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March 11 2012

08:13

Formel Eins: Vorschau 2012 Teil 1: Teams

Wie in jedem Jahr, gibt es auch 2012 unsere große F1 Vorschau. Zunächst sind die Teams an der Reihe, auf die Fahrer gehe ich in einem eigenen Artikel ein.

2012 markiert keine große, aber doch sichtbare Veränderung im Regelwerk der Formel Eins. Sichtbar vor allem an den wohl hässlichsten Formel 1 Wagen seit dem man die Serie kennt. Die Stufe in der Nase resultiert aus dem Wunsch der FIA, die Wagen sicherer zu machen. Die Nasen sind in den letzten Jahren immer weiter noch oben gerutscht, damit die Fahrzeuge mehr Luft unter das Auto bekommen. Gleichzeitig ist so eine hohe Nase aber auch ein Sicherheitsrisiko, wenn es um einen Seitenaufprall geht. Also hat die FIA angeordnet, dass die Nase 10 cm niedriger sein müsse, als vorher, während das Monocoque, also da, wo die Nase angebracht wird, weiterhin die alte Höhe haben darf. So entsteht halt eine Stufe, die einige Team elegant (Lotus), praktisch (Red Bull) oder gar nicht gelöst haben (Der Rest, abgesehen von McLaren und Marussia). Das McLaren keine Stufe hat, liegt daran, dass man das gesamte Monocoque niedriger gebaut. Immerhin gewinnt man damit schon mal recht leicht den Schönheitspreis 2012 in der Formel Eins. Ob die Lösung aber auch schnell ist?

Als Basis der Liste dient Konstrukteurs-Wertung aus dem letzten Jahr.

1. Red Bull [Twitter]
Die Weltmeister der Jahre 2010 und 2011 sollten naturgemäß auch 2012 ganz vorne zu finden sein. Man ging mit einem deutlichen Vorsprung in den Winter und wird den auch nicht komplett eingebüßt haben. Bei den Tests sah Red Bull gut, aber nicht sensationell gut aus. Schnelle Zeiten sah man selten, was viele Gründe haben kann. Der komplett Umbau des Hecks zwei Tage vor Ende der Testläufe stimmt mich aber etwas vorsichtig, was die Form des Teams angeht. Die Chance, dass sich Adrian Newey beim RB8, der im Prinzip eine Evolution des RB7 ist, total verhauen hat, ist sehr gering. Aber die Möglichkeit, dass man noch viel Arbeit vor sich hat und in den ersten Rennen vielleicht nicht ganz vorn steht, ist durchaus da. Aber selbst wenn das der Fall sein sollte: Newey hat in der Vergangenheit immer wieder beweisen, dass er schnell Lösungen für Probleme finden kann und das Red Bull in Sachen Entwicklungsgeschwindigkeit die Nase ganz weit vorne hat.

2. McLaren [Twitter]
In den letzten Jahren sich eine Sache oft wiederholt. Teams, die am Ende der Saison sehr stark aussehen, transportieren dieses Momentum auch in die neue Saison. Das war bei Ferrari (1998), bei Renault (2004) und Red Bull (2009). McLaren sah 2011 nicht schlecht aus und offenbar gibt es etwas, dass ihnen 2012 einen großen Vorteil bringen könnte. Gerüchte besagen, dass schon das 11er Chassis teilweise nach den 13er Regeln, vor alle, was die Front betrifft. Die Briten sind, mal wieder, aerodynamisch einen komplett eigenen Weg gegangen, was bei Tests aber ziemlich gut aussah. Mein Einschätzung (besser Bauchgefühl) sagt, dass McLaren im Moment das Team ist, dass es zu schlagen gilt. Im Team scheint im Moment alles zu stimmen, die Entwicklungsgeschwindigkeit ist auch hoch genug, um mithalten zu können. Für den Saisonstart steht McLaren bei mir ganz oben auf der Liste.

3. Ferrari [Twitter]
Nachdem der letztjährige Einsatzwagen sich als unreparierbar herausstellte, schmiss Ferrari schon ab dem Sommer alles Geld in die Neuentwicklung. Pat Fry, experimentierfreudiger Ex-McLaren-Mann, löste Aldo Costa ab. Dem Chefdesigner warf man vor, dass er nicht mutig genug sei. Heraus gekommen ist der hässlichste Ferrari F1 seit Menschengedenken, der sich bei den Tests als Krücke herausstellte. Fry selber gab zu, dass man nicht mal an ein Podium denken würde, stattdessen soll es im Mai ein großes Update (auch B-Version genannt) geben. Also wieder nichts bei Ferrari? Vorsicht, denn langsam war der Ferrari nicht. Die Probleme liegen beim Reifenverschleiss und beim Abtrieb- aber zumindest letzteres ist etwas, was in den Griff bekommen kann. Dazu kommt, dass die Aerodynamik des F2012 so komplex ist, dass man Probleme mit der Abstimmung hat. Ein Durchbruch ist aber auch hier leicht erreicht. Dennoch: Die ersten Rennen wird Ferrari abschreiben können.

4. Mercedes [Twitter]
Nachdem der W02 noch schlechter war, als sein Vorgänger und man den 4.Platz nur halten konnte, weil Renault letztes Jahr komplett verwachst hatte, ist der W03 auf jeden Fall ein Schritt nach vorne. Der Speed stimmt, die Longruns sehen sehr gut, und das mit allen Reifenmischungen. Einige Beobachter sehen in Mercedes das “dark horse” des Jahres, auf der anderen Seite war der Reifenverschleiss bei den Tests sichtbar zu hoch. Aber dafür meinen einige Journalisten eine einfache Lösung gefunden zu haben: Mercedes sei mit jeder Menge Ballast im Wagen unterwegs gewesen. Tatsächlich kann das stimmen. Gewicht lässt sich relativ leicht aus den Daten rechnen, wenn man weiß, wie viel schwerer der Wagen als normal war. Und der Ballast lässt sich für ein paar Runden auch mal ausbauen. Ich sehe Mercedes im Moment auf Platz 3 und man hat den Abstand nach vorne reduziert. Was mal 1.5 bis 1.7 Sekunden waren, könnten jetzt zwischen 0.8 und 0.5 Sekunden sein. Das reicht noch nicht für Siege, aber auf manchen Strecken für ein Podium. Dazu kommt, dass Mercedes als einziges Team mit einem “passiven F-Duct” am Frontflügel fährt. Bei hohen Geschwindigkeiten wird der Luftstrom und Abtrieb auf dem Flügel unterbrochen und man erreicht eine höhere Endgeschwindkeit. Im Zusammenspiel mit DRS und den langen Tielke-Geraden sollte das ein kleiner Vorteil sein. Fazit: Schlechter geworden sind sie nicht, ein Podium in den ersten Rennen ist durchaus drin.

5. Lotus (Ex-Renault) [Twitter]
Neuer Name, neue Fahrer, neues Auto. Nach dem Irrweg mit dem Frontauspuff hatte Lotus im letzten Jahr schon früh die Flinte ins Korn geworfen und sich ans 2012er Chassis gewagt. Und das offenbar mit Erfolg. Denn bei den Tests zeigte der Lotus einen erstaunlichen Speed. Sowohl in Jerez, als auch in Barcelona war man nicht nur schnell, auch die Longruns waren von fast beängstigender Gleichmäßigkeit bei guten Zeiten. Das kann natürlich alles nur ein “Show Off” gewesen sein. Vielleicht ist Lotus “echte” Zeiten gefahren, während der Rest gemauert hat. Sehen wird man das alles spätestens in Australien, aber der Eindruck, dass Lotus etwas nach vorne aufgeholt hat, ist schon da. Problematisch ist die neue Fahrerbesetzung. Bei Räikkönen weiß man nie was so kommt, Grosjean ist unbestritten schnell, aber auch schwer einzuschätzen. Lotus könnte in der Lage sein, die großen Vier zu ärgern, auch schon zum Saisonstart.

6. Force India [Twitter]
Die Inder liefern seit drei Jahre zwar keine spektakuläre, aber saubere Arbeit ab. Die Autos sind meist Durchschnitt, haben aber den ein oder anderen technischen Kniff, den sich dann andere wieder gerne abschauen. Das wird auch in diesem Jahr nicht anders. Bei den Tests fehlten ein wenig die richtig schnellen Zeiten, was einige Beobachter zu der Vermutung führte, dass FI ein Problem haben könnte. Allerdings gab es da einige Longruns von Hülkenberg, die Top5 Niveau hatte. Man muss bei den kleinen Teams immer etwas vorsichtig sein, in der Analyse. Da man eh nicht um den Sieg fährt, kann es gut sein, dass man einen Wagen konstruiert, der zwar in der Quali um P12 liegt, im Rennen aber dank niedriger Verschleisswerte und konstant schnellen Runden plötzlich um P6 auftaucht. FI ist das Kunststück im letzten Jahr durchaus mal gelungen. Ansonsten erwarte ich da keine großen Überraschungen. Der Kampf mit Sauber, Toro Rosso und so weiter ist so eng, dass man eh nicht viel sagen kann.

7. Sauber [Twitter]
Im Prinzip gilt für Sauber das, was ich über Force India geschrieben habe. Die bisherigen Wagen waren allesamt keine Offenbarung, der siebte Platz im letzten Jahr sogar eine herbe Enttäuschung. Man wäre gerne “best of the rest” mit der Chance, die “Großen” mal zu ärgern. In diesem Jahr hat man sich überraschend von Designer-Wunderkind James Key getrennt und seine Position auch nicht weiter besetzt. Ob das eine Schwächung ist, oder ob die Konzepte von Key einfach nicht zu Sauber gepasst haben und man ohne ihn mehr Ruhe ins Team bekommt, bleibt abzuwarten. Die Testfahren sahen nicht schlecht aus, teilweise war Perez richtig schnell unterwegs. Wie immer bei Sauber sahen die Verschleisswerte recht gut aus, auch hier wird man einige 2-Stopp-Rennen sehen. Der generelle Eindruck ist, dass die Schweizer etwas besser vorbereitet sind, als noch vor einem Jahr.

8. Scuderia Toro Rosso [Twitter]
Zu sagen, STR wäre die “B-Variante” von Red Bull ist falsch. Seit einiger Zeit bauen die Italiener ihre eigenen Chassis und dies ja durchaus mit Erfolg. Der neue Wagen macht einen fast konservativen Eindruck und fiel bei den Tests durch eine gewisse Unzuverlässigkeit auf. An Speed fehlt es Toro Rosso nicht, aber die Longruns, so es denn welche gab, waren jetzt nicht gerade die Stärke des Wagens. Man wird sich mit den beiden neuen Fahrern Vergne und Ricciardo vermutlich nicht sofort im Rennen weit vorne sein, aber STR hat im letzten Jahr bewiesen, dass man durchaus entwickeln kann und man so in die Punkte kommt. Aber mein Eindruck ist, dass es dieses Jahr für Toro Rosso mit Punkten richtig schwer wird, weil das Mittelfeld noch enger zusammen gerückt ist.

9. Williams [Twitter]
Schlechter, als im 2011, kann es für Williams einfach nicht laufen. Das sind schon mal die guten Nachrichten. Die schlechte ist: Williams sieht auch in diesem Jahr nicht gut aus. Der FW34 ist nicht ganz so lahm wie sein Vorgänger, aber es fehlt wohl massiv an Abtrieb auf der Vorderachse. Hieß es zumindest in Barcelona. Dazu kommt, dass man mit dem Duo Senna/Maldonado auch nicht unbedingt ein Fahrerpaket geschnürt hat, dass unter dem Verdacht steht, einen Wagen nach vorne entwickeln zu können. Ebenfalls neu ist fast das gesamte Designteam und auch bei der Teamführung hat sich einiges bewegt. Oder anders gesagt: 2012 wird ein Aufbaujahr für Williams, in dem man aber zumindest regelmäßig Punkte wird holen müssen. Sonst laufen die Sponsoren endgültig weg und ob das Team dann noch zu retten sein wird?

10. CaterhamF1 (Ex-Lotus) [Twitter]
Tony Fernandes war im Sommer letzten Jahres “not amused” der Lotus des Jahres 2011 war kein Schritt nach vorne, man knabberte den Sekundenrückstand im Zehntelbereich ab. Mike Gascoyne sah sich unter hohem Druck und lieferte dann im Winter einen Wagen ab, der wieder nicht den Eindruck macht, als sei man weit nach vorne gekommen. Erstaunlicherweise behauptete Heikki Kovalainen nach den Tests, dass man am Mittelfeld um 0,3 Sekunden dran sei. Eine Wunschvorstellung, meiner Meinung nach. Caterham ist bei den Test in den Longruns die mit Abstand schlechtesten Zeiten gefahren. Der Abstand nach vorne müsste weiter so um die 2.5 bis 3 Sekunden betragen, was einfach zu viel ist, um im Mittelfeld was ausrichten zu können. Neuzugang Vitaly Petrov war nach den ersten Runden wohl mittelprächtig geschockt. So wenig Abtrieb habe es nicht mal beim letzjährigen Renault gegeben und das solle was heissen. Q2 wird also schwer für Caterham, denen man aber wünschen würde, dass sie den Anschluss schaffen. Aber, wie gesagt: Da sehe ich eher schwarz.

11. HRT [Twitter]
Alles neu bei HRT. Sogar der Koch, wie man irgendwann per PR-Meldung freudig angekündigte. Wichtiger ist jedoch, dass Colin Kolles, der hervorragende Arbeit geleistet hatte, beim Team raus ist und HRT nach Madrid umziehen will. Der Wagen wurde schon mal nicht zu den Tests fertig, mit dem alten Wagen hatte man auch keine Lust zu testen, obwohl Pirelli ja neue Mischungen mitbringt. Schwer zu sagen, ob man sich vorne bewegen wird, vermutlich eher nicht.

12. Marussia [Twitter]
Auch hier wurde der Neuwagen nicht fertig und man kam nicht zum testen. Blöd, denn das neue Chassis ist erste Frucht aus der Zusammenarbeit mit McLaren. Und die läuft offenbar recht intensiv, denn Marussia ist neben dem McLaren der einzige Wagen, der auf eine Stufe in der Nase verzichtet. Ebenfalls verzichtet man aufs KERS, weil Cosworth keins hat. Für Marussia geht es wohl eher um die Frage, ob man endlich in der WM-Wertung mal HRT schlagen kann.

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Tags: F1 Formel Eins

March 09 2012

17:05

Saisonvorschau: AutoGP World Series

Gute Promotion, ein neuer Name, drei Strecken außerhalb Europas, aber ein altes Problem: Der Auto GP “World Series” fehlt es auch 2012 an Tiefe im Fahrerfeld.

Gemeinsam mit der WTCC startet am Wochenende auch die runderneuerte Auto GP-Serie in die Saison 2012. Über den Winter hat sich mit der einst etwas bescheidenen Junior- und Herrenfahrerklasse einiges getan: So wurde etwa bekannt, dass man nicht mehr nur in Europa, sondern – zweifellos mit Unterstützung von Promotor Eurosport – auch in Marrakesch, Curitiba und Sonoma Rennen austragen wird. Der neue Anspruch spiegelt sich auch im Namen wieder, der nun “Auto GP World Series” lautet. Die Hoffnung, mit den Änderungen auch für die großen Talente attraktiver zu werden, hat sicher bislang aber nicht erfüllt – so wirklich klingende Namen sucht man bislang vergebens. Bei genauerer Betrachtung sind aber doch ein paar interessante Fahrer dabei.

Einiges getan hat sich bei den Fahrern und Teams. Hier eine kurze Vorstellung in der Reihenfolge der Team-Wertung 2011. Davor aber noch eine kleine Anmerkung: Die Informationspolitik der AutoGP ist, sagen wir, suboptimal. Eine “Entry List” gibt es hier, 16 Fahrer sind eingetragen, kurzfristige Änderungen aber nicht ausgeschlossen. Die Homepages der Teams sind wenig aufschlussreich, oft nicht aktuell, oder überhaupt noch “under construction”. Die Liste ist nach bestem Wissen erstellt, und entspricht dem Informationsstand bei Veröffentlichung. Änderungen sind aber nicht nur vorbehalten, sondern sogar wahrscheinlich.

DAMS
geht 2012 in der Serie nicht mehr an den Start. Das gleiche gilt – der Vollständigkeit halber – für TP Formula, Durango und Emmebi Motorsport.

Campos Racing
Die Spanier treten auch im kommenden Jahr wieder mit drei Autos in der Serie an. In Monza werden der Argentinier Facundo Regalia, der intelienische Hotel- und Restaurantbetreiber Giuseppe Cipriani und der Russe Max Snegirev für die Mannschaft ins Lenkrad greifen. Die bisher in anderen Serien gezeigten Leistungen des Trios waren nicht herausragend.

Lazarus Racing
Komplizierte Geschichte: Man tritt ebenfalls 2012 nicht an. Dachte ich zumindest. Aktuell scheint das Team allerdings in der Entry List auf – in der für 2012, nicht aber in jener für Monza, wo man wohl nicht dabei sein wird. Bisher ohne Informationen darüber, wer die Autos am Ende lenken soll. Sofern es sie denn gibt.

Super Nova
schickt zwei Fahrer in den Grid, die durchaus in die Kategorie “Talente” eingeordnet werden dürfen. Einerseits der Brasilianer Victor Guerin, 2011 dritter in der F3-Klasse seines Heimatlandes. In Europa ist er mit bislang nicht aufgefallen, aber die Papierform ist vielversprechend. Als Pilot mit Zukunftsperspektiven gilt seit seinem guten Auftritt in der GP3 (als er bis zum letzten Rennen in Monza noch Titelchancen hatte, dann aber doch nur Rang fünf erreichte) der Brite Adrian Quaife-Hobbs.

Ombra Racing
tritt mit zwei Piloten an, die ich leider nur sehr schwer einschätzen kann. Es handelt sich um den Hongkong-Chinesen Adderly Fong, rennmäßig zuletzt mit mittlerem Erfolg in der britischen Formel 3 unterwegs, und um den Venezolaner Giancarlo Serenelli, Meister der LATAM Challenge (einer hauptsächlichen mexikanischen Formelklasse) 2008, 2010 und 2011.

Manor MP Motorsport
schickt den Niederländer Daniel de Jong ins Rennen, der im vergangenen Jahr Platz 14 in der Auto GP belegt hatte (allerdings auch nicht alle Rennen betritten hat). Etwas überraschend ebenfalls gemeldet: Chris van der Drift, vielversprechender Doppelstaatsbürger der Niederlande und Neuseelands. 2008 Meister der International Formula Master, seither ist er vor allem in der Superleague Formula aufgefallen: Einerseits durch ansprechende Leistungen, andererseits durch seinen mörderischen Unfall 2010 in Brands Hatch.

MLR71
ist das erste neue Team in dieser Saison, und tritt mit zwei eher unterschiedlichen Piloten an. Einerseits Sergio Campana, Meister der italienischen Formel 3 im vergangenen Jahr, und aus diesem Grund kürzlich zu Ferrari-F1-Testfahrten eingeladen. Andererseits Teambesitzer Michele la Rosa, der in der Teambeschreibung knapp als “Italian businessman” beschreiben wird.

Virtuosi UK
ist ebenfalls neu in der Serie, in Punkto Fahrer aber ganz gut aufgestellt. Man schickt GP3 und GP2-Rennsieger Pal Verhaug aus Norwegen und den Italiener Matteo Beretta ins Rennen. Beretta war 2011 im Mittelfeld der F3 Open unterwegs.

Zele Racing
aus Österreich zählt ebenfalls zu den Neuankömmlingen in der AutoGP. Das einzige Auto des Teams steuert Giacomo Ricci, in den vergangenen Jahren mit etwas inkonstanten, aber teils durchaus achtbaren Resultaten (darunter ein Sieg in Ungarn) in der GP2 gefahren ist.

EuroNova Racing
Das Team des ehemaligen F1-Fahrers Vincenzo Sospiri gibt ebenfalls zwei Piloten die Chance, sich zu beweisen. Einerseits handelt es sich dabei um den Italiener Antonio Spavone, über den ich leider nichts herausfinden konnte. Andererseits um den Russen Sergey Sirotkin, der mit dem Team 2011 die Formula Abarth gewonnen hat, und den man möglicherweise im Auge behalten sollte.

Sonst noch neu

Insgesamt stehen heuer sieben Rennwochenenden zu je zwei Rennen an, die ausschließlich im Rahmen der WTCC stattfinden werden. Die Regularien für das erste Rennen des Wochenendes bleiben gleich, Punkte werden im F1-System an die ersten zehn vergeben (25-18-15-12-10-8-6-4-2-1). Eine kleine Änderung gibt es bei der Punktevergabe für das zweite Rennen, das gegenüber dem Vorjahr leicht aufgewertet wurde. Die Fahrer auf den Rängen eins bis acht erhalten nun je zwei Punkte mehr als bisher, Rang neun zwei Zähler und Rang zehn einen (also 20-15-12-10-8-6-4-3-2-1). Insgesamt sind aber am Sonntag – wegen des Reverse Grid der ersten acht – weiterhin weniger Punkte zu holen. Einen Zähler gibt es außerdem für die Pole Position und je einen weiteren für die schnellsten Runden in den beiden Rennen.

Neben den Europa-Events in Monza, Valencia und Budapest und Estoril fährt die Serie heuer auch dreimal auf anderen Kontinenten. Mitte April folgt man der WTCC nach Marrakesch – eine Entscheidung, deren Weisheit bezweifelt werden darf. Dass die enge und schnelle Strecke für Formelautos nicht geeignet ist, haben bereits die Chaos-Rennen der Formel 2 dort gezeigt. Mit den noch schnelleren Auto GP-Wagen dort zu fahren, ist dann schon ziemlich riskant. Außerdem geplant sind Rennen auf den schon etwas besser geeigneten Kursen in Curitiba und in Sonoma.

Im TV

Zu sehen ist die Auto GP World Series wenig überraschend auch 2012 bei WTCC-Weekend-Promoter Eurosport. Am kommenden Wochenende zweimal live auf Eurosport 2, erfahrungsgemäß aber bei weniger vollem Programm auch gelegentlich auf Eurosport (HD). Die Übertragungszeiten: Samstag und Sonntag jeweils um 11:30 Uhr.

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Fotos: Auto GP World Series

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07:14

NASCAR: Vorschau Las Vegas 2012

Die Spielermetropole Las Vegas in der Wüste von Nevada freut sich an diesem Wochenende auf den NASCAR-Tross und das dritte Saisonrennen des noch frischen Jahres. Damit steht auch der erste Auftritt eines 1,5-Meilen-Intermediate-Ovals an und da dieser Streckentyp im Kalender übermäßig stark vertreten ist, kann man den Sonntag schon als Kompass für 2012 bezeichnen.

Der aLas Vegas Motor Speedway rückt wieder in das Licht der Öffentlichkeit, nachdem das letzte Motorsport-Jahr auf selbigem Intermediate Oval leider einen sehr traurigen Abschluss fand. Was das Fahrverhalten der IndyCars ziemlich verheerend beeinflusste, wird das NASCAR-Rennen am Sonntag allerdings vermutlich wieder recht ansehnlich gestalten: Das progressive Banking von ungefähr 20° sorgt dafür, dass auf dem ersten 1,5-Meiler in dieser Saison mehrere gleichwertige Fahrspuren nebeneinander existieren können. Wenn das Auto die bekannten Schläge der leicht welligen unteren Spur nicht so gut wegsteckt, dann geht es auch oben an der Mauer noch schnell entlang – oder eben einfach in der Mitte.

Nachdem das nicht so aussagekräftige Restrictor-Plate-Rennen in Daytona und die Fahrt auf der erst kürzlich umgebauten Bahn in Phoenix noch keine wirklich interessanten Prognosen für die diesjährige Performance der Teams ermöglichten, dürfte das an diesem Wochenende beim dritten Saisonrennen ein wenig anders sein: Las Vegas ist nämlich das erste 1,5-Meilen-Intermediate-Oval im 2012er-Kalender und traditionell folgen im Laufe des Jahres noch überproportional viele weitere Rennstrecken mit einem sehr ähnlichen Charakter. Das Rennen am Sonntag ist also ein erster Kompass für die Kräfteverteilung auf den so wichtigen Cookie-Cuttern, die immer noch ein Drittel aller Cup-Läufe pro Jahr ausrichten.

Michigan und Fontana habe ich allerdings aus dieser Rechnung herausgelöst, denn auf den 2-Meilen-Ovalen gelten noch wieder andere Gesetze, wie die jahrelange Ford-Dominanz auf den beiden Strecken beweist, während Jimmie Johnson die 1,5-Meiler als sein Wohnzimmer bezeichnen durfte. Eben dieser Johnson hält auch die Bestmarke in puncto Anzahl der Las-Vegas-Siege: Ganze vier Mal holte sich der Dauermeister als Erster die schwarz-weiß-karierte Flagge ab, jedoch waren die ersten drei davon zwischen 2005 und 2007 noch bei den letzten Auftritten des alten Cup-Wagens.

Die bisher vier CoT-Rennen seit 2008 entschieden Carl Edwards (2008 und 2011), Kyle Busch (2009) und Jimmie Johnson (2010) für sich, wobei Edwards‘ Erfolg im Vorjahr gleichzeitig auch sein einziger Saisonsieg war. Traditionell wechseln sich die Ford- (7x) und Chevrolet-Teams (5x) in der Wüsten-Victory-Lane ziemlich regelmäßig ab, während Toyota erst ein Mal zum Zuge kam, als eben Kyle Busch sein Heimrennen gewann. Interpoliert man diesen Trend in die Zukunft und mixt ein wenig Daytona sowie Phoenix dazu, dann vermute ich die Ford-Truppe von Roush-Fenway Racing am Sonntag als tonangebend:

Greg Biffle fuhr in den ersten beiden Saisonrennen in die Top5 und möchte diesen Trend auch gerne fortsetzen, während Matt Kenseth das Daytona 500 gewann. Carl Edwards hat zwar noch etwas Nachholbedarf, aber dafür die bessere Las-Vegas-Statistik.

Im Team von Richard Petty Motorsports empfand ich die Performance von Marcos Ambrose in den ersten beiden Rennen als wirklich sehr stark. Leider konnte er weder in Daytona noch in Phoenix aufgrund nicht selbstverschuldeter Umstände ein eigentlich verdientes Top5-Resultat abholen.

Auf Toyota-Seite werden Phoenix-Sieger und Tabellen-Spitzenreiter Denny Hamlin und sein Teamkollege Kyle Busch nachlegen wollen, wobei sich auch hier die Kräfteverteilung wie beim Team von Jack Roush etwas ungewohnt verteilt. Ausgerechnet der letztjährige Last-Minute-Chaser Hamlin liegt mit zwei Top10s in zwei Saisonrennen vorne.

Außerdem haben Mark Martin und Martin Truex Jr für Michael Waltrip ziemlich gute Ergebnisse eingefahren und können vielleicht in Las Vegas den Aufwärtstrend der Mannschaft bestätigen; einzig Ebenfalls-Neuankömmling Clint Bowyer schwächelt noch etwas.

Ein Wechsel der Blickrichtung hinein ins Chevy-Lager sieht Kevin Harvick (3.) derzeit am weitesten vorne in der Punktetabelle, wobei er seit Saisonbeginn seine beiden Teamkollegen klar im Griff hatte.

An letzter Stelle komme ich heute auf Hendrick Motorsports zu sprechen, die einen wahrhaft katastrophalen Start in die Saison erwischt haben. Um der Tatsache dann noch die Krone aufzusetzen, ist ausgerechnet Dale Earnhardt Jr  (4.) derzeit der beste Fahrer des Teams! Jedoch konnte er nur in Daytona überzeugen, während er in Phoenix nicht über das vordere Mittelfeld hinauskam. Im Vergleich zum Rest vom Hendrick-Schützenfest sind das aber wahre Glanzlichter, denn Jeff Gordon (22.), Kasey Kahne (32.) und vor allem Jimmie Johnson (37.) – nach dem Daytona-Unfall und seiner Strafe – rangieren derzeit abgeschlagen außerhalb der Top20.

Spätestens am Sonntag wird sich dann also zeigen, ob der festgestellte Trend anhält oder sich die Vorzeichen wieder umkehren. Genau wie bei den Top35 der Owner-Punkte muss man aber auch der Fahrertabelle ein paar Rennen lassen, bis sich die erste Aufregung gelegt hat. In der NASCAR kann in zwei Wochen schon wieder alles ganz anders aussehen. Spannend wird auch der erste Rennauftritt des Fuel-Injection-Pakets auf einem Intermediate-Oval anzuschauen sein, denn im kompetitiven Umfeld abseits der Testfahrten hat das EFI ja schon erste Schwächen offenbart, die es seitens der Hersteller nun zu lösen gilt.

Zum Abschluss folgen an dieser Stelle wie gewohnt noch die Links (PDF) zu den aktuellen Ständen in der Fahrer- und Owner-Wertung sowie die Entry-List und ein Zeitplan für das Wochenende:

Das Rennen beginnt am Sonntagabend bereits eine Stunde früher als bei den Westküsten-Rennen gewohnt, weil die Amerikaner ihre Uhren schon an diesem Wochenende eine Stunde vor stellen. Da wir erst am 24./25. März nachziehen, findet auch das nächste Rennen in Bristol schon um 18 Uhr statt.

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 09.03.
19:30 Uhr, Nationwide Series Practice, SPEED
21:00 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
23:00 Uhr, Nationwide Series Final Practice, SPEED
00:30 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED

Samstag, 10.03.
18:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
19:30 Uhr, Nationwide Series Qualifying, SPEED
21:00 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED
23:00 Uhr, Nationwide Series Rennen (Sam’s Town 300), ESPN2

Sonntag, 11.03.
20:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Kobalt Tools 400), FOX

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March 08 2012

16:52

WTCC: Saisonvorschau 2012

Die WTCC startet dieses Wochenende schon in ihre neue Saison. Nach den offenen Chevyopen letztes Jahr sieht es dieses Jahr leider nicht viel besser aus. Das Positive ist aber, dass wieder mehr Werke in die Serie drängen.

Kalender und Regeländerungen:

Doch zunächst zu ein paar allgemeinen Sachen. Allem vorran der Kalender der diesjährigen WTCC-Saison:

1.  10/11 März  Monza  Autodromo di Monza 2.  31 März/01 April  Valencia Circuit Ricardo Tormo 3.  14/15 April  Marrakesch  Circuit de Marrakech 4.  28/29 April  Slovakei  Slovakia Ring 5.  05/06 Mai  Budapest  Hungaroring 6.  19/20 Mai  Salzburg  Salzburgring 7.  02/03 Juni  Estoril  Circuito do Estoril 8.  21/22 Juli  Curitiba  Autódromo Internacional de Curitiba 9.  22/23 September  Sonoma  Infineon Raceway 10.  20/21 Oktober  Suzuka  Suzuka East Circuit 11.  03/04 November  Shanghai  Shanghai International Circuit 12.  16/18 November  Macao  Circuito da Guia

12 Rennen auf 5 Kontinenten wird man bestreiten, 6 davon in Europa. Eine gute und ansprechende Mischung für eine Weltmeisterschaft, auch wenn es gerne 2 Rennen mehr seien dürften. Das Problem ist, dass die WTCC dann in Logistikprobleme kommt, da einem natürlich nicht die Transportmöglichkeiten der Formel 1 zur Verfügung stehen. So sieht der Kalender rein von Daten her leider etwas komisch aus mit 8 Rennen in 5 Monaten und die restlichen 4 Rennen in 4 Monaten. Die großen logistisch bedingten Pausen am Ende des Kalenders lassen das Ganze immer ein bisschen zäh und zusammenhangslos wirken.

Starten wird man die Saison in Monza dieses Wochenende, danach bringt man den Spanienbesuch hinter sich, den jede Serie macht. Die gute Nachricht ist man fährt nicht in Barcelona sondern in Valencia, und dort auch nicht auf dem unsäglichen Stadtkurs, obwohl der vielleicht für Tourenwagenrennen gar nicht so schlimm wäre, sondern die Strecke, wo auch die MotoGP ihre Rennen absolviert. Das Motorland Aragón hätte mir zwar besser gefallen, aber Hauptsache man sieht mal nicht Barcelona. Danach geht man nach Marrakesch und da muss man fragen: Warum?. Der letzte Marrakesch Auftritt war sowohl mit der damaligen Begleitserie Formel 2, als auch mit den Tourenwagen ein mittelschweres Desaster, da die Streckenposten ewig brauchten, um verunfallte Fahrzeuge von der Strecke zu kriegen. Bei der kurzen Rennlänge der WTCC laufen dann ganz schnell Großteile des Rennens unter gelb ab. Zu der Verteidigung der Streckenposten muss man sagen, dass die WTCC-Piloten bei ihrem letzten Auftritt auf dem Stadtkurs auch echt Schrott am laufenden Band produziert haben. Aber dann war da auch unter anderem noch, die nicht funktionierende Ampelanlage…

Nach Marrakesch wollte man eigentlich nach Argentinien, blos dieses Rennen kam nicht zu Stande. weswegen man den Slovakia Ring als Ersatzstrecke gewählt hat. Danach geht man auf den immer noch als Micky-Maus-Kurs verschrienen Hugaroring, obwohl die Rennen dort eigentlich nie so schlecht sind. Der Salzburgring und Estoril bilden den Abschluss des Europateils des Kalenders. Sehr schade ist das Fehlens eines Rennens in Deutschland, ebenso wie es kein Rennen in Frankreich und England gibt. Nach Estoril setzt man über nach Brasilien und fährt in Curitiba und danach und das ist sehr erfreulich in Sonoma. Somit hat man es geschafft einen Nordamerikaauftritt auf einer nicht uninteressanten Strecke zu organisieren. Man verlässt Amerika dann Richtung Asien, fährt in Suzuka und in Shanghai. Dort zum Glück auf der Grand-Prix-Strecke und nicht auf der Kartbahn, auch wenn leider wieder kaum Zuschauer da sein werden. Den Abschluss der Saison bildet wie jedes Jahr das Destruction-Derby in Macao.

Zur neuen Saison gibt es auch einige Regeländerungen, hier die Wichtigsten: Die Rennen sind jetzt wenigstens 10 Kilometer länger (60 Kilometer). Dies ist nur zu begrüßen, auch wenn 75 oder gar 100 Kilometer vielleicht ein vernünftigerer Ansatz wären. Es gibt jetzt Punkte fürs Qualifing und zwar 5 für den Bestplatzierten, 4 für den Zweitplatzierten und so weiter, ist keine große Änderung, wertet das Qualifying aber nochmals auf. Außerdem kommen nun 12 statt 10 Fahrern in Q2. Die Startaufstellung für Rennen 2 bestimmt sich nun nich tmehr nach der umgekehrten Reihenfolge von Q1 sondern nach der von Q2. Es können nur noch Wagen Q2 erreichen, die in der Meisterschaft eingetragen sind, also Meisterschaftspunkte sammeln. Desweiteren verteilt die WTCC weiterhin Karten, nun gilt: Wer 2 statt 3 Mal wegen fahrerischen Vergehen auf der Strecke bestraft wird, muss beim nächsten Rennen 10 Plätze nach hinten. Ursprünglich hieß es, dass man nur noch einen Motor für die ganze Saison verwenden darf, dies wurde jedoch vermutlich auf Bestreben von Ford und Seat dahin geändert, dass man bis zum Hungaroring seinen Motor strafenfrei wechseln darf. Zuletzt wird es ab diesem Jahr auch in der WTCC wie in der Formel 1 einen “Fahrersteward” geben.

Die Hersteller:

Chervrolet: Nachdem nicht unüberraschend erfolgreichem Jahr 2011 kehrt Chevrolet auch 2011 wieder werksseitig zurück in die Serie. Zwischen den Zeilen hat man in Interviews immer wieder herausgehört, dass man den großen Erfolg, den man hat natürlich begrüße, aber aus Marketinggründen einige andere Werke doch wünschenswert wären, ansonsten könnte man darüber nachdenken, sein Engagement etwas zurückzufahren. Weitere Werke werden wohl kommen, weswegen Chevrolet sich wohl entschied, auch dieses Jahr mit 3 Autos anzutreten. Es gab sogar Gerüchte, dass man ein 4. Auto für Alex MacDowall einsetzen könnte, letzendlich blieb man jedoch bei 3 Wagen. Von Seiten der FIA hat man sich gedacht, dass man um die Chevrolets etwas einzubremsen ihr Mindestgewicht um 30kg erhöht, was eine ganze Menge ist. Später hat FIA da nochmal drüber geschaut. und lediglich 10kg raufgepackt. Ob das reicht, wird man sehen müssen. Im Gegensatz zum letzten Jahr hat sich technisch wenig getan, die Werkschevrolets werden mit neuen Aufhängungen und einem leicht überabeitetem Motor an den Start gehen. Desweiteren verschwindet die Landesflagge des jeweiligen Fahrers vom Dach und die Lackierung wurde etwas überabreitet, so dass die Autos jetzt etwas schnittiger wirken.

Seat: Weiterhin unterstützt Seat nur, allerdings mehr als im letzten Jahr. Man hat sich im Winter vor allem auf das eine große Problem konzentriert: Den Motor. Dieser wird jetzt nicht bei dem mit Seat eng verbundenem SunRed-Team gebaut, sondern bei Seat selbst. Damit will man einen Flop wie das verspätete Auftauchen des neuen Motors letztes Jahr, der dann nichtmal mehr besonders konkurrenzfähig war, vermeiden. Der neue Motor soll bei den Testfahrten wohl erstaunlich gut und zuverlässig gelaufen sein. Eventuell will sich Seat ab 2013 wieder komplett werksseitig engagieren, sicher ist man sich da aber noch nicht.

BMW: Kaum neues aus dem Hause BMW, sogar eher schlechte Nachrichten. War der BMW 320 zu seiner Blütezeit vor 3-5 Jahren in vielen Rennserien einsetzbar und DAS Kundenauto, ist dies heute nicht mehr so. Einige Serien verabschieden sich vom S2000 Reglement und verlangen Fahrzeuge auf GT-3 Basis, weswegen BMW viel Energie in den Z4 setzt. Dennoch möchte man die Kundenteams, die den 320 TC einsetzen, natürlich bestmöglich betreuen. Die Eindrücke des ebenfalls leicht überarbeitetem Motors bei den Tests waren wohl eher so mittelmäßig, es dürfte ein schweres Jahr für die BMW-Teams werden.

Honda: Sehr erfreuliches gibt es von Honda zu berichten. Überraschend gaben die Japaner bekannt, dass man werksseitig mit dem JAS Motorsportteam ab 2013 mit 2 Honda-Civic in die WTCC einsteigen wird. Geplant ist im Moment sogar schon als Gasstarter bei den Asienrennen zum Ende der Saison anzutreten. Für das WTCC-Programm wird man natürlich einen neuen 1,6l-Turbomotor nach dem neuen Reglement entwickeln. Ein ganz wichtiger Schritt für die WTCC, die in Asien ziemlich beliebt ist und somit endlich mit Sicherheit einen weiteren namhaften Hersteller bekommt.

Ford: Ford steigt dieses Jahr erfreulicherweise auf privater Ebene in die WTCC ein. Mit Hilfe von Mountune Racing hat man einen Motor nach aktuellem Reglement konstruiert und finanziert, der vom Einsatzteam Aon Motorsport ausgiebig getestet und für gut befunden wurde. Im Vergleich zur BTCC Version des Ford Focus hat man dem Auto ein neues Bodywork und eine neue Aufhängung verpasst, mit dem Verlauf der Tests war man sehr zufrieden. Vielleicht findert Ford ja soviel Spaß an der WTCC, dass man sich für einem Werkseinsatz entscheidet…

Lada: TMS wird als privates Team dieses Jahr mit starker Unterstützung von Lada 2 Rennwochenenden bestreiten, jenes am Hungaroring und das in Estoril. Eingesetzt wird der neue LADA Granta Sport, der ab April ausgiebig getestet werden soll. Allerdings hat man momentan ziemliche Probleme bei der Entwicklung, die FIA lehnte unter anderem einen Antrag zur Verbreiterung des Radstandes ab. Sollten die beiden Rennen gut laufen, denkt man wohl über ein werksseitiges 3-Jahres-Engagement nach. Entsprechende Vorverträge mit Fahrer James Thompson sind anscheinend geschlossen.

Volvo: Die schlechtesten Nachrichten diesen Winter kamen doch etwas überraschend von Volvo. Diese ziehen nämlich ihre Unterstützung für das Einsatzteam Polestar komplett zurück. Dies ist nach einer doch recht vielversprechenden Saison 2011, die man ja komplett bestritt ziemlich merkwürdig. Grund dafür ist laut Volvo schlicht und ergreifend der, dass man das falsche Auto für die WTCC gebaut hat. Der C30 ist nicht mehr das Auto, welches Volvo promotet sehen möchte, statt dessen setzt man auf den S60, den es aber nicht in einer S2000 Version gibt. Diesen möchte man in Rennserien im skandinavischen Raum einsetzen. Insgesamt mehr als schade das Ganze.

Die Teams und Fahrer:

Man wird bei jedem Rennen weit über 20 Fahrer am Start haben, was ein sehr ansehnliches Starterfeld ist. Hier ein Überblick über die Teams und Fahrer:

Chevrolet-Werksteam: Die Meistertruppe vom letzten Jahr tritt mit einem unverändertem Aufgebot an Fahrern an, Menu, Huff und Muller. Viel muss man zu dem Team nicht sagen, sehr starkes Line-up an Fahrern, wohl den besten Wagen, hier fahren die Titelaspiranten und es muss eigentlich erwartet werden, das am Ende des Jahres diese Autos am Ende des Jahres in der Meisterschaft auf den Plätzen 1, 2 und 3 landen. In welcher Reihenfolge muss sich noch herraus stellen.

Chevrolet Team Schweden: Sowas wie ein vierter veralteter Werkswagen, den Chevrolet hier einsetzt, allerdings keinesfalls die ganze Saison. Fahrer Rickard Rydell wird einen 2011-er Chevrolet-Werkswagen bekommen. Rydell und das Chevrolet Team Schweden kommen aus der STCC, dort sind sie Titelverteidiger. Das Team möchte mal schauen was in Monza so geht und dann eventuell die Rennen, die nicht mit der STCC kollidieren ebenfalls fahren (Rydell kann keine Punkte in der Privatfahrerwertung holen).

Bamboo-Engineering: Mit neuen Wagen und neuer Fahrerpaarung geht Bamboo-Engineering in die Saison. Man wird 2 neue Kunden-Chevrolet-Cruz mit den neuesten Updates fahren. Als Fahrer hat man Pasquale Di Sabatino und Alex MacDowall gewinnen können. Nie von den beiden gehört?  Pasquale Di Sabatino kommt aus dem Formelsport, ist letzte Saison AutoGP gefahren und wurde dort sehr unauffälliger Gesamtzwölfter. Wesentlich erfolgsversprechender klingt da schon Alex MacDowall, der aus der BTCC kommt und dort für Chevrolet fuhr. Er konnte dort einige Podien erreichen, auf ihn wird zu achten sein.

Sunred-Engineerig: Auch Sunred-Engineering ist natürlich wieder dabei. Als Fahrer hat man Andrea Barlesi und Fernando Monje verpflichtet. Andrea Barlesi gewann vorletztes Jahr immerhin die Formla Le Mans und fuhr letztes Jahr in der LMS. Fernando Monje kommt aus den Formel 3 Open, wo er letztes Jahr 15. in der Gesamtwertung wurde. Das ist jetzt nicht das beste Lineup. Einsatzfahrzeug ist ein neuer Seat-Léon mit dem neuem Motor.

Tuenti Racing Team: Das Tuenti Racing Team ist das Schwesterteam von Sunred. Fahrer sind Tiago Monteiro und Pepe Oriola. Oriola fuhr letztes Jahr eine mittelprächtige Debutsaison und wurde 18. in der Gesamtwertung, aber der Junge ist ja auch erst 17. Über Routinier Monteiro muss man keine Worte mehr verlieren, bei einem günstigem Rennen ist vielleicht ein Sieg für das Team mit ihren Seats drin (Monteiro kann keine Punkte in der Privatfahrerwertung holen).

Lukoil Racing Team: Das eng mti Seat zusammenarbeitende Lukoil Racing Team ist jenes Seat-Team, welches am siegfähigsten aussieht. Fahrer sind Gabriele Tarquini und Aleksei Dudukalo. Lukoil ist eine russische Ölfirma, die viel Geld investiert und deshalb auch viel Support von Seat bekommt. Dieses Jahr möchte man richtig angreifen, es gibt sogar Gerüchte, dass man nächstes Jahr das Werksteam von Seat werden könnte. Dudokalo lieferte eine schwache erste Saison ab und holte letztes Jahr nur 4. Punkte, während Routinier Tarquini natürlich immer für gute Rennen zu haben ist (Tarquini kann keine Punkte in der Privatfahrerwertung holen).

Zengo Motorsport: Die Truppe ist auch dieses Jahr wieder dabei. Man hat es sogar geschafft, ein zweites Auto zu finanzieren. Neben Norbert Michelisz wird Gábor Wéber einen der beiden BMW 320 TC pilotieren. Michelisz wurde starker 9. letztes Jahr, während Wéber mit ganz ansprechenden Ergebnissen aus dem Seat Leon Supercopa kommt.

Team Engstler: Das sympathische Team geht wieder mit 2 Wagen, natürlich BMW’s an den Start, gefahren von Franz Engstler und Charles Kaki Ng. Ng kommt aus dem Tourenwagensport in Asien und fährt nun seine erste volle WTCC-Saison, über Engstler sollte alles bekannt sein. Vielleicht schafft man es wieder, die großen Blauen zu ärgern und ein oder zwei Siege einzufahren, ansonsten geht es um die Privatfahrerwertung.

Roal Motorsport: Wieder wird man bei Roal Motorsport auf 2 BMW 320 TC setzen. Am Steuer werden Tom Coronel und Alberto Cerqui sitzen. Tom Coronel wird wohl neben der Engstler der BMW-Fahrer sein, der am ehesten mal für einen Sieg gut ist. Alberto Cerqui ist allerdings nicht zu unterschätzen, er steigt als Meister der italienischen Superstars Series auf. Dort fuhr er auch schon für das Roal-Team (Coronel kann keine Punkte in der Privatfahrerwertung holen).

Proteam-Racing: Das Team setzt leider nur noch 2 Autos statt 3 wie letzte Saison ein. Mehdi Bennani bekommt wieder eines der Cockpits, er wurde letzte Saison 16. den zweiten BMW bekommt Isaac Tutumlu. Jener hat ein paar Einsätze in der Superstars Series und dem Porsche Super Cup hinter sich, die Ergebnisse des Spaniers waren jedoch eher unspektakulär.

Wiechers-Sport: Auch Wiechers-Sport wird man in der WTCC sehen. Man tritt mit einem BMW an, diesmal wieder pilotiert von Stefano D’Aste. D’Aste ist sicherlich besser als das “Experiment” Urs Sonderegger, bei dem Weichers-Sport ja schon Mitte der letztes Saison die Reißleine zog.

Team-Aon: Die beiden Fords dieses Jahr werden von Team Aon eingesetzt. Das Team kommt aus der BTCC und bringt auch gleich 2 britische Fahrer mit, nämlich Tom Chilton und James Nash. Die beiden sind echte Topfahrer, waren beide Privatchampions in der BTCC. Auf das Team wird man achten müssen. James Nash ist ein heißer Anwärter für den Titel in der Privatfahrerwertung (Chilton kann keine Punkte in der Privatfahrerwertung holen).

Special Tuning Racing: Das Team wird 2 Seats einsetzen und kommt ebenfalls aus der BTCC. Fahrer werden  Tom Boardman und Darryl O’Young sein. Tom Boardman ist Miteigentümer des Teams, und konnte in der BTCC gute Ergebnisse abliefern. O’Young wurde 14. in der letzten Saison und hat die 12h von Bathurst in diesem Jahr gewonnen, man sollte ihn also nicht unterschätzen.

TV-Übertragung:

Nicht viel Neues an dieser Stelle. Eurosport beziehungsweise Eurosport 2 werden wieder das Qualifying (teilweise) und beide Rennen live übertragen. Die Übertragungszeiten werden wohl wieder so variieren, wie sie Eurosport am besten in ihren am Wochenende mit Livesport befülltem Programmplan passen. Dafür bitte jedes Wochenende unsere Tv-Termine beachten. Kommentiert werden die Rennen wieder von Dirk Adorf und Uwe Winter, neu stößt Christian Menzel hinzu, der sich mit Dirk Adorf abwechseln wird.

Dieses Wochendende: 

Etwas untypisch für die WTCC beginnt die Saison dieses Jahr nicht in Übersee, sondern in Europa auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Monza. Bei der Starterliste gibt es zwei kleine Besonderheiten: Fernando Monje wird für Sunred noch nicht am Start seien, da er für das Team in der ETCC antritt, dafür fährt Rickard Rydell für das Chevrolet Team Schweden einen Einsatz, der als Test für ein eventuell weiterführendes Engagement herhalten soll (s.o.).

Zu Monza an sich als Strecke muss man nicht viel sagen. Es ist ein reines Hochgeschwindigkeitsrennen, bei der WTCC mit ihren 60 Kilometern Renndistanz ist das ein eher kurzers Vergnügen. Es wird alles von den Motoren abhängen, vorallem davon wie gut der Seat und Ford-Motor ist. Letztes Jahr hat Rob Huff beide Rennen gewonnen, die Blauen sind aber auch dieses Wochenende auf alle Fälle Favourit. Es sollen angenehm-sonnige 15 Grad werden.

 

 

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07:00

Racingblog Podcast: Ausgabe 08.03.2012

Die neuste Ausgabe des Racingblog Podcast, im Stream oder zum Download.

Diese Woche geht es ums die Formel Eins. Wir werfen einen Blick auf die Form der Teams und versuchen uns auf eine Rangordnung festzulegen. Dazu kommt die NASCAR und die Vorschau zur WTCC.

Wir wünschen viel Spaß mit dem aktuellen Podcast und freuen uns weiter über Kritik und Wünsche!

Here is the Music Player. You need to installl flash player to show this cool thing!

Download (mp3, 60 MB)
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Dauer: ca. 83 Minuten

Hier noch die Timecodes:

00:00 Begrüßung
00:03 Formel Eins
55.00 NASCAR Phoenix & Las Vegas
68.00 WTCC

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Tags: Podcast

March 07 2012

06:26

Ferner liefen: Die Newshappen für 07.03.2012

// HRT hat als letztes Team den neuen Einsatzwagen vorgestellt. Der Wagen soll eine komplette Neukonstruktion sein, was angesichts des mittlerweile drei Jahre alten Dallara-Chassis auch sicher notwendig war. Neu ist auch die Lackierung, die noch jeden Sponsor vermissen lässt. HRT hat die gesamten Wintertests ausfallen lassen und ist gestern in Barcelona nur ein paar Installationsrunden gefahren. Man tritt in Melbourne also mit einem komplett ungetesteten Wagen an, was die Chancen nicht besser aussehen lässt. Immerhin hat HRT in diesem Jahr auch KERS an Bord. Man setzt das System von Williams ein. Dennoch dürfte HRT auch weiterhin die letzten Startplätze besetzen. Positiv zu vermerken ist allerdings, dass man mit Pedro de la Rosa einen sehr erfahrnen und bekanntermaßen guten Entwickler ins Team geholt hat. (Don)

// Bei Ferrari sind die Sorgenfalten nach dem Test sehr zahlreich. Der F2012 hat Potential, aber offenbar hat man nicht komplett verstanden, wie der Wagen eigentlich arbeitet. Fernando Alonso zeigt sich mittelmäßig beeindruckt, weiß aber laut GPupdate darauf hin, dass Red Bull jetzt auch nicht gerade problemlos unterwegs war. Hätte Ferrari so zwei schlechte letzte Testtage gehabt, würde man über das Team herfallen, so der Ex-Weltmeister. (Don)

// Ein möglicher Grund für die Probleme bei Ferrari dürfte die Vorderachse bzw. dessen Konstruktion sein, denn am letzten Montag, also dem 27.02 war Dr. Petter Schöggl, seines Zeichens leitender Ingenieur bzw. Simulationsexperte bei AVL zu Gast bei Servus TV und äußerte diese Vermutung (ab 55. bzw. 72. Minute). Hintergrund sind die sehr spitzen bzw. kleinen Winkel in den Querlenkern bzw. dem Pull Rod. Dies kann sehr schnell sein, allerdings ist der Aufwand hierfür sehr hoch und die Abstimmung sehr schwer. (Flo aus N)

// Laut Joe Saward steckt eh ungeliebte GP von Europa in Valencia in Schwierigkeiten. Angeblich hat man mal wieder die Sicherheitszahlungen an Eccelstone nicht geleistet, der nun damit droht, den GP ausfallen zu lassen. Laut Saward sucht der F1-Chef schon einen Ersatz. Da gibt es nicht so viele Möglichkeiten. Paul Ricard wäre eine, erfüllt aber (noch) nicht die Anforderungen in Sachen Anreise und Hotels der Formel Eins. Imola wäre eine andere Variante, hier fehlt aber vermutlich auch das Geld. Ähnliches gilt für den Nürburgring, wo es zudem einen Rechtsstreit zwischen dem Land und Pächter gibt. Da dieser offiziell gekündigt ist und das Land noch keinen Nachfolger benannt hat, gibt es eh keine Verhandlungen mit Eccelstone. Ein Rennen im euruopäischen Ausland fällt vermutlich aus logistischen Gründen flach. (Don)

// Laut Dr. Helmut Marko hat Mercedes ein F-Duct System, welches mittels DRS aktiviert wird. Dr. Helmut Marko war am Montag zu Gast in der Sendung Sport und Talk von Servus TV äußerte die Vermutung dass Mercedes massiv aufgeholt haben wird. Mitverantwortlich soll dabei ein Schacht System sein, welches mittels DRS aktiviert wird. Wie das ganze genau aussieht oder funktionieren soll wurde aber nicht verlautbart. (Flo aus N)

// Es gibt in diesem Jahr eine neuer Version der iPhone/iPad/Android/Blackberry Timing App der Formel Eins. Programmiert und verkauft wird diese über ein Unternehmen namens Soft Pauer. Dahinter verbirgt sich Otmar Szafnauer, der bei Force India momentan den Chief Operating Officer gibt und vorher bei Honda F1 angestellt war. Die App hat zwar einige interessante Feature wie ein Live-Tracking per GPS, Live-Timing, Reifenwahl usw. kostet aber auch stolze 25 Euro. Ich hatte sie im letzten Jahr auf meinem iPad und kann auf Grund meiner Erfahrungen keine Kaufempfehlung ausprechen. Das Live-Tracking ist nett, manchmal auch recht hilfreich, wenn es um sehr enge Boxenstopps geht und auch das Livetiming ist sehr schön, weil es ein wenig mehr Infos bietet (Letzte Rundenzeit z.B.) Allerdings habe ich bei bestimmt 40% aller Rennen einen Totalausfall des Feeds erlebt. Manchmal kam er wieder, manchmal auch nicht. Wenn man unterwegs ist und über eine stabile UMTS Verbindung verfügt, mag das eine nette Ergänzung sein, aber das Livetiming auf der offiziellen Seite geht auch auf dem Smartphone. (Don)

// Rahal Letterman Lanigan Racing hat es doch noch geschafft, ein zweites Auto für die IndyCar Series auszufinanzieren. Allerdings wird der Wagen, gesteuert vom Italiener Luca Filippi, erst mit dem Indy 500 in die laufende Saison einsteigen. Grund ist wohl, dass Honda erst dann wieder einen Motor liefern kann. Etwas merkwürdig ist die Sache trotzdem: RLL hatte bis vor kurzem nämlich einen zweiten Motor ab Saisonbeginn zur Verfügung – hat diesen aber an Sarah Fisher Racing abgegeben. (Vorsicht)

// Sebastian Saavedra wird 2012 das Indy 500 für Andretti Autosport bestreiten, und wird zudem “offizieller Ersatzfahrer” des Teams. Ansonsten nimmt der Kolumbianer allerdings einen Schritt zurück, und fährt die gesamte Saison der Indy Lights. Der gewöhnlich gut informierte Curt Cavin vom Indianapolis Star meldet allerdings, dass Saavedra ”vielleicht zwei bis drei weitere IndyCar-Rennen” für Andretti Autosport fahren darf. (Vorsicht)

// Währenddessen beginnen in Sebring die ersten “Open Tests” der neuen IndyCar-Saison. Am ersten Testtag hatte Ryan Hunter-Reay im Andretti-Chevy die Nase vorn, dicht gefolgt von Helio Castroneves im ebenfalls Chevrolet-befeuerten Penske. Honda war allerdings in Kombination mit Sam Schmidt Racing und Fahrer Simon Pagenaud ebenfalls nur eine Zehntelsekunde von der Bestzeit entfernt. Auch, wenn die Zeiten wohl noch nicht sehr viel wert sind – riesige Leitungsunterschiede zwischen den beiden großen Herstellern scheint es auf der Rundstrecke momentan nicht zu geben. Allerdings dürfte Chevrolet in Sachen Standfestigkeit und Entwicklungsfortschritt die Nase im Moment noch vorne haben. Mit zwei Sekunden Rückstand (auf einer knapp einminütigen Runde) und einigen technischen Problemen bildete Simona de Silvestro im einzigen Auto mit Lotus-Motor das Schlusslicht am ersten Testtag. Im Interview mit autosport.com zeigt sich die Schweizerin allerdings zuversichtlich, dass Lotus/Judd die Probleme bis zum Saisonstart in den Griff bekommt. (Vorsicht)

// Auch erste Details zur TV-Übertragung gibt es: In den neuen Autos werden neben den bekannte, drehbaren Kameras auf dem Überrollbügel auch drei neue Perspektiven zur Verfügung stehen. Geplant ist eine Kamera am Heckflügel, eine in den Rückspiegeln sowie eine weitere in Richtung der vorderen Aufhängung. Weiterhin werden aber nicht alle Autos mit einen Onboard-Videosystem ausgestattet, sondern bei “normalen” Rennen sechs, und beim Indy 500 zwölf Wagen. Der Rest bekommt der aerodynamischen Chancengleichheit halber Kameraatrappen. (Vorsicht)

// Die Formel Renault 3.5 hat via Twitter bekanntgegeben, dass der bisher noch fehlende Austragungsort für das August-Rennen Silverstone sein wird. Das ganze wird allerdings kein komplettes WSbR-Wochenende werden, sondern nur als Rahmenrennen der WEC dienen – ähnlich dem Auftritt gemeinsam mit der WTCC im vergangenen Frühjahr in Monza. Das Rennen in Brasilien, über das im vergangenen Sommer kurz spekuliert wurde, wird damit vorerst nicht stattfinden. (Vorsicht)

// “Lotus” (née Gravity Charouz Racing) hat derweil bekanntgegeben, dass man 2012 in der Formel Renault 3.5 mit dem Neuseeländer Richie Stanaway, Meister des deutschen F3 Cups, und dessen Vize, dem Dänen Marco Sørensen an den Start gehen wird. Sicher ein interessanter Referenzpunkt für die Fahrerqualität der deutschen Nachwuchsserie. (Vorsicht)

// Reiter Engineering wird 2012 zwei Gallardo LP600+ in der FIA GT1 einsetzen, die ja nun nach GT3 Regeln gefahren wird. Damit wächst das Starterfeld so langsam auf brauchbare Dimensionen an. (Don)

// In weniger als einem Monat (31. März / 01. April) startet die japanische Super GT auf dem Okayama International Circuit in ihre neue Saison. Über die letzten Wochen verteilt, haben einige der GT300-, insbesondere aber natürlich die GT500-Mannschaften, bereits ihre Fahrzeuge ausführlich über den Inselstaat verteilt getestet — ein direkter Vergleich war somit nur bedingt möglich. Im letzten Jahr aufgrund der tragischen Naturkatastrophe abgesagt, finden die offiziellen Testfahrten in diesem Jahr wieder in Okayama vom 17. bis 18. März 2012 statt. Für einige der GT300-Teams, die sich erst vor kurzem für die diesjährige Saison eingeschrieben haben, wird es die erste und einzige ausführliche Testfahrt vor dem Saisonstart sein, und gleichzeitig einen ersten Indikator für die Stärke, egal ob in der GT300- oder GT500-Klasse darstellen. Die Nennliste für die Testfahrten umfasst 40 von 45 für diese Saison gemeldeten Fahrzeugen. Interessante Nebenbemerkung: Für Petronas Team Tom’s ist lediglich Kazuki Nakajima für die Testfahrten gemeldet. (Yankee)

// Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag des Suzuka Circuits hat die Formel Nippon das offiziell als Round 0 bezeichnete Show-Rennen über 10 Runden bei Regen letzten Sonntag absolviert. Obwohl es lediglich als Unterhaltung für Fans gedacht war und es quasi “nur” um die Goldene Ananas (oder Prestige…) ging, entbrannte um den Sieg ein packender Dreikampf zwischen Joao Paulo de Oliveira, Takuma Sato und André Lotterer. Sato war von Beginn an konkurrenzfähig und erlangte kurz nach dem Start auch bereits die Führung. Erst kurz vor Schluss konnte de Oliveira den Japaner nach einem packenden Kampf vor der berühmten Löffelkurve überholen. Lotterer fiel bei dem Kampf ein wenig zurück, konnte sich allerdings kurz vor Schluss wieder auf knapp eine Sekunde an Sato herantasten, aber nicht mehr angreifen. Auf den Plätzen Vier und Fünf kamen Serienrückkehrer Loic Duval sowie Tsugio Matsuda ins Ziel. Das komplette Ergebnis sowie einige Bilder zum Rennen gibt es auf der offiziellen Webseite der Formel Nippon, eine Amateur-Aufnahme vom Start hier. (Yankee)

// Im Anschluss an die Feierlichkeiten absolvierte die Formel Nippon am letzten Montag und Dienstag zwei offizielle Testtage auf dem Suzuka Circuit. Nach schönsten Sonnenschein am Samstag, hatte der Regen wie auch am Sonntag am Montag allerdings keine Einsicht mit den Teams und bewegte die Organisatoren dazu, alle Fahraktivitäten für den Vormittag abzusagen. Glücklicherweise nahm der Regen ein wenig ab, so dass die für 15 Uhr Ortszeit geplante Session gestartet werden konnte. Auf der noch immer sehr nassen Fahrbahn hatte Joao Paulo de Oliveira am meisten Pech und beendete nach nur einer Runde seinen Testtag unsanft im Kiesbett. Am Wagen von Loic Duval wurde der neue Diffusor getestet. Unter anderem soll dieser bei Regenrennen die Gischt für den Hintermann reduzieren, ein akutes Problem des FN09. Laut den ersten Stimmen des japanischen Magazins Autosport Web fielen die Ergebnisse allerdings nicht wie erhofft aus, wenn auch ein kleiner Erfolg zu verzeichnen war. Die Ergebnisse für den ersten, verkürzten Testtag sind auf der offiziellen Webseite der Formel Nippon abrufbar. Am zweiten Testtag verschonte der Regen, abgesehen von der ersten Session am frühen Morgen, dann die Fahrer, während zur Mittagszeit der Himmel noch etwas verschlossen blieb, zum Nachmittag dann aber, passend zu den schnellsten Zeiten beider Tage, die Sonne zum Vorschein kam. Takuma Sato nahm wie bereits im Vorfeld verkündet lediglich am ersten der beiden Testtage teil, fuhr im Regen aber einen respektablen neunten Platz, mit lediglich knapp einer Sekunde (wohlgemerkt im Regen) Abstand auf den Tagesschnellsten Koudai Tsukakoshi von Docomo Team Dandelion Racing. Überhaupt waren beide Testtage fest in Honda-Hand. Beide Docomo-Piloten (Koudai Tsukakoshi & Takuya Izawa) könnten nicht nur aufgrund ihrer schnellen Zeiten eine entsprechende Rolle beim Saisonstart am 14. / 15. April, ebenfalls in Suzuka, spielen. Eine Zusammenfassung aller über beide Tage verteilten Testzeiten ist ebenfalls auf der offiziellen Webseite der Formel Nippon abrufbar. Wer eine Auflistung der einzelnen Sessions von Tag 2 möchte, wird hier und hier, ebenfalls auf der offiziellen Webseite der Rennserie fündig. Zwei weitere, offizielle Testtage werden am 20. und 21. März in Fuji stattfinden. (Yankee)

// Die offizielle Präsentation der Formel Nippon wird am 26. März in Tokyo stattfinden. Entgegen einiger Gerüchte wird es 2012 (noch) keine Rückkehr des Freien Trainings am Freitag vor jedem Rennwochenende geben, auch die angedachte Änderung des Rennformats (längere Rennen, zwei Pflichtboxenstopps) wird es in diesem Jahr nicht geben. (Yankee)

// Im Rahmen der Feierlichkeiten in Suzuka hat die JRP (Japanese Race Promotion) einige interessante Informationen zur Zukunft der Formel Nippon bekanntgegeben. Zum einen wurde über die schon länger geplante Expansion der Serie in den asiatischen Raum gesprochen. Konkrete Pläne gäbe es zwar noch keine, möglich wäre allerdings ein Rennen auf der F1-Strecke in Süd-Korea, vielleicht zusammen mit der Super GT, die 2013 dort das erste mal gastieren wird. In wie fern die Verhandlungen mit den Streckenbetreibern und Organisatoren vor Ort verläuft, liegt allerdings auch an der Wirtschaftslage. Die lediglich in einer Skizze vorhandenen Ideen für ein Rennen in Singapur sind derzeit hingegen komplett auf Eis gelegt, da hinter dem Bau einer permanenten Rennstrecke in Changi (für internationale Rennserien abseits der Formel 1, zum Beispiel der MotoGP) ein großes Fragezeichen steht. Ursprünglich sollte der Bau für die kürzer als 3km lange Strecke spätestens Anfang 2011 beendet werden, aufgrund von unter anderem nicht zahlenden und abgesprungenen Investoren rechnet allerdings fast niemand mehr mit der Fertigstellung des Kurses.

// Des Weiteren wurde über System E, ein Energierückgewinnungssystem ähnlich KERS in der Formel 1, gesprochen. Nach derzeitigen Stand soll das System, nach einiger Verzögerungen, 2014 zusammen mit dem neuen Einheitswagen eingesetzt werden, da die beiden von Toyota und Honda entwickelten Systeme nicht sonderlich gut mit dem FN09 funktionieren. Erste Testfahrten, unter anderem in Fuji, ergaben deutlich langsamere Zeiten als mit dem aktuellen “Boost”-System. Mehr zu den Zukunftsplänen der Formel Nippon erfahrt ihr in unserer Saisonvorschau Anfang April. (Yankee)

 

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March 06 2012

07:03

NASCAR: Analyse Subway 500 Phoenix

Denny Hamlin machte deutlich, dass man in diesem Jahr wohl wieder mit ihm rechnen muss. Und Crew Chief Darian Grubb freute sich über einen gelungenen Einstieg.

Als Denny Hamlin nach dem Rennen zur obligatorischen Gatorade-Dusche des Siegers und zum Interview aus dem Wagen kletterte, dauerte es nicht lange, bis er den einen Namen nannte, der seiner Meinung nach den Sieg ermöglicht hatte: Darian Grubb. Der Crew Chief von Hamlin, der im letzten Jahr noch Tony Stewart zur Meisterschaft verholfen hatte, hatte mit einer einer etwas gewagten Strategie am Ende für den ersten Sieg von Hamlin seit dem Juni 2011 (Michigan) gesorgt. Damit geht für Grubb auch eine beeindruckende Siegesserie weiter. In den letzten 12 Rennen, stellte er sechsmal den Sieger. Eine Bilanz, die in der NASCAR auch eher selten ist, vor allem über so einen langen Zeitraum und wenn den Teamwechsel mit einbezieht. Dabei fuhr Hamlin lange Zeit ein unauffälliges Rennen, während sich vorne an der Spitze zwei Kontrahenten bekämpften.

Nach dem Start auf der im letzten Jahre renovierten Strecke von Phoenix setzte sich nach dem üblichen Geplänkel schnell Kevin Harvick an die Spitze. Knapp 60 Runden konnte er die die Führung behalten, dann übernahm der stark auffahrende Jimmie Johnson das Kommando. Der 5fach-Meister der letzten Jahre war mit einer gehörigen Portion Wut nach Phoenix gereist. Immerhin ist sein Daytona 500 nach einer Runde vorbei gewesen, und dann ist da noch die sechswöchige Sperre gegen Chad Knaus und dessen Stellvertreter, gegen die Hendrick allerdings Protest eingelegt hat. Daher konnte Knaus in Phoenix auf die Kommandos geben.

Die Hendrick Motorsport Mannschaft sah in Phoenix etwas besser sortiert aus. Johnson und Gordon bewegten sich über das gesamte Rennen in und um die Top Ten herum. Vermutlich wäre es für Johnson noch besser gelaufen, aber zur Mitte des Rennens hatte sich nach einem Stopp eine Radmutter gelöst und Johnson musste noch mal reinkommen, was seine Position auf dem kleinen 1 Meilen Oval nicht verbesserte. Danach lief es für Johnson etwas zäher, aber immerhin sprang am Ende ein vierter Platz heraus. Bei Jeff Gordon reichte es für P8.

Nicht so gut lief es für den Hendrick-Neuzugang Kasey Kahne. Ein geplatzter rechter Hinterreifen zerstörte seine Siegchancen schon in den ersten Runden, nachdem er mit linken Seite blöd die Mauer berührte und die Aufhängung verbog. Kahne kam zwar sehr viel später noch mal ins Rennen zurück, aber ein Traumstart war das sicher nicht. Bei Earnhardt lief es zäh. Phoenix gehört eh nicht zu seinen Lieblingsstrecken, dafür ist sie zu “Rundstreckenartig”. Er bewegte sich das gesamte Rennen um P20 herum und wurde am Ende immerhin Vierzehnter.

Während Junior also hinten herumgurkte, entwickelte sich an der Spitze ein schöner Zweikampf zwischen Kevin Harvick und Kyle Busch. Der Gibbs-Pilot hatte schon vor der Halbzeit die Führung übernommen, musste sich aber so ab Runde 130 mit einem heranstürmenden Harvick herumschlagen. Eine brisante Kombination, oder, wie es Darrell Waltrip ausdrückte: “There is not much love between those two”. Es entwickelte sich ein herzerfrischender Zweikampf zwischen den Beiden, den sich ein gut aufgelegter Mark Martin von P3 aus ansah. Harvick hatte zwar den schnelleren Wagen, kam an Busch aber nicht vorbei, weil dieser die Außenlinie belegte und so verhinderte, dass Harvick die volle Breite der Strecke beim Rausbeschleunigen nutzen konnte. Irgendwann wurde der Druck aber zu groß und Busch verbremste sich leicht. Er rutschte etwas von der Ideallinie und verlor so zwei Plätze. Danach tauchte er vorne nicht mehr auf.

Ab Runde 200 wurde das Rennen dann etwas hektischer. Wie bei Short-Tracks üblich, versuchte man sich in eine möglichst gute Potion für den Schlußspurt zu bringen, was wiederum zu ein paar kleinen Rempeleien und somit auch Unterbrechungen führte. Zwei davon sollten dann wichtig sein. Rund 80 Runden vor Schluss gab es eine Caution, dann noch mal rund 60 Runden vor Schluss. Das führte dann zu zwei unterschiedlichen Strategien. Diejenigen, die 80 Runden vor Schluss getankt hatten, (Harvick, Hamlin, Biffle) waren etwas knapp mit dem Sprit. Teilweise fehlten Harvick 9 Runden. Das besserte sich, als Carl Edwards mit Ryan Newman aneinander geriet und 50 Runden vor Schluss noch mal eine längere Gelbphase eintrat. Damit waren sowohl Harvick, als auf der Führende Hamlin wieder im Spritfenster.

Hamlin setzte sich vorne ein wenig, weil Harvick immer noch etwas sparen musste. Doch 10 Runden vor Schluss blies Harvick zur Attacke auf Hamlin und er schaffte es, sich fast an die Stoßstange des Toyota zu hängen. Ein durchaus spannendes Finish bahnte sich an, doch dann ging Harvick am Ende doch der Sprit aus und rollte knapp vor Greg Biffle ins Ziel.

Weitere Fahrer:
- Martin Truex jr & Mark Martin – Die beiden Waltrip-Piloten führten das Rennen zeitweise an und machten überhaupt einen starken Eindruck. MWR scheint zumindest zum Start der Saison gut aufgestellt zu sein.

- Montoya kam an allen Streckenfahrzeugen unbeschadet vorbei, tauchte aber nur selten in den Top 10 auf. Am Ende sprang nur P11 raus.

- Marcus Ambrose hatte viel Pech. Lag aug P3, sah schnell aus, da ging ihm der Motor hoch.

- Ebenfalls Pech hatte Tony Stewart. Der lag lange in den Top 5. Dann stellte er in einer Gelbphase den Motor ab und dieser ging dann nicht mehr an. Die Reparatur der Zünd- und Einspritzanlage dauerte dann 2 volle Runden.

Alle weiteren Ergebnisse dann hier, ebenso der Stand in der Meisterschaft.

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Tags: NASCAR

March 05 2012

11:30

TV Rechte 2012: Wer zeigt was?

Die Motorsport Saison 2012 beginnt langsam wieder Fahrt aufzunehmen, und daher gibt es wie die letzten Jahr schon eine Vorschau vom Racingblog, wo es welche Rennserie zu sehen gibt.

Auch 2012 gibt es wieder einiges an Motorsport im Fernsehen zu sehen, bei den übertragenden Sendern hat sich nicht viel geändert. Die Situation der Internet-Streams ist dagegen in Bewegung. So gibt es dieses Jahr wohl zum ersten mal die V8 Supercars Live als Stream ohne “Geoblock” in Deutschland zu sehen. Bei den zwei größten Motorsportserien der Welt sieht es leider anders aus. Bei der Formel1 gibt es wie die letzten Jahre schon keinen offiziellen Stream, sondern nur ein Livetiming für registrierte User der Internet Seite. Auch bei der NASCAR sieht es nicht besser aus. Dort besitzt der Turner-Konzern sämtliche Internet Rechte für 2012. Und der machte bisher keine Anstalten, Rennen im Internet zu streamen (abgesehen von den Rennen auf TNT, die es dann im Racebuddy aus 10 verschieden Perspektiven gibt). Hoffen kann man allerdings auf das nächste Jahr: Anfang Februar hat die NASCAR die gesamten Online Rechte samt Livestreaming-Möglichkeiten ab 2013 von Turner zurückgekauft.

Insgesamt lässt sich allerdings feststellen, dass immer mehr Serien ihr Produkt auch übers Internet via offiziellen Livestreams und Interviews verbreiten. Zum Beispiel die oben erwähnte V8 Supercars oder die BTCC. Andere Serien übertragen sogar teilweise die ganzen Racedays samt Rahmenserien im Internet, etwa die ADAC GT Wochenende (abgesehen von den “Hauptrennen” der GT Masters) und die FFSA GT (Französische GT3 Meisterschaft). Als interessant lässt sich zudem sehen, dass vor allem der ACO wohl gemerkt hat, welche Möglichkeiten das Internet bietet. So wurden letztes Jahr die ALMS (American Le Mans Series) und die WEC (World Endurance Championship) komplett live gestreamt. Manche Dinge werden sich wohl nie ändern, und so gibt es auch dieses Jahr wieder keinen (legalen) Stream von MotorsTV – schade, da mal dieses Jahr einige interessante Serien überträgt.

Die folgende Übersicht ist nach den vorhanden Infos vom 4. März , wird allerdings im Laufe der Saison erweitert bzw geupdate wenn es neue Informationen gibt. Kleiner Hinweis: Eurosport zeigt sein Programm sowohl live, als auch on demand über den Eurosportplayer.

Eine generelle Übersicht der Streams haben wir auch zusammen gestellt.

Formelserien

F1 – sky/RTL
Sky hat den Vertrag wie schon letztes Jahr wieder um 1 Jahr verlängert, und zeigt alle Trainings, Qualifikationen und Rennen. Die Vorberichte und Nachberichte für die Rennen wird aus dem Sky Sport News Studio kommen. Zudem sind Jacques Schulz , Marc Surer und Tanja Bauer vor Ort. sky HD Kunden, die ein iPad haben, können die F1 wohl auch live über die skyGo Applikation schauen.
Bei RTL wird die Übertragung so ähnlich aussehen wie schon die letzten Jahre. Das heißt: FP3, Qualifikation, Rennen.
Die Freitags-Trainings wird es nach aktuellem Informationsstand nicht im Free TV geben, da Sport 1 aus der Übertragung aussteigt.

GP2 – sky
Alle Rennen der GP2 Meisterschaft werden live auf Sky übetragen

GP3 – Euro(2)
Die Rennen der GP3 werden wie letztes Jahr schon auf Eurosport (2) live oder mit delay gezeigt.

Formel Renault 3.5 – Euro(2)
Auch die Formel Renault 3.5 gibt es wieder auf Eurosport (2) live oder As-live zu sehen.

Auto GP World Series – Euro(2)
Eurosport (2) überträgt dieses Jahr alle Rennen der AutoGP live.

F2- MotorsTV, Stream
Die Formel 2 gibt es auch dieses Jahr wieder Live auf MotorTV. Zudem sollte es einen offiziellen Stream auf formulatwo.com geben.

F3 Euro – n-tv (?)
Bis jetzt gibt es keine Infos ob n-tv auch dieses Jahr wieder die Formel 3 Euro Series überträgt. Allerdings darf man darauf hoffen, nachdem der Sender die letzten Jahre sogar die Formel 3 Rennen aus Macao gezeigt hat. Sollte n-tv einsteigen, werden die Rennen auch auf deren Homepage gestreamt.

European F3 Open – MotorsTV / Stream (?)
Alle Rennen gibt es wohl Live oder Re-Live auf MotorsTV. Im vergangenen Jahr hat man die Läufe außerdem im Stream unter www.livestream.com/f3open gezeigt.

US-Racing

NASCAR Sprint Cup – Motorvision/ServusTV 
11 Rennen (Daytona+Chase) werden dieses Jahr live auf Motorvision gezeigt. Zudem überlegt man, weitere ausgewählte Rennen live zeigen. Von den restlichen Rennen wird es ausführliche Zusammenfassungen geben.
ServusTV zeigt dieses Jahr auch wieder den Sprint Cup als Zusammenfassung immer Montags gegen 23 Uhr. Zudem plant man wohl einige Rennen live zu übertragen, hierbei dürfte es sich wohl um Nachtrennen handeln. Bestätigt ist das aber noch nicht.

NASCAR Nationwide Series – MotorsTV
MotorsTV plant dieses Jahr alle Rennen live oder As-Live zuzeigen.

Indycar
Die Indycar Series wird es wahrscheinlich auch 2012 nicht im Deutschen Fernsehen geben. Auch die Chancen auf ein Livestream sind eher gering.

Tourenwagen

WTCC – Euro
Wie gehabt. Eurosport ist Host-Broadcaster und wird alle Rennen + Qualifying auf Eurosport und Eurosport2 (live) zeigen.

BTCC – itv4
Die BTCC wird dieses Jahr samt kompletten Raceday wieder auf ITV4 gezeigt. Zudem gibt es einen legalen Stream, der allerdings mit “Geoblock” versehen ist.

DTM – ARD
Nicht neues.

GT1/GT3/GT Endurance – Stream
Die SRO Serien werden wie letztes Jahr schon komplett im Internet übertragen und danach VoD gestellt. Inwiefern es eine Übertragung der GT1 WM bei Sport1(+) gibt, steht noch nicht fest. Allerdings ist noch nichts im TV Plan von Sport1 eingetragen, sodass man von einer Nicht-Übertragung ausgehen muss. Den Stream findet man auf der jeweiligen Homepage der Serien.

ADAC GT – Kabel 1
Trotz schwacher Einschaltquote hält Kabel 1 weiter an der ADAC GT Masters fest, die Rennen werden jetzt allerdings um 12:15 erst gestartet. Ob die Rahmenrennen (so wie 2011) wieder via Internet-Stream versendet werden, ist derzeit noch ungewiss.

VLN – Sport1 (Zusammenfassungen)
Es wird Ausschnitte aus den Rennen in verschiedenen Programmen (DMAX, Motorvision, Sport1) zu sehen geben, mehr aber nicht. Die 24H werden bei Sport1 laufen.

Porsche Supercup – Sky/Euro2
Sky überträgt die Serie auch 2012. Sollte auch bei Eurosport(2) zu sehen sein.

Porsche Cup – Sport1(+)?
Sport1(+) dürfte wohl wieder die Rennen des Porsche Carrera Cup zeigen. Zudem sollte es einen Livestream geben.

Scirocco Cup – MotorsTV/Sport1(+)
Läuft auf MotorsTV. Auch auf Sport1(+) eventuell zu sehen. Außerdem hatte VW im letzten Jahr ein verstecktes Livestream Angebot, das auch dieses Jahr wieder da sein könnte.

V8 Supercars – MotorsTV (1 Woche zeitversetzt) / Livestream
MotorsTV. Bathhurst 1000 wird live gezeigt, der Rest mit delay (1 Tag – 1 Woche). Zudem gibt es einen Livestream unter www.v8supercars.com.au, auf dem auch einige der Rahmenrennen zu sehen sind.

Superstar Serie – MotorsTV
Die interessante und gut besetzte italienische Serie läuft live auf MotorsTV.

International GT Open – MotorsTV
Die Rennen der Südeuropäisch geprägten Meisterschaft gibt es wieder auf MotorsTV und mit offiziellem Livestream (www.gtopen.tv) dieses Jahr zu sehen.

GT Sprint – MotorsTV
Die Rennen der GT Sprint (fährt zusammen mit der Superstars Serie) gibt es dieses Jahr wieder Live auf MotorsTV.

Ferrari Challenge Europa – MotorsTV
Live auf MotorsTV

Prototypen

WEC – Euro2
Eurosport(2) überträgt die Rennen wohl dieses Jahr wieder. In welchem Umfang die Rennen übertragen werden steht noch nicht fest. Zudem könnte es wieder einen Live Stream geben.

LMS – MotorsTV 
Die LMS läuft dieses Jahr auf MotorsTV, zudem soll es einen Livestream geben. Inwiefern Radio Le Mans von den Rennen berichtet, steht noch nicht fest.

24 H Le Mans – Eurosport
Auch in diesem Jahr gibt es wieder die kompletten 24 Stunden live bei Eurosport.

ALMS – MotorsTV
MotorsTV wird auch dieses Jahr wieder die meisten Rennen der ALMS live zeigen. Zudem gibt es die Rennen, die man nicht live zeigt As-Live. Auch wieder geplant: Ein guter Livestream auf der Homepage der Serie mit dem Kommentar der Jungs von Radio Le Mans.

GrandAm – MotorsTV
Die Rennen der GrandAm gibt es dieses Jahr auf MotorsTV fals Speed auch live überträgt. Ansonsten gibt es die Rennen mit delay.

Japan

Super GT
Die überaus interessante Super GT wird man leider auch dieses Jahr allenfalls über einen Stream aus den unendlichen Rändern des Internets verfolgen könnnen.

Formel Nippon
Auch die Formel Nippon wird es wohl nicht auf legalem Wege zu sehen geben.

Argentinien

Turismo Carretera / TRV6 / TC2000
Die höchste argentinische Rennklasse gibt es 2012 via (offenbar) offiziellem Stream auf justin.tv/tcarretera. Ebenfalls einen Livestream gibt es zur Silhouetten-Serie TRV6 (unter trv6.com.ar). Die Qualität beider Streamingangebote liegt allerdings, wie man so schön sagt, im Auge des Betrachters. Die vermutlich beste Tourenwagenserie Südamerikas, die TC2000, wird wird wohl leider auch weiterhin keinen offiziellen Stream bereitstellen.

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March 04 2012

17:29

Formel Eins: Testfahrten Barcelona 04.03.2012

Red Bull steckt vielleicht in größeren Problemen, als man bisher angenommen hat. Heute war wieder kein sehr guter Tag für das Weltmeisterteam.

Die neuen Updates, die gestern mit dem neuen Chassis das erste Mal ausprobiert wurden, sind schwer einzuschätzen. Einige Beobachter, wie im vorherigen Artikel schon beschrieben, sehen eine clevere Lösung, die man angebracht hat. Offenbar hat sich Newey auch von der Auspuffführung des Sauber und des McLaren inspirieren lassen. Aber merkwürdig ist dieser Totalumbau des Hecks schon, so zwei Tage vor Schluss der Tests. Dazu kam dann heute noch ein kleiner Ausflug von Vettel ins Kiesbett und ein Getriebeproblem. Beides kostete das Team fast den gesamten Tag, was ein ziemlicher Rückschlag sein dürfte. Weil nun auch Daten fehlen, darf man gespannt sein, welche Variante des RB8 in 14 Tagen in Melbourne an den Start gehen wird. Man dürfte bei Red Bull einiges an Arbeit vor sich haben.

Wobei man aber nicht vergessen sollte, dass der RB8 bisher sehr schnelle und vor allem konstante Zeiten gezeigt hat. Auf den Longruns sah der RB8 schon vor dem Umbau wie der Wagen aus, den es zu schlagen gilt. Immerhin bringt man aus dem letzten Jahr ein guten Vorsprung mit, den andere Teams nicht so leicht aufholen dürften. Aber die Änderungen im Heck und beim Mapping der Motoren sind offenbar gravierender, als gedacht. Dazu kommen die neuen Pirelli-Mischungen, die ebenfalls einen Effekt haben könnten.

Die Frage ist, warum Red Bull das Heck und die Abgasführung so spät noch komplett umgebaut hat. Das es ein geplantes Update war, kann ich mir nicht vorstellen, vieles deutet darauf hin, dass man mit sehr heißer Nadel gestrickt hat. Da es heute und gestern keine aussagekräftigen Zeiten des Teams gab, ist es schwer, etwas genaueres zu sagen. Das aber ein Vettel während eines Tests mal durchs Kiesbett fegt, ist dann schon bemerkenswert.

Auch McLaren hat am Wochenende neue Updates mitgebracht. Man spricht von der “Melbourne-Aerodynamik”, was darauf schliessen lässt, dass man in diesem Jahr ein gewaltiges Tempo bei der Entwicklung vorgeben wird. Im letzten Jahr war man durch die Probleme mit dem Unterboden lange gehandicapt, in diesem Jahr läuft der Wagen direkt richtig gut. Die Zeiten sehen gut, aber vor allem der Reifenverschleiss ist ziemlich gering. Jenson Button fuhr heute etliche, sehr imposante Longruns. Ein Beispiel:

Button:
29.2, 29.3, 29.3, 29.6, 30.0, 30.0, 30.4, 30.6, 31.3

Ein weiterer:
29.7, 29.4, 29.8, 29.8, 29.9, (31.5), 30.3, 30.5, 30.8, 31.1, 31.3

Auffallend ist der gleichmäßige Drop-Off der Zeiten, es geht beständig, aber in kleinen Schritten nach unten und oder der Zeitverlust hält sich einigermaßen in Grenzen, auch wenn der Red Bull in der Disziplin vor dem Umbau etwas besser aussah. Bei McLaren ist man jedenfalls sehr zufrieden und man sieht sich in einer guten Position für die ersten Rennen. Ob man sogar die Nase vor Red Bull hat, ist schwer zu beantworten. Zeitweise konnte man zumindest das Gefühl haben, dass zwischen beiden Teams nur wenige Zeitsppäne liegen. Wenn man den guten Speed des McLaren nimmt, den niedrigen Reifenverschleiss und einen Fahrer wie Button, der mit so einem Wagen sehr konstante, schnelle Runden hinlegen kann und später an die Box kommt, dann dürften die Siegchancen für McLaren richtig groß sein.

Ferrari einzuschätzen fällt auch am Ende der Testwochen sehr schwer. Einerseits hat man die anfänglichen Probleme wohl in den Griff bekommen, andererseits scheint man den F2012 immer noch nicht komplett verstanden zu haben. Das austüfteln der Abstimmung dauert lange, ebenso hat man mit der Position des Auspuff experimentiert, was auch kein so gutes Zeichen ist, wenn es denn nicht geplant war. Die Probleme des Ferrari sind zumindest sichtbar: Zu wenig Abtrieb, zu viel Reifenverschleiss. Ferrari fuhr in den letzten Tagen mit den neuen Updates keine richtigen Longruns mehr, deswegen ist ein Vergleich schwer zu ziehen. In der englischen Presse geht man davon aus, dass der F2012 langsamer ist, als man denkt. Dafür spricht auch der Maulkorb, den Ferrari seinen Fahrern verpasst hat. Durchgesickert ist wohl, dass der neue Wagen zunächst (mal wieder) nicht in Top 3 Form ist.

Bei Mercedes hatte man sehr produktive Testwochen. Auffallend waren zwei Dinge: Der Wagen ist deutlich schneller geworden, die Fahrer beklagten sich kaum und vor allem gab es mit dem neuen Wagen, obwohl man den Jerez-Test mit dem alten Modell bestritt, keinerlei technische Probleme. Sorgen macht man sich aber über den Reifenverschleiss, denn hier ist man deutlich im Hintertreffen. Mit den weichen Reifen verliert man in 10 Runden so um die 2.5 Sekunden.

Ein Beispiel von Schumacher:
22.9, 24.8, 25.1, 25.3, 25.5, 25.7, 25.7

Das ist einfach zu viel, wenn man bedenkt, dass man die Supersoft vor allem für kurze, schnelle Stints einsetzen möchte. Bei den anderen Mischungen sieht es besser aus, aber auch nicht gut. Nun wird man abwarten müssen, wie sich der Wagen auf welchen Belägen und bei unterschiedlichen Temperature wie verhält, aber die Vergangenheit hat gezeigt, dass Team die entweder auf der einen (zu viel) oder der anderen Seite (zu wenig) beim Reifenverschleiss standen, das Problem auch über die Saison selten in den Griff bekommen haben. Aber einen deutlichen Schritt nach vorne sollte man gemacht haben.

Schnell sieht auch der Lotus aus, denn Räikkönen legte heute eine Bestzeit hin. Und gleich die schnellste Zeit, der gesamten Testwoche. Schön für den Finnen, aber nicht sehr glaubhaft. Kimi dürfte, bei allem Respekt für sein Können, noch weit von einer Topform entfernt sein, und in diesem Zusammenhang sollte man die Zeit auch sehen. Auffallend ist aber, dass der Lotus gut mit den Reifen umgeht. Ich dachte erst, die andauernden 28er, 29er und 30er Zeiten seien der Versuch, mit möglichst konstanten Runden eine Reifenverschleissmessung zu fahren, aber die ganze Woche? Lotus scheint ein wenig das erste “dark horse” in der erweiterten Spitzengruppe zu sein. Oder sie haben halt “Sponsorzeiten” gefahren.

Unauffällig, aber sehr schnell, waren auch die Sauber. Keine Spitzenzeiten, das ist klar, aber schnell genug, um Richtung Top 5 zu schielen. Auffallend gut sind die langen Stint mit wenig Reifenverschleiss und das der Sauber im letzten Jahr schon mal gerne den ein oder anderen Stopp weniger eingelegt hat, könnte dies auf die Strategie schliessen lassen, die man bei der Konstrktion angewandt hat. Nicht superschnell auf eine Runde, aber konstant schnell für 15+ Runden.

Dahinter wird es dann düster in Sachen Einschätzung. Beobachter vor Ort waren der Meinung, dass Force India bei weitem nicht so gut sei, wie es dem Anschein habe. Vor allem auf eine schnelle Runde, in der Quali im so engen Mittelfeld ja auch nicht unwichtig, soll der Wagen nicht gut aussehen. Die Longruns dagegen scheinen ok zu sein.

Toro Rosso hat mir Sicherheit einen schnellen, bisher aber auch sehr anfälligen Wagen. Mit zwei neuen Fahrern, von denen einer (Vergne) noch nie in der F1 unterwegs war, dürfte die Weiterentwicklung auch eher beschwerlich werden. Im Moment sehe das Team jedenfalls hinter Sauber und Force India.

Bei Williams gibt es etwas Licht, aber auch viel Schatten. Der FW34 ist schneller als sein Vorgänger, hat aber laut Aussage der Fahrer Probleme in den langsamen Kurven. Ein Schritt nach vorne, und einer zurück also, dazu kommen auch beim britischen Team zwei Fahrer, die jetzt nicht gerade für ihre Entwicklungskompentenz berühmt sind.

CaterhamF1 sieht weiter nicht so aus, als habe man gute Karten in der Hand. Kovalainen meinte zwar, dass man so um die 0,3 Sekunden hinter dem Mittelfeld sei, aber das ist eine sehr optimistische Einschätzung. Bei Caterham reicht es, sich die langsamsten Zeiten anzuschauen und das steht gerne mal eine 34er Zeit. Sowas hat man werder bei Sauber noch bei den anderen Teams gesehen.

Wie genau sich das Feld sortieren wird, kann man sowieso erst nach der zweiten Quali-Session in Melbourne und in Malaysia sehen. Die große Vorschau zur F1-Saison 2012 folgt natürlich noch bis zum Start der Saison in Melbourne.

(Anmerkung zu den Bildern: Aus Testzwechen im neuen Layout sind die Bilder anders verlinkt.)

F1_BarTest04_03_2012_1 F1_BarTest04_03_2012_2 2012 F1 Testing Barcelona 2012 F1 Testing Barcelona F1_BarTest04_03_2012_5 F1_BarTest04_03_2012_6 F1 Testing in Barcelona - Day Four F1 Testing in Barcelona - Day Four F1 Testing in Barcelona - Day Three Lewis Hamilton Testing Lewis Hamilton Testing F1_BarTest04_03_2012_12 Motor Racing - Formula One World Championship - Barcelona F1 Test - Day 4 - Barcelona, Spain Motor Racing - Formula One World Championship - Barcelona F1 Test - Day 4 - Barcelona, Spain F1_BarTest04_03_2012_15 TEST F2012 BARCELLONA 1 TEST F2012 BARCELLONA 1

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March 03 2012

18:03

Formel Eins: Testfahrten Barcelona 03.03.2012

Überrachung am dritten Testtag in Barcelona. Red Bull hat ein fast komplett neues Auto mit gebracht. Eine ungewöhnliche Strategie.

Schon gestern Abend kündigte Red Bull an, dass man den Samstag mit einem deutlich überarbeiteten RB8 angehen wollte. Und die Änderungen sind in der Tat recht groß. Neuer Frontflügel, neuer Heckflügel, ein paar kleinere Veränderungen an Seitenkästen. Doch der größte Unterschied zum bisher gefahrenen Modell ist die Lage des Auspuff. Red Bull hat ihn etwas weiter nach hinten gelegt und praktisch eine Art angeblasenes Heck entwickelt, wie man auf einem Foto bei F1technical sehen kann. (Ein HQ-Bild gibt es hier, ein weiteres, aber kleineres Bild hier). Gary Anderson von autosport.com ist der Meinung, dass die Lage des Auspuff das Heck etwas besser anströmt, bzw. die Auspuffgase in den Luftfluss integriert werden. Überraschend ist eine so tiefgreifende Änderung am Wagen aber schon. Mit nur noch zwei Testtagen muss man sich schon sehr sicher sein, dass die Updates funktionieren. Oder es hat vorher Probleme am Wagen gegeben, die man als Außenstehender nicht gesehen hat.

Denn offensichtlich sind die Änderungen unter großem Zeitdruck entstanden. Adrian Newey ist in Barcelona nicht aufgetaucht, stattdessen arbeitete er wohl weiter im Red Bull Technologycenter an der Weiterentwicklung des RB8. Dabei machten die Zeiten des RB8 einen guten Eindruck, auch ohne die Updates. Es gab zwar Stimmen, die meinten, dass Red Bull mit weniger Sprit im Tank als McLaren unterwegs gewesen sei, aber das nun wirklich pure Spekulation, da die Betankungsmenge nie kommuniziert wird.

Mark Webber war heute derjenige, der den RB8 in der 2.0 Version ausprobieren durfte, klare Zeiten kamen dank mangels Longruns aber nicht zustande. Ein 10-Runden-Stint bewegte sich in folgenden Dimensionen:

29.6, 29.6, 29.8, 29.8, 30.6, 30.2, 30.5, 30.8, 31.3, 32.2

Wenn das ein Test mit vollem Tank war, sind das keine schlechte Zeiten. Auch im Vergleich zu Ferrari, wo Massa heute auf einem ähnlichem Stint folgende Zeiten fuhr:

30.1, 30.2, 30.6, 30.3, 30.4, 30.7, 31.8, 31.4, 31.8

Ein anderer Stint sah so aus:

29.7, 30.1, 30.0, 30.1, 30.6, 31.5, 32.1

Sollten das “echte” Zeiten gewesen sein, bestätigt sich die Tendenz der letzten Tage. Ferrari hat deutlich zugelegt, aber in Sachen Reifenverschleiss hat man weiter ein Problem. Das gilt auch für den Vergleich mit McLaren, die heute wieder keine Zeiten hinlegten, aus denen man viel raus lesen könnte. Wie gut der neue Red Bull auch gegenüber dem McLaren ist, wird sich vielleicht morgen, beim letzten Testtag etwas deutlicher zeigen.

Bei Mercedes ist man einerseits zufrieden, dass man wohl einen Wagen hat, der zumindest das Podium in Reichweite bringt, allerdings bestätigte Schumacher nach dem gestrigen Test den Eindruck, die ich auch schon etwas länger habe. Der Wagen geht gut auf eine Runde, aber der Drop-Off ist höher, als bei Ferrari, McLaren oder Red Bull. Das macht dem Team aber offenbar deutlich weniger Sorgen, denn es gilt der alte Spruch von Colin Chapman: Es ist leichter, ein schnelles Auto standfest zu machen, als ein langsames, standfestes Auto schnell zu machen. Dennoch ist der erhöhte Verschleiss ein Problem, vor allem, wenn alle Top Team eng zusammen liegen. Da man dann auf der Strecke kaum überholen kann, wird der Verschleiss und vor allem die Kürze oder Länge des letzten Stint entscheidend für die Position am Ende des Rennens sein.

Es ist schon schwer, vorne eine Rangordnung zu finden, aber im Mittelfeld ist es quasi unmöglich. Ich habe den Eindruck, dass der Sauber C31 in diesem Jahr besonders gut geht, auch die Reifenverschleiss hält sich, wie ja schon fast traditionell bei Sauber, in engen Grenzen. Mit einer interessanten Besonderheit wartete der C31 heute noch auf. Über den Seitenkästen hat man noch einen Flügel angebracht, der anscheinend konform mit dem Regelement ist. Sieht etwas merkwürdig aus und dient weniger dem Abtrieb, denn mehr der Luftführung über dem Lufteinlass. Aber aus den Zeiten von Sauber, Toro Rosso, Lotus und Force India kann man beim besten Willen wenig rauslesen. Schon im letzten Jahr ging es in der Quali zwischen den Team teilweise um Hunderstel Sekunden, von daher liefern die Testtage da wenig Erkenntnisse.

Weiterhin eine Baustelle ist der Caterham, wenn man sich die Longruns so anschaut, liegt man so um die zwei Sekunden hinter dem Mittelfeld. Selbst Williams scheint einen Schritt nach vorne gemacht zu haben. Bisher gab es nicht eine schnelle Zeit des Teams, die andeuten könnte, dass der Caterham auch nur in die Nähe von Q2 kommen würde.

Morgen gehen die Testfahrten zu Ende, vielleicht sieht man dann noch ein paar interessante Vergleichszeiten.

F1_BarTest03_03_2012_1 F1_BarTest03_03_2012_2 2012 F1 Testing Barcelona 2012 F1 Testing Barcelona 2012 F1 Testing Barcelona F1_BarTest03_03_2012_6 F1_BarTest03_03_2012_7 F1 Testing in Barcelona - Day Three F1 Testing in Barcelona - Day Three F1 Testing in Barcelona - Day Three F1_BarTest03_03_2012_11 F1_BarTest03_03_2012_12 Motor Racing - Formula One World Championship - Barcelona F1 Test - Day 3 - Barcelona, Spain TEST F2012 BARCELLONA 1 TEST F2012 BARCELLONA 1 F1_BarTest03_03_2012_16 F1_BarTest03_03_2012_17 sauberfluegel

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March 02 2012

18:08

Formel Eins: Testfahrten Barcelona 02.03.2012

Ähnlich wie gestern, fuhren die Teams nur wenig Aussagekräftige Londruns. Stattdessen probierte man weiter neue Teile, sowohl mechanische, wie aerodynamische.

Auch nach dem zweiten Tag in Barcelona, kann man noch wenig über die Form der Teams sagen. Die meisten Teams waren zwar sehr fleissig heute, teilweise fuhr man über 100 Runden, aber genaue Aussagen lassen sich kaum treffen. Das gilt vor allem für die Rangordnung in der Formel Eins. Wirft man einen nur oberflächlichen Blick auf die Zeiten, könnte man den Eindruck bekommen, dass Red Bull noch etwas sehr viel bastelt, ebenso McLaren, während Ferrari fleissig Renndistanzen übt. Das stimmt so nicht, wie die Rundenzeiten belegen, wenn man sie mal nebeneinander legt. Dann stellt man fest, dass Red Bull gegenüber Ferrari und Mercedes immer noch einen ziemlich großen Vorteil hat.

Und der dürfte beim Reifenverschleiss liegen. Es ist schwer, die Zeiten zu vergleichen, weil ich nicht immer die genaue Reifenmischung zur Hand habe, die genutzt wurde. Aber man findet über die Tage verteilt zumindest ähnliche Stints und kann einen Querschnitt des Drop-Off feststellen. Ein typischer kurzer Stint von Red Bull sieht so aus:

Vettel heute mit seinem längstem Stint:
28.8, 29.0, 28.6, 28.7, 28.9, 28.8, 28.9, 29.8, 29.3

Dagegen Alonso:
29.1, 29.2, 29.3, 29.7, 29.9, 30.3, 30.7

Der Drop-Off scheint bei Red Bull so bei 1.5 Sekunden auf 10 Runden zu liegen, bei Ferrari ist er doch etwas höher. Auch wenn es nur um Zehntel geht, auf eine Renndistanz gesehen, potenziert sich dieser Nachteil schon. Zwar hat Ferrari das Problem verglichen zu den ersten Testwochen besser in den Griff bekommen, doch man ist noch nicht da, wo man gerne sein würde. Bei Rennen, in denen der Asphalt besonders heiss ist, dürfte das Problem noch etwas größer werden.

Mercedes scheint da mit dem Verschleiss ebenso Probleme zu habe. Einen richtigen Longrun fuhr man heute nicht, dafür simulierte man wohl einen schnellen ersten oder zweiten Stint. Die Zeiten sind nicht schlecht, aber sie fallen auch recht flott in den Keller:

Schumacher:
24.8, 24.7, 25.0, 26.0, 26.1, 26.3, 26.6, 26.6

Ein anderer Stint:
24.4, (29.6), 25.2, 25.5, 26.0, 26.6, 26.2, 26.5

Dieser Drop-Off zieht sich durch alle bisherigen Tests. Der W03 scheint von der reinen Geschwindigkeit auf dem Niveau von Ferrari zu sein, denen ihrerseit Zeit nach vorne fehlt. Bei den Longruns ergibt sich im Moment eventuell ein kleiner Vorteil für die Italiener. Der ist aber so gering, dass er auf Strecke wenig ausmachen dürfte. Zumindest kann man sagen, dass Mercedes in diesem Jahr besser aufgestellt und nicht mehr im Niemandsland zwischen den Top3 und dem Mittelfeld unterwegs ist. Und zufrieden ist man bei Mercedes auch. Schumacher verkündete, dass man in allen Belangen die Testziele erreicht habe, die man sich vorgenommen hatte. Man begibt sich also schon in die Weiterentwicklung, was ein gutes Zeichen ist.

Zu McLaren kann ich heute gar nicht sagen. Hamilton fuhr zwar 65 Runden, aber da war nich ein längerer Stint bei. Vermutlich hat man den Freitag dazu genutzt, Vergleichswerte mit neuen Teilen einzufahren.

Verdächtig gut war Lotus unterwegs. Man sicher etwas nachzuholen, aber der Eindruck aus Jerez, dass der Lotus gar nicht so schlecht ist, verstärkt sich doch deutlich. Grosjean war fast den gesamten Nachmittag auf der Strecke und fuhr einige interessante Longruns. Auch hier geht es mehr um den Drop-Off, weniger um die reinen Zeiten. Grosjean fuhr einen bemerkenswert gleichmäßigen Stint mit wenig Zeitverlust:

Grosjean:
29.3, 29.3, 29.5, 29.5, 29.6, 29.3, 29.4, 29.6, 29.7, 30.9, 30.6, 30.3, 30.6

Diese und ähnliche, sehr gleichmäßigen Zeiten bei offenbar recht voll getanktem Wagen erzielte Grosjean mehrfach und scheinbar problemlos. Sicher geht es Lotus, nach dem Umbau an der Vorderachse, sicher auch noch darum zu sehen, wie die Reifen sich bei langen Stint verhalten. Aber schnell ist Lotus auch noch. In seinem letzten Stint zeigte Grosjean folgendes:

22.6, 23.8, 24.6, 24.4

Ich bin mir aufgrund der fehlenden Zeiten aus der letzten Woche noch nicht sicher, wo Louts steht, aber das sieht alles besser aus, als nach den Problemen befürchtet. Im vorderen Mittelfeld sind sie auf jeden Fall zu finden.

Force India kam heute kaum zum fahren, weil man Probleme mit dem Antrieb hatte und am Nachmittag gar nicht mehr auf die Strecke kam. Sauber beließ es heute bei sehr konstanten, teilweise langen Stint, während bei Toro Rosso auch der Fehlerteufel zuschlug und man nur wenig zum Fahren kam. Die italienische Red Bull Filiale wirkt zwar schnell, aber auch etwas anfällig. Auch zu Williams kann man wenig sagen. Von denen hat man noch keine richtigen Longruns gesehen, dort scheint man, nach den Fortschritten in der letzten Woche, doch wieder unzufrieden zu sein.

Bei Caterham scheint sich die Lage etwas stabilisiert zu haben. Mike Gasconye twittere letzte Woche, dass man da sein, wo man es erwartet hatte. Aber ob Tony Fernandes damit zufrieden ist? Ein langer Stint des Caterham fängt bei 30.0 an und hört dann 15 Runden später bei 32.3 auf. Das sind Seiten, die man weder von Sauber, noch von Force India gesehen hat, die derartige Volltank-Stints meist bei 28.x oder 29.x beginnen. Immerhin stimmt der Reifenverschleiss, trotz KERS und allem anderen. Caterham dürfte noch ein gutes Stück von den Punkten entfernt sein, aber man hat sich zumindest etwas nach vorne bewegt. Allerdings: Richtig schnelle Zeiten hat man vom Auto auch nicht gesehen, was keine guten Aussichen für die Qualifikation sind. Ein Zeichen dafür, dass man bei Caterham noch nicht so ganz zufrieden ist, belegt auch die Aussage von Riad Asmat, Caterham Group Chief Executive Officer: “Another very good day, and signs that we are starting to find out what this car can do.”

Am Wochenende testen die Teams weiter, vielleicht sieht man dann dort mal ein paar aussagekräftigeren Zahlen.

TEST F2012 BARCELLONA 1 TEST F2012 BARCELLONA 1 Motor Racing - Formula One World Championship - Barcelona F1 Test - Day 2 - Barcelona, Spain Motor Racing - Formula One World Championship - Barcelona F1 Test - Day 2 - Barcelona, Spain F1_BarTest02_03_2012_5 Lewis Hamilton Testing Lewis Hamilton Testing F1 Testing in Barcelona - Day Two Lewis Hamilton Testing F1 Testing in Barcelona - Day One F1 Testing in Barcelona - Day Two F1_BarTest02_03_2012_12 F1_BarTest02_03_2012_13 F1_BarTest02_03_2012_14 2012 F1 Testing Barcelona 2012 F1 Testing Barcelona F1_BarTest02_03_2012_17

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07:05

NASCAR: Vorschau Phoenix März 2012

Direkt nach dem verrückten Daytona 500 geht es an diesem Wochenende auf der – vor einem halben Jahr rekonfigurierten und neu asphaltierten – Shorttrack-Intermediate-Oval-Mischung in Phoenix weiter. Gemeldet haben sich für das 500-km-Rennen “nur” 44 Teams.

Der aPhoenix International Raceway wurde vergangenes Jahr generalüberholt und bekam ein ganz neues Gesicht verpasst, um das Racing in der Wüste zu verbessern. Soweit ich mich richtig erinnere, war das Chase-Rennen vom letztjährigen November kein so schlechtes, immerhin stritten sich Tony Stewart und Carl Edwards gerade um die Meisterschaft und mussten sich in Folge dessen bei der Phoenix-Ausgabe einem lachenden Dritten Kasey Kahne geschlagen geben. Kahne fuhr damit direkt vor seinem Wechsel zu Hendrick Motorsports den bisher letzten Sieg für Red Bull Racing ein, deren Team ja bekanntlich 2012 durch die Investoren von Burger King Racing übernommen wurde.

Kasey Kahne holte in besagtem November übrigens zugleich auch den ersten Erfolg für Hersteller Toyota auf dem unförmigen 1-Meilen-Oval ein. Seit 2003 ist die Strecke eigentlich eine reine Chevrolet-Domäne, da Hendrick und Earnhardt-Childress befeuerte Wagen satte 13 von 16 Ausgaben gewinnen konnten. Erst seit 2010 spuckte jeweils einmal zunächst Ford mit Carl Edwards und danach eben Toyota der General-Motors-Marke in die Suppe. Diese Siege kamen aber im November-Rennen im Chase zu Stande, während die Frühjahrsfahrt seit 2006 fest in Chevy-Hand sitzt. Letztes Jahr gewann Jeff Gordon dieses Rennen und beendete damit seine lange sieglose Serie von 66 Meisterschaftsläufen.

Das Phoenix-Rennen dürfte im Grunde genommen ziemlich interessant werden, denn nach der Ford-Dominanz von Daytona steht nun das erste “normale” Rennen im Kalender auf dem Programm. Es werden sozusagen die Weichen für die Regular-Season gestellt und wir erfahren, welches Team und welcher Hersteller sich am besten für das neue Jahr vorbereitet haben. Die Ergebnisliste der Chase-Ausgabe liest sich mit 5x Chevrolet, 3x Ford und 2x Toyota in den Top10 eigentlich genau wie der statistische Erwartungswert und die starken Teams waren zu Saisonende dann ja auch eher Stewart-Haas Racing und Roush-Fenway Racing. Ich denke, genau mit diesen Teams sollte man auch in Phoenix rechnen, wobei das natürlich schwer vorherzusagen ist.

Spannend wird es zu sehen sein, wie Hendrick Motorsports der Übergang nach 2012 geglückt ist, nachdem das Daytona 500 ja eher ein Reinfall für das wertvollste bzw. teuerste Team der NASCAR war. Jeff Gordon wird nach seinem Motorschaden nicht sehr glücklich sein, zumal er in Daytona eben nur fünf Meisterschaftspunkte holen konnte. Phoenix könnte sich nun als eine Motivationshilfe erweisen, denn das Frühjahrsrennen dort ging seit 2007 gleich zwei Mal an Gordon.

Noch schlimmer hat es Jimmie Johnson erwischt, der direkt dem ersten Big-One in Runde 2 zum Opfer fiel und somit nur zwei margere Pünktchen abstauben konnte, was aber natürlich ganz und gar nicht sein Anspruch sein kann. Blöderweise nutzen ihm diese Zähler so gut wie nichts, denn es kam noch heftiger: Nachdem der Hendrick-Chevy mit der #48 bei der technischen Abnahme vor dem ersten Daytona-Training vor über einer Woche wegen irregulärer Abmessungen an der C-Säule durchfiel, wurde dem Team direkt eine Strafe angedroht:

Das Resultat kam dann erst nach dem Daytona 500 in Form einer sechswöchigen Sperre von Crew-Chief Chad Knaus (plus 100.000 US-Dollar) sowie Car-Chief Ron Malec und dem Abzug von jeweils 25 Fahrer- sowie Owner-Punkten, was schon eine ziemliche Hausnummer darstellt. Johnson hat somit nach seinem DNF von Daytona noch einen zweiten De-facto-Totalausfall aufs Auge gedrückt bekommen und das direkt zu Beginn der Saison. Rick Hendrick hat das Urteil aber sofort angefochten, weshalb bis zur endgültigen Klärung der Situation Knaus und Malec weiterhin am Auto arbeiten dürfen. Ob NASCAR sich allerdings umstimmen lässt, wage ich zu bezweifeln.

Die einhellige redaktionelle Meinung zu dem Thema ist bekannt: Der Wagen war zu keinem Zeitpunkt überhaupt auf der Strecke, hatte dem Team somit keinen Vorteil gebracht und hätte einfach nachgebessert werden können! “No harm done”, wie man so schön sagt. NASCAR reagierte aber etwas sehr empfindlich, vermutlich weil man den anderen Mannschaften direkt klarmachen wollte, dass man irgendwelche Spielchen auf keinen Fall toleriert. Die harte Hand hat somit wieder einmal durchgegriffen.

Weitere Neuigkeiten gibt es aus dem nicht mehr sehr existenten Dodge-Lager, denn der Hersteller wird im nächsten Jahr auf die Flagschiff-Truppe von Penske Racing verzichten müssen. Roger Penske besinnt sich ab 2013 auf seine sehr wohl vorhandene, zuletzt neunjährige Vergangenheit (1994-2002) mit Ford, welche beiden Partnern immerhin 27 Siege einbrachte. Damit scheint die Marke Dodge im Sprint Cup vor dem Aus zu stehen, nachdem sich der Abgesang schon seit einigen Saison mehr oder weniger Leise ankündigte. In Las Vegas wollte der Hersteller eigentlich seine 2013er-Cup-Silhouette vorstellen, wobei nun fraglich ist, ob dies überhaupt geschieht. Ob man im nächsten Jahr alleine mit Robby Gordon antreten will? Ich könnte mir gut vorstellen, dass Dodge bzw. Chrysler seinen Ausstieg aus der NASCAR demnächst bekanntgeben wird.

In Phoenix gehen am Wochenende “nur” 44 Starter in die Qualifikation, weshalb ein Team vorzeitig die Heimreise antreten müssen wird. Das Wörtchen “nur” interpretiere ich nicht als “Was, so wenige Teams?”, sondern eher im Gegenteil: Nach der großen Ausdünnung des Feldes während der Off-Season bin ich einigermaßen überrascht, überhaupt mehr als 43 Autos am Start zu sehen. Gut, zwar sind viele kleinere Teams nachgerückt, das zeigt aber auch, dass die Luft ganz oben an der Spitze noch dünner geworden ist, als sie ohnehin schon war!

Auch das Geschacher um die Owner-Punkte treibt jetzt ganz merkwürdige Blüten, denn anscheinend geht NASCAR damit konform, dass auch während der ersten fünf Saisonrennen noch munter hin und her geschoben wird: So übernimmt die #32 von FAS-Lane Racing mit Terry Labonte am Steuer die Zähler des jetzt stillgelegten Roush-Fenway-Fords mit der #6, nachdem man seine eigenen Owner-Points vor Beginn des Daytona 500 an Michael Waltrips #55 und damit Mark Martin verschachert hat. Dort ist jetzt übrigens Bill Jenkins als Owner gelistet, den ich eher von Latitude 43 und der #26 kannte. Das soll noch mal Einer verstehen…

Zum Abschluss folgen an dieser Stelle wie gewohnt noch die Links (PDF) zu den aktuellen Ständen in der Fahrer- und Owner-Wertung sowie die Entry-List und ein Zeitplan für das Wochenende:

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 02.03.
19:00 Uhr, Nationwide Series Practice, SPEED
20:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
22:10 Uhr, Nationwide Series Final Practice, nicht im TV
23:30 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED

Samstag, 03.03.
19:00 Uhr, Nationwide Series Qualifying, SPEED
20:30 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED
22:00 Uhr, Nationwide Series Rennen (Bashas’ Supermarkets 200), ESPN2

Sonntag, 04.03.
20:30 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Subway Fresh Fit 500), FOX

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Tags: Motorsport

March 01 2012

18:49

Formel Eins: Testfahrten Barcelona 01.03.2012

Der erste Tag des letzten F1-Tests vor Saisonbeginn ist diesmal besonders schwer zu entschlüsseln. Klar scheint zu sein: Lotus hat sein Problem behoben, und will das die Welt auch wissen lassen.

Es war ein ganz besonders unübersichtlicher Testtag, den die Teams heute zu Beginn der viertägigen Australien-Generalprobe in Barcelona boten. Einen echten Long-Run fuhr niemand, die einzigen Zeiten, die vielleicht ein wenig mehr Aussagekraft haben, gab es bei Ferrari. Alle anderen Teams beschäftigten sich mit zahlreichen etwa 10 Runden langen Versuchsläufen, die wohl darauf hindeuten, dass man neue Teile oder Abstimmungsvarianten ausprobiert hat. Weil man in diesem Fall aber keine Aussage über die Spritmenge treffen kann, fällt die Beurteilung schwer. Über den Daumen gepeilt gilt aber weiter die Vermutung, dass wohl McLaren und Red Bull die Nase vorn haben dürften. Lotus ist nach seinen Problem wieder zurück, Grosjean fuhr zum Auftakt gleich mal Bestzeit. Deren Wert ist aber ungewiss.

Positiv ist sicher, dass Lotus mit dem generalüberholten Chassis dort weitermacht, wo man vor etwas weniger als einem Monat begonnen hatte. Die Bestzeit, die Grosjean heute hingelegt hat, “muss man ersmal fahren”, wie Marc Surer sagen würde. Weniger gut sieht es bei den Longruns aus: Man schaffte es nämlich heute nicht, welche zu fahren. Das Testprogramm bestand aus einer Ansammlung von ziemlich kurzen Anläufen, wobei auch nur jener mit der Bestzeit wirklich positiv heraussticht. Das muss nicht zwingend auf Probleme hindeuten: Es kann sein, dass man einfach ein paar grundlegende Daten sammeln musste, und deswegen nicht so lange unterwegs war. So kurz vor Saisonbeginn, wo jede Runde zählt, sollte man aber eigentlich davon ausgehen, dass die Teams ihre spärlichen Testtage ausführlich nutzen wollen – grade dann, wenn man ohnehin eine ganze Woche verloren hat.

Als einziges Team hat Ferrari heute so etwas ähnliches wie eine Renndistanz simuliert – eine ganze war es allerdings nicht. Die Zeiten, die Felipe Massa dabei gefahren hat, sind in den Bereich “gut, aber nicht außergewöhnlich” einzuordnen. Sieht so aus, als würde man die Zuverlässigkeit langsam in die Griff bekommen, und den neuen Wagen etwas besser verstehen. Ganz vorne dabei scheint man aber immer noch nicht zu sein.

Auf ähnlichem Niveau wie der Ferrari präsentiert sich weiterhin Mercedes, wo heute Nico Rosberg unterwegs war. Zur Einordnung der Zeiten gibt es hier das gleiche Problem wie fast allen anderen Teams auch: Man fuhr mittellange Stints, die nun wenig Aufschluss über den vollen Rennspeed des neuen Wagens geben. Die Zeiten sind in keiner Weise auffällig: Nicht viel schneller, aber auch nicht langsamer als bisher.

Sergio Pérez lag lange Zeit nahe an der vorübergehenden Bestzeit von Jenson Button. Erst als sich Grosjean am Nachmittag an die Spitze setze, ergab sich der Rückstand von einer halben Sekunde. Die große Frage bei Sauber ist heuer: Ist man so gut, wie die “schnellen Runden” vermuten lassen, oder so anonym, wie der Wagen auf den etwas längeren Runs aussieht? Vielleicht ist es auch so, dass der Wagen ganz einfach nur mit etwas weniger Benzin so richtig konkurrenzfähig ist – vielleicht geben die kommenden drei Testtage darüber noch etwas Aufschluss.

Etwas unauffällig war Force India heute unterwegs, mit etwa einer Sekunde Rückstand versank Paul di Resta im Mittelfeld des Zeitnahme-Monitors. Davon sollte man sich aber nicht täuschen lassen. Denn die Zeiten, die man bei den halblangen Stints hingelegt hat, waren auf einem ähnlichen Niveau, wie jene von Ferrari und Mercedes. Auch, wenn nicht davon auszugehen ist, dass die Inder über den Winter die komplette Lücke geschlossen haben – die bisher vielversprechende Form setzt sich auch heute fort.

Weniger toll sah es für Jean-Eric Vergne im Toro Rosso aus. Der Abstand auf der schnellsten Runde war zwar in etwa auf dem von Force India gezeigten Level, mit etwas mehr Benzin im Tank scheint der Toro Rosso aber mit der Konkurrenz nicht ganz mithalten zu können. Ein wenig Vorsicht ist bei der Beurteilung aber geboten, denn bei den bisherigen Tests sah der Wagen immer recht gut aus. Abwarten.

Lichtschimmer bei Caterham: Vitaly Petrov fehlen zwar immer noch zwei Sekunden auf die Bestzeit – damit konnte man den Rückstand im Vergleich zu den bisherigen Tests aber immerhin halbieren. Die Zeiten auf den etwas längeren Runs sahen ebenfalls ganz akzeptabel aus. 123 absolvierte Runden sprechen außerdem dafür, dass man die Zuverlässigkeitsprobleme endlich im Griff hat. Ob damit allerdings der erhoffte Vorstoß ins Mittelfeld gelingt, muss trotzdem eher bezweifelt werden.

Zumindest ein etabliertes Team könnte Caterham trotzdem überholen: Nach Bestzeit zum Abschluss des letzten Testes landete Pastor Maldonado heute wieder auf dem letzten Platz. Auch die Longrun-Zeiten geben nicht besonders viel Anlass zur Hoffnung. Mit nur 53 Runden fuhr der Venezolaner zudem die geringste Anzahl an Runden.

Die Zeiten im Detail:

1  Grosjean (73 R.) Lotus  1.23,252 2  Button (64 R.) McLaren  1.23,510 +0,258 3  Pèrez (118 R.) Sauber  1.23,820 +0,568 4  Webber (102 R.) Red Bull  1.23,830 +0,578  5  Rosberg (128 R.) Mercedes  1.23,992 +0,740 6  Vergne (113 R.) Toro Rosso  1.24,216 +0,964 7  Di Resta (98 R.) Force India  1.24,305 +1,053 8  Massa (105 R.) Ferrari  1.24,318 +1,066 9  Petrov (123 R.) Caterham  1.24,876 +1,624 10  Maldonado (58 R.) Williams  1.25,587 +2,335

 

Achtung, die Fotos sind wie immer in HD

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Fotos: Ferrari, Mercedes F1, Force India F1, Caterham F1, Red Bull, Toro Rosso, Lotus F1, Sauber Motorsport AG

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07:12

Racingbog Podcast: Ausgabe 29-02-2012

<strong>Die neuste Ausgabe des Racingblog Podcast, im Stream oder zum Download.</strong>

Achtung: Die Einbindung in den Player folgt noch, sorry!

Diese Woche geht es ums Daytona 500. Außerdem besprechen wir die Präsentation des neuen Audi’s für die WEC und haben viele News aus der Formel Eins, ALMS, GT-1 WM, Indycar, Super GT und Formula Nippon.

Wir wünschen viel Spaß mit dem aktuellen Podcast und freuen uns weiter über Kritik und Wünsche!

Here is the Music Player. You need to installl flash player to show this cool thing!

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Dauer: ca. 105 Minuten

Hier noch die Timecodes:

0.00 Audi
10.00 Daytona Analyse
62.00 Phoenix Vorschau
69.00 News

 

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Tags: Motorsport

February 29 2012

18:12

NASCAR – Analyse Daytona 500

Ein gutes, wenn auch recht unfallträchtiges erstes Rennen lieferte die NASCAR am Montagabend in Daytona ab. Wegen Regens musste das Rennen auf diesen Termin gelegt werden. Am Ende gewann nicht ganz überraschend ein Ford. 

Die NASCAR entschied sich am Sonntag auf Grund von Dauerregen das Rennen auf Montagmittag zu verlegen. Montag früh merkte man auf Grund der immer noch schlechten Wetterverhältnisse jedoch schnell, dass auch dieser Termin nicht zu halten sein würde und verschon das Rennen auf den Abend.

Dafür sprach neben der besseren Wettervorhersage noch ein weiterer Grund: Zur US-Primetime versprachen sich die Verantwortlichen auch deutlich bessere Quoten. Für FOX und die NASCAR war der Lauf eine Art Testballon – denn die Idee, manche Rennen des Sprint-Cup (à la “Mondy Night Football”) am Montagabend zu fahren ist keineswegs neu. Daytona sollte den Verantwortlichen nun endgütlig zeigen, welche Quoten Wochentags erreicht werden können.

Das Ergebnis fällt laut ersten Overnight-Ratings zwiespältig aus. Auf der positiven Seite: Man hatte mehr Zuseher als beim Pothole-Debakel 2010. Nicht so gut: Es waren auch weniger als 2011. Außerdem zeigen die Ratings einen deutlichen Anstieg nach Montoyas spektakulärem Unfall – mit einem “normalen” Rennen wäre man also vielleicht etwas schlechter gelegen. Ob die Zahlen nun Anlass sind, über weitere Montags-Rennen nachzudenken, liegt im Auge des Betrachters: Es ist sicher ein anständiges Ergebnis, mit dem man das beste aus einer widrigen Situation herausgeholt hat. Einen klar ersichtlichen Vorteil gibt es gegenüber dem Sonntag aber nicht. Und den bräuchte man, um ein Montags-Rennen zu rechtfertigen, das wohl mit einem deutlich Minus an Zuschauern an der Strecke auskommen müsste.

Einen dicken Silberstreif gibt es allerdings für die NASCAR: Die Nationwide-Serie auf ESPN hat mit Danica Patrick auf der Pole Zuschauerrekorde für Kabel gebrochen, und 4,4 Mio. Zuseher erreicht. Das Rating von 3.3 liegt etwa deutlich über jenem Wert, den die IndyCar-Serie bei ihren Übertragungen am Network-Sender ABC erzielt. Selbst das Indy 500 aus dem vergangenen Jahr hatte mit einem Rating von 4.0 nicht sehr viel mehr Zuseher.

Das Rennen:

Um 19.00 Uhr amerikanischer Zeit ging es dann endlich los in Daytona und Darell Walltrip eröffnete die Saison mit seinem bekanntem “Boogity, Boogity, Boogity, let’s go racing boys!”, welches er aus aktuellem Anlass mit einem “and Danica” vervollständigte. Die Fahrer schafften es sich auch eine ganze Runde zusammenreißen, bis es das erste Mal krachte. Sadler schob Johnson auf der Start- und Zielgeraden leicht an, der daraufhin hart in die Mauer einschlug und anschließend einen harten Treffer von einem weiteren Fahrzeug einstecken musste. Die übliche Kettenreaktion folgte. Insgesamt beschädigte der Unfall die Fahrzeuge von Johnson, Patrick, Bayne und Kurt Busch so schwer, dass das Rennen für sie entweder komplett vorbei war, oder sie so viele Runden Rückstand nach Reperaturen hatten, dass ein Sieg oder viele Punkte unmöglich waren. Johnson hat damit im Übrigen wieder einen Grund mehr, die Superspeedwayrennen zu hassen. Kyle Bush kommentierte den Unfall hingegen relativ amüsant über Funk: “Seriously, we sit around 36 hours and then we wreck on lap 1.”.

Nachdem Restart sah man vorne Kenseth und Biffle, wo sie auch den ganzen Abend bleiben sollten. Generell wurde den gesamten Abend viel 2-wide gefahren, wobei dies meistens erst hinter den Top 5 der Fall war. In Runde 13 gab es dann die nächste Gelphase, als Ryan Newman sich auf Grund eines Reifenplatzers drehte. In dieser kamen  alle an die Box. Nachdem Restart gab es lange Zeit vorne ein großes Pack und dahinter ein kleineres Pack mit unter anderem Montoya, McMurray, Labonte, Gilliland und Harvick, die sich so versuchten aus dem Gröbsten rauszuahalten.

Um Runde 57 folgten dann Green-Flag Pitstops, aus denen Jeff Burton als Führender hervorging. Tony Stewart verpasst die Boxeneinfahrt, ein größerer Schaden entstand daraus allerdings für ihn nicht. Kurz nach den Pitstops gab es die nächste Gelbphase wegen Debris auf der Strecke. Bei Kenseth zeigte sich zu dem Zeitpunkt, dass er massive Kühlungsprobleme hatte. Das Wasser sprühte geradezu aus seinem Auto, als er an der Box war. Er verlor zwar dadurch das Pack, konnte aber in der Lead Lap bleiben. Zu diesem Zeitpunkt waren vorne Burton, Biffle, Logano, Bowyer und ein starker Ambrose zu finden.

Bis Runde 81 lief das Rennen unter grün, dann platzte Jeff Gordon auf der Outside-Lane der Motor, er konnte dies zum Glück rechtzeitig mit der Hand anzeigen, so das es zu keiner Kollision mit anderen Fahrzeugen kam. Gordon sagte danach, dass alle Temperaturmesser im grünen Bereich gewesen seien, er also keine Ahnung habe, warum sich der Motor verabschiedete. Nach den nächsten Boxenstops ging es dann weiter.

Zu diesem Zeitpunkt schossen sich Hamlin und Kenseth nach vorne. Allgemein war auch beim 500 das zu beobachten, was sich schon in den Gatorade Duels und dem Budweiser Shootout angedeutet hatte: Die 2-Car-Tangos funktionierten begrenzt für eine bestimmte Zeit so um die 1- 1 1/2 Runden um sich im Pack nach vorne zu arbeiten, vom Pack weg fahren konnte man allerdings nicht. Polestitter Carl Edwards meldete in Runde 107, als vorne angefangen wurde Single-file zu fahren, Benzindruckprobleme. Seine Chancen auf einen Sieg waren damit auch dahin. Man dachte eigentlich, dass es in der Nacht weniger Temperaturprobleme geben würde, aber Bowyer meldete sich in Runde 117 und sagte, dass er sein Auto nicht mehr kühl bekommen würde. Allgemein sagten die Fahrer, dass es gut möglich war, das Auto im Rennen zu kühlen, wenn man es jedoch einmal übertrieben hatte, war es sehr schwer, den Normalzustand wiederherzustellen.

In Runde 127 dachten alle Bowyer’s Motor sei kaputt, aber in Wirklichkeit hatte er keinen Sprit mehr und wurde bei der Boxengasseneinfahrt durch 2 Autos geblockt. Die Folge war eine weitere Gelbphase, da sein Auto einfach ausrollte. Jeff Burton musste hierbei in die geschlossene Boxewngasse fahren und stoppen, da er sonst auch ausgerollt wäre. Nach den Boxenstops wurde es dann zunehmend aggressiver und temperamentvoller. Das hintere Pack hatte sich aufgelöst und Montoya. McMurray und Harvick mischten jetzt auch vorne mit. Ganz vorne war die Ford-Armada aus Kenseth und Biffle, dahinter Hamlin, Earnhardt Jr. und Logano.

In Runde 158 gab es dann die nächste Gelphase wegen eines Reifenschadens von David Stremme, was sehr schade war, da das Auto erst 2,5 Wochen vor dem 500 auf die Beine beziehungsweise Räder gestellt werden konnte. Bei den letzten Boxenstops kam es dann zu der wohl einprägsamsten Szene des Rennens. Juan Pablo Montoya war nach seinem letzten Boxenstop auf dem Weg zum Pack als ihm kurz vor einem Track-Blower wohl das Differential kaputt ging. Die Folge war, dass er mit dem Auto unkontrollierbar in das Heck des Track-Blowers krachte. Dabei traf er natürlich die hinten angebrachte Turbine mit Tank. Es gab einen großen Feuerball, Kerosin floss die Strecke herunter entzündete sich, das Feuer konnte jedoch nach kurzer Zeit unter Kontrolle gebracht werden. Etwas ernsthaftes ist zum Glück weder der Besatzung des Track-Blowers noch Montoya passiert. Aber die Bilder waren schon erschreckend und spektakulär zu gleich.

Wegen des Feuers stoppte man die Autos erstmal auf der Backstretch und unterbrach das Rennen. Brad Keselowski wurde irgendwann so langweilig, dass er woher auch immer sein Handy holte, anfing zu twittern und Fotos zu schießen. Die NASCAR begrüßte im Nachhinein die Aktion, solang dabei keine Gefahr entsteht. Zunächst gab es Zweifel ob die Strecke das Feuer unbeschadet überstanden hatte, nach knapp 2 Stunden Pause konnte es dann aber doch weiter gehen.

Der Restart erfolgt in Runde 163, vorne waren Kenseth, Biffle, Earnhardt Jr., dahinter Harvick und Logano. Es wurde nun zunehmend unruhiger, teilweise wurde versucht eine Dritte Linie aufzumachen, doch das gelang nicht, da schon die zweite, obere Linie etwas schlechter als die Untere funtktionierte.

In Runde 172 kamen sich dann Ambrose, Mears und Almirola ins Gehege, was zu einer weiteren Gelbphase führte. Nachdem Restart in Runde 181 führte Kenseth vor Biffle, Earnhardt Jr, Hamlin und Harvick. Wenige Runden später folgte der nächste Big One, nachdem McMurray durch einen Reifenschaden das Auto verlor. Involviert waren: McMurray, Stewart, Almirola, Smith, Edwards, Kahne und Keselowski, der scherzhaft nachdem Unfall im Interview gefragt wurde, ob sein Auto oder sein Telefon mehr Schaden genommen hätte (es war das Auto).

Beim Restart in Runde 193 wurde klar, dass Biffle und Kenseth weiter zusammenarbeiten würden, als Kenseth hochzog, um Biffle “einzusammeln”. Doch nach 3 Runden war der Spaß wieder vorbei, es gab nämlich noch einen letzten Big One, weil Stewart von Stenhouse umgedreht wurde. Dieser war zuvor leicht von Logano berührt worden. Resultat waren Schäden an den Wagen von: Blaney, Kyle Busch, Stewart, Reutimann, Stenhouse, Newman und Gilliland. Dieser letzte Big One führte zu einem Green-White-Checkered- Finish. Beim Restart sammelte Kenseth wieder Biffle ein, welcher ihn pushte und vor Earnhardt “beschützte”, der leider von Hamlin nicht wirklich gepushed wurde. Er konnte vor der Ziellinie aber noch Biffle überholen, der sich ganz klar in den Dienst des Teams stellte, als er Kenseth nicht angriff, sondern bis zum Ende pushte.

Daytona bestätigte seinen Ruf, sich nach der Neusasphaltierung als Fordstrecke zu entwickeln. Ganz starke Leistung des Roush-Teams, während Hendrick-Motorsports mal wieder auf den Superspeedways bis auf Junior, der ein gutes Rennen ablieferte ordentlich unter ging. Für Stewart-Hass Racing lief es auf Grund der Unfälle, in die alle 3 Fahrzeuge unschuldig verwickelt wurde auch sehr schlecht, das gleiche gilt wie so oft auf den Superspeedways für Earnhardt-Ganassi-Racing, die ansonsten wohl gut unterwegs gewesen wären. Herauszuheben aus den Top 10 sind noch Paul Menard mit einem sehr starkem 6. Platz und Mark Martin auf Platz 10. Das vollständige Endergebnis gibt es http://www.jayski.com/stats/2012/pdfs/01daytona2012results.pdf .

Allgemein war es ein ganz gutes Rennen mit einem verdientem Sieger und trotz des Montagabendtermins mit beeindruckender Zuschauerzahl an der Strecke. Matt Kenseth fuhr die ganze Zeit, bis auf eine kurze Phase wegen seines Kühlproblems vorne mit, ebenso Biffle und Earnhardt Jr. Das Packracing ist zurück in Daytona in einem begrenzten Mix mit den 2-Car-Tangos, auch wenn die obere Linie am Montag leider nicht so gut funktionierte. Wer wissen möchte, wie sehr gutes Pack-Racing mit 2-Car-Trains aussieht, sollte sich das Nationwiderennen anschauen.

Im deutschen TV: 

Reichlich Verwirrung gab es rund um die deutschsprachige TV-Übertragung im Vorfeld des Rennens: Motorvisison TV hat vergangene Woche überraschend angekündigt, das Daytona 500, den gesamten Chase, und einige “Highlights” der laufenden Saison live “und exklusiv” zu übertragen. Als Kommentatoren wurden Lenz Leberkern und Jacques Schulz vorgestellt, wobei letzterer als Experte fungieren sollte.

Nach der Verschiebung des Rennens auf Montagnacht trat dann auch noch Servus TV auf den Plan, und kündigte an, das Daytona 500 ebenfalls live zu übertragen. Dabei scheint der Red Bull-Sender allerdings die Rechnung ohne den Wirt gemacht zu haben, denn wenig später musste man zurückrudern: Man habe gerade bemerkt, dass man das Rennen doch nicht live zeigen könne. Eine etwas peinliche Vorstellung, die aber immerhin duch das Versprechen “es wieder gutzumachen” entschärft wurde. Welche Umstände die kommunikative Fehlleistung ausgelöst haben, ist unklar.

Das Fazit zur ersten Motorvision-Übertragung bietet Plus- und Minuspunkte. Loben muss man die Bildqualität, und die Beharrlichkeit, mit der man auch nach zwei Verschiebungen die Übertragung durchgezogen hat. Auch der Einsatz des Kommentatorenduos ist nicht zu bemängeln, immerhin musste man am Ende mehr als sechs Stunden ein nicht stattfindendes Rennen kommentieren (vier Stunden am Sonntag, und dann nochmal zwei Stunden Rot-Phase am Montag). Mit sicher geringer Vorbereitungszeit eine nicht ganz einfache Aufgabe. Nett war auch der interaktive Ansatz der Sendung, der zu einer teils fast familiären Atmosphäre führte. Manchmal aber auch zur angespannten Esstisch-Stimmung bei etwas weiter entfernteren Verwandten. Auch die ehrliche und effiziente Facebook-Kommunikation des Senders mit den Fans ist zu begrüßen.

Mit der Beurteilung des Renngeschehens taten sich Leberkern und Schulz gelegentlich ein wenig schwerer. Das mag mit der geringen Vorbereitungszeit und auch der späten Stunde zu tun haben – während der zweistünden Rotphase war den beiden die Belastung doch ein wenig anzumerken. Für zukünftige Übertragungen würde man sich aber vielleicht ein wenig mehr Detailinformationen erhoffen. Aber gut – bis zur nächsten Übertragung dürften ja nun ausreichend Zeit für Vorbereitungen bleiben.

Die Initiative von Motorvision ist für deutsche Fans jedenfalls sehr zu begrüßen – gerade vor dem Hintergrund, dass das NASCAR 2012 deutlich aggressiver gegen inoffizielle Internet-Streams vorzugehen scheint.

( Der Artikel entstand in Zusammenarbeit zwischen Chaos und Vorsicht, Bilder folgen. )

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07:38

Ferner liefen: Die Newshappen für 29.02.2012

// Rückschlag für Marussia: Das ehemalige Virgin-Team wird nun doch nicht bei den morgen startenden Testfahrten in Barcelona dabei sein. Das ohnehin spät fertiggestellte Auto hat einen der 18 von der FIA vorgeschriebenen Crashtests nicht bestanden. Dabei wird dem russischen Team eine Regeländerung der FIA für die laufende Saison zu Verhängnis, wonach die Autos alle Crashtests bestanden haben müssen, bevor sie für die Testfahrten zugelassen werden. Bisher hatten die Boliden die Crashtests nur bis zum ersten Rennen bestehen müssen. Der spanische Marussia-Konkurrent HRT hat dagegen nun auch den letzten Crashtest bestanden, und wird vermutlich im Laufe der Testfahrten in Barcelona erstmals das neue Auto zeigen. (Vorsicht)

// Doch schon ab Donnerstag wird man die Autos von Red Bull und Ferrari in Barcelona bewundern dürfen: Die FIA hat das Ansuchen der beiden Teams abgelehnt, statt von Donnerstag bis Sonntag von Freitag bis Montag testen zu dürfen. (Vorsicht)

// Erfreuliche Nachrichten gibt es aus der IndyCar-Serie: Sarah Fisher Hartman Racing hat doch noch einen Honda-Motor bekommen, und wird somit bereis ab Saisonbeginn in St. Petersburg in der Serie antreten können. Edler Spender ist Rahal Letterman Racing, die statt der bestellten zwei Motoren doch nur einen brauchen werden. Der Grund: Man hat es nicht geschafft, ein zweites Autos die gesamte Saison hindurch zu finanzieren. (Vorsicht)

// Auch EJ Viso wird in St. Petersburg an den Start gehen. Der Venezolaner hat das nötige Sponsorenpaket geschnürt, der lange erwartete Deal mit KV-Racing ist damit in trockenen Tüchern. Dort könnte er Teamkollege von Rubens Barrichello werden, dessen Engagement aber noch immer nicht fix ist. Bei den Testfahrten in Sonoma war er dabei, angeblich soll er knapp vor der Unterzeichnung eines Sponsorenvertrages stehen. (Vorsicht)

// Gleichzeitig waren andere Teams auf dem Texas Speedway unterwegs. Glaubt man den Aussagen, scheint das neue Auto nun auch auf dem Oval besser zu laufen. Gleich schnell wie der alte Dallara ist die neue Oval-Version aber immer noch nicht. (Vorsicht)

// Einige Fahrer-News gibt es auch aus der GP2: Der Vorjahresfünfte, Giedo van der Garde wird die Saison bei Caterham Racing in Angriff nehmen, der Brasilianer Luiz Razia bei Arden, und der indonesische GP3- und AutoGP-Pilot Rio Haryanto wird bei Carlin sein GP2-Debut geben. Dienstag fanden erste Testfahrten statt: Tagesschnellster war Davide Valsecchi (DAMS), konstant gut unterwegs waren außerdem die beiden Lotus-Junioren Esteban Gutierrez und James Calado. Auch iSport-Routinier Marcus Ericssion war in beiden Sessions vorne mit dabei. (Vorsicht)

// Verzichten muss die GP2 dagegen auf Sam Bird. Der Brite wechselt nämlich 2012 in die Formel Renault 3.5 (zu ISR), wo er auf Force India-Tester Jules Bianchi (Tech1) treffen wird. Auch Mikhail Aleshin (RFR), der 2010 den Meistertitel gewonnen hatte, ist im kommenden Jahr wieder dabei – was er sich davon erhofft, ist nicht ganz klar. (Vorsicht)

// Neuigkeiten gibt es auch aus der DTM. Die Kollegen von touringcartimes.com wollen Gerüchte gehört haben, wonach Formel Renault-Champion Robert Wickens und Euro-F3-Meister Roberto Merhi die verbleibenden Mercedes-Cockpits erhalten sollen. Wenn das stimmt, ist es eine löbliche Chance für zwei vielversprechende, aber vielleicht etwas unterfinanzierte Talente. (Vorsicht)

// Nissan hat am 24. Februar 2012 seinen GT500-Fahrerkader für die Super GT vorgestellt. Wenig überraschend wurde dabei Michael Krumm als Nachfolger von Benoît Tréluyer an der Seite von Satoshi Motoyama bei Nismo im Motul Autech GT-R bestätigt. Japan ist für Krumm keine fremde Welt, schließlich kehrte der Deutsche 1994 Europa erstmals den Rücken, um sich in der japanischen Formel-3-Meisterschaft zu beweisen, die er auch auf Anhieb gewann. Es folgten Jahre in der japanischen Tourenwagen-Meisterschaft sowie der japanischen F3000 (Vorgänger der Formel Nippon) sowie der JGTC (Vorgänger der heutigen Super GT). Die JGTC gewann er zusammen mit seinem Freund und gleichzeitigen Rivalen Satoshi Motoyama im Jahr 2003, ehe er das Land des Lächelns 2009 verließ und in der FIA GT respektive der GT1-WM unterwegs war. Nach drei Jahren Abstinenz kehrt Krumm nun wieder nach Japan zurück. Krumm stellt die Einzige Änderung im GT500-Fahrerkader von Nissan dar. Neu ist hingegen der Sponsorenzuwachs auf dem Meisterwagen von Quiantarelli und Yanagida — der Wagen heißt in diesem Jahr S Road Reito Mola GT-R.

Im nachfolgenden das GT500-Aufgebot von Nissan:

Mola
Ronnie Quintarelli / Masataka Yanagida

Team Impul
Joao Paulo de Oliveira / Tsugio Matsuda

Nismo
Satoshi Motoyama / Michael Krumm

Kondo Racing
Hironobu Yasuda / Björn Wirdheim
(Yankee)

// Nissan die Zweite: In die GT300 hält der Nismo GT-R GT3 dieses Jahr Einzug, der Anfang des Jahres von Michael Krumm beim 24-Stunden-Rennen in Dubai pilotiert wurde. Nissan setzt dabei auf  Katsumasa Chiyo und Yuhi Sekiguchi, zwei hoffnungsvolle Nachwugspiloten. Sekiguchi konnte letztes Jahr unter anderem die japanische Formel-3-Meisterschaft gewinnen und fuhr für JLOC bereits in der GT300 mit, während Chiyo aus dem Nachwuchsprogramm von Nissan stammt und ebenfalls in der japanischen F3 unterwegs war. (Yankee)

// Honda tat es schon vor ein paar Wochen, nun hat Toyota pünktlich zu den offiziellen Testfahrten der Formel Nippon endlichen seinen Fahrerkader vorgestellt. Wie bereits vor rund zwei Wochen berichtet, kehrt Loic Duval, Meister von 2009, in die Serie zurück — er steigt für Team Kygnus Sunoco ins Cockpit. Erfreulich ist der Verbleib letztjährigen Champions André Lotterer. Der Deutsche bleibt Toyota treu und wird mit neben seinem Teamkollegen Kazuki Nakajima für Petronas Team Tom’s zur etwaigen Titelverteidigung antreten. Noch ist allerdings nicht sicher, an wie vielen Rennen Lotterer am Ende teilnehmen wird, da er bei Terminüberschneidungen sein Engagement bei Audi in der WEC selbstredend vorrang hat.

Im nachfolgenden alle von Toyota und Honda ernannten Teams und Fahrer der diesjährigen Formel-Nippon-Saison. Bitte beachten, dass es sich hierbei noch um keine offizielle Nennliste handelt:

Petronas Team Tom’s (Toyota)
André Lotterer
Kazuki Nakajima

Kondo Racing (Toyota)
Hironobu Yasuda

Team Le Mans (Toyota)
Kazuya Oshima

Team Kygnus Sunoco (Toyota)
Loic Duval

HP Real Racing (Honda)
Toshihiro Kaneishi

Team Mugen (Honda)
Naoki Yamamoto

Team Impul (Toyota)
Joao Paulo de Oliveira
Tsugio Matsuda

Nakajima Racing (Honda)
Daisuke Nakajima
Takashi Kogure

Project μ/cerumo・INGING (Toyota)
Kohei Hirate
Yuji Kunimoto

Docomo Dandelion (Honda)
Takuya Izawa
Koudai Tsukakoshi

Le Beausset (Toyota)
Hiroki Saga

TBA (Honda)*
TBA

*Beim bisher noch unbenannten Honda-Boliden handelt es sich um aller Wahrscheinlichkeit um den Wagen für Takuma Sato. Die offizielle Nennung von Sato sowie das mögliche Team stehen allerdings noch aus. (Yankee)

 

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February 27 2012

13:44

In eigener Sache: Neues, altes Layout

Es sieht hier zwar ungefähr aus wie immer, allerdings habe ich unter Haube einiges verändert. Das Layout ist eigentlich komplett neu und basiert auf einem ebenso neuen WordPress Theme. Der Umstieg war nötig, weil das alte Theme seit zwei Jahren nicht mehr weiter entwickelt wurde und es zunehmend Probleme mit einigen Plugins gab. Das jetzt verwendete Theme sollte diese Probleme nicht machen, da es kontinuierlich mit WordPress entwickelt wird.

Ist bisher getestet mit: Chrome, Safari, IE7, IE8, Opera 11.6, Firefox 10.02, teils auf Mac, teils auf PC. Ein paar Baustellen gibt es aber noch:

- Headerbild ist noch nicht verlinkt (finde ich bisher keinen Weg)
- Ein paar Abstände stimmen hier und da noch nicht
- Der Google + Button ist im Moment unter dem Artikel, der Flattr Button ist von einem Javascript Button in einen statischen umgewandelt worden. Das verbessert alles die Performance der Seite, die in letzter Zeit teilweise etwas lahm war.

Wenn Fehler usw. auftauchen, bitte einfach in den Kommentaren melden. Danke!

Ach ja, der Podcast ist ab sofort auch per iTunes zu erreichen (an schöneren Tags arbeite ich noch)

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February 25 2012

16:00

NASCAR: Analyse Gatorade Duels / Vorschau Daytona 500

Die Gatorade Duels sind Geschichte – zumal auch Budweiser im nächsten Jahr das Sponsoring der Qualifikationsrennen übernehmen wird – und damit stehen alle 43 Starter für das Daytona 500 fest. Zeit also, sich noch einmal einen letzten Überblick vor dem Great American Race zu verschaffen.

Das erste Duel am Donnerstagabend war mit Sicherheit das spannendere und spektakulärere von beiden. Drei Cautions über 60 Runden sorgten dafür, dass das Rennen nicht so wirklich in einen Fluss kam und auch oft nicht so ganz nachzuvollziehen war, wer denn nun einen der beiden Transfer-Spots inne hatte. Trevor Bayne und Michael Waltrip schnitten leider nur unterdurchschnittlich ab und hatten auf ihre Weise mit der Qualifikationsmühle kämpfen: Bayne fehlten als Zwölftem nur drei Positionen auf Robby Gordon, um sich neben seiner schnellen Zeit aus dem Einzelzeitfahren noch ein weiteres Mal zu qualifizieren. Letzterer startet als zweiter Nicht-Top-35-Fahrer damit zwar neben Michael McDowell im Daytona 500, hatte jedoch trotzdem eine ordentliche Krawatte:

Terry Labonte ruhte sich nach Meinung von Gordon allzu sehr auf seinem Champions-Provisional aus und bog bereits nach 12 Runden mit den üblichen Start-&-Park-Begründungen in die Boxengasse ab, da er ja eh einen Startplatz am Sonntag sicher hatte. Er tat dies aus dem einfachen Grund, weil sein Team nur mit einem einzigen Auto nach Daytona gekommen war, welches man nicht unbedingt in dieser klaren Situation aufs Spiel setzen wollte. Man kann ihm daher nicht wirklich einen Vorwurf machen, immerhin hat er nur die Regeln zu seinem Vorteil ausgenutzt. Ob die Regeln so auch gut formuliert sind, steht natürlich auf einem anderen Blatt!

Zur Ergänzung: Die erste Gelbphase recht früh im Rennen sah ein ziemlich geschreddertes Auto mit der Startnummer #42, nachdem Juan Pablo Montoya unverschuldet zwischen David Gilliland und Paul Menard eingeklemmt wurde. Caution #3 ereignete sich in der letzten Runde ausgangs von Turn 2, als Danica Patrick ebenso unschuldig abgeschossen wurde und verdammt heftig in der inneren SAFER-Barrier einschlug. Schön konnte man ihre Open-Wheel-Gewohnheit erkennen, da sie sofort die Hände vom Lenkrad nahm, als der Unfall nicht mehr zu vermeiden war. Selten konnte man auch derart detaillierte Aufnahmen – gerade aus dem Wageninneren – von einem Crash sehen, was ich als sehr aufschlussreich empfand.

Sowohl Patrick als auch Montoya werden daher mit dem Backup-Auto das Daytona 500 vom Ende des Feldes aufrollen. Tony Stewart gewann das erste Duel am Ende unter Gelb vor Dale Earnhardt Jr, welcher eine echte Siegchance hatte und auch schon zuvor mehrere Runden in Führung lag, und einem sehr sehr starken Marcos Ambrose, der schon im Budweiser Shootout glänzen konnte. Pechvogel des Rennens war Michael Waltrip, der außerhalb der Sequenz an die Boxengasse kommen musste und damit den Draft verlor. Bei der Ausfahrt auf die Strecke setzte er dann seinen Toyota in der ganzen Aufregung durch einen dummen Anfängerfehler in die Mauer, was das Aus für seine Daytona-500-Träume bedeutete.

Das zweite Duel empfand ich mehr oder weniger als Langweiler: Matt Kenseth konnte sich in einem Rennen ohne Cautions am Ende durchsetzen und ließ Regan Smith sowie Jimmie Johnson hinter sich; auf den beiden Transfer-Spots kamen Dave Blaney und Joe Nemechek ins Ziel. Für Blaney sicherlich eine späte Genugtuung, nachdem er seine Owner-Points an Danica Patrick verloren hatte. Das Beispiel Joe Nemechek zeigte, wie wichtig Mannschaftsarbeit auf einem Superspeedway ist: Teamkollege Bill Elliott schob den vom Draft abgeschnittenen Wagen mit der #87 ohne Rücksicht auf Verluste, auch als der Kühler zu explodieren drohte. Zwar hatte er sich selbst auch Rundenrückstand eingefangen und lag sogar noch hinter dem direkten Nemechek-Verfolger Robert Richardson Jr, der hatte ohne Hilfe aber keine Chance.

Auffällig war noch, dass sich die beiden Burger-King-Toyotas von Landon Cassill und David Reutimann ebenfalls sehr früh aus beiden Duels zurückgezogen haben, da sie über ja die Owner-Punkte von Red Bull verfügen. Neben Terry Labonte schieden auch Tony Raines und David Stremme recht schnell wegen Vibrationen aus, weil sie ihren Platz im Daytona 500 über das Pole-Qualifying sicher hatten. Das muss man wahrscheinlich genau so wie die Terry-Labonte-Situation bewerten, obwohl ich nicht beurteilen kann, ob diese Teams ebenfalls über keine Backup-Autos verfügten. Gerade von BK Racing bin ich aber etwas enttäuscht, hatte man doch angekündigt, eben kein Start-&-Park-Team sein zu wollen. Wenn man dann noch eine Viertelmillion Dollar für die Teilnahme am Great American Race absahnt, wirkt das schon fast ein wenig frech.

Alles in allem hatten also alle Fahrer auf den nachfolgenden Qualifikationsplätzen hinter Trevor Bayne, Tony Raines und David Stremme vergeblich auf Schützenhilfe gewartet. Besonders bitter war das wie erwähnt für Michael Waltrip und Kenny Wallace. Sowas habe ich so auch noch nicht gesehen.

Im Hinblick auf das Daytona 500 am Sonntag bedeuten die Erkenntnisse der beiden Gatorade Duels, dass man sich mal wieder nicht sicher sein kann, was passiert. Bleiben die Piloten ruhig, könnte es sehr langweilig werden. Drehen alle schon beim Start durch, wird es ein sehr langer Abend. Die Push-Unfälle aus dem Budweiser Shootout hat man in den Gatorade Duels nur noch ansatzweise gesehen, die Fahrer haben sich den veränderten Gegebenheiten sehr gut angepasst. Den Trucks hat man im Vorfeld von Daytona ja auch einige Änderungen am Kühlkreislauf verpasst und wohin das geführt hat, konnte man in der letzten Nacht ja sehr gut sehen:

Versuche eines Two-Truck-Draft waren von vornherein fast vergebens, da sofort eine Wasserfontäne aus dem Überdruckventil schoss, wenn zwei Wagen länger als eine halbe Runde zusammenblieben. Das Rennen selbst war spektakulär, es gab einen Rookie-Sieger und zwei heftige Unfälle mit fliegenden Trucks. Zum Glück gab es aber keine Verletzten zu beklagen! Weitere Erkenntnisse wird mit Sicherheit das heutige Nationwide-Series-Rennen bringen: Dort startet Danica Patrick übrigens von der Pole-Position! Das Final-Practice des Sprint Cups läuft zurzeit noch und es sind wieder mehr Autos auf der Strecke als noch in den Trainings-Sessions vom Freitag.

Noch eine kleine Einschätzung der Stärkeverteilung: Für das Daytona 500 selber habe ich vor allem die Restrictor-Plate-Spezialisten auf der Rechnung, denn Dale Earnhardt Jr und Tony Stewart haben über die Speedweeks ihre Fähigkeiten wieder einmal unter Beweis gestellt. Dazu kommen die Roush-Fords, welche so langsam den Earnhardt-Childress-Motoren ihren Superspeedway-Rang ablaufen. Als Dark-Horses würde ich dagegen Marcos Ambrose und Regan Smith bezeichnen, da könnte noch eine dicke Überraschung warten. Zudem darf man Kyle Busch und Carl Edwards noch ein wenig aus der Masse herausheben.

Abschließend gibt es noch adie endgültige Teilnehmer- bzw. Starterliste des Daytona 500 sowie einen Zeitplan für das Rest-Wochenende:

Ausstrahlungsdaten

Samstag, 25.02.
16:30 Uhr, Sprint Cup Series Daytona 500 Final Practice, SPEED
18:00 Uhr, Nationwide Series Rennen (Drive4COPD 300), ESPN2

Sonntag, 26.02.
19:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Daytona 500), FOX

Alle Angaben sind ohne Gewähr!

2012 Daytona Feb NSCS Duel 1 Danica Patrick Greg Zipadelli pit road 2012 Daytona Feb NSCS Duel 1 green flag 2012 Daytona Feb NCSC Duel 1 Stewart leads pack 2012 Daytona Feb NSCS Duel 1 Dale Earnhardt Jr leads 2012 Daytona Feb NSCS Duel1 Stewart Victory Lane 2012 Daytona Feb NCSCS Duel 1 10 car rollback 2012 Daytona Feb NSCS Duel 2 race start 245188 2012 Daytona Feb NSCS Duel 2 Matt Kenseth crosses finish line 2012 Daytona Feb NSCS Duel 2 Matt Kenseth Victory Lane 2012-DAYTONA-500_Date_C

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February 24 2012

21:20

Formel Eins: Analyse Erste Testwoche Barcelona

Wie zu erwarten war, haben die Teams auch in Barcelona weiter gemauert. Eine genaue Analyse fällt schwer, Tendenzen sind aber auf jeden Fall zu erkennen.

Die Teams waren allesamt fleissig in der vergangenen Woche, sieht man mal von Lotus ab, die wegen eines Problems mit dem Chassis gar nicht testen konnten. Sie bekommen beim letzten Test zwar einen “Gratistag” geschenkt, verlieren aber insgesamt dennoch zwei sehr wichtige Testtage. Wie ungemein wichtig die Zeit auf der Strecke ist, hat Ferrari bewiesen, die heute zumindest mal ein Lebenszeichen von sich gegeben haben. Dennoch scheint es so, als ob der aerodynamisch und technisch sehr komplexe F2012 noch einiges an Arbeit benötigt, bis auf dem Niveau von Red Bull und McLaren ist, die beide die bisherigen Tests domniert haben. Im Mittelfeld sieht es vor allem zwischen Sauber und Force India sehr eng aus, Toro Rosso scheint nicht ganz auf deren Niveau zu sein. Weiterhin Großbaustellen sind der Williams und vor allem der Caterham.

Ferrari kam heute endlich mal dazu, richtig viele Runden zu drehen. In den ersten Tagen war man noch mit Abstimmungtests beschäftigt und probierte verschiedene Auspuff-Konfigurationen aus. Auffallend war auch, das der Drop-Off bei den Reifen und Rundenzeiten sehr hoch war. Doch das hat man offenbar etwas besser in den Griff bekommen. Am Schluss des Tests sprach Massa sogar von einem “Durchbruch” den man erzielt habe. Wie der aussieht, kann man an den Zahlen sehen:

Am Mittwoch fuhr Alonso einen Stint, der so aussah:
24.0, 25.2, 25.3, 25.6, 26.0, 26.0, 26.3, 26.3, 27.2

Massa schaffte heute in einem vergleichbaren Stint folgende Zahlen:
24.7, (34.5), 24.9, 25.0, 25.2, 25.7, 25.7, 26.2, 27.8, 26.3, 26.2

Mal abgesehen von der eingesteuten 27.8 (vermutlich Verkehr) sind das für eine mittlere Spritbeladung durchaus annehmbare Zeiten. Auch mit etwas mehr Sprit im Wagen geht der F2012 nicht so schlecht:
26.5, 26.4, 26.3, 26.6, 26.7, 27.0, 27.2, 27.2, 28.6, 28.0

Zusammengefasst liegt der Drop-Off in einem Stint bei rund 1.5 Sekunden, was ein guter Wert ist. Auch Red Bull und McLaren liegen in dieser Region. Der Ferrari war auf eine Runde gesehen bisher nie langsam, es fehlte allerdings an Abtrieb und laut den Berichten aus Spanien lag der Wagen sehr unruhig mit einer deutlichen Tendenz zum Übersteuern. Das würde dann auch den hohen Verschleiss und die damit verbundenen, teilweise dramatischen Zeitverluste auf den Long Runs erklären. Man darf gespannt sein, was die Ingenieure aus Maranello bis zum nächsten Test finden werden.

Ebenfalls auf einem guten Weg ist Mercedes. Man hat definitiv etwas vom Rückstand wegfeilt, den man im letzten Jahr noch hatte. Der W03 macht einen zuverlässigen, stabilen und schnellen Eindruck. Das belegt auch ein Stint von Freitag, den Rosberg gefahren ist:

24.0, 24.9, 25.4, 25.7, 25.4, 26.6, 26.0, 28.8, 27.1, 27.0, 27.1, 27.4, 27.5, 27.5

Der Drop-Off wirkt hoch, allerdings könnten hier gebrauchte Reifen im Spiel gewesen sein. Mittwoch gab es folgenden Stint:

24.7, 25.0, 25.1, 25.3, 25.3, 25.8, 28.0, 26.0, 26.2,
Zum Vergleich noch mal der Massa-Stint:
24.7, 24.9, 25.0, 25.2, 25.7, 25.7, 26.2, 27.8, 26.3, 26.2

Rosberg ist also an Ferrari daran, aber Ferrari hat einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht, wenn denn die Spritladungen einigermaßen identisch waren.

Red Bull und McLaren fuhren Freitag Abtrieb und Reifentest mit relativ vom vollem Tank. Button für über gesamten Tag sehr konstante 28er Zeiten, ohne Ausreisser nach oben oder unten, Red Bull machte es ebenso. Der Eindruck verstärkt sich, dass McLaren zum jetzigen Zeitpunkt ganz leicht die Nase vorne haben könnte, aber auch hier geht es wieder um die Spritmengen. 10 kg machen schnell 0,3 Sekunden aus, daher muss man das mit Vorsichit geniessen. Zwei Stint im Vergleich:

Button:
27.4, 27.7, 28.0, 28.1, 28.1, 28.2, 28.4, 28.6, 28.4, 28.6, 28.9, 29.0, 30.1, 29.7, 30.1

Vettel (Donnerstag):
27.7, 28.3, 28.5, 28.7, 28.7, 28.9, 29.3, 29.7, 29,2, 29.4, 30.1, 30.0, 30.2, 30.4, 30.4

Das sieht jetzt dramatischer aus, als es vermutlich ist, zu mal wie erwähnt die Spritmengen nicht klar sind. Vergleicht man die Zeiten von Red Bull und McLaren über gesamte Woche, sieht es schon so aus, als ob beide sich wenig tun an der Spitze. Wenn Red Bull nicht extrem mauert und immer mit vollem Tank unterwegs ist, dürfte der Vorsprung in diesem Jahr kaum vorhanden sein. McLaren zeigt sich jedenfalls extrem zuversichtlich, zumal man erst beim letzten Test die letzten, wichtigen Aero-Packete drauf schnallen will.

Vorne sieht es also so aus, dass Red Bull und McLaren gleichauf liegen. Gleiches gilt, zumindest wenn man Zeiten von Freitag nimmt, für Mercedes und Ferrari, der Abstand nach vorne dürfte rund 1 Sekunde betragen. Allerdings haben beide Team noch das Problem, dass der Drop-Off auf den Longruns einfach zu hoch ist. Wo Red Bull und McLaren eine Sekunde verlieren, sind es bei Mercedes und Ferrari 1.5 und mehr. Das dürfte den Weg aufs Podium schwer machen.

Im Mittelfeld kann auch nach eingehender Betrachtung der Zeiten nur sagen “to close to call”. Sauber macht einen schnellen Eindruck. Kobayashi fuhr Freitag einen sehr beeindruckenden Longrun:

28.6, 28.6, 29.3, 29.0, 29.0, 29.2, 29.3, 29.7, 29.5, 30.1, 30.4, 30.7, 30.5, 31.1, 31.3

Der Abstand nach vorne ist zwar da, aber so groß wie im letzten Jahr ist er nicht. Aber auch bei Sauber gilt immer eine gewisse Vorsicht. Man sah auch im letzten Jahr bei den Tests gut aus um dann bei den ersten Rennen zu enttäuschen.

Interessant ist ein Vergleich mit Force India, wo Paul di Resta gestern am Steuer war. Dessen Rundenzeiten sahen in einem vergleichbaren Stint so aus:

28.3, 29.4, 28.3, 28.4, 28.6, 28.8, 28.9, 28.9, 29.4, 29.3, 30.1

Etwas merkwürdig sind die teilweise pro Runde sehr hohen Zeitverluste. Kann an Paul dir Resta liegen, kann auch sein, dass der Force India das Phänomen ausweist, dass man zwei schnelle Runden hat, dann bricht der Reifen ein ganzes Stück, stabilisiert sich usw. Aber vom reinen Speed her geht der FI sehr gut, wie Hülkenberg die Woche gezeigt hat.

Toro Rosso einzuschätzen fällt etwas schwerer. Die haben die Woche zwar immer wieder gute Zeiten hingelegt, aber kaum innerhalb eines gescheiten Lonruns. Vergne fuhr Freitag endlich mal 20 Runden am Stück, allerding mit einem vollgetankten Auto:

30.6, 30.5, 30.4, 30.2, 30.4, 30.3, 30,4, 30.6, 31.4, 31.0, 32.1, 31.6, 32.5, 32.2, 32.4, 32.7, 32.6, 32.5, 32.8, 32.9

Offensichtlich war es das Ziel, einen möglichst langen und gleichmäßigen Stint zu fahren. Toro Rosso ist aus den letzten zwei Jahren bekannt dafür, dass man meist einen Stopp spart und zwei sehr lange Stints im Rennen einlegt. Für ein vollgetanktes Auto sind die Zeiten nicht schlecht, man dürfte rund 2 Sekunden und mehr hinter dem Red Bull liegen. Einen Vergleich zu Sauber oder Force India kann man aber nur bedingt ziehen. Ich sehe das Team im Moment etwas weiter zurück.

Williams hat die Woche ebenfalls einen Schritt nach vorne gemacht. Ich habe allerdings keine Stints gefunden, die sich mit den anderen Teams vergleichen lassen. Bei den vermutlichen Volltanktests sah man teilweise Zeiten um die 33.0, was deutlich zu wenig ist, um mit Sauber oder Force India konkurrieren zu können. Im Moment fehlen mir da aber noch genügend Zeiten, um das genau einschätzen zu können. Insgesamt tut man sich ein wenig schwer.

Bei Caterham geht es in kleinen Schritten vorwärts. Einen Lichtblick gab es am Freitag mit folgendem Stint:

29.8, 30.2, 30.2, 30.4, 30.4, 30.8, 30.8, 31.5, 31.3, 31.5

Vergleicht man die Zeiten über die Woche, gibt es eine Tendenz nach vorne, allerdings war von richtigen Longruns auch wenig zu sehen. Man bastelt wohl vor allem noch an der Abstimmung und ist nicht richtig zufrieden. Vergleicht man den Stint allerdings mit Force India von Freitag, sieht man wie weit Caterham vom Mittelfeld weg ist. Gegenüber Force India dürfte es mindestens eine Sekunde sein, vermutlich aber eher mehr. Deutlich sind da auch die Worte von Kovalainen: “Things haven’t exactly gone as we would have liked, but I think we all know where the car can and should be when it gets real in Australia, so now the challenge is to regroup in time for next week and make sure we come back here ready to put in a final week of hard work on track and get back to where we want to be.”

Nächste Woche geht es ab dem 1.3. weiter mit den Testfahrten. RB und Ferrari stossen aber erst am Freitag dazu, dafür fährt man noch am Montag. Warum die beiden Teams erst später in Barcelona aufschlagen ist nicht klar, vermutlich werden dann erst neue Teile fertig oder man benötigt noch etwas mehr Zeit, die Daten auszuwerten.

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February 23 2012

18:26

Formel Eins: Testfahrten 23.2.2012

Red Bull, McLaren und Mercedes waren heute in Barcelona wieder mit Longruns beschäftigt. Den Zeiten nach liegt man nicht weit auseinander. Bei Williams gab es heute Vorstandszeiten: Tagesbestzeit für Maldonado.

Eines gleich vorweg: Die Tagesbestzeit von Pastor Maldonado dürfte auch heute wieder nur sehr wenig Wert haben – sie resultiert aus einer Qualifying-Simulation. Und wenn man sich die sonstigen Zeiten des Autos ansieht, könnte man zum Schluss kommen, dass dafür womöglich auch noch einiges an Ballast “vergessen” wurde. Denn Michael Schumacher im neuen Mercedes war bei seinem Ein-Runden-Versuch eine ganze Sekunde langsamer. Und deutlich schneller, als der Williams dürfte der Mercedes auch in diesem Jahr allemal sein. Ob man allerdings auch den Anschluss an die Spitze geschafft hat, ist weiterhin etwas unklar. Erste Hinweise gibt es aber seit heute Nachmittag – Schumacher und Webber haben nämlich netterweise zeitgleich eine Renndistanz simuliert.

Das Ergebnis scheint auf den ersten Blick eindeutig: Schumachers durchschnittliche Rundenzeiten waren etwa eine Sekunde langsamer als die von Webber. Allerdings: Schumacher fuhr etwas mehr Runden (und etwas längere Stints) als Webber – man sollte also im Hinterkopf behalten, dass Schumacher mit neuen Reifen wohl etwas mehr Sprit im Tank hatte, und mit leeren Tank dann etwas verbrauchtere Reifen. Der Mercedes liegt offenbar vor Ferrari und hinter dem vermutlichen Führungsduo von Red Bull und McLaren. Der tatsächliche Rückstand ist zwar vermutlich substanziell – es könnte aber sein, dass er doch ein wenig unter der errechneten Sekunde liegt.

Ein etwas anderes Programm als Red Bull und Mercedes verfolgte heute McLaren – statt einer kompletten Renndistanz fuhr man 10-15 Runden lange Stints, die insgesamt etwas langsamer waren als die, die man gestern gezeigt hatte. Das Vorgehen deutet darauf hin, dass man heute irgendetwas neues getestet hat. Den Zeiten sollte man also noch weniger Beachtung schenken als sonst.

Etwas merkwürdig auch Ferrari, für die heute Felipe Massa unterwegs war. Auch bei den Italienern standen heute einige Stints mittlerer Länge auf dem Programm – und die Zeiten, die man dabei fuhr, waren gar nicht so übel. Nach außen hin gibt man sich weiterhin zugeknöpft und vermittelt ein etwas unzufriedenes Gefühl. Auch, dass man immer noch keine wirklichen Long-Runs zusammenbekommt, man einen etwas wackligen Eindruck. Abschreiben sollte man Ferrari aber noch nicht. Es scheint nämlich durchaus denkbar, dass man langsam beginnt, den Wagen etwas besser zu verstehen. Dass man zudem durchaus Potenzial sieht, scheint auch Fernando Alonsos etwas kryptische Aussage von gestern anzudeuten, dass man zwar “nicht das schnellste Auto” habe, aber “sicherlich auch nicht das langsamste”.

Um den letzteren Titel scheinen sich nach aktuellem Stand eher Caterham und – trotz Tagesbestzeit – Williams zu duellieren. Bei den Malaysiern war heute abermals Neuerwerbung (bzw. eigentlich das Gegenteil – “Neubezahler”?) Vitaly Petrov am Lenkrad. Der fuhr Testeinheiten in der Länge von fünf bis sechs Runden, und lag dabei im Vergleich zu ähnlichen Programmen der Spitzenautos gut drei bis vier Sekunden zurück – und auch deutlich hinter den möglichen Mittelfeldteams Sauber, Force India und Toro Rosso. Rund vier Sekunden Rückstand und der letzte Platz auf dem Tableau sprechen für sich. Auf der anderen Seite der Zeitenliste fand sich Pastor Maldonado, der seine schnellste Runde ebenfalls mit superweichen Reifen erzielte. Die Zeiten, die der Williams auf längeren Runs fuhr, sehen allerdings weniger rosig aus – mit diesem Programm lag man etwa eine Sekunde von den Zeiten, die Timo Glock im Marussia aus dem Jahr 2011 erzielte.

Bleiben Force India, Toro Rosso und Sauber – alle drei dürften irgendwo im Mittelfeld liegen, sind aber weiterhin schwer einzuschätzen. Vor allem Sauber scheint auf eine schnelle Runde aber ganz gut zu liegen: Unter ähnlichen Voraussetzungen lag Kamui Kobayashi heute nur zwei Zehntel hinter Michael Schumacher. Auch Sergio Pérez zeigte sich via Twitter mit dem Wagen ziemlich zufrieden. Allerdings fuhr man ganztags nur kurze Einheiten. Und man sollte nicht vergessen: Die Autos von Sauber sind im Moment noch ziemlich weiß – man könnte mit den positiven Aussagen also auch noch den einen oder anderen Sponsor ködern wollen. Paul di Resta im Force India und Jean-Eric Vergne fuhren heute ebenfalls einige Stints von mittlerer Länge, waren dabei flink aber auch etwas unauffällig, und scheinen im Bereich des Mittelfeldes recht gut platziert zu sein.

Die Zeiten:

1  Maldonado (106 R.) Williams  1.22,391 2  Schumacher (127 R.) Mercedes  1.23,384 +0,993 3  Kobayashi (99 R.) Sauber  1.23,582 +1,191 4  Button (114 R.) McLaren  1.23,918 +1,527 5  Vergne (78 R.) Toro Rosso  1.24,433 +2,042 6  Webber (97 R.) Red Bull  1.24,771 +2,380 7  Massa (84 R.) Ferrari  1.24,771 +2,380 8  Di Resta (83 R.) Force India  1.25,646 +3,255 9  Glock (108 R.) Marussia (2011)  1.26,173 +3,782 10  Petrov (70 R.) Caterham  1.26,448 +4,057

 

Achtung: Die Fotos sind wie immer in HD.

2012 F1 Testing Barcelona TEST F2012 BARCELLONA 1 TEST F2012 BARCELLONA 1 F1 Testing in Barcelona - Day One F1 Testing in Barcelona - Day Three 831926305-5136122322012 6777605314_4283d8287e_o 6923719749_5d4947d3d4_o Motor Racing - Formula One World Championship - Barcelona F1 Test - Day 3 - Barcelona, Spain Motor Racing - Formula One World Championship - Barcelona F1 Test - Day 3 - Barcelona, Spain sam23022012006576

Fotos: Ferrari, Mercedes GP, Force India, Caterham F1, Red Bull, Toro Rosso, Williams F1, Sauber Motorsports AG.

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