GP von Detroit – Familienangelegenheit appeared first on Racingblog.

Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl